Giftschlamm fordert neuntes Todesopfer

Die Zahl der Toten in Folge des Giftschlammunglücks in Ungarn vom 04.10.2010 hat sich auf neun erhöht. Ein Bürger aus der Stadt Kolontár erlag im Krankenhaus seinen chemischen Verbrennungen. Der sichzwischenzeitlich  in Untersuchungshaft befindende Unternehmenschef Bakonyi hatte nach dem Unglück verkündet, der Schlamm sei völlig ungefährlich. In dem Unternehmen MAL, dessen Schlammlagerbecken das Unglück ausgelöst hatte, hat mittlerweile ein staatlicher Kommissar die Leitung ünernommen. Ziel sei es, Schadensersatzansprüche der Opfer zu sichern und eine geordnete Rückkehr zur Produktion zu ermöglichen. Immerhin stünden mehrere tausend Arbeitsplätze auf dem Spiel.