Vorbildlicher Tonfall: Handelsblatt berichtet über die Untersuchungen der EU-Kommission

Die führende deutsche Wirtschafts-Tageszeitung Handelsblatt berichtet über die ungarischen Sondersteuern und das Mediengesetz.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/gesetze-auf-dem-pruefstand-bruessel-setzt-ungarns-regierung-unter-druck;2723240

Es geht auch sachlich. Nicht zum ersten Mal erweist sich das Handelsblatt als ein objektiver Beobachter. Ohne die plakativen Anschuldigungen („Führerstaat Ungarn“, „Puszta-Putin“, „Diktatur“ usw.) und den in den vergangenen Tagen bei zahlreichen Medienvertretern erlebten „Schaum vor dem Mund“ wird der aktuelle Standpunkt der EU-Kommission wiedergegeben. Hierzu gehören nicht nur die derzeitigen Bedenken der Behörde, sondern auch der Aufruf ihres Pressesprechers, Ungarn nicht vorschnell zu verurteilen. Der Sprecher: „Noch steht nicht fest, ob Ungarn gegen EU-Recht verstoßen hat“.

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10 Kommentare zu “Vorbildlicher Tonfall: Handelsblatt berichtet über die Untersuchungen der EU-Kommission

  1. Im Handelsblatt-Artikel heißt es: „Dem Medienrat gehören auch Mitglieder der Partei des ungarischen Premierministers Victor Orban an.“ Das mag sachlich richtig sein und gilt vermutlich europaweit analog für die allermeisten Aufsichtsbehörden. Es gibt wohl keinen Europäer, der ein bloßes „Auch-Angehören“ ernsthaft kritisiert. Müsste ein objektiver Beobachter nicht besser den kontroversen Kern der spezifischen Problematik darstellen? Zum Beispiel mit einer Formulierung wie „Dem Medienrat gehören ausschließlich Fidesz-nahe Vertreter an, jedoch kein einziger Repräsentant der Zivilgesellschaft oder der Opposition“?

  2. Wer Ungarisch kann, sollte doch den Artikel von Zsolt Bayer im gestrigen Magyar Hirlap anschauen, um sich eine Meinung darüber zu bilden, was im Dunstkreis, der sich konservativ, christlich gebenden Fidesz-KDNP so publiziert wird.

  3. Zsolt Bayer macht sich wichtig? Bitte machen Sie sich nicht lächerlich. Er ist ein guter Freund von Orbán ein Mitbegründer von Fidesz und kann all die Scheußlichkeiten in einer fidesznahen Zeitung (so wird sie auch von R. Olt in der heutigen FAZ charakterisiert) Magyar Hirlap publizieren.

    • @ Karl Pfeifer: Kein Grund, unhöflich zu werden. Bayer reißt seit Jahren seinen Mund auf. Das nenne ich „Wichtigtun“. Ich verharmlose ihn nicht. Die Bitte, sich nicht lächerlich zu machen, richten Sie am besten direkt an Herrn Bayer. Dort gehört die Kritik hin.

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