Hungarian Spectrum suggeriert „Putschversuch“ Orbáns im Jahre 2006: Wo sind die Beweise?

Wir erinnern uns an die Unruhen in Budapest im Herbst 2006. Nach der Veröffentlichung einer Rede des damaligen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsány, in der dieser zugegeben hatte, das Volk vor der Wahl „morgens, mittags und abends belogen“ zu haben, gingen zahlreiche Anhänger der Opposition in Budapest auf die Straße, um für den Rücktritt des MP zu demonstrieren. Auch Rechtsradikale und Hooligans nutzten die Gelegenheit und verübten einen beispiellosen Angriff auf das Gebäude des ungarischen Radios, das teilweise in Brand gesetzt wurde. Zahlreiche Polizeibeamte und Randalierer wurden verletzt. Nach diesem Auftakt kam es in den folgenden Tagen fast täglich zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Am 23. Oktober 2006, dem 50. Jahrestag des Volksaufstandes, wurden auch friedliche Demonstranten im Zuge übermäßiger Gewaltanwendung durch die Polizeibeamten verletzt.

Am Nachmittag des 23.10.2006 kam es am „Astoria“ zu einer Kundgebung der damals oppositionellen Partei Fidesz. Hierbei kam es zu einem folgenschweren taktischen Fehler der Polizei: Die Ordnungskräfte näherten sich von der Andrássy- und Bajcsy-Zsilinszky-Straße in Richtung Déák-Platz, an dem sich erneut rechtsradikale Randalierer versammelt hatten (das Bild eines alten Sowjetpanzers, der von einem Randalierer kurzgeschlossen wurde und ca. 50 Meter in Richtung Polizei fuhr, ging um die Welt…). Die Randalierer wurden von der Polizei nun just in die Richtung getrieben, in der die Fidesz-Veranstaltung stattfand, anstatt die beiden Mengen voneinander zu trennen. Das Ende des Polizeieinsatzes war, dass die Polizei, auf der Jagd nach den Randalierern, mit Tränengas in die sich auflösende friedliche Fidesz-Veranstaltung schoss. Der Hinweis auf diesen tragischen Ablauf wird von Frau Balogh als „propaganda campaign orchestrated by Zoltán Balog, the Hungarian Reformed minister and Fidesz member of parliament, and Krisztina Morvai, Jobbik member of the EU parliament„, kommentiert.

Seit 2006 versucht das linke Lager in Ungarn nebst seiner Sympathisanten zu suggerieren und Belege dafür zu finden, Viktor Orbán persönlich habe die gewalttätigen Demonstranten gelenkt. Bislang fehlen stichhaltige Beweise für derartige Behauptungen. Gleichwohl wärmt das betont Fidesz-kritische englischsprachige Blog „Hungarian Spectrum“ der ungarischstämmigen, in den USA lebenden Politologin Éva S. Balogh, die Thematik wieder einmal auf.

http://esbalogh.typepad.com/hungarianspectrum/2011/01/was-viktor-orb%C3%A1n-behind-the-coup-attempt-on-october-23-2006.html

Unter Hinweis auf angebliche „Beweise“, nämlich die Mitteilungen zwischen der US-Botschaft in Budapest und dem US-Außenministerium, wird bereits im Titel suggeriert, Orbán könne persönlich hinter einem „Putschversuch“ gestanden haben. Die „Beweise“ erschöpfen sich in der Verlinkung eines Artikels der internationalen Online-Ausgabe des Spiegels. Dort werden zwei Dokumente der US-Botschaft wiedergegeben, in denen es heißt:

5. (C) Comment: Although the ultimate disposition of the land around Parliament is an issue, the opposition’s latest actions add little to either the substance or the tone of the debate. With the recent release of a lengthy report on the fall demonstrations which highlights FIDESZ’s links to the violent protestors (ref b), their latest act of „civil disobedience“ will likely underscore questions regarding their commitment to the rule of law. Much as we saw Viktor Orban at his best in a recent meeting with Ambassadors (ref a), this escapade shows that he is still equally liable to play with fire. End Comment.“

1. (C) SUMMARY. Opposition Fidesz party leader Viktor Orban is clearly confident of his victory in April’s upcoming national elections in which he hopes to crush the Socialist party. He is also confident that he can defeat any challenge by Jobbik, telling the Ambassador in their January 19 meeting that „The best defense against the extreme right is good governance by the center-right.“ The Ambassador welcomed the opportunity to work with Orban if his party wins the election as expected. END SUMMARY.

Sowohl im Spiegel-Artikel als auch auf Hungarian Spectrum werden unter Hinweis auf das Botschafts-Telegramm „Verbindungen von Fidesz zu gewalttätigen Demonstranten“ behauptet. Näheres zum Vorwurf, Orbán stecke hinter einem gewaltsamen Putschversuch, erfahren wir jedoch aus der als „Comment“ bezeichneten Mitteilung des Botschaftsmitarbeiters nicht.

Die Kritik gegenüber Orbán im Jahre 2006 ging dahin, er habe sich nicht ausdrücklich von den radikalen Demonstranten distanziert. Dies wurde in den (damals) regierungsfreundlichen Medien als „Spiel mit dem Feuer“ bezeichnet. Auch die Abhaltung einer Veranstaltung in der Innenstadt trotz der Tatsache, dass sich zuvor mehrfach gewaltsame Auseinandersetzungen ereignet hatten und wieder drohten, kann man ohne weiteres sachlich kritisieren. Allerdings sind Vorwürfe, Orbán oder Fidesz hätten  persönlich mit Gewalttätern in Kontakt gestanden und hätten diese gelenkt, bislang nicht erwiesen. Trotzdem scheint das Konzept der vielfachen Wiederholung nach wie vor en vogue und manch einem Orbán-Opponenten in Zeiten (nicht immer unberechtigter) Kritik an Ungarns Regierung im Zusammenhang mit dem umstrittenen Mediengesetz jedes Mittel recht, Orbán anzuschwärzen. Der Zweck heiligt offenbar jedes Mittel.

Die Frau Balogh wohlgesonnenen Kommentatoren ihres Beitrages sparen insoweit auch nicht mit Kritik:

„I have to agree with the critics this time.
1. There was no coup attempt, although the radical rightwingers attacking the TV building might have been so delusional to think they were staging a revolution.
2. There is not a shred of real evidence that Orbán was behind an attempted uprising at October 23, even though every sensible person (including it seems the US embassy in its cable) said that organising a meeting so close to the centre was playing with fire. Sure, he was condoning and even encouraging unrest in the streets hoping that would force the government to resign. But irrisponsible this may be, it is no coup attempt.
3.Even if some radical rioters were trying to lure the police towards the peacefull demonstration (and that is a big if) they could only do so because the police was foolish enough to let them. They could easily have cordonned off Parliament and leave it at that untill well after the Fidesz demo was over. But they didn’t because they had no clue about crowd control and dealing with riots.

Posted by: Hank | January 05, 2011 at 09:51 AM“

Und weiter:

„A coup attempt? Come on, let’s not follow the great Central-European tradition of conspiracy theories. I’m not an Orbán fan, and I’m sure he didn’t mind, and even considered there would be violence on October 23, as it would weaken the government. But this is ridiculous. Those extreme rightists had a revolution in mind, certainly, and it was a nasty afternoon. But in the end, they were a handful of people who dragged other people into the violence. Riots happen. But had Orbán planned a coup, he would have needed some support of armed forces, police or army, which he clearly didn’t have, and I doubt that he ever tried to get such support. Gosh, according to Wikileaks, the diplomats said that Orbán played with fire. Seems an absolute proof he attempted a coup. I think that many correspondents also wrote something along that line, but they were certainly not thinking about a coup. I like this blog, but please, get real.

Posted by: Leeflang | January 05, 2011 at 12:16 PM“

Quelle: http://esbalogh.typepad.com/hungarianspectrum/2011/01/was-viktor-orb%C3%A1n-behind-the-coup-attempt-on-october-23-2006.html

Trotz aller Kritik an Orbán sind Versuche, ihn in die Richtung eines gewaltsamen Putschversuches zu drängen, auf Basis des bekannten Tatsachenmaterials neben der Sache. Der Mann wurde demokratisch gewählt.

13 Kommentare zu “Hungarian Spectrum suggeriert „Putschversuch“ Orbáns im Jahre 2006: Wo sind die Beweise?

  1. Ihrem Resümee muss man in vollem Umfang zustimmen. Wichtig erscheint auch, dass Orbán nicht nur aber besonders in diesen Zeiten ein gewagtes Spiel trieb, indem er die eine Veranstaltung bewusst in der Innenstadt abhalten ließ. Das war de facto unnötig.

    Insgesamt fehlt es, wie schon an anderer Stelle von Ihnen erwähnt, an einer grundsätzlichen, tulichst sachlich-neutralen Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse. Diese wird aber durch die neue Machtverhältnisse leider auch nicht gewährleistet.

    Wie auch sonst das Grundübel angesichts der derzeitigen Tendenzen bleiben wird, dass eine sachliche Aufarbeitung der eigenen Geschichte (Trianon, 2. WK, Sozialismus) und ein dementsprechender Umgang mit der Thematik in den Schulen nicht in Sicht sicht ist, ja eher in weite Ferne rückt. Bedauerlich, denn darauf fußt viel echtes Demokratieverständnis, Fähigkeit zur Selbstkritik. An alldem mangelt es.

  2. Das Grundproblem besteht meines Erachtens darin, dass aufgrund der tiefen Feindschaft der beiden politischen Lager niemand bereit ist, die Meinung des jeweils anderen auch nur in seine Betrachtung einzubeziehen. Hieran tragen beide politische Lager gleichrangig die Verantwortung. Das steht einer Aufarbeitung im Wege. Auch will jeder seine eigene Sichtweise der Gesellschaft aufzwingen. Die einen verharmlosen Kádár, die anderen Horthy usw.;

    Eine historische Aufarbeitung ist dringend notwendig. Und da werden beide Lager Dinge zu hören bekommen, die ihnen nicht gefallen. Zu dieser Aufarbeitung gehört auch die Öffnung der ÁVH-Archive; dass man die AKten „mit nach Hause gibt“, halte ich für einen schlechten Scherz. Hier ist die BRD vorbildlich.

    Viele Ungarn sind dieser gegenseitigen Blockade wohl überdrüssig gewesen und sind a) entweder gar nicht zu Wahl gegangen, b) haben Fidesz gewählt oder c) radikalen Protest ausgedrückt. Ich denke auch nicht, dass die 16% Jobbik in vollem Umfang Ausdruck einer rechtsradikalen Tendenz der Wähler sind, vielmehr dürfte eine Menge Protestpotenzial dahinter stehen.

    Ich halte eine 2/3 Mehrheit für grundsätzlich demokratisch nicht erstebenswert. Leider scheint das „Durchregieren“ aus Sicht vieler Ungarn aber der einzige Weg zu sein, dass irgendwas passiert. Dass hier zahlreiche Fehler gemacht werden und die Stimmung noch immer ideologisch vergiftet ist, ist leider wahr.

    Ich habe kurz nach der Wahl einen guten Kommentar gelesen, in dem stand: So wie Orbán nun allein regieren kann, wird er bei der kommenden Wahl auch allein die Verantwortung bekommen. Es gibt nun einmal niemanden, hinter dem er sich verstecken kann.

    Ich bin und war nie ein Orbán-Bewunderer, schon von 1998 ist einiges falsch gemacht worden. Ich betrachte jedoch, wie schon oftmals geschrieben, die allgemeine Berichterstattung über Ungarn etwas einseitig (lassen wir das von allen Seiten kritisierte Mediengesetz mal außen vor). Und ich denke, hier wird am Ende dem Land insgesamt Unrecht getan. Einem Land, dass – dessen bin ich überzeugt – seinen Weg in die Demokratie erst noch abschließen muss. 20 Jahre nach dem 2. Weltkrieg war Deutschland auch noch nicht in den 68ern….

  3. Obwohl ich gerne auf vieles reagieren würde, im übrigen vielem zustimme, jetzt nur sehr kurz und in eine andere Richtung weisend: niemand macht sich auch nur annähernd Gedanken darüber was passiert, wenn jene Machtkonzentration, die Fidesz derzeit bastelt (und das ist nunmal jetzt schon Fakt) bei den kommenden Wahlen doch nicht ausreicht (etwa weil die sehr risikoreiche und meiner Meinung nach letztlich zerfahrene, doch konzeptlose, nicht ausreichende, weil nicht genügend den Haushalt konsolidierende und echte Reformen anpackende Wirtschaftspolitik etc.) und dann ganz extreme Konstellationen entstehen, denen dann diese Machtfülle in die Hände fällt?

    Ganz zu schweigen davon, dass Fidesz auch jetzt nicht näherungsweise aufzeigt, verantwortungsvoll mit der ihr anvertrauten macht umzugehen. Unter Fidesz wird die Demokratie in den kommenden Jahren jedenfalls nicht gestärkt. Zu diesem allgemeinen Fazit muss man zwinged nach den ersten Monaten dieser Regierung kommen.

    Fatale Fehler werden wieder einmal begangen, eine große Chance schon jetzt vergeben. Das kann man einfach nicht wegdiskutieren. Irgendwann muss irgendwer mit dem bisherigen Antagonismus brechen. Nur so kommt dieses Land wirklich nachhaltig voran.

  4. Noch etwas: klar ist damit auch, dass es nur mit anderen Personen an der Spitze wirklich vorangehen kann. Orbán ist da seit langem verbrannt, untragbar. Ausgerechnet Fidesz hat es ja wegen Orbán intern nicht geschafft, echte personelle Alternativen zu entwickeln. Wie schon einmal gesagt und völlig personenunabhängig gemeint: keiner Partei tut es gut, über 20 Jahre von ein und demselben Vorsitzenden geführt zu werden. Und Deutschlands positive Entwicklung wurde maßgeblich durch von außen erzwungene Aufarbeitung der eigenen Geschichte auf die richtige bahn gebracht, ehe innere Kräfte eine Gesundung und Demokratisierung aus sich heraus weitertreiben konnten. All das fehlt hier in Ungarn.

  5. Ich stimme Ihnen zu, dass Fidesz offenbar derzeit übersieht, dass die Macht, die sie organisatorisch auf sich vereinen, einer anderen Partei zufallen könnte. Das meine ich mit „verantwortlichem Handeln“.

    Was den Aufarbeitungszwang von außen (BRD) angeht, haben Sie Recht. Bedenken Sie aber, dass diese Aufarbeitung aber keinesfalls reibungslos verlief, rechtsradikale gibt es auch hier. Allerdings werden sie von der Mehrheit demokratisch verwurzelter Menschen erfolgreich eingebremst. Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass politische Kultur wachsen muss. Denken Sie aber nicht, dass diese politische Kultur auch deswegen nicht wachsen konnte, weil sich die ehemalige Elite radikal gewandelt hat und sich auf Kosten des Staatseigentums bereichert hat? Und deshalb Vorbilder fehlen? Einen „Schnitt“ wie in Deutschland (verlorener Krieg, Besatzung) gab es in Ungarn eben nicht. Insofern hat Ungarn durchaus das gleiche Problem wie Russland…

  6. Um nach den Kommentaren zur allgemeinen Lage noch einmal auf das Thema zurückzukommen: Vermutlich finden sich am Ende ebensoviele Beweise für Orbáns „Putschversuch“ wie für Gyurcsány’s persönliche Anweisung zur Gewaltausübung. Als ich die Argumentation von Hungarian Spectrum heute Morgen gelesen habe, klang sie zwar ersteinmal plausibel, aber sämtliche Fakten kann man auch völlig anders bewerten und zu einem anderen Schluss kommen. Und das Gleiche gilt auch für die Fakten bzgl. Polizeigewalt. An der Gewalt gibt es nichts zu rütteln, die gab es. Orbáns schnelles Verschwinden vermutlich ebenfalls. Solange aber keine Seite eine „smoking gun“ findet, wird sich hier nichts bewegen und jeder bleibt bei seiner Interpretation der Dinge. Und eine Lagebewertung durch den amerikanischen Botschafter ist wahrlich keine „smoking gun“.

  7. Auf die Bitte von hungarianvoice stelle ich gerne meinen heute verfassten Kommentar und Kritik an Frau Prof. Balogh hier abermals rein und füge nun die notwendigen Links auch bei:

    Kritik:
    Ob man Frau Prof. Balogh Glauben schenken kann – wie hier das anscheinend viele tun – sei dahingestellt. Sie hat vor ein paar Monaten einen höchst besorgten Artikel darüber geschrieben, dass in der Stadt Tatabánya alle Mittelschulen – ihrer Meinung nach zwei – mittlerweile christlich (katholisch und reformatorisch) seien, somit den Kindern die Möglichkeit genommen wird, in eine Schule zu gehen, die nicht religiös geprägt ist. Ihr Beleg hiefür war ein Brief, aus dem sie zitiert hat, dass FALLS neben dem reformatischen GYMNASIUM auch noch ein katholisches in TATA gebaut werden würde, dann WÄRE das eine Beschränkung der Rechte der Kinder, etc.

    Ich habe sie dann darauf aufmerksam gemacht, dass Gymnasium (=AHS) und Mittelschule (als Oberbegriff) nicht gleichbedeutend sind, dass im von ihr zitierten Brief der Konjunktiv verwendet wird, und dass Tata und Tatabánya zwei verschiedene Städte sind.
    Hinzukommt das Folgende:
    In Tata gibt es 6 Mittelschulen, davon 3 Gymnasien, davon ein christliches. In Tatabánya gibt es zumindest 8 Mittelschulen, davon 3 Gymnasien und davon kein christliches.

    Für diese Internetrecherche habe ich damals ca. eine halbe Stunde gebraucht.

    Ich persönlich kann eine Person, die bei ihren Recherchen anscheinend derart ungenau ist, den Konjunktiv vom Indikativ nicht unterscheiden kann und zwei Städte verwechselt, nicht als eine sehr glaubwürdige Quelle bezeichnen.

    Belege:
    Ich beziehe mich auf Frau Prof. Baloghs Artikel auf Galamus bzw. vor allem auf den unten angeführten Absatz:

    http://www.galamus.hu/index.php?option=com_content&view=article&id=1899:egyhazi-iskolak-es-politikai-szocializacio&catid=49:cssbalogheva&Itemid=77

    „Most már oda jutottunk, hogy például Tatabányán mindkét középiskola egyházi kézbe került, és így a tatabányai gyerekeknek nincs választási lehetőségük. Tehát Tatabánya 2010-ben ott áll, ahol Pécs az iskolák államosításáig. Ha valaki gimnáziumba akart járni, akkor teljesen mindegy volt, hogy milyen vallású, csak katolikus iskolába járhatott. Már ha felvették. És ha felvették, abból se volt öröme. Megint saját tapasztalatból beszélek. Ennek ma már nem volna szabad megtörténnie. Ennek a folyamatnak ellen kell állni minden erővel.“

    Da es auf Galamus nicht möglich ist, irgendeine Kritik oder Meinung zu äußern, und ich damals auch das Blog Hungarian Spectrum von Frau Prof. Balogh gelesen habe, habe ich meine Anmerkung über die Anzahl der Schulen in Tatabánya auf ihrem Blog hinterlassen und mit meiner Kritik an jenem Artikel, den sie dort veröffentlicht hat, verbunden nämlich hier:

    http://esbalogh.typepad.com/hungarianspectrum/2010/02/ferenc-gyurcs%C3%A1ny-in-the-hungarian-media-again.html

    Die hier relevanten Passagen sind die Folgenden – selbstverständlich kann jeder auch alles auf der Homepage nachlesen:

    Posted by: Rudolf | February 23, 2010 at 02:11 PM
    „Off topic: Galamus:
    You wrote: „It’s obvious that rightists went to Christian schools.“
    I really don’t see why this is necessarily so. Could you back this up with some hard evidence? Without any evidence it’s just a blanket statement, nothing more. I am sorry, but two idiots from Károli Gáspár Református Egyetem are not really scientific evidence, neither are Gregor Mayer’s blanket statements. (I read his article.)
    How about Kuncze, Kóka, Ficsor? All of them went to Christian schools.“

    (Do you use the term „Christian school“ in English?)

    Besides there are more than just two high-schools in Tatabánya.

    Posted by: Eva S. Balogh | February 23, 2010 at 02:31 PM
    „Rudolf: „Besides there are more than just two high-schools in Tatabánya.“

    Wrong. Here is the letter of the Eotvos Gimnazium’s teachers.

    „A katolikus gimnázium létesítése – az egyre bővülő református gimnázium mellett – azzal járna: Tata városának és vonzáskörzetének lakóit megfosztják attól, hogy a gyermekeket felekezeti érdekektől független, helyi önkormányzati gimnáziumban taníttassák. Tiltakozunk a választási lehetőségek egyoldalú korlátozása ellen.“

    Christian school is wrong in English. Parochial school.“

    Posted by: Rudolf | February 23, 2010 at 04:32 PM
    „Rudolf: „Besides there are more than just two high-schools in Tatabánya.“

    ES Balogh: „Wrong. Here is the letter of the Eotvos Gimnazium’s teachers.“

    Sorry, you are wrong:
    First of all you wrote about „középiskola“. That’s not „gimnázium“. „Gimnázium“ is just one type of „középiskola“ among others.
    There are 6 „középiskola“ in Tata, three of which are „gimnázium“ and as I see only one of it is a parochial school.
    http://www.tata.hu/varosunk/intezmeny/kozisk/688

    The letter you are quoting just mentions the possibility of building a second parochial school.

    Secondly you wrote about Tatabánya, not Tata. These are two different cities.
    There are at least 8 „középiskola“ in Tatabánya, three of them are „gimnázium“ and none of them is a parochial school.
    http://www.tatabanyainfo.hu/kozepiskolak

    ES Balogh: „Christian school is wrong in English. Parochial school.“
    Thanks!“

    Posted by: Eva S. Balogh | February 23, 2010 at 04:54 PM
    You know what Rudolf? Whether Tatabanya or Tata had 2 gymnasiums or more really doesn’t matter. I’m against financing parochial schools from the central budget. Period. There is also no question that by all accounts in these parochial schools the students are overwhelmingly consider themselves right-wingers. Cannot be a coincidence.

    As for Gáspár Károli University. There are just too many Jobbik leaders or sympathizers who come from that so-called university. In my opinion that university shouldn’t have gotten accreditation. But with this I close the discussion especially since you read my article in another publication and not here.

  8. Hungarianvoice schreibt: „Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass politische Kultur wachsen muss.“

    Bitte, wie soll denn in Ungarn poltische Kultur wachsen, wenn schon das „Säen“ unterbunden wird? Und wenn sich das kleinste Pflänzchen trotzdem entwickelt, wird es radikal entfernt.

    In den meisten ungarischen Dörfern geht es doch noch zu wie zu Feudalzeiten. Die Bürgermeister sind oft die einzigen Arbeitgeber. Auf Kosten des Staates sanieren sie ihre eigenen Ländereien und Wege dort hin mit den Mindestlohnbeschäftigten und sind höchst interessiert, ihre Dorfbewohner dumm zu halten. Dort ist von Demokratie keine Spur.

    Und in den meisten verschlafenen Landstädtchen ist es das gleiche. Wo sorgt denn so ein Bürgermeister für eine Vereinskultur, wo die Leute Demokratie einüben könnten? Das ist und war auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Demokartie in Deutschland. Ehrenamt, ziviles Engagement – Fehlanzeige auf der ganzen Linie in Ungarn!

    Das bißchen demokratischer Protest in Budapest, Győr oder Pécs bewirkt gar nichts. Und dieses Argument der zerstrittenen Lager hängt mir auch schon zum Halse heraus. Zum Streiten gehören zwei. „Ein Bock allein sticht nicht“, das hat mir schon meine Großmutter beigebracht.

    Wo bleibt die Vorbildfunktion, die hohe nationale Ethik, die VO immer bemüht?

    • @ Peter Herche: So weit ich weiß, ist er aus der MSZP ausgetreten, nachdem diese ihn nicht für die Wahlen 2010 aufstellen wollte. Was er seitdem tut? Keine Ahnung. Vielleicht hat er ein Reisebüro oder eine Sicherheitsfirma? 🙂

  9. Nachtrag:
    „Ami nagyon terjed, az gyanus“

    2008 gab es einen interessanten Artikel von Péter Magyari, der an Aktualität nicht verloren hat. Die Überschrift lässt sich sinngemäß so übersetzen: Was schnell Verbreitung findet, ist verdächtig!
    Ich bin ja mal gespannt, wie groß sich die Putsch-Ente noch aufblasen lässt.
    Die Bilder vom Museumspanzer, der sich im Oktober 2006 spontan am Deák Platz in Bewegung gesetzt hatte, weil der als Onkel Gyuri in die Geschichte eingegangene Genosse Panzerfahrer ein Fotoshooting mit der Weltpresse hatte, sind, wie die später inszenierten Schauprozesse noch nicht vergessen. Mal angenommen, der Deckname von „The Godfather“‚ ist Alzheimer, dann bleiben uns noch die Genossen Tóth und Szilvásy. Oder ist Waterboarding wieder verboten?

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