MAL-Chef Bakonyi wieder auf freiem Fuß

Zoltán Bakonyi, Chef der MAL AG, ist wieder auf freiem Fuß. Der zuständige Haftrichter in Veszprém hob den Haftbefehl auf. Derzeit bestehe  kein ausreichender Verdacht. Bakonyi war zu Beginn der Woche festgenommen worden.

Bakonyi gab nach seiner Haftentlassung dem US-Sender CNN ein Interview und führt aus, er fühle sich für die von einer Lagerstätte der MAL AG ausgegangenen Giftschlammkatastrophe nicht mitverantwortlich. Er sei lediglich seit zwei Jahren Leiter des Unternehmens, das Unternehmen habe alle gültigen Sicherheitsbestimmungen eingehalten. Ferner brachte Bakonyi die Möglichkeit eines „Terroranschlages“ ins Spiel.

Hier der Link zu CNN:http://edition.cnn.com/2010/WORLD/europe/10/14/hungary.sludge.ceo/index.html

Der deutschsprachige Pester Lloyd (LINK) kommentiert den wirtschaftlichen Erfolg der Eigentümerfamlie Bakonyi wie folgt:

„Hintergrund: Zoltán Bakonyis Vater, Árpád, einer der zwielichtigen ungarischen Oligarchen der grauen Privatisierungszeit, gehörte, zusammen mit Lajos Tolnay, zu jener Gruppe Manager, die das Werk Mitte der Neunziger vom Staat erstaunlich günstig von der Treuhand übernahm und zum teil selbst in der staatlichen Behörde arbeiteten. Sie alle stehen im Dunstkreis von Seilschaften mit großer Nähe zu – in diesem Falle – sozialistischen Regierungen der Vorjahre. Zum Vorstand der MAL gehört übrigens auch ein deutscher, Martin Rümmelein, der auf der Webseite immerhin als Generaldirektor firmiert. Dieser ist aber für niemanden zu sprechen und war nach dem Unglück schneller unterwegs als der Rotschlamm.“


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