Medienrat: Fusion im Pressebereich untersagt

Der ungarische Medienrat hat den Zusammenschluss zwischen den Tochtergesellschaften des deutschen Axel-Springer- und des schweizerischen Ringier-Verlages untersagt. Die Fusion sei im Hinblick auf die Marktmacht der Fusionskandidaten geeignet, den im Mediengesetz festgeschriebenen Medienpluralismus negativ zu beeinträchtigen. Ringier produziert u.a. die meistgelesene und oppositionsnahe Qualitätszeitung „Népszabadság“.

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/ungarn-medienwaechter-verbieten-ringier-axel-springer-fusion_aid_618674.html

Die Wettbewerbsbehörde ist verpflichtet, die Entscheidung des Medienrates in seine kartellrechtliche Bewertung einfließen zu lassen.

Median: Unterstützung für Fidesz sinkt

Nach der aktuellen April-Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Median geht die Unterstützung der Wahlberechtigten für die Regierungspartei Fidesz um 5 Prozentpunkte zurück. Der Anteil derer, die keiner Partei ihre Stimme geben würden, liegt bei 40%. Nur 42% der Wahlberechtigten wäre, wenn am Sonntag gewählt würde, bereit, die Stimme abzugeben. Laut Median nimmt die Zahl der Nichtwähler insbesondere im Fidesz-Lager zu.

Auch im Lager derjenigen, die sicher wissen, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden, sinkt die Fidesz-Unterstützung. Im Februar hätten noch 64% dieser Wähler für Fidesz gestimmt, im April sind es 56%.

Die Sozialisten und Jobbik gewinnen jeweils 3 Prozentpunkte (MSZP sowie Jobbik), LMP legt um 2 Prozentpunkte zu.

Die beliebtesten Politiker des Landes sind laut Median Viktor Orbán (Zustimmungsrate 45% nach 53% im Februar), Zoltán Pokorni (44% nach 46%) und Lajos Kósa (42% nach 44%). Die unbeliebtesten Politiker sind der MSZP-Vorsitzende Attila Mesterházy (24% nach 23%), der Vorsitzende von Jobbik, Gábor Vona (25% nach 23%), sowie die Regierungssprecherin Gabriella Selmeczi (26% nach 32%).

Der Fidesz-Fraktionschef János Lázár liegt bei 28% Zustimmung.

http://www.median.hu/object.d1d31085-21aa-4168-bbae-10c18e9b20bd.ivy