Forint legt gegenüber EUR zu

Die ungarische Landeswährung befindet sich seit Beginn des Jahres im Aufwärtstrend gegenüber dem Euro. Während Anfang Dezember 2010 für einen Euro noch bis zu 280 Forint bezahlt werden mussten, wird der EUR augenblicklich mit ca. 267 HUF gehandelt. In der Spitze lag die EUR/HUF-Parität im Jahr 2010 bei 290.

Würde der Forint bis auf 262 pro EUR zulegen, wären die im Jahre 2010 eingetretenen Verluste fast vollständig ausgeglichen.

Gegenüber dem Schweizer Franken schwächelt die ungarische Währung weiterhin, was für die große Zahl ungarischer Bankkunden, die ihre Konsum- und Immobilienkredite auf Grundlage des Schweizer Franken aufgenommen hatten, weiterhin deutliche Mehrbelastungen bedeutet. DIe Regierung Orbán hatte im Jahr 2010 ein Moratorium beschlossen, um Zwangsversteigerungen selbstgenutzter Immobilien wegen der Überschuldung ihrer Eigentümer vorerst zu verhindern.

 

Oberste Richter kritisieren Verfassungsentwurf (BBJ)

Das Budapest Business Journal (BBJ) berichtet über die am 22.03.2011 begonnene Parlamentsdebatte zur neuen Verfassung. Zu Beginn traten Verfassungsgerichtspräsident Péter Paczolay und der Präsident des Obersten Gerichtshofes, András Baka, vor das Hohe Haus und kritisierten den Entwurf. Paczolay betonte, verfassungsmäßige Rechte benötigten einen Schutz durch das Verfassungsgericht. Die im Jahr 2010 vorgenommene Beschneidung der Befugnisse des Verfassungsgerichts sei falsch und dürfe nicht in die neue Verfassung übernommen werden.

http://bbjonline.hu/politics/constitution-draft-criticized-by-court-heads_56680