Verwaltungsneuordnung in Rumänien: Tökés sieht Nachteile für ungarische Minderheit

Das Portal punkto.ro berichtet:

Nach Meinung des ungarisch-reformierten Bischofs Laszlo Tökes, Vorsitzender des Nationalrats der Ungarn in Siebenbürgen (CNMT) und Vizepräsident des Europäischen Parlaments, betreiben die Behörden in Bukarest eine „post-Trianon und post-Kommunismus-Politik“, die − insofern ihr nicht umgehend ein Ende gesetzt werde − zum „Untergang“ der ungarischen Minderheit in Rumänien führen wird. Hinter der von den rumänischen Behörden ins Auge gefassten Verwaltungsreform des Landes stecke eine „propagandistische Methode“, durch die die ungarische Minderheit in Mega-Regionen verstreut werden solle, sagte der Politiker am Sonntag dem Nachrichtensender Realitatea TV.

Selbst Diktator Ceausescu sei „großzügiger gewesen¸ er hat zumindest die Gründung der Landeskreise Harghita und Covasna mit ungarischer Mehrheitsbevölkerung genehmigt“, verlautete Tökes.

Auch im mitregierenden Ungarnverband (UDMR) − der Hauptrivale von Tökes’ Nationalrat im Wettstreit um die Stimmen der ungarischstämmigen Wählerschaft − sorgt die geplante verwaltungsmäßige Neuaufteilung des Landes nach wie vor für Aufregung: So warnte UDMR-Chef Kelemen Hunor, dass es in Covasna und Harghita zu Straßenprotesten kommen könnte, sollten die beiden Landeskreise in Zuge der Verwaltungsreform mit anderen Verwaltungsgebieten (mit rumänischer Mehrheitsbevölkerung − Anm. d. Red.) zu einer Mega-Region zusammengeschlossen werden.“

Quelle:

http://www.punkto.ro/articles/Laszlo_Toekes_beklagt_Schicksal_der_ungarischen_Minderheit:_Wenn_diese_post-Trianon-Politik_nicht_aufhoert__ist_das_unser_Untergang-2453.html

12 Kommentare zu “Verwaltungsneuordnung in Rumänien: Tökés sieht Nachteile für ungarische Minderheit

  1. http://atv.hu/videotar/20110623_magyarellenes_atrocitas_gyulafehervaron

    Ein Interview mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Zsolt Semjén zu dem gewaltsamen Übergriff gegen den Dekan einer ungarischen katholischen Uni in Rumänien. Herr Semjén wirkt leider alles andere als souverän. Zudem würde das offensive Einfordern von Schutz für die ungarische Minderheit in Rumänien (wie er es im Interview tut) sehr viel glaubwürdiger wirken, wenn die ungarische Regierung mehr tun und vor allem mit deutlichen Worten auftreten würde, um die eigenen Minderheiten vor Übergriffen zu schützen. Das lange Zuwarten im Hinblick auf die rechtsradikalen Aufmärsche in Gyöngyöspata spricht leider nicht für ein gutes Beispiel.

  2. Sie vergleichen wirklich Äpfel mit Birnen !Sie würden auch viel glaubwürdiger wirken, wenn Sie den Roma Dekan nennen könnten ,der auf der offenen Strasse in Ungarn verprügelt worden ist !!
    Ich verzichte ausdrücklich auf die Nennung von anderen gravierenden Unterschieden !

  3. @ terrier:

    „Nein, stand Marian Cozma, Lajos Szögi , allen Bewohnern von Gyöngyöspata, undsoweiter -undsofort , auch zu.“

    Richtig. Das habe ich auch mit keinem Sterbenswort bezweifelt.

    Minderheitenschutz (und übrigens auch der Schutz „aller Bewohner von Gyöngyöspata“) sieht trotzdem anders aus als das hier:

    https://hungarianvoice.wordpress.com/2011/03/14/wo-ungarn-aufgehort-hat-zu-existieren-ein-beitrag-von-index-hu-zum-nazi-aufmarsch-in-gyongyospata/

  4. 🙂 ich habe es nicht erfunden ! 🙂 : „Sag mir was Du liest und ich sag Dir wer Du bist “
    aber ich könnte hier schon sowas über galamus gelesen zu haben…..
    Leider die Quelle bestimmt die Glaubwürdigkeit. Meine ich…

  5. Haben Sie dieses Zitat zensiert oder habe ich die falsche Brille auf ?
    …“Pe de alta parte, Biroul de presa al Arhiepiscopiei, precum si unii martorii ai scandalului, sustin ca, in momentul in care aruncau cu pietre, cei trei au scandat “Afara cu ungurii din tara!”, “Jos cu ungurii!”“….

    Freie Übersetzung:
    …“ Andersaeits die Pressestelle des Bischofsamt sowie einige Zeugen behaupten, daß gleichzeitig mit dem Steinewerfen die drei Täter gebrüllt haben “ Raus mit den Ungarn aus dem Land “ „Nieder mit den Ungarn „

  6. Ich habe keine Ahnung was da passiert ist HV aber ich habe ein bisschen Ahnung wie es ca 1987-1992 war, und das hier erinnert mich sehr daran. Bauchgefühl. Kann natürlich täuschen. Ich hätte so etwas nicht mehr für möglich gehalten nach all den Verbesserungen seither und hoffe bei Gott, dass es wirklich nur drei Betrunkene waren. GLAUBEN tue ich es a priori nicht. Würde mir das gerne mal näher ansehen.

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