Fidesz-Fraktionschef verzichtet auf Luxuslimousine

János Lázár, Vorsitzender Fidesz-Parlamentsfraktion und Bürgermeister von Hódmezövásárhely, verzichtet auf die von ihm bislang dienstlich genutzte Luxuslimousine des Typs Audi S8 (hungarianvoice berichtete). Lázár teilte auf einer Pressekonferenz mit, er werde das Fahrzeug innerhalb von zwei Wochen zurückgeben und in Zukunft keinen Dienstwagen mehr in Anspruch nehmen. Die Entscheidung, die nach einer gemeinsamen Sitzung der Fidesz-KDNP-Fraktion in Siófok fiel, begründete er mit dem Willen, das Vertrauen der Bürger in die Handlungen der Politik zu stärken.

Das Thema hatte in den vergangenen Wochen für einige Irritationen gesorgt, da Fidesz – noch in der Opposition – das Thema „Luxusdienstwagen“ als ein „Reizthema“ gegen die bis 2010 regierenden Sozialisten einsetzte. Es ist nicht auszuschließen, dass der Aufruhr um das 450 PS starke Fahrzeug auf der Fraktionssitzung thematisiert und Lázár zur Rückgabe bewegt wurde.

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2 Kommentare zu “Fidesz-Fraktionschef verzichtet auf Luxuslimousine

  1. Die Klausurtagung der „regierenden“ FIDESZ/KDNP in Siófok, am schönen Plattensee, lief nicht ganz nach Plan.

    Anzeichen für diverse Spannungen in diversen Fragen (kontroverse Sichten und An-Sichten der „Koalitionäre“ und auch der Partei“Genossen“…) widerspiegeln sich in verschiedensten Berichten der ungarischen Presse.

    Gewiss ist im Gemenge der heute Regierenden nicht auszuschliessen, dass sich jemand noch daran erinnert hat, wie die heute Regierenden die gestern Regierenden in Sachen „Dienstfahrzeuge“ früher angegriffen haben.

    Wie auch immer. Nach Lázárs Ankündigung des Verzichts an der Pressekonferenz zu Siófok werden nicht nur die Bürger in Hódmezőväsärhely aufatmen weil sie nun einen Beitrag zur Tilgung der hohen öffentlichen ProKopfSchulden (423 Tsd Ft) zurückbekommen, sondern auch der Fidesz-Schatzmeister. Rund eine Million pro Monat=12 Millionen pro Jahr. Dies dividiert durch 2 macht gleich für beide Parteien – also für die Stadt und den Fidesz-Schatzmeister (angeblich wurden die Kosten geteilt… ??) – ein Tilgungspotenzial von rund 6 Mio pro Jahr!! Deutlich formuliert müssen wir zugeben, dass der Beitrag im Vergleich zur Summe der – inzwischen – verstaatlichten Rentenkassenersparnisse noch bescheiden bleibt!

    Wie auch Ägypten vorführte, kann der „Boulevard“ – Bericht bei Hungarian Voice – durchaus zur Weiterentwicklung beitragen.

    POSITIV ist vielleicht, dass die Eile in Sachen Verfassung doch etwas „angebremst“ scheint!

    NEGATIV bleibt, dass wichtige Themen in Sachen Haushalts-/ Wirtschaftspolitik – die gemäss Ankündigungen eigentlich hätten behandelt werden sollen – gar nicht behandelt wurden: Vor lauter „Gezänk“, „Disput“, „Auseinandersetzung“, Orbán’scher „Schlichtung“.

    Vielleicht ist aber auch dies POSITIV: Ist das schon die Ohnmacht der Herrschenden? Der VERSPRECHER und SCHÖNREDNER? Die schnell in Zugzwang geraten, weil ihnen – wegen Bedeutungslosigkeit – der „Feind“ fehlt, dem man „locker alle Schuld in die Schuhe schieben konnte“?

    SCHWER IST DIES‘ MEHRHEITSLEBEN!

    Dennoch ist Politik eine schöne Sache, eine schöne „KUNST“: Die Sprecher an der abschliessenden Siófok-Pressekonferenz – inkl. Lázár, dem Fidesz Fraktionschef – vermieden „negativ besetzte Worte“.

    „Tanulságos beszélgetés“ [Lehrreiche Unterhaltung] und „hosszú szakmai konzultáció“ [lange (langwierige?), „Marathon-„?) Konsultationen] waren die „Formeln“, welche wohl weiterhin „Fraktions-Erfolg“ signalisieren sollten.

    Wenn „Audi S8“ eingebracht und diskutiert wurde, dürfte dies in ziemlich scharfem Ton erfolgt sein, hat doch Dr. Lázár sehr schnell und diesmal „ohne Berater“ (ohne?) entschieden!

    Ach! Wie hat er sich – immer gemäss „Boulevard-Presse“ – in bisherigen Interviews „gewunden“… Als Jahrgang 1975 hätte er zwar schon früher etwas mehr Reife erlangt haben müssen… Die Formel „Tanulságos beszélgetés“ [Lehrreiche Unterhaltung] hat er sich schnell zu Herzen genommen…! Kurz und flüchtig an Sparpotenziale als Bürgermeister gedacht…!

    Nur sollte er sich schnell für ein „sicheres“, „verlässliches“ Fahrzeug entscheiden – was jedermann sich ja wünscht fürs Geld – damit er seiner Ämterhäufung nachkommen kann… Wenn nicht, bleibt zu befürchten, dass man ihn schnell vergisst… Wo auch immer die Tagungsorte aller seiner Ämter auf Google.Earth zu finden sind (teilweiser Nachvollzug aus Lebenslauf ersichtlich!), er riskiert ein „Vergessenwerden“!

    Sinnvollerweise könnte man ja ein „mit-christlich“-faires Dienstfahrzeugreglement in der Neuen Verfassung festschreiben…. Für alle „Mit-Christen“! Somit wären zukünftige Probleme gleich vom Tisch!

    Den Vorschlag [javaslat] werde ich bei Schmitt Pál einreichen… Der unterschreibt ja so oder so…

  2. Nun er hat ja nicht nur auf die Luxuslimousine verzichtet, sondern musste ja nach der neuen Regelung auch sein Amt als Bürgermeister von Hódmezővásárhelyeniederlegen.Da heute Wahlen waren durfte man gespannt sein, welche Partei wohl demnächst den Bürgermeister der Stadt stellt.
    Jetzt wird man aber schnell eine Leiche im Keller suchen, denn Almási István
    hat die Wahl gewonnen.
    Klar, musste ja so kommen- wird man jetzt argumentieren, es waren ja auch nur dreieinhalb Wähler dort und manipuliert wurde sowieso.
    Ich gestehe:Leider war ein schadenfreudiges Grinsen meinerseits beim Hören dieser Nachricht leider nicht zu vermeiden;-)

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