Paul Lendvai in der ZEIT: „Bitte nicht wegschauen!“

Der ungarischstämmige Publizist Paul Lendvai atmet auf, weil die EU die „Ratspräsidentschaft der Ungarn überstanden“ habe. Zudem fordert er in seinem Beitrag für die ZEIT, Ungarn nicht dem Ministerpräsidenten Viktor Orbán „zu überlassen“.

http://www.zeit.de/2011/28/P-OpEd-Ungarn/komplettansicht

 

5 Kommentare zu “Paul Lendvai in der ZEIT: „Bitte nicht wegschauen!“

  1. Ich atme auch auf, weil (hoffentlich) die nervige Berichterstattung aufhören wird… (Ich meine nicht die der HV, sondern die in den meisten deutschen Zeitungen, die teilweise von einem László Orbán schreiben)

  2. …“ Orbán schweigt.“… Paul Lendvai dixit ! Er kann kaum abwarten, daß die Bodentruppen der Bundeswehr und Bundesheer, unterstützt von der RAF und Légion Étrangère Ungarn angreifen und alle FIDESZ-Wähler an die alten Kammeraden von ÁVH ausliefern…. Selbstverständlich nur in Namen der Demokratie !

  3. Ja, das ist ein schlimmer Fehler von László Orbán zu schreiben, denn der ungarische Ministerpräsident heißt Viktor Orbán. Aber es ist noch keine bewußte Manipulation.
    Prof. Eva Balogh berichtet auf ihrer englischsprachigen Website über die Art wie MTI über eine Rede eines USA Senators berichtet.
    http://esbalogh.typepad.com/hungarianspectrum/2011/07/senator-benjamin-l-cardins-statement-on-the-hungarian-situation-and-what-mti-made-of-it.html

    • Ich hatte auch nicht gemeint, dass jene Zeitung durch die Falschschreibung des Namens (noch sehr gelinde ausgedrückt) bewusste Manipulation betreiben wollte. Es geht darum, dass der Autor offenbar keine Ahnung hatte, sonst wäre ihm dieses Missgeschick kaum unterlaufen, und dennoch ein Kommentar verfasst und dieser auch noch so abgdruckt wurde (also ohne gegengeprüft worden zu sein). Leute wie jener Autor verbreiten mit ihrem Unwissenheiten Informationen, die Menschen ohne Hintergrundwissen dann glauben. Das sieht man sehr oft in der deutschen Presse, denn die korrekte Schreibweise ungarischer Namen (Orbán statt Orban) deutet daraufhin, dass die Autoren tatsächlich keine Ahnung haben, aber dennoch die öffentliche Meinung in Deutschland maßgeblich beeinflussen.
      Manipulation fängt dann meiner Meinung nach dort an, wo die FAZ Orbáns Rede falsch wiedergibt (HV berichtete) und selbst nach Monaten offensichtlich nicht korrigiert. Jedenfalls hatte ich den Artikel noch nach einiger Zeit falsch vorgefunden, habe nicht nachgeprüft, ob die FAZ das nun endlich nachgeholt hat (ist dann jetzt eh schon irgendwo zu spät). Und dort sehen Sie dann auch das nächste Problem: Sie haben ja auf dieser Grundlage einen Artikel verfasst (es geht mir jetzt nicht darum Sie dafür zu kritisieren, weil Sie das nicht überprüft haben), also verbreiten Sie diese Manipulation (oder Unwissenheit – je nachdem; meinetwegen unbewusst ihrerseits) dann auch noch. Und dann wird da ein Selbstläufer draus. Übrigens: die FAZ sind da auch nicht die einzigen, obwohl die sich schon einen Bock geleistet haben. Häufiger zu finden ist beispielsweise, dass das Wort „magyar“ mit „Magyare“ oder „magyarisch“ übersetzt wird, was aber eine inkorrekte Übersetzung darstellt. Das Wort bedeutet, wie sicherlich hier jeder weis, einfach nur „Ungar“ oder „ungarisch“ – und wir haben dafür keine anderen Wörter. Die Übersetzung „Magyare“ etc. ist im Grunde nur dann korrekt, wenn es um die Ungarn zu Árpáds Zeiten oder im ethnischen Sinne geht. Die deutsche Presse nutzt derlei Übersetzung aber gerne, um den Leser Anspielungen im Sinne von „germanisch“ (also um das eigene Volk zu glorifizieren) zu suggerieren. Da das dann wunderbar in die Agenda des Schreiberlings passt, gehe ich hier nicht mehr von Unfällen aus. Es würde mich nicht mal wundern, wenn sogenannte Ungarrn diese Übersetzung verbrochen hätten. Das ganze ist natürlich nur ein Beispiel, es kommt öfter vor das deutschsprachige Presse mit der Übersetzung trickst, indem sie beispielsweise den Zusammenhang verdreht oder einfach in sinnentfremdender Weise übersetzt (wenn Wörter verschiedene Bedeutungen haben).

  4. Pingback: WDR 5: Nicht wegschauen – Audio-Beitrag von Paul Lendvai « Hungarian Voice – Ungarn News Blog

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