Der „Ungarn-Experte“ Hermann Lamberty kommentiert die ungarische Verfassung

Ein weiterer Zwischenruf zur ungarischen Verfassung ist in der Nordwest-Zeitung zu lesen. Das Thema eignet sich offenbar auch für ehemalige Sportredakteure der Westfälischen Rundschau wie Hermann Lamberty, weltpolitisch Kante zu zeigen:

http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Politik/Kommentare/NWZ/Artikel/2586638/Rabiater-Umbau.html

Schon die Ouvertüre könnte nicht besser sein:

Die schwülstige Präambel („Nationales Bekenntnis“) in der neuen ungarischen Verfassung mit all ihrem pompösen Ballast von König und Krone und Stolz mag man als schlichte Geschmacksentgleisung bewerten. Nur eine burleske Posse auf Budapester Operetten-Bühne? Angesichts der alten, neuen magyarischen Großmannsträume beschleicht einen dann doch leichter Schauder.

Neue magyarische Großmannsträume? Burleske Posse auf Budapester Operetten-Bühne? Da spricht ein wahrer Kenner der Materie. Immerhin hat Lamberty bereits einen Bericht über Ungarn, wen wundert es – zum Mediengesetz – verfasst. Umso prägnant-kenntnisreicher das Fazit (las ich nicht gerade etwas von Geschmacksentgleisungen?):

Zu befürchten ist nun, dass Ungarn sich in punkto Demokratie weißrussischen oder nordafrikanischen Standards rasant von oben annähert“.

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