Deutschlandradio-Interview mit LMP-Politiker Gergely Kispál

Ein wirklich hörenswertes Interview zur Lage in Ungarn wurde am 10.04.2010 in Deutschlandradio gesendet und ist online abrufbar. Der Grünenpolitiker (LMP) Gergely Kispál berichtet über die Gründe für das Erstarken der Rechtsradikalen und über die Minderheiten jenseits der Landesgrenzen.

Kispál bringt in dankenswerter Klarheit zum Ausdruck, dass es nicht als Nationalismus oder Rassismus gelten sollte, wenn in Ungarn die Lage der magyarischen Minderheiten jenseits der Landesgrenzen (Slowakei, Ukraine, Rumänien, Kroatien und Österreich) gesprochen wird. Dies habe nichts mit revisionistischen Tendenzen zu tun. Die Existenz ethnischer Ungarn werde etwa von der slowakischen Führung „negiert“.

Zur Tatsache, dass sich in Ungarn insbesondere junge Menschen nach rechts orientieren, führt Kispál aus: Es sei normal, dass der jugendliche Widerstand sich dort gegen links richte, da die kommunistische Nomenklatur lange geherrscht und einen Teil ihrer Macht in das neue System hinübergerettet habe. Nach Auffassung von Hungarian Voice kann man die Lage nicht besser analysieren: Der Widerstand richtet sich immer gegen das herrschende System: In Ungarn die Postkommunisten, in Deutschland gegen Helmut Kohl, die CSU oder auch den „Muff unter den Talaren“ (1968).

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1160487/

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