WELT: Verfassung als Diktatur, bei der Nichtungarn, Nichtchristen, Homosexuelle und Alleinerziehende „schlecht wegkommen“

Die angeblich so „konservative“ WELT hat wieder zugeschlagen. Offenbar in dem Eifer, die Speerspitze der regierungskritischen Berichterstattung betreffend Ungarn zu bleiben, wird der von einigen Autoren (Roser, Koenen, Mayer) bekannte Stil aufgefahren und der Leser mit Plattitüden und Halbwahrheiten bombardiert. Die WELT droht – was Ungarn betrifft – leider endgültig zum unlesbaren Pamphlet zu verkommen.

Auch wenn dabei die Hand verdorrt, das „Best of“ des Beitrages „Ungarn: Opposition bezeichnet neue Verfassung als Diktatur„:

1. Bereits der Eingangssatz spricht Bände:

Ungarns Rechtspopulisten wollen eine neue Verfassung beschließen. Nichtchristen, Nichtungarn, Alleinerziehende und Homosexuelle kommen darin schlecht weg.“

Nach so einer gewaltigen Einleitung, den Ouvertüren von Beethoven gleich, sollte man besser mit gewichtigen Belegen bezüglich des angeblichen christlichen Fundamentalismus, der Benachteiligung von Nichtungarn, von Alleinerziehenden und Homosexuellen aufwarten. Um es vorwegzunehmen: Solche Belege sucht der Leser – wie so oft – vergeblich. Dass die Verfassung ausdrücklich Religionsfreiheit garantiert, die Wertschätzung gegenüber den „anderen“ Religionen zum Ausdruck bringt, die Nationalitäten samt ihrer Sprachen schützt, davon ist keine Rede. Auch der Umstand, dass die Ehe zwischen Mann und Frau unter besonderem Schutz steht, mag dem einen oder anderen Liberalen den Sicherungsschalter umlegen, dies ist jedoch weder EU-rechtlich bedenklich noch außergewöhnlich: Auch das deutsche Grundgesetz sieht den besonderen Schutz der Ehe vor (gemeint ist die Ehe zwischen Mann und Frau). Dies schließt es nicht aus, die Homoehe über das Persönlichkeitsrecht unter Schutz zu stellen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat diese Praxis jüngst gebilligt (geklagt hatten zwei österreichische gleichgeschlechtliche Lebenspartner).

2. Mesterházy kommt zu Wort:

Die rechtspopulistische Regierungspartei Fidesz plane einen „Putsch“, um Ungarns Republik zu Fall zu bringen, warnt Attila Mesterhazy, Chef der oppositionellen Sozialisten: „Sie wollen eine Art totale Diktatur schaffen, nicht mit Panzern – sondern mit der Verfassung.“

Wer kommt zu Wort? Mesterházy. György Konrád und Paul Lendvai waren offenbar verhindert. Der MSZP-Parteichef, dessen Sozialistische Partei sich an der Parlamentsdebatte über die neue Verfassung nicht einmal beteiligt und damit diejenigen Wähler höhnt, die der – damals versprochenen – „starken Opposition“ ihre Stimme gegeben haben, malt die „totale Diktatur“ an die Wand. Nur ohne Panzer. Mesterházy möge seiner Arbeit nachkommen, sich in das Parlament setzen und im Rahmen der öffentlichen Debatte die Fehler an der Verfassung aufzeigen. Oder Vorschläge unterbreiten, wie es die ehemalige MSZP-Abgeordnete Katalin Szili mit einem eigenen Entwurf tat. Anstatt bei Herrn Roser über den Untergang derjenigen Demokratie zu schwadronieren, an der zu beteiligen die MSZP keine Lust hat.

3. Präambel „trieft vor nationalem Pathos“:

In der Tat wirkt vor allem die von nationalem Pathos triefende Präambel des Verfassungsentwurfs eher als Glaubensbekenntnis denn als Grundgesetz. „Gott segne die Ungarn“ lauten die ersten Worte des Textes, der nach dem Willen des mit einer zwei Drittel Parlamentsmehrheit regierenden Fidesz-Partei schon an Ostern zur neuen Verfassung des Landes erklärt werden soll.“

„Gott segne die Ungarn“ ist die erste Strophe der ungarischen Nationalhymne. Die „konservative“ WELT teilt dies jedoch nicht mit und stört sich explizit an der Nennung Gottes. „Konservativismus“ hat viele Gesichter. Wichtiger noch ist, dass über die Nennung der ersten Strophe der Hymne sehr wenig Aufregung herrscht, offenbar deswegen, weil sich viele Ungarn, unabhängig von ihrem Bekenntnis, mit diesem Satz identifizieren können.

4. Verfassung für die „Zeit der Kreuzzüge“?

Doch statt für eine Republik im Herzen der Europäischen Union scheint gerade die Präambel eher für ein Königreich zu Zeiten der Kreuzzüge geschrieben.“

Was geht in dem Kopf eines Journalisten vor, der solchen Unsinn zu Papier bringt? Offenbar erwarten Mesterházy und Roser nicht nur die „totale Diktatur“, sondern auch gleich noch eine Christianisierung mit dem Schwert. Gute Besserung!

5. Historische Unkenntnis im Nebensatz

Als Ausdruck ungarischer Staatlichkeit und Einheit verstehen Patrioten die Krone mit dem schrägen Kreuz, mit der insgesamt 55 ungarische Könige gekrönt wurden.“

Die „Krone mit dem schrägen Kreuz“ ist die heutige „Heilige Krone“. Tatsächlich hat der Heilige Stephan, dem sie zugeschrieben wird, diese Krone nie getragen, da sie erst später (aus drei Teilen) hergestellt wurde. Es wurden auch nicht 55 Könige mit dieser Krone gekrönt.

6. „Feuchte Fidesz-Träume“?

Als „Verfassung von vorgestern“ kritisiert indes die Internet-Zeitung „Pester Lloyd“ die „erzreaktionäre“ Präambel: „Feuchte Fidesz-Träume von einer Welt voll monogamer Heteros mit drei Kindern, die Blumenkränze winden, entsprechen nicht der Realität – und drängen andere Lebensentwürfe an den Rand.“

Der Pester Lloyd ist, wie er ist. Jeder, der nicht seiner Definition von liberaler Weltoffenheit gerecht wird, ist reaktionär. Dass die Verfassung die Ehe unter besonderen Schutz stellt, ist in Deutschland seit 1949 ein Verfassungsgrundsatz, der die Welt nicht zum Einsturz gebracht hat. Auch wenn der Pester Lloyd, „Queer“ und die Demonstranten auf der Budapest Pride noch so laut krakelen. Der Schutz der Ehe schließt es nicht aus, homosexuelle Partnerschaften zu schützen: In Deutschland geschieht dies über Art. 1 und 2 GG. Würde in dem gleichen Tonfall, wie der Pester Lloyd über „Blumenkränze windende Heteros mit drei Kindern“ schreibt, über Minderheiten gesprochen, wäre der Chefredakteur Marco Schicker wohl der Erste, der diesen Stil in Frage stellen würde. Zu Recht. Offenbar ist es das Schicksal der schweigenden Mehrheit, sich von selbsternannten Schützern von Minderheitenrechten nach Belieben verspotten lassen zu müssen. Am Montag flechten wir Kränze, am Dienstag sind wir Rassisten usw. Möglicher Weise ist der Zeitpunkt gekommen, auch auf der Seite der „politisch Korrekten“ den Diskussionsstil zu überdenken.

7. Streit mit der EU?

Tatsächlich müssen sich nicht nur Alleinerziehende und Nichtchristen, sondern auch Homosexuelle nach der Lektüre der künftigen Verfassung als Ungarn zweiter Klasse fühlen. Neuer Ärger mit der EU und deren Gleichheitsgrundsätzen scheint programmiert: Ungarn schütze die Institution der Ehe zwischen Mann und Frau „als Basis für das Überleben der Nation“, so ist im Paragraph M zu lesen.“

Warum sich Alleinerziehende und Nichtchristen als Bürger zweiter Klasse fühlen sollten oder gar müssten, beschreibt uns der Autor des Beitrags nicht. Kein Hinweis auf den Grundrechtskatalog, keiner auf die „Wertschätzung“ aller religiösen Traditionen außerhalb des Christentums. Stattdessen sollen Konflikte mit der EU drohen. Nun, Herr Roser: Was sollte der EuGH denn an einer mitgliedstaatlichen Verfassung auszusetzen haben? In einer Zeit, in der auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ausdrücklich geurteilt hat, dass es zulässig ist, z.B. die Ehe unter besonderen Schutz der Verfassung zu stellen?

Und natürlich prangt auch in diesem Artikel – wie seit beinahe jedem im vergangenen Jahr – die Bilderstrecke „Ungarns mächtige Rechtspopulisten, einschließlich dem völlig macht- und parteilosen Oszkár Molnár. Für diejenigen Leser des Blattes, die auch beim Lesen eines solchen Beitrages nicht verstanden haben sollten, was Herr Roser ihnen mitteilen will. Wir sind eben im Springer-Verlag.

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20 Kommentare zu “WELT: Verfassung als Diktatur, bei der Nichtungarn, Nichtchristen, Homosexuelle und Alleinerziehende „schlecht wegkommen“

  1. Werter Herr Kollege,

    zu Ihrem Karrieresprung möchte ich Ihnen gratulieren.

    Jetzt haben Sie es bald geschafft, es fehlen nur noch ein paar kleine Nebensätze über die Herkunft und die Vorlieben der Autoren bei nächster Gelegenheit und Sie sind schon bei Lázár vorbei und über Bayer direkt beim Neusprech des großen Bruders angekommen.

    Die persönliche Diffamierung derjenigen, die Grundrechte einfordern als „Unterdrücker der Mehrheit“, ist schon eine ziemlich starke Leistung, zumal, wenn man selbst sein Gesicht nicht zeigt, – Barikad und Kuruc machen das ganz ähnlich, hat sich ja auch bewährt. Menschenrechte als unverschämte Anmaßung politisch korrekter Gutmenschen, die die Mehrheit verspotten. Eine Meisterleistung! Wir alle wissen, dass die Mehrheit keine Grundrechtsverteidiger, nichtmal mehr Grundrechte braucht, denn die haben ja Orbán, die Verfassung und Sie, THE Hungarian Voice, die ihren Volkswillen verkünden, bewachen und hegen. Das ist in sich wirklich schlüssig, ja brillant!

    Die Ausblendung der manifestierten Intoleranz (übrigens in erster Linie einmal gegenüber Nichtgläubigen) in einer vollständig mittelalterlichen und anmaßenden Präambel, die Abschaffung demokratischer Kontrollmechanismen, die Sicherung der Macht sogar bei Mehrheitsverlust durch Verankerung von Steuersätzen und anderer Tagespolitik in der Verfassung – das sind nur Hirngespinste linkslinker Ungarnfeinde, daher ist der Vergleich mit „europäischen Standards“ so wichtig, das ist so ganz Orbán, es stimmt zwar nicht, aber irgendwie glaubt man es ihm trotzdem. Gratuliere! Die Verfassung ist doch gleich umso vieles besser, je schlechter westliche Medien darüber berichten. Danken Sie der „Welt“, sonst könnten Sie Ihre Voice nicht so eindrucksvoll in selbiger hörbar machen.

    Nun sind Sie wirklich „THE“ Hungarian Voice und Teil der Regierungspresse geworden. Niemand braucht Sie mehr ernst nehmen, was einen Vorteil hat, es werden Sie nur noch Leute lesen, die Ihnen recht geben, ganz so wie Ungarn gerade „funktioniert“. Sie haben dem neuen Mediengesetz sozusagen freiwillig Geist eingehaucht, in dem Sie Ihren eigenen kapitelweise aushauchen.

    M.S.

    • Lieber Herr Schicker,

      Bitte betrachten Sie folgende Bemerkung als Ausdruck meines Respekts für Ihren Vater, dessen Liebe für den historischen Pester Llyod ich teile, und für den Lloyd selbst, der mir viel bedeutet. Mein Grossvater schrieb darin. Außerdem bitte ich zu berücksichtigen, dass ich den Llyod nicht täglich lese, aber oft genug, um einen Eindruck zu haben. Verzeihen Sie, dass ich vor diesem Hintergrund konstruktiv gemeinte Kritik übe.

      Der Ton, in dem Sie sich hier äussern, und dessen jugendliche Forschheit auch in Ihren Artikeln durchscheint, ist Lichtjahre entfernt von dem Geist, für den der Titel des „Pester Lloyd“ einst stand. Da ging es um freie Debatte, aber immer auch um Liebe zum Vaterland (das ja nicht Ihres ist, ich verstehe das). Es kam nicht immer nur ein Standpunkt zum Ausdruck, Mussolini kam genauso zu Wort wie Trotsky. Es war die grosse Schaubühne der Debatten, überparteilich, aber stets patriotisch und durchaus christlich gesinnt.

      Es war das grosse Verdienst des Neuen PL, den Ihr Vater gründete, in den ersten Jahren einen Teil dieser Tradition zu wahren, überparteilich und kritisch zu berichten, in einem höflichen, fast vornehmen Ton, der sich trotzdem stilvoll Spöttisches genehmigte. Keine ungarische Zeitung leistete, was der PL damals an Überparteilichkeit vollbrachte.

      Dieser Ton ist in neuerer Zeit weitgehend verloren gegangen, da ist Schaum vor dem Mund. Ich weiss nicht, ob es mit dem Wechsel von Vater zu Sohn zu tun hat – Ihr Vater ist ja nicht weniger liberal gesinnt als Sie. Es wäre gut, wenn Sie auf Ihren Seiten mehr Vielfalt gestatten, und die Meinungsbildung dem Leser überlassen, ohne deswegen auf Ihre eigene Meinung zu verzichten – aber Sie machen jeden Ihrer politischen Artikel zur Predigt, in einem Ton, der nichts Vornehmes oder Höfliches hat. Lassen Sie doch namhafte Befürworter der neochristlichen Linie in Ihrer Zeitung zu Wort kommen, stellen sie dann prominente Ächter derselben daneben. So wie Sie es derzeit machen, schreckt Ihr Übereifer ein wenig ab.

      Hochachtungsvoll, Boris Kálnoky

      • Lieber Herr Kálnoky,

        Ich bin einverstanden mit Ihrer Analyse, nicht mit Ihren Schlussfolgerungen.

        Vorweg: Schon beim Mediengesetz war es so, dass die Kritik katastrophal kommuniziert war, heuchlerisch motiviert, unvollständig, überhitzt, aber letztlich in ihrem Gehalt war sie richtig. Ist sie es bis heute. So ist es auch bei der Verfassung. Dass „Die Welt“ so einen Mist zusammenschreibt, hängt ja auch mit den Journalisten zusammen, die für sie arbeiten und die offenbar nicht zu einem kollegialen Austausch im Vorfeld eines solchen Beitrags fähig oder willens sind. Oder nicht? Dennoch ist diese Verfassung gefährlich, sie ist Unrecht. Da ändert auch der schlechteste Journalismus nichts dran.

        Nun zur Sache, – jetzt kommt die Predigt: Leider verfallen Sie auch auf die typischen Abwehrmechanismen, die Form anzugreifen, wenn der Inhalt nicht passt. Lesen Sie mal die alten Leitartikel des Lloyd, die Feuilletons von Nordau z.B. – unsere heutige Rhetorik ist dagegen (fast) brav. Es geht auch nicht um eine Ausgewogenheit zwischen „neochristlicher“ Linie (was soll das denn bitte sein?!) und „Ächtern“ derselben, es geht um das Recht auf selbstbestimmtes Leben. Kein Wahlergebnis ermächtigt irgendeinen Politiker zur Abschaffung oder auch nur Aushöhlung von Grundrechten, welcher Art immer. Die Fahrlässigkeit mit der diese Tendenzen hier und anderswo niedergebügelt werden, ist sträflich, weil beispielgebend.

        Im Lichte dessen, was passiert, ist unser Ton angemessen, weil hinsichtlich der Freiheit bedingungslos und nicht bereit, diese Freiheit einem verlogen frömmelnden Patriotismus zu opfern, der nur als Krücke für eine Machtzementierung dient, die Ungarn so oft schon die Zukunft gekostet hat. Und genau in diesem Sinne sind wir auch die Erben des alten Lloyd: – pro hungaria -, weil europäisch.

        Wir sind nicht die Erben des alten Lloyd, wenn es darum geht, die gleiche Fehler naiver Bürgerlichkeit wieder zu begehen, die zum Untergang dieser Redakteure und ihrer Ideen führte. Falk und seine Leute waren Vertreter der Mächtigen, Falk selbst Oberhäusler, in der Magnatenkammer also. Diese Zeiten sind im Lloyd aus gutem Grund vorüber, diese Institutionen haben Ungarn mehrmals das Leben gekostet, dem Land und Menschen, darunter Lloyd-Mitarbeitern.

        Diese Fehler – z.B. noch in der Horthy-Zeit den Ausgleich mit ihren künftigen Mördern zu suchen – würden aber auch die Redakteure von damals nicht ein zweites Mal begehen, wiewohl sie heute wieder die Angegriffenen wären. Wir werden eben nicht schweigen, wenn die fröhliche „Gendarmerie zur besseren Zukunft“ sozusagen eigene Minderheitenrechte definiert und durchsetzt und der Staat dies duldet. Wir lassen es uns nicht vorschreiben, auf wen wir stolz sein müssen und warum und was uns führt und eint. Wir entscheiden das selber. Und WIR sind als Europäer auch Ungarn, ob Ihnen das als Ungar in Frankreich oder Deutschland passt oder nicht.

        Heute sind wir – im Gegensatz zum, aber auch in der Lehre aus dem alten Lloyd – die Gegenstimme der Mächtigen und damit exakt das, was Presse sein sollte. Das nervt (manchmal auch uns selbst) und es wohnt diesem Anspruch eine gewisse Destruktion inne, wenn er Erfolg haben soll.

        Ihre Ausführungen zeigen leider den alten Geist, das Blockdenken und die so landestypische Beschwichtigung, gegen die offenbar nichtmal eine auswärtige Sozialisierung gewappnet ist. Es geschehen Dinge in Ungarn (natürlich nicht nur dort, aber das ist nunmal unser Thema), die nicht zu entschuldigen sind. Und darauf werden wir immer verweisen.

        Die spitze Feder machen Sie mir nicht zum Vorwurf, denn die Pointe, die man sich merkt, ist ein legitimes Instrument, allemal besser als die elaborierte Langeweile und allemal aufrichtiger als die behauptete Sachlichkeit des Bildungsbürgers, eine der größten Lügen überhaupt. Ich kann ja nichts dafür, dass sich die sprachliche Originalität des Konservativismus im Klerus erschöpft, und Sie daher in vielen unserer Texte zwangsläufig Predigten erkennen müssen. Vielleicht sollten wir auf unserer Webseite einen Warnhinweis für die monatlichen rund 120.000 Leser anbringen, die auf uns hereinfallen?

        Ihr Aufruf zum Ausgleich, zur Moderation mag verlockend, logisch, weise klingen, er ist es angesichts der Situation nicht. Die jugendliche Forschheit, die Sie mir anlasten (ich bin bald 40) ist längst (auch, nicht nur) einer erwachsenen Wut gewichen, auch darüber, dass kluge Menschen wie Sie nicht von den alten Mustern lassen können. Lesen Sie bitte nur unsere letzten drei Beiträge über die Sozialisten und wiederholen Sie dann Ihre Anwürfe. Es wird Ihnen kaum gelingen. Natürlich stürzen wir uns derzeit auf die Nationalkonservativen, denn die bauen aktuell den Mist. Ich gebe zu, dass das einer der Fehler des alten neuen Lloyd war, sich zu sehr zurückgehalten zu haben. Aber daraus lernt man ja.

        Ihre Forderungen gegenüber dem Lloyd sind in gewisser Weise anmaßend, was verzeihlich ist, weil Sie uns doch ein bisschen den großen Titel neiden. Daher müssen wir so ein wenig als Unwürdige dargestellt werden, nicht wahr?

        Ich hoffe und wünsche mir weiter Ihre Kritik, warum haben Sie aber nicht z.B. einmal versucht einen Beitrag bei uns zu platzieren, einen zu den jüngsten Problemkreisen? So sicher, dass wir das ablehnen, weil eine andere Meinung auftaucht? Stattdessen kommen als Replik familiär-biographische Mutmaßungen, bügelt man den Chefredakteur zum Sohn herunter, weil man den Atheisten nicht erträgt? Ziemlich fidesz-es ist das und eigentlich der offene Wunsch nach Ende des Gesprächs.

        M.S.

    • Ich bin mit dem neuen ungarischen Grundgesetz zufrieden.
      Sie wollen einfach,daß „der Schwanz wedelt mit dem Hund.“

      Danke Hungarian Voice !

    • Sehr geehrter Herr Schicker,

      ich sehe die derzeitigen Entwicklungen in Ungarn mit großer Sorge und kann Ihre „Wut“ verstehen. Dem Betreiber dieses Blogs aber tun Sie mit Ihrer Polemik Unrecht, und zwar großes. Ihn mit Lazar und Bayer nur in einem Satz zu nennen zeigt, dass sie die anderen Beiträge in diesem Blog nicht gelesen haben können. Der Blog ist „FIDESZ-nah“, aber es werden sowohl FIDESZ-kritische Informationen veröffentlicht wie eine lebendige kritische Diskussion gepflegt. Dass sich ein eher wertkonservativer Mensch darüber aufregt, dass man sich über seine Wertüberzeugungen lustig macht, und dann zurückschießt, ist vollkommen legitim. Auf zum polemisch zugespitzten Gefecht! Aber könnte man nicht die ungarischen Grabenkämpfe und das damit einhergehende Schwarz-Weiß-Denken an der Donau zurücklassen?

      • @Boulanger: Ich teile Ihre große Sorge bezüglich der aktuellen Entwicklungen voll und ganz. Ohne dies überstrapazieren zu wollen bin ich als in Budapest lebender Deutscher von der Politik hier vor Ort in vielerlei Hinsicht schließlich umso mehr direkt betroffen.

        Mein persönliches Problem ist, dass diese Sorge bei HV in kritischen Kommentaren allenfalls kurz aufflackert, dann aber wieder zu erlischen scheint. Tabula rasa. Das nächste Thema kann kommen und dies gilt es möglichst neutral zu beleuchten, häufig ohne es im Gesamtkontext des bisher Geschehenen zu bewerten, was nicht immer aber oft zwingen notwendig ist. Denn andernfalls zeichnet man selbst ein Zerrbild, das man an anderen Stellen bisweilen völlig zu recht anprangert.

        Damit hält man der Politik der Regierung letztlich die Treue und sanktioniert sie zumindest indirekt. Als Triebfeder einzig die korrupten Kommunisten zu bemühen reicht meinem durch Sozialisation in (West)deutschland erworbenen Demokratieverständnis nicht aus.

    • Zwei Zitate fallen mir ein, wenn ich Ihre Beiträge lese:

      – Sage die Wahrheit, nicht nur was wirklich ist. (Attila József)
      – Du bist nicht frei, solange du nur für dich selbst lebst, weil du ein Sklave deines Egos bleibst. (István Széchenyi)

      Ich glaube nicht, dass Sie, Herr Schicker, ein Bewunderer von den beiden genannten Herren sind, jedoch könnten Sie vielleicht einen Moment sich Zeit nehmen und über den Inhalt und den Sinn des Gesagten nachdenken.

      Nichts für Ungut,
      Der Richter

      • Das ist schon recht jämmerlich, was Sie da abliefern, jetzt zerren Sie große Namen von gestern heran, um Ihren Unsinn von heute zu rechtfertigen?

        „Der Richter“ hat mit seinen Ansichten (weiter unten) dem Opfermythos, der Insellüge und der exzessiven Lamoryanz genauestens dargelegt, warum Ungarn auch die nächsten 50 Jahre nicht aus der Misere herauskommen wird. Er hat sich sozusagen selbst gerichtet. Er kann gar nicht anders als die ablehnen, die die ungarische Lebenslüge, die Abweisung von jeder Schuld am eigenen Schicksal, sprich die Verneinung der Fähigkeit zur Selbstbestimmung in Frage stellen. Eine diktatur ist nicht so schlimm, wenn Sie nur im richtigen Glauben geschieht und endlich einmal in Nationalfarben angemalt wurde? HV liefert für diese Einfalt den publizistischen Rahmen in deutscher Sprache und weil er selbst keine richtige Position beziehen mag, kommt er als „seriös“ an. (Herr Kálnoky, je öfter ich Ihre „Bemerkung“ mir gegenüber lese, umso dreister finde ich sie.) Man muss die beschimpfen, die diesen Weg nicht mitgehen, um das eigene Bild schöner zu färben, nicht im Selbsthass zu ertrinken? Ausgerechnet die Claqueure der Mächtigen werfen dem Kritiker Eitelkeit vor? Hier scheint die Selbstzufriedenheit den Intellekt längst überholt zu haben. Siegerpublizistik könnte man das nennen, wenn es Publizistik wäre.

      • Marco, Marco, Marco,

        ich würde Ihnen gerne Antworten, aber bei Ihrem Beitrag fehlt der Antwort-Knopf. Egal, dann mache ich es halt so…
        Sie sagen: „Opfermythos, der Insellüge und der exzessiven Lamoryanz“
        Und ich frage Sie: Wer kam denn den Ungarn zur Hilfe als Ungarn gegen die Habsburger sich Ihre Eigenständigkeit erkämpfen wollte? Keiner. Sie haben es trotzdem geschafft! Leider kamen die Russen den Habsburgern zur Hilfe und gegen diese Übermacht bestand keine Chance. Dabei hat das Königreich Ungarn gegen die Osmanen jahrzehntelang stand gehalten. Ungarn gilt als die Bastille Europas gegen die riesigen Heere der Osmanen! Die Bastille fiel leider und als die Habsburger mit Hilfe der Polen bei Wien die Osmanen zurückschlugen und somit die Ungarn „befreit“ haben, kam deren Unterdrückung als Dank für unsere Standhaftigkeit.
        Wer kam denn den Ungarn zur Hilfe als sie erfolgreich die kommunistische Sowjetarmee aus dem Land jagten schon 1956! Keiner. Reorganisiert mit verstärkter Panzereinheiten konnten die Russen Ungarn erneut überrollen. Dabei waren die Versprechungen uns zu helfen von den Westmächten gegeben, jedoch war der Krieg in Israel wohl wichtiger.
        Sag mir Marco, wer jetzt den Ungarn helfen soll? Wer soll helfen, sie sind doch alle selbst verschuldet. Selbstaufopfernde Leute wie Széchenyi und wahrheitsberichtende Leute wie Attila József gibt’s seit langem nicht mehr. Und so einer wie du oder der Herr Schicker werden mit Bestimmtheit nicht zu diesen Leuten zählen, nur zu denen die auf IHRE Stärke und auf IHR Ego pochen. Denn jeder ist Schuld am eigenen Schicksal! Also zählt das ICH, nicht das wir. Also zählt das EGO, nicht die Solidarität. Die Welt ist aber nicht schwarz und weiss. Man ist niemals alleine Schuld am eigenen Schicksal. Man ist MITSCHULD, das geb ich zu. Aber die Welt ist zu farbenfroh, um es schwarz-weiss abstempeln zu können. Und die Wahrheit zu vielschichtig, um es in Worte fassen zu können.
        Du sagst, dass die Ungarn 50 Jahre nicht aus der Misere rauskommen werden. Und dementsprechend verhälst du dich auch, Marco. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, auch wenn du es schon aufgegeben hast. Ich bezweifel jedoch, dass du sie jemals besessen hast – in diesem Fall im Bezug zu Ungarn. Doch ich sage dir: du wirst dich noch wundern. Dein Hass wird dadurch auch nicht getilgt sein, Mitleid wirst du dann aber nicht mehr gebrauchen müssen.

  2. Sehr geehrter Herr Peter K. ,
    könnten Sie bitte ganz konkret über: …“als in Budapest lebender Deutscher von der Politik hier vor Ort in vielerlei Hinsicht schließlich umso mehr direkt betroffen“…. berichten ?
    Sind etwa Ihre Grundrechte eingeschränkt? Können Sie „Die Welt “ nicht kaufen, ist der Kellner unfreundlich geworden ?

    Anscheinend haben Sie in Westdeutschland nicht das „Zauberwort“ gelernt: „meiner Meinung nach „, womit Sie die Andersdenkenden ehren. Es gibt viele, sogar die demokratische Mehrheit !

    Ich meine, daß HV sehr korrekt berichtet. Ich meine nur.

  3. @terrier.

    Vorweg: ich mag Hunde. Habe selber einen. Nur kann der sich konstruktiver äußern als Sie es hier mit ihren Kommentaren tun und trägt damit zu einem ebensolchen, also konstruktiven Dialog, der alle etwas weiterbringt, bei. Herr Boulanger hat ihnen das ja auch schon vorgehalten, Erkenntnisgewinne bringt es offensichtlich nicht.

    Was ist daran so schwer zu verstehen? Wer in einem Land lebt, dessen Leben wird durch die Politik vor Ort beeinflusst. Gesetze wurden erlassen, u.a. die Steuerpolitik hat sich geändert und wenn man hier als Unternehmer oder Angestellter arbeitet, dann hat das Auswirkungen. Ist hier so, ist überall so. Konkret hat die Politik der Regierung hier und da zu schlechteren Rahmenbedingungen in der Wirtschaft geführt. Der erwartete große Wurf ist ausgeblieben. Die Lohnnebenkosten sind seit 1.1.2011 letztlich gestiegen, das Steuersystem nicht vereinfacht worden, die Flattax bringt den unteren Einkommensgruppen und damit einem Großteil der Bevölkerung nichts. Nur ein Beispiel.

    Wie kommen Sie darauf, dass ich „Welt“-Leser bin? Und: habe ich behauptet, dass meien Grundrechte eingeschränkt sind? Ihnen passt einfach meine Meinung nicht und Sie können HV noch so oft ehren und verehren, konstruktiver werden Ihre Beiträge dadurch nicht. Dass ich HV in Teilen kritisiere, sei erlaubt. Was „korrekt“ ist, und was nicht, muss jenseits einer klaren Fakten, d.h. im Bereich der politischen Meinungsbildung jeder für sich selbst entscheiden.

    Schon zu viel geschrieben. Genau deshalb poste ich hier auch nicht gerne. Jedes weitere Wort ist zu viel. Wuff, wuff. Oder wohl eher: kläff, kläff.

    • Ganz genau Herr K. !
      …“Wuff, wuff. Oder wohl eher: kläff, kläff. „…

      a kutya ugat , a karaván halad.

      Alles, was Sie hier aufgezählt haben ist mehr als widersprüchlich.

  4. @ doch noch ein Nachtrag, vielleicht nicht plastisch genug für Sie. Es fühlt sich – um es sehr abstrakt auszudrücken – auch nicht gut an, in einem Staat zu leben, in dem die Staatsgewalt tagelang gänzlich versagt, weil sie das Gewaltmonopol sehenden Auges abgibt…

    Siehe meinen Kommentar zu Gyöngyöspata hier:
    https://hungarianvoice.wordpress.com/2011/03/14/wo-ungarn-aufgehort-hat-zu-existieren-ein-beitrag-von-index-hu-zum-nazi-aufmarsch-in-gyongyospata/

    • Wie Sie schon gesagt haben Herr K., man sollte es im Gesamtkontext sehen. Die Aufmärsche kommen nicht aus dem nichts.
      1. Wenn die MSZP-Regierung 8 Jahre die Leute belügt und betrügt, nehmen sich die Lügner und Betrüger Ihren Teil daraus und verbreiten es, davon leben sie. Mit Geld kann man sich viele Lügen und Straftaten kaufen in einem Land, in dem es bei den meisten Leuten, um das tägliche Überleben geht. Da Sie ja dort leben, werden Sie es bestimmt schon an den niedergeschlagenen Gesichtern der Menschen bemerkt haben. Die gucken nicht so, weil sie Ungarn sind. Sie gucken so, weil sie niedergeschlagen sind.
      2. Genau in der Regierungszeit der MSZP Regierung kam es zur Eskalation zwischen Roma und Rechte. Die Straftaten durch die Zigeuner nahmen zu und da kein staatlicher Schutz kam, gründeten die Bürger eine Art Bürgerwehr, die vor den Häusern und Straßen patroullierte. Diese Organisationen wurden von der ungarischen, sowohl als auch von der westlichen Presse gleich als rechtsradikale Organisationen abgestempelt, jedoch kümmerte sich weiterhin keiner um die Probleme der Bürger. Es kam wie es kommen musste: Eskalation der Ereignisse, U.A. die Zigeunermorde, in dem auch Kinder getötet wurden: Die Taten sind beispiellos in der ungarischen Geschichte.

      Wie sie sehen, mache ich die MSZP und FREUNDE für die miserable Situation verantwortlich und schlage nicht auf die ein, die es besser machen wollen. Selbstverständlich sollten die Neugewählten genauso kritisch und achtsam in ihrem Unternehmen untersucht werden. Wichtig finde ich es aber, wie Sie es schon gesagt haben, den Kopf mal aus diesem jetzigen Schlamassel zu erheben und es im Gesamtkontext zu betrachten. Das Gesamtkontext kann man beliebig ausweiten, die Frage ist, wie weit es Sinn macht.
      Wenn man nicht in Jahren denkt, sondern in jahrzehnten und jahrhunderten, sieht es so aus: Die Besetzung durch die Osmanen, die Unterdrückung durch die Habsburger, 1. Weltkrieg: 66%Landverlust, 2.Weltkrieg, Besetzung und Unterdrückung durch die Sowjetunion. Das sind fast 450 Jahre, in der die Ungarn die meiste Zeit über besetzt und unterdrückt wurden. Wir kämpfen immernoch ums Überleben. Der heutige Kampf ist eher ein Kampf der Förderer, also der des Kapitals. Das meiste Kapital in Ungarn haben die Postkommunisten, die sich im Kommunismus das anreichern konnten und die Großfirmen des Westens (unter anderem der Exportmacht Deutschland), die sich aufgrund der EU-Erweiterung unter dem Schirm der freien Marktwirtschaft in den noch nicht reifen und nicht gut funktionierenden Demokratien der ex-kommunistischen Staaten verbreiten konnten, in dem sie die klein- und mittelgroße Betriebe durch ihre Geschäftspraktiken zum Einsturz brachten.
      In einem Land, das nicht indoeuropäisch oder slavisch ist, ist es schwer Unterstützer und Freunde zu finden. Die langfristigen Interessen der umliegenden Länder sind immer entgegengesetzt mit den unseren.
      Ach ja, und zum Schluss, nennen Sie mir bitte eine andere Zeitschrift in deutsch, die -in Ihrem Sinne- authentischer berichtet über die Ungarn als Hungarian Voice. Ich werde es lesen und wenn Sie recht haben, gerne auch weiterlesen. Ich finde persönlich an HV nicht nur die Art und Weise der Berichterstattung gut, sondern auch die Aktualität.
      Noch was: Anstatt sich zu beschweren über die Ungarn, würde ich mich freuen wieder in meinem Heimatland leben zu können. Vielleicht können wir ja tauschen!? 🙂
      Nichts für Ungut!
      Der Richter

  5. Pingback: ZEIT-Autorin Alice Bota im Radiointerview « Hungarian Voice – Ungarn News Blog

  6. Jetzt sind hier die Polemiken hin und her gegangen, und keiner hat sich Sorgen gemacht um die verdorrte Hand von HV. Ich hoffe, diese szent jobb ist bereits auf dem Weg der Besserung…

  7. Meine lieben Herren, es ist vollkommen idiotisch, sich viel mit Worten „herumzuschlagen“, Fakt ist, dass hier eine ganze Nation, die weder durch die bisherigen „Schulsysteme“, noch von den Eltern, noch von uns Intelektuellen in Demokratie geübt wurde, einfach aus einem doch grossenteils demokratischen Europa herausgelöst und in eine Diktatur geführt wird, die mit demagogischen Lügen seit 1998 es verstanden hat, mit teilweise schon sehr erschreckende Verbrechen und heuchlerischen Lügenversprechen das Volk in seine Gewalt zu bringen um es jetzt noch massiver auszurauben und zu unterwerfen, wie es bisher alle anderen Regierungen vermocht haben, es ist ja auch nichts mehr da.
    Ich würde dennoch vorschlagen, dass hier auf dieser Seite keine Wortfechtereien stattfinden sollten, wo doch die meisten einer Meinung sind. Was gebraucht wird, ist eine ungarische demokratische Republik und Menschen, die lernen für ihr letztes bisschen Freiheit sich gegen ein Regime aufzuwenden, welches mit unseren Steuergeldern gerade die Diktatur einführt. Denn kleine Türchen um diese Diktatur herum wie vor der Wende, wird es nicht mehr geben. Und Geld, die jetzt einzuführenden neuen Gesetzt wieder rückgaengig zu machen, wird Ungarn nicht mehr aufbringen können.

    • Ich bitte sofort um Insiderinfos, das ist ja eine Bombengeschichte. Die Wahlen werden also abgeschafft? Oder der Wähler darf nicht mehr gegen Fidesz stimmen? Oder gerade die Stimmen für Fidesz sind der Beweis für die Diktatur und müssen sofort demokratisiert werden?

    • Interessante Worte: „Kleine Türchen um diese Diktatur herum wie vor der Wende“ wird es also nicht mehr geben? Damit dürfte sich eine inhaltliche Replik erübrigen, mit Ostalgikern ist es nämlich schwer, bei Debatten über Demokratie auf einen Nenner zu kommen. Es ist aber schön zu sehen, dass diejenigen, die Ungarn schon 1998 in der Gewalt eines Diktators sahen, von ihrem Weltbild nichts eingebüsst haben. 2006 war diese „2. Klasse“ wohl im Winterschlaf. Trotz allem ein gutes Neues Jahr.

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