IWF: Ungarn durfte MOL-Anteile mit freien Mitteln erwerben – hat es aber wohl nicht…

Der Erwerb von etwas über 20% der ausstehenden Anteile des Öl- und Gaskonzerns MOL durch den ungarischen Staat (Kaufpreis: ca. 1,88 Milliarden Euro) hat in Ungarn zu Kritik aus dem oppositionellen Lager und gewisse Verwirrung geführt. Tibor Szanyi (MSZP) kritisierte den Kauf als „Hinauswerfen von Geld am Rande des strafbaren Verhaltens“. Zudem stellte Szanyi in den Raum, der IWF könnte Ungarn aufgrund der Maßnahme rügen.

Hingegen teilte Iryna Ivaschenko, die Repräsentantin den Währungsfonds in Ungarn, am Mittwoch mit, Ungarn dürfe freie IWF-Mittel zum Erwerb der Aktien verwenden (Quelle: Reuters). Ungarn müsse anhand seiner eigenen Prioritäten entscheiden, wie es freie Währungsreserven einsetze.

Heute dann kam die Mitteilung, der IWF habe keine Anhaltspunkte dafür, dass Mittel des Fonds verwendet worden seien (Quelle).

2 Kommentare zu “IWF: Ungarn durfte MOL-Anteile mit freien Mitteln erwerben – hat es aber wohl nicht…

  1. Faszinierendes Spektakel, griechisches Modell gegen ungarisches. Während die Griechen sich ihrer Staatsanteile entledigen (müssen) und alles tun, was ihnen vom Westen vorgegeben wird, stärkt Ungarn die Präsenz des Staates in der Wirtschaft, Hand in Hand damit gehen protektionistische Massnahmen. Während Griechenland den Vorgaben des IMF nachkommt, demonstriert Ungarn Eigensinn. Bricht Griechenland zusammen, und hat Ungarn Erfolg, dann wird das Nachahmer finden.

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