Tagesspiegel: „Die andere Meinung“

Gastkommentar im Tagesspiegel zur Thematik des ungarischen Mediengesetzes von Alexander Gauland.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/andere-meinung/ungarn-wird-gedemuetigt-/3726834.html

33 Kommentare zu “Tagesspiegel: „Die andere Meinung“

  1. Es ist sicher lobenswert, wenn Alexander Gauland zu Mässigung und zur Rückkehr von Sachlichkeit und Gelassenheit moniert.

    Ungarn sollte sich jedoch – im 21.-sten Jahrhundert – inklusive Pál Schmitt, Orbán Viktor, Parlamentsmehrheit … und VOLK eher nach EUROPA orientieren, statt „Stefanskrone“ und „Sissi-Geschichten“ zu kultivieren, längst vergangenen und nicht rückgängig-machbaren „ZeitPerioden“ (bei Ausblendung dessen, was verheerend-negativ an ihnen war!) nachzutrauern, diese gar noch „heroisch zu verbrämen“. Die Zukunfts-Chance bleibt für die historisch-gesehen, arg durchgeschüttelte Region nur „EUROPA“ und echt europäische Gesinnung: Der NEUE AUSGLEICH – vielleicht nach 200 Jahren? – A.D. (Im Jahre des Herrn) 2067 vielleicht…

    Klar ist.
    Die „Medienwelt“ hätte schon früher und energischer auftreten müssen.

    Als z.B. ein 2/3-Gesetz durch das Verfassungsgericht abgewiesen wurde, worauf die 2/3-Mehrheit die Kompetenzen des Verfassungsgerichts beschnitt und dasselbe 2/3-Gesetz kurz darauf erneut vorbrachte, gar ungehindert mit präsidialer „Lakaien-Stempel-Unterschrift“ (rückwirkend??) in Kraft setzte.

    Als z.B. weitere „Checks & Balances“ auf Linie „geschnipselt wurden“… (… Rechnungshof…)

    Als z.B. Privatersparnisse mit eleganter Gesetzes- Verordnungs-„Gewalt“ (Verlust-Androhung bei Nicht-Gehorchen) der Staatskasse zugeführt werden sollten (Aktion dieser „Verstaatlichung“ von Privateigentum ist aktuell „im Vollzug“ – Termin für Verbleibe-Deklarationen ist z.B. 31.1.2011).

    So gesehen ist DIE WELT um Ungarn herum halt erst an Weihnachten 2010 gemächlich „auf die Welt gekommen“ und begann zu Schreien – wie ein hilfloses Baby: Das war dann eben dieses „Mediengesetz“… mit seiner neugeschaffen-allgewaltigen ZentralBehörde (NMHH).

    Ganz eleganter Schachzug! „MTI“ – eine NMHH-Instanz – formuliert die Nachrichten. Alle anderen können dann diese zentral-aufbereiteten Inhalte frei-farbenfroh und ungefährdet weiternutzen und verbreiten.

    Ob solche Schachzüge im Sinne von „Sissi“ gewesen wären, bleibe dahingestellt…

    Na ja.
    Die Systemfrage bleibt: Wie funktioniert eine Demokratie mit 2/3-Mehrheit im Parlament, mit Parteisoldaten in den massgebenden Institutionen des Staates… ohne Demokraten (Die übriggebliebene Kultur ist doch eine Art Hühnerhof mit einer satten Anzahl an Streithähnen, duldsam begleitet von der schweigenden Mehrheit von Kapaunen und Hennen.)

  2. Gruseliger Artikel. Ich bin nicht sicher, ob dieser Satz: „eine schamlose europäische Unterdrückung verbindet die Ungarn mit dem ähnlich historisch gestraften Polen.“ wirklich gehaltvoll ist. Hat das etwas mit einem aktuellen Mediengesetz zu tun? Was täten Nationen, die keine solche Vergangenheit haben, die dürften dann „gedemütigt“ werden, in dem man ein Gesetz kritisiert?

    Bei „Wie man ein stolzes Volk aus seiner selbst gewählten Isolierung und Verbitterung befreit,“ kann man nur hoffen, dass es nicht als Demütigung gilt, wenn behauptet wird, die Isolierung und gar Verbitterung sei „selbst gewählt“, klingt ein bisschen wie wenn ein Erwachsener über einen Dreijährigen spricht, sicherlich auch keine „Demütigung“ sondern der Ritterschlag.

    • Geschätzte @Susanne

      Die ISOLIERUNG beginnt mit einer selten-exotischer Sprache, welche bisher immerhin doch rund 1000 Jahre überdauerte. Daraus kann durchaus „VERBITTERUNG“ entstehen, weil das Gefühl erwächst: „Keiner versteht mich“!(??)… „Ich muss Fremdsprachen lernen“… Welch‘ Mühen…? Kann ich mir das nebst „täglich Brot“ noch „LEISTEN“??

      Nur so lässt sich vielleicht eine Mentalität von „Himmelhoch JAUCHZEND – zu TODE BETRÜBT“ erklären („MAGYARázni“).

      Jawoll! >>> „magyarázni“…
      Eine wundervolle Wortkonstruktion:

      MAGYAR = Ungar, ungarisch
      ÁZ / ÁZNI = „steht im Regen“…

      ergibt zusammen das ungarische Wort für „ER-KLÄREN“.

      Das ER-KLÄRT vielleicht auch den so-genannten „Gulaschkommunismus“, oder das Wort von der „heitersten Baracke im Osten“…

      Und „er-klärt“ vielleicht nun auch diese Art von „neugeborenem NATIONALISMUS“…

      Wie er von der aktuellen Regierung im Namen „DES VOLKES“ eingefordert wird:
      Bei etwa 46% Stimmbeteiligung kamen ca. 53% zusammen und ergaben eine 2/3-Mehrheit im „allzu verehrten, allmächtigen Parlament“.

      Die Frage bleibt – für dies „DEMOKRATISCHES EUROPA“ (Seit 2004 gehört Ungarn ja auch dazu) -, wie man mit SYSTEMFEHLERn „umgehen soll(te)“… [… beachte auch den EURO: Ein „Systemfehler“???]

      Vielleicht ist es noch „zu früh“ (Wir sind erst im 21.-sten Jahrhundert A.D.):

      „Keiner versteht UNS!“, sagte sich womöglich der junge ORBÁN VIKTOR… und beschloss/ entschied, das „ZWEITE VIKTORIANISCHE ZEITALTER in EUROPA“ einzuführen.

      Wir werden – geduldig-duldsam – sehen, mit welchem Erfolg… Das (ERSTE) Viktorianische Zeitalter fand hauptsächlich doch NUR „AUF der INSEL“ statt… [Hinweis: Die INSEL ist zwar in der EU… handelt weiterhin mit PFUND… und schaffte mit britischem Humor den UNTERGANG von der WELTMACHT zur „relativen Bedeutungslosigkeit“…]

      Etwas an „GRANDEUR“ schadet nie vor dem Untergang. Man(n) bleibt bei HISTORIKERN in der „ER-INNERUNG“.

      Nun bleibt nur noch die Frage: Was haben obige Zeilen mit dem POST „Tagesspiegel: Die andere Meinung“ zu tun??

      Eben:
      DIE ANDERE MEINUNG.

      Ist da ‚was „GRUSELIGES“ dran?, Geschätzte Susanne??

      • Jean Louis,

        das Problem ist, dass dieser Artikel vorgibt, „eine andere Meinung“ zu vertreten, obwohl es primär eine Ansammlung romantischer Bilder über eine Nation ist. „Ob es nun am Ende einige Bestimmungen gibt, die so oder auch anders hätten formuliert werden können, mag dahinstehen, den einhellig über ihm gebrochenen Stab hat ein Volk nicht verdient, das in seiner jüngeren Geschichte ähnlich wie die Polen mehr für die Freiheit Europas gelitten und geleistet hat als die Völker der wohlfeilen Kritiker.“
        Es wurde nicht einhellig „der Stab“ über ein Volk gebrochen, oder wurde etwa in ählicher Form „der Stab“ über Griechenland, Irland, Spanien, Portugal, Belgien, Lettland, Estland, Litauen (möchten Sie, dass ich alle derzeitigen und potentiellen Problemländer der EU aufzähle?), oder auch Deutschland (der ewig Besserwisserische) gebrochen? Warum diese Ungleichbehandlung? Für mich spricht aus diesem Artikel ein so großes Überlegenheitsgefühl („sie müssen doch noch lernen, unsere niedlichen, durch Sissi etwas aufgemunterten, östlichen Nachzügler“), dass ich es gruselig gefunden habe. Ich würde lieber heute ernst genommen werden wollen, anstatt Nachsicht aus romantischer Erinnerung an 1848 zu wecken. (Eine andere Meinung, wenn Sie gesteigerten Wert auf so etwas legen.)

  3. Dieser Artikel ist in der Tat skandalös,…. weil er Seltenheits wert hat !
    Wie kann Er (Alexander Gauland) es wagen einen solchen Beitrag als Gastkommentator zu publizieren?
    Weiss er denn nicht, dass zurzeit „Ungarnbashing“ angesagt ist ?
    Will der Tagesspiegel etwa keinen Profit mehr machen und somit Arbeitsplätze gefährden ?
    Ist der Artikel etwa nicht Eu-Konform bzw. unausgewogen?

    Ich für meinen Teil bin darüber ausgesprochen froh auch mal einen solchen deutschprachigen Zeitungsartikel lesen zu dürfen !

    Ist genau genommen das erste mal ^^ und das nach fast 30 Jahren Bavaria.

  4. Nimrod, vielleicht lesen Sie was da steht
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/aufruf-von-habermas-und-nida-ruemelin-schuetzt-die-philosophen-1.1050449

    Natürlich ist es für einen romantischen Ungarn ein erhebendes Gefühl wenn sich im Parlament die Krone befindet, die nachgewiesenermassen nichts mit dem Heiligen Stefan zu tun hat, ausser das sie so genannt wird.
    Wenn dann zwei schneidige Husaren in Uniform neben V.O. stehen, dann kennt die Begeisterung keine Grenzen. In Wien fahren in ähnlichen Uniformen die Pompfüneberer (feierlich gekleideter uniformierte Leichbegleiter bei Begräbnissen).
    Und Gott sei Dank wird so einen Mummenschanz bei uns nicht im Parlament sondern im Zirkus vorgeführt.

    Die Frage Nimrod, die Sie sich stellen sollten, wann kommen die Ungarn drauf, dass der König nackt ist, dass mit nationalen Parolen und Ritualen kein Problem gelöst werden kann.

    • War diese uniformierte Parlamentsgarde nicht auch vor „V.O.“ im Parlament? Ich meine, mich daran zu erinnern, dass sie bei Feierlichkeiten immer aufliefen. Ich lasse mich her aber gerne von meinem Irrtum überzeugen.

      Sonst stehen sie zu zweit herum und bewachen die Krone im Kuppelsaal.

    • Dieser Artikel ist in der Tat genial.

      „Daher wenden wir uns an die EU-Kommission mit der Aufforderung, das ungarische Mediengesetz nicht nur der längst überfälligen rechtlichen Prüfung zu unterziehen; gleichzeitig sollte sie in diese Prüfung die einschlägigen Praktiken der ungarischen Regierung und ihrer Behörden einbeziehen und dabei insbesondere die Behandlung kritischer Wissenschaftler und Intellektueller im Auge haben.“

      Die rechtliche Prüfung des Mediengesetzes ist nicht längst überfällig, sondern abgeschlossen.

      Die Behörden der ungarischen Regierung in Bezug auf die Behandlung kritischer Wissenschaftler überprüfen? Welche Behörden?
      1. Magyar Nemzet ist keine Behörde der ungarischen Regierung. Wenn die Kommission Magyar Nemzet überprüfen soll – oh mein Gott! Was ist dann mit der Pressefreiheit? 😉
      2. Gegen bestimmte Philosophen ist ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet worden. Sollten diese Verfahren nicht eingestellt werden, sodass Anklage erhoben wird, gibt es ein Verfahren vor einem unabhängigen Gericht – hier gilt für die Philosophen die Unschuldsvermutung.
      Soll die EU-Kommission die unabhängige Justiz in Ungarn überprüfen?

      Schließlich: ich finde es unglaublich und zugegebenermaßen ein wenig auch belustigend, wie Sie im Kampf gegen die intolerante rechte Gefahr und für Toleranz, Grundrechte, Demokratie, etc. mittlerweile auch schon die historischen, kulturellen und auch offiziell staatlichen Symbole eines ganzen Landes (nicht mal nur jene einer politischen Richtung) angreifen.

      Dies tun Sie anscheinend, weil Ihnen das heute mal in den Kram passt, denn die Geschichte und symbolische Bedeutung der Stephanskrone und die Rolle der Husaren in der ungarischen Geschichte und Heereskultur haben absolut überhaupt nichts mit dem Blogeintrag von hungarianvoice zu tun. Lustigerweise haben sie nicht einmal was mit dem Artikel zu tun, den Sie gepostet haben.

      Wäre zwar auch dann nicht notwendig, wenn diese Themen was mit dem Inhalt zu tun hätten. Aber so… anscheinend hatten Sie heute einfach mal Lust dazu.

      Und Sie wundern sich noch über das Niveau in den ungarischen Medien?

      PS: Vielleicht schreiben Sie mal Königin Elisbeth II. einen Brief, dass Ihre uniformierten Wachen in den Zirkus oder zu Leichenbestattungen gehören, hmm?

  5. Ich war noch nie im ungarischen Parlament und kann mich nur erinnern, wie V.O. mit einem Schiff und dieser (byzantinischen?) Krone während seiner ersten Regierung feierlich nach Esztergom fuhr.
    Orbán hat ja sich ja um 180 Grad gedreht. Während der MDF Regierung saß er hinter dem (Unterrichts?)katholischen Minister Andrásfalvy. Jedesmal wenn dieser aufstand um eine Rede zu halten murmelte der hinter ihm sitzende Orbán „auf die Knie beten“ und jetzt ist aus ihm das geworden, was man in Wien einen „Kerzerlschlucker“ nennt.
    Ich nehme an, dass er wirklich bekehrt wurde und dies nicht heuchlerisch mit politischem Kalkül tut. Obwohl er manchmal diesen Eindruck erweckt.
    Ich war gestern im Wiener Parlament bei einer Vernissage und habe mir den Tätigkeitsbericht des österreichischen Nationalrates, so heißt das Parlament bei uns mitgenommen und werde noch darüber, bitte erschrecken Sie nicht! anderswo schreiben.
    Die Antisemitismusforscherin Magdalena Marsovszky hat ja erklärt, dass sie von nationalen Ritualen Ausschlag bekommt und wurde prompt von Zsolt Bayer, der in einer Wiener Tageszeitung als „Fäkal-Antisemit“ genannt wurde, als „Mistkäfer“ heruntergemacht.
    Vielleicht wurde er vom Komitat Nógrád gerade wegen solchen Texten geehrt.

      • Richtig und danke für den Hinweis.
        MTI gelang es schon den Titel falsch zu übersetzen, als ob ich Zsolt Bayer als geehrten Fäkal-Antisemiten angesprochen hätte.
        Was natürlich nicht stimmt.
        In Wirklichkeit hat Die Presse auf meinen Text bezugnehmend getitelt, „Der geehrte Fäkal-Antisemit“
        d.h. dass Zsolt Bayer geehrt wurde vom Komitat Nógrád.

        Unter meinem Artikel ist die ungarische Verteidigungsgruppe angetreten mit den üblichen Anmerkungen. Lustig fand ich dass einer beim ehemaligen Mitglied des MSZMP Politibüro Imre Pozsgay in Anführungszeichen hinschreibt „Kommunist“. Wie immer, er war vielleicht schon damals ein völkisch-nationaler Kommunist, aber zu leugnen, dass ein Mitglied des PB ein Kommunist war, das finde ich lustig.

      • @ Herrn Pfeifer:

        „Bei vertraulichen Gesprächen hört man von Prominenten, Fidesz könne sich nicht von Bayer distanzieren, denn viele Mitglieder würden ähnlich denken.“

        Darf ich hier höflich anfragen, auf welche vertraulichen Gespräche mit welchen Prominenten Sie Bezug nehmen?

      • Sorry, HUNGARIANVOICE!

        „Nationalrat“ ist – meines Wissens – in der Schweiz durchaus üblich… Und keineswegs mit >> „Huch….. welch böses Wort“-Ausruf zu apostrophierender Begriff.

        „National“rat!!

        Ihr Wortspiel in Ehren…

        Doch liegt gerade hierin „DIE TRAGÖDIE DES MENSCHEN“ (Az Ember Tragédiája, MADÁCH IMRE)…

        Ein „BAYER Zsolt“ bekommt den Preis…

        Das ist eben „DIE TRAGÖDIE DES MENSCHEN“.

        Seit MADÁCH hat sich die KUGEL zwar einige Male um die Sonne gedreht… Die Sonne – ihrerseits – sich in der „angeblichen“ Milchstrasse… WEITERGEDREHT…

        Nur wir „BLOGGEN“ noch…

        Hier im JETZT.

        Nicht schlecht…
        Das heisst: ICH – der BLOG-Kommentator – LEBE NOCH.

        Beste Grüsse an die BLOG-Gemeinde
        JL

    • Neues aus den Pfeifers Wunderhorn: Nachtigall ick hör dir trapsen!

      Orbán hat der parlamentarischen Demokratie den Rücken gekehrt und ist auf dem Weg in die Krönungsstadt Gran. Will Byzanz an die Donau verlegen. Sein Glorienschein reicht bis Ostasien. Die Antisemitismusforscherin Magdalena Marsovszky reagiert mit Ausschlag. Der strafgesetzliche Tatbestand der Volksverhetzung ist damit nicht erfüllt.

      (Erklärung das Insiderkomitees zur Förderung der kritischen Aneignung der madjarischen Geschichte vom 25. Januar 2011)

    • ich geb ja zu
      die Sache sieht hier um einiges edler aus

      aber irgendwie erinnert mich das an irgendwas??
      aber kann sein mein Blick ist schon etwas getrübt…ich hab gerade einiges gelesen, was Magdalena Marsovszky so schreibt.
      PK

  6. Peter Herche, glauben Sie mir es besteht ein Unterschied ob man auf Hungarian Voice postet oder in einem seriösen Blatt seine Meinung publiziert. Zum Beispiel lesen die Presse wesentlich mehr Menschen. Außerdem werden Artikel aus der Presse auf der ganzen Welt zitiert. Und das ist natürlich nicht alles.
    Hungarian Voice: Der österreichische Nationalrat wurde 1919 konstituiert. In der Schweiz heißt das Parlament ebenfalls Nationalrat.
    Die Existenz einer Nation ist eine Sache, der Nationalismus, Chauvinismus eine andere. Und bitte verwechseln Sie mich nicht mit Frau Marsovszky, ich bekomme keinen Ausschlag wenn ich die ungarischen Pompfüneberer sehe, eher bringt es ein Lächeln auf meine Lippen. Sah ich doch noch am 20. August in Buda wie die Leibwächter – gekleidet wie unsere Pompfüneberer – die heilige Rechte herumführten.
    Es wird aber – das macht mich sehr froh – nicht von meinen Steuergeldern bezahlt.
    Zur Zeit gibt es 64.000 ungarische Haushalte, denen man das Gas abgeschaltet hat, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlt haben. Deren Meinung über den Mummenschanz, für den ihr Land eine Menge Geld ausgibt, würde mich interessieren.

    • Sehr geehrter Herr Pfeifer,

      der österreichische Nationalrat wurde nicht in 1919 konstituiert.

      Der österreichische Nationalrat wurde in 1920 konstituiert, am selben Tag, als die Verfassung 1920 in Kraft trat.

      In 1919 gab es die Provisorische NationalVERSAMMLUNG und sodann die Konstituierende NationalVERSAMMLUNG.

  7. Und wieder ein Flüchtigkeitsfehler, ich sah das in Buda als ich Kind war, also vor ca. 70 Jahren. Das habe ich vergessen hinzuzufügen.
    Und das ist auch ein Unterschied zwischen Website und printmedium. Hier kann ich noch was dazufügen. Beim printmedium nicht.
    Und jedes Medium hat seine Rolle. D.h. ich schätze auch die Rolle, die Hungarian Voice oder Pusztaranger spielt. Denn da greifen viele Menschen zu, die nicht Ungarisch verstehen.
    Ich hoffe nur, nach der EU-Präsidentschaft wird Ungarn weiterhin beobachtet.

    • Zitat 1: von Karl Pfeifer, siehe oben

      Und das ist auch ein Unterschied zwischen Website und printmedium. Hier kann ich noch was dazufügen. Beim printmedium nicht…D.h. ich schätze auch die Rolle, die Hungarian Voice oder Pusztaranger spielt.

      Zitat 2. Die Presse/ Leserkommntare von 25.1.

      Sehr geehrter Herr Pfeifer!

      Nichts für Ungut und ohne böse Absichten, aber:
      Es ist schon praktisch, wenn man als „Gast“ zu seinem eigenen Artikel einen positiven Kommentar schreiben kann, stimmt’s?

      Wenn man Ihre Postings aus anderen Foren kennt (pusztaranger, etc.), ist Ihr Stil nämlich einfach unverkennbar.

      • Tatcsay, ich weiß jetzt nicht genau, was Sie da beanstanden. Aber gerade habe ich mit Pusztaranger etwas über die Nachwehen eines Artikels publiziert.
        Wie immer Sie über meine Texte denken. Rate ich Ihnen anzuschauen, was alles auf der Fidesznahen online Magyar Hirlap erscheinen kann. Es lohnt auch die diesbezüglichen Websites von Heti Válasz anzuschauen, das sich eine Zeit bemüht hat als das menschliche Gesicht von Fidesz darzustellen. Nun scheint es sich anpassen zu wollen an Magyar Hirlap.

        Heute in der Früh habe ich zur Haltung von Fidesz auf ATV jam Budapest telefonisch Stellung genommen.

      • Tarcsay

        Entschudligen, ich schreibe an einem Text den ganzen Tag und bin schon etwas müde. Ich habe Ihren Namen falsch geschrieben.

  8. Rudolf: Nationalrat. Verzeihen Sie einem 82 jährigen, dass ihn seine Erinnerung diesbezüglich in Stich gelassen hat und danke für Ihre Berichtigung der Nationalrat wurde erst 1920 geschaffen aber 1919 gab es schon eine Art Parlament, wie sie richtig schreiben. Danke für Ihre Berichtigung.
    Sie fragen, wen ich zitiere. Eine solche Frage zeigt, dass Ihnen nicht klar ist, wie Journalismus funktioniert. Man spricht am Rande einer Veranstaltung mit einem Prominenten und er/sie sagt: Bitte nennen Sie nicht meinen Namen und erzählt etwas. Kein Journalist der sich an die Regeln des Berufs hält, wird in solch einem Fall seine Quelle verraten. Und zwar:
    1) Weil das schnöder Vertrauensbruch ist
    2) Weil er/sie dann als Journalist – aussser vielleicht beim Hintertupfinger Boten – erledigt ist.

    • @ Herr Pfeifer:

      Das mit dem Nationalrat ist kein Problem.

      ad Journalismus:

      Ich muss wohl Ihre Antwort annehmen. Einerseits verstehe ich, dass das zum Teil so funktioniert, andererseits finde ich, dass diese Art des Journalismus inhaltlich zu wünschen übrig lässt.
      Letztendlich hat der Leser überhaupt keine Möglichkeit zu beurteilen, wie glaubwürdig die Aussage ist, ob sie überhaupt stimmt, ob der Journalist sich etwas aus den Fingern gesogen hat, ob der Journalist diese Meinung zwar korrekt wiedergibt, aber der „Prominente“ sich etwas aus den Fingern gesogen hat, etc.

      Unter diesem Deckmantel könnten der Journalist und/oder seine Quelle auch direkt ihnen nicht gefällige Personen verleumden und dabei keine strafrechtlichen Konsequenzen befürchten müssen.

      Mit solchen Formulierungen wird einfach Stimmung gemacht und beinhart manipuliert.

      „Vertrauliche Gespräche mit Prominenten“ – welche Prominenten? Gyurcsány? Mick Jagger? Kósa Lajos? DJ Ötzi? Boris Becker?
      Das sind alles Prominente.

      „dass viele in Fidesz so denken“ – viele? wie viele? welche? Letztendlich ergibt sich aus dieser Aussage nur der Vorwurf, dass jeder bei Fidesz potentiell ein Antisemit und Rassist ist.

      Schließlich: aus welchen Fakten, aus was für Gesprächen, Indizen, etc. leitet derjenige, der diese Aussage äußert, diese seine Schlussfolgerung ab?

      Diese Kritik betrifft nicht nur Sie, sondern den gesamten Journalismus.
      Unter diesem Deckmantel können Journalisten letztendlich alles tun und sagen, was ihnen passt, und sich dann eben auf ominöse, vertrauliche Quellen berufen.

  9. Rudolf, alles was Sie über Journalismussagen hat Hand und Fuß.

    Viele ist nicht alle und die Person, mit der ich mich unterhielt ist akademisch gebildet und verwendet die adjektiva korrekt.
    Bei solch einem Gespräch hört man aufmerksam zu. Das ist doch eine ganz andere Sache als ein Interview zu führen.
    Wenn also diese Person – wie Sie meinen – ihre Meinung aus den Fingern gesogen hat, dann stellt sich die Frage, weshalb sich Fidesz von solch einem Schreiber nicht distanziert?

    Ich kennen keinen Journalisten im österreichischen Mainstream, der einen solchen Stil pflegt.

    Und Sie haben das richtig erkannt, so funktioniert Journalismus, Quellen gibt der gute Journalist nicht preis.

    • Ich bestreite ja nicht, dass sich Fidesz von Bayer distanzieren soll, der Madách-Preis und seine Anwaltsgebühren ein Skandal sind. So wie auch die Tatsache, dass gerade er mit slowakischen Kennzeichen durch die Gegend fährt, haha! 😉

      Ich habe geschrieben: „jeder bei Fidesz POTENTIELL“:

      Wenn man in einem Artikel schreibt „gemäß vertraulichen Informationen denken bei Fidesz viele denken so“ (nicht wortwörtlich zitiert), stellt sich jedes Mal, wenn man im Fernsehen jemanden von Fidesz sieht oder wenn man mal zufällig einen treffen würde, automatisch die Frage: „Anscheinend denken viele bei Fidesz so. Ist der da im Fernsehen wohl auch mitgemeint oder nicht? Ist er bei diesen „vielen“ enthalten oder nicht?“

      Somit wird jeder bei Fidesz potentiell zum Antisemiten und Rassisten – und das aufgrund einer nicht überprüfbaren Behauptung.

      Wie auch immer – es geht mir nicht wirklich um Fidesz selber, sondern darum, an diesem Beispiel zu verdeutlichen, warum mir solche journalistischen Formulierungen nicht gefallen – damit will ich Sie nicht persönlich angreifen, dies ist ja unabhängig von Ihnen bzw. Ihrer Meinung und betriff generell das Thema „Journalismus“.

  10. Rudolf, ich will ja nicht behaupten, dass die Poster auf Magyar Hirlap den Geist des durchschnittlichen Fidesz Wähler repräsentieren. Wenn Sie aber auf Magyar Hirlap klikken und anschauen was in diesem Fidesz nahen Blatt geduldet wird,

    http://www.magyarhirlap.hu/hirek.html?r_id=5&hir_id=216684&hsz=1 und dann weiter schauen

    dann wissen Sie, was im Fidesz-Dunstkreis möglich ist. Ich gehe gar nicht ein auf die ordinären Beschimpfungen, hebe nur einen hervor, der mir vorwirft ein „kemence szökevény“ „Ofen-Deserteur“ zu sein, d.h. schlicht und einfach, dass ich mich nicht habe von königlichen Gendarmen in einen Viehwaggon treiben lassen und dass ich nicht in Auschwitz vergast wurde. Und jetzt bitte ich, um eine einfache Antwort, wenn nicht viele Fidesz Wähler so denken, warum wird das geduldet?

    • Sehr geehrter Herr Pfeifer,

      jetzt lenken Sie langsam ab und holen wieder den Antisemitismus heraus, äußern sich jedoch überhaupt nicht zur Problematik, dass Journalisten mit derartigen Begründungen („Bestimmte Leute haben mal gesagt, dass es so sein soll, dass anscheinend vielleicht viele so denken könnten.“) im Prinzip alles schreiben können, was ihnen gerade so passt und dies dann als OBJEKTIVE Berichterstattung verkaufen können, was letztendlich – scharf formuliert – der Manipulation von Menschen gleichkommt.

      Dass sich Fidesz von Bayer distanzieren soll, ist keine Frage, und hab ich auch schon meine Meinung dazu gesagt.

      Inwiefern Sie Magyar Hírlap als Ganzes anführen, weiß ich nicht, was Sie meinen: was Sie hier für Beispiele anführen, haben Privatpersonen als Kommentare abgegeben. Wie soll jetzt juristisch gesehen eine ganze Tageszeitung wegen den Kommentaren von mehreren Idioten „nicht geduldet“ werden? Soll man sie verbieten? Soll die Regierung bzw. eine Partei Richtlinien dafür aufstellen, was eine Tageszeitung ihren Lesern für Kommentare erlauben kann?
      Bzgl. der Schreib(un-)art von Bayer Zsolt: soll man Richtlinien für Journalismus aufstellen?

      Kann man alles machen, aber dann sind wir am Ende doch bei einer Medienbehörde.

      Und wofür stellt man dann Richtlinien auf? Für den Stil oder für den Inhalt von Zeitungsartikeln und Leserkommentaren? Sehr überspitzt und provokativ formuliert: sind lügnerische Zeitungsartikel in einem schlechten (gar hetzerischen und/oder rassistischen Stil) verboten, aber gleichzeitig lügnerische Zeitungsartikel in gutem Stil erlaubt?

      Wo beginnt schlechter und guter Stil? Was ist die Wahrheit? Wer entscheidet das? Wer soll das „dulden“ oder „nicht dulden“?

  11. Kedves Német olvasók! (fordítsd le ha tudod)

    Jó lenne, ha a magyar politikába EGYSZER, az életben, nem szólna bele SENKI. Főleg külföldi! Főleg aki nem tud magyarul. 1526 óta ez volt. Hol német, hol osztrák, hol török, hol orosz, hol szemita. Beleszólt uralkodik…
    A cikk irója felmérte ezt a helyzetet. Ügyes volt. Köszönöm. Végre egy újságíró, aki nem hamisat hanem pozitívat ír.
    Hozzátenném: mi magyarok szeretjük az igazságot és a szabadságot. Ha érezzük, hogy az veszélyben van majd megvédjük, (1848, 1956), de külföldről ne szóljon bele senki, mert akkor elbukjuk. Ezt még egyszer nem akarjuk!!! Támogatni lehet, azt szeretjük. De felemeljük a szavunkat, ha érezzük, valami nincs rendben, ahogy az 2006-ban is történt. (akkor csöndben voltak a nyugati újságírók!Miért?) Akkor szemek kilövése, és súlyos sérülések lett a következménye. Sajnos… Azt az akkori liberál-bolsevik pártok és vezetője gyurcsány (a neve kisbetűvel, direkt) intézte, de végre eljött a szabadság pillanata is 2010-ben. Ne akarják befolyásolni a közbeugatással azok, akik már nincsenek a hatalomban. Ezek síránkoznak, mert már nincs hatalmuk. Ott tesznek keresztbe, ahol tudnak és ezeka hazaárulók is. Ilyenekkel a német olvasó ne akarjon egyetérteni!
    Főleg, hogy senki nem olvasta a média törvényünket és nem tud magyarul.
    Tudják meg: a magyar nép szeme figyel, mi lesz a jelenlegi magyar politika eredménye. Csöndben.
    (Ha valaki akarja fordítsa le, de szöveghűen!)

    • Tisztelt Lakos!

      Azt gondolom, hogy az Ön által említett szabadságnak többek között az a lényege, hogy kritikát nyiltan meg lehet fogalmazni. Külföldröl is. A néha arrogáns és kioktató stílusról, valamint a kritika mögötti szándékról lehet – és kell – beszélni. Azt kellene elérni, hogy ne pánikkeltés, hanem tárgyi kritika legyen a cél. Az sokszor hiányzik a sajtotermékben. Pont erröl is szól ez a blog. Ha el tetszett olvasni a cikkeket, láthatta is, hogy van elég olvasó, akinek nem Magyarország lejáratása, hanem dialógus a célja. Az, hogy külföldi „kusson“ (úgy értem az Ön megjegyzéseit), tegnapelötti gondolat. Mindannyian az EU-ban élünk és többekközött nem kevés pénzzel is támogatjuk egymást. Azaz meg kell hallgatni másiknak a véleményét is.

      Erösen kétlem, hogy az Önök szavai a „szemita beleszólásról“ elösegítik egy tárgyi vita kialakulását. Ezen a szinten nem szeretnék és nem is fogok vitatkozni.

  12. Kedves hugarianvoice ! (már ez a névválasztás is sértő!)

    Azt gondolom a jelenlegi média törvényen nincs mit kritizálni, (elolvasta egyáltalán?) főleg külföldről nem! Ne! Ne akarjon tanácsot osztogatni hogyan éljünk a hazánkban! Főleg ne külföldről, s ne olyanok akik „észt“ próbálnak osztani. De akkor sem, ha ebben az EU-nak nevezett , de egyáltalán nem „eus“ közösségi szemléletben élők világában – erről újabb blogot indíthatnánk,- egyesek megalázni, letorkollni elnyomni akarnak. A pézén nem fog megvenni egyetlen igaz embert sem, de nem csak Magyarországon, másutt sem….Nos ez az amiből nem kérünk, még akkor sem, ha a szemita sértődöttsége mögé bújva lesöpör egy véleményt és látszólagos sértődöttsége okán úgy tesz mint aki nem veszi fel a kesztyűt, de már azon gondolkodik hogy csapom megint arcon…
    És milyen arrogáns stílusról beszél ? És mi az hogy „…nem kevés pézzel támogatjuk egymást“ ? Miről beszél ?
    Tulajdon képpen nem is vártam mást az, mert az Ön és a magához hasonlók azok, akik kavarják a sájszt külföldről és belföldről egyaránt…
    Akinek nem inge, ne vegye magára!

    • Vielleicht lohnt es sich, den kurzweiligen Schriftwechsel mit „Lakos, aus Ungarn“ den deutschsprachigen Lesern in übersetzter Form darzubieten (wer Verbesserungsvorschläge hat, sehr gerne!):

      Lakos schrieb am 08.02.2011, 20:47 Uhr:

      Liebe deutsche Leser! (übersetze es, wenn Du kannst)

      Es wäre gut, wenn EINMAL im Leben sich NIEMAND in die ungarische Politik einmischen würde. Vor allem keine Ausländer! Vor allem die nicht, die nicht ungarisch sprechen. Seit 1526 geht das so. Mal die Deutschen, mal die Österreicher, mal die Türken, mal die Russen, mal die Semiten. Die, die sich einmischen, herrschen…
      Der Verfasser des Artikels (Anm: im Tagesspiegel) hat diese Situation bewertet. Er war sehr geschickt. Danke! Endlich ein Journalist, der nichts falsches, sondern etwas Positives schreibt.
      Ich möchte hinzufügen: wir Ungarn mögen die Gerechtigkeit und die Freiheit. Wenn wir spüren, dass Gefahr droht, verteidigen wir uns, (1848, 1956), aber aus dem Ausland sollte sich niemand einmischen, weil wir es dann nicht schaffen. Wir wollen das nicht mehr!!! Man darf uns unterstützen, das mögen wir. Wir erheben unsere Stimme, wenn wir spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist, so ist es auch 2006 passiert. (damals waren die westlichen Zeitungen still! Warum?) Damals waren herausgeschossene Augen und ernsthafte Verletzungen die Folge. Leider… Das haben damals die liberal-bolschewistischen Parteien und ihr Führer gyurcsány (der Name absichtlich klein geschrieben) erledigt, aber endlich im Jahr 2010 kam der Moment der Wahrheit. Sie sollten aufhören, weiter durch Hereingebrülle Einfluss ausüben zu wollen, jene, die nicht mehr an der Macht sind. Deswegen heulen sie herum, weil sie nicht mehr an der Macht sind. Sie kreuzigen uns, wo sie nur können, und das sind auch die Landesverräter. Mit solchen sollte der deutsche Leser nicht übereinstimmen!
      Vor allem, wenn keiner das Mediengesetz gelesen hat und keiner ungarisch spricht.
      Sie sollten wissen: das Auge des ungarischen Volkes passt auf, was das Ergebnis der jetzien Politik ist. Ruhig. (Wenn jemand will, soll er das übersetzen, aber wortlautgetreu!)

      Hungarian Voice, 09.02.2011, 01:51 Uhr:

      Sehr geehrter Lakos!

      Ich denke, dass es unter anderem ein Merkmal jener Freiheit, von der Sie sprechen, ist, dass man Kritik offen äußern kann. Auch aus dem Ausland. Über den hin und wieder arroganten und belehrenden Tonfall, sowie über die hinter der Kritik stehenden Absichten kann – und muss – man sprechen. Man sollte erreichen, dass nicht Panikmache, sondern sachliche Kritik geübt wird. Genau das fehlt häufig in der Presse. Genau hierum geht es in diesem Blog. Wenn Sie die Beiträge gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass es genug Leser gibt, die nicht auf eine Herabwürdigung Ungarns, sondern auf Dialog aus sind. Der Ansatz, dass „Ausländer ihren Mund halten sollen“ (so verstehe ich Ihre Anmerkung), ist von vorgestern. Wir leben alle zusammen in der EU und unterstützen uns mit nicht geringen Geldbeträgen. Dann muss man jedoch auch die Meinung des anderen anhören.

      Ich zweifle übrigens ernsthaft daran, dass Ihre Worte von der „semitischen Einmischung“ die sachliche Auseinandersetzung fördern. Auf diesem Niveau will und werde ich nicht diskutieren.

      Lakos am 09.02.2011, 20:53 Uhr:

      Lieber hungarianvoice! (schon diese Namenswahl ist beleidigend!)

      Ich glaube am derzeitigen Mediengesetz gibt es nichts zu kritisieren, (haben Sie es überhaupt gelesen?), vor allem nicht aus dem AUsland. Nein! Man soll aufhören uns Ratschläge zu erteilen, wie wir in unserem eigenen Land leben sollen. Nicht aus dem Ausland, und nicht von solchen, die „Klugheit“ verteilen wollen. Auch nicht dann, wenn wir in dieser Welt, die EU genannt wird, aber ganz und gar nicht europäisch ist, versuchen, einzelne zu verleumden, zu brechen und zu unterdrücken – hierüber könnte man einen neuen Blog beginnen. Mit Geld werden Sie nicht einen einzigen gerechten Menschen kaufen, nicht nur in Ungarn, sondern auch nicht irgendwo anders….das brauchen wir nicht, und zwar auch dann nicht, wenn Sie sich hinter Ihrer semitischen Gekränktheit verstecken, eine Meinung abbügeln und in Ihrer offensichtlichen semitischen Gekränktheit so tun, als würden Sie den Handschuh nicht aufnehmen, aber schon wieder denken, wie kann ich ihm eine verpassen…
      Und von welchem arroganten Stil sprechen Sie? Und was soll „wir unterstützen einander mit nicht geringen Geldbeträgen“ heißen? Von was sprechen Sie?
      Eigentlich habe ich nichts anderes erwartet, weil Sie und diejenigen, die Ihnen ähnlich sind, den Dreck im Ausland und im Inland gleichermaßen aufwirbeln.
      Wessen Hemd es nicht ist, der soll es sich nicht anziehen!

      Kommentar überflüssig.

      • @Lakos / HV-Diskurs

        Späte Entdeckung meinerseits… (201105/24), dass da gar ein Dialog in ungarischer Sprache stattfand…

        Doch „châpeau“!, Respekt, lieber Hungarian Voice!!
        Beachtenswert auch die Mühe, die Texte auf „gut Deutsch“ zu übersetzen. GRATULIATION. Tadellos.

        Loben möchte ich Ihre Sachlichkeit: „Si tacuisses philosophus mansisses!“… Wirklich elegant!

        Könnte es sein, dass @Lakos – obschon offenbar von Deutsch keine Ahnung (was ich bezweifle…) – Latein versteht? und nun in der Stille „philosophiert“?

        Die hier sich extrem-artikulierte Einstellung erfahre ich immer wieder in Gesprächen, so nach dem Motto: „Du hast nicht hier gelebt! Wie willst denn DU UNS „Ratschläge“ erteilen?“

        Eine bedauernswerte Empfindlichkeit, denn ich versuche lediglich in einem aktuellen Dialog weitere, oder sagen wir, „andere“ Wege darzustellen, dem Gehörten entgegenzustellen, versuche, von „anderen Erfahrungen“ zu berichten.

        Das ist oft „frustrierend“, doch den Dialog müssen wir gerade mit den „linear-einseitig“ Denkenden weiterführen, ausgehend von solch kleinen „Netzwerk-Knötchen“ – wie derartige Begegnungen sie darstellen – weiterentwickeln: VON UNTEN den Wandel kultivieren. Manchmal vielleicht „radebrechend“ unsere ungarischen Sprachkenntnisse nutzbringend verwerten, einfach „weiter-netzwerkeln“!

        Es war keineswegs unvernünftig, eher beeindruckend, was ich kürzlich von Róna Péter auf ATV-Magánbeszélgetés hörte:

        http://atv.hu/videotar/20110523_rona_peter_1_resz
        http://atv.hu/videotar/20110523_rona_peter_2_resz

        Bleibt zu hoffen, dass „Inländermeinungen“ von „sich abschottenden Inländern“ angehört und akzeptiert werden.

        Ich fragte mich, soll ich jetzt „Abhördienst spielen“ und dieses Gespräch in Deutsch aufschreiben? Als Rentner, der nicht zurück auf den Arbeitsmarkt gedrängt wird, könnte ich mir dies vielleicht „leisten“…

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