Fremdwährungskredite: Staatliches Umschuldungsmodell initiiert

Die ungarische Regierung versucht, der großen Zahl von in Fremdwährung verschuldeten Kreditnehmern durch ein Umschuldungsmodell zu helfen. Wie der Tagesanzeiger berichtet, sollen Kreditnehmer ihre Darlehen in Schweizer Franken bis Ende 2014 zu einem festen Wechselkurs von 1 CHF = 180 HUF zurückführen können. Der tatsächliche Wechselkurs liegt derzeit in etwa bei 219 HUF pro Schweizer Franken. Die Differenz zum realen Wechselkurs soll dann ab 2015 über eine Laufzeit von mehreren Jahren zurückgeführt werden können. Faktisch handelt es sich um ein Umschuldungsmodell mit der Möglichkeit einer Streckung der Tilgung.

Ferner versucht die Regierung, mit einem Versteigerungsmoratorium, das stufenweise fallen soll, die Wohnungslosigkeit überschuldeteter Eigentümer zu verhindern. Auch ein öffentliches Immobilienerwerbsprogramm ist geplant: Der Staat würde hier Wohnungen von den in Schwierigkeiten geratenen Darlehensnehmern erwerben und diese dann an diese vermieten.

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Budapest-friert-den-Kurs-fuer-Frankenkredite-ein-/story/18954223

Krisztián Ungváry über die „Trianon-Frage“

In einem längeren Interview erläutert der ungarische Historiker Krisztián Ungváry, wie seines Erachtens mit dem im kollektiven Gedächtnis Ungarns noch weitgehend unverdauten Friedensvertrag von Trianon umzugehen ist.

http://www.budapester.hu/index.php?option=com_content&task=view&id=5755&Itemid=28