Paul Lendvai im Interview mit Deutschlandradio

Paul Lendvai im Interview mit Liane von Billerbeck:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1505650/

„Ministerpräsident Victor Orban habe alle wichtigen Machtpositionen in Ungarn für die nächsten Jahre mit eigenen Leuten besetzt, sagt der Publizist Paul Lendvai. Deshalb sei eine liberale Wende in Ungarn nicht abzusehen.“

30 Kommentare zu “Paul Lendvai im Interview mit Deutschlandradio

  1. Gibt es jemand, der hier an dieser Aussage zweifelt? Sieht jemand die SZDSZ oder eine andere Partei am Horizont, die eine liberale Wende herbeiführen könnte?

  2. @ Pfeifer: Die Wähler für ein liberales Lager wären vorhanden (sogar im Fidesz-Lager), was fehlt, ist eine wählbare liberale Partei. Die korrupte SZDSZ mit Ihren Geschäftemachern auf der einen und Moralaposteln auf der anderen Seite ist und bleibt – so meine Prognose – in der Versenkung. Und das ist gut so. Mit dem Prädikat „Ex-Dissident“ allein kann man eben nicht für alle Tage Politik machen und über die eigene Konzeptionslosigkeit hinwegtäuschen. Zudem sollte man sich überlagen, ob „linksliberal“ wirklich der einzige liberale Kurs sein muss. Lendvai meint nämlich „linksliberal“, wenn er von „liberal“ spricht.

    Mitunter wird ja in der europäischen Politik gesagt, dass die Grünen die neuen Liberalen seien. Ihnen ist es gelungen, auch ins bürgerliche Lager vorzustoßen. Sie sind es auch, die Trends setzen (vgl. Atomausstieg in D). Und wenn man sich Baden-Württemberg ansieht: Dort wurde gerade ein Grüner Ministerpräsident, das geht ohne bürgerliche Stimmen nicht.

    Ob die LMP es schafft, sich selbst zu finden, professioneller zu werden und als „grüne“ Partei mit gangbaren Vorschlägen zu etablieren, muss man wohl erst abwarten. Im Moment ist da zu viel hin und her, die Konzepte fehlen, man weiß nur, dass man „gegen Orbán“ ist – was übrigens für die gesamte Opposition gilt. Das ist als Konzept zu wenig.

    Ob die LMP sich etablieren kann, hängt auch von etwas anderem ab: Man sieht schon jetzt, dass diese Partei von Linksaußen mit Argusaugen beobachtet wird. Nach dem Motto: Wehe, Du verlässt einen linken Kurs – dann fallen wir über Dich her. Viktor Orbán geht es ja bis heute so; da mischt sich legitime Kritik an seinem Handeln zu oft mit tiefster innerer ideologischer Abneigung derjenigen, die ihn früher als einen „von uns“ angesehen haben. Man muss sich nur die Reden Cohn-Bendits anhören; wenn er zu Orbán „you´ve lost your way“ sagt, meint er eigentlich „you´ve lost our (common) way“…

  3. HV mit den meisten was Sie schrieben bin ich einverstanden. Nur LMP gebe ich keine Chance. LMP ist eine schnell zusammengewürfelte Partei und deren Wunsch mit Jobbik eine Opposition zu vereinbaren will ich hier nicht qualifizieren müssen.
    Lendvai hat ein sehr reales Bild der Lage entworfen (Beweis, HV hat keine einzige seiner Behauptungen beanstandet.)
    Wenn also von linker oder liberaler Seite keine Opposition kommt, dann kommt diese vielleicht von Jobbik, wenn es Orbán nicht gelingt Vona & Co zu inhalieren.

    • Wenn man bedenkt wie die Grünen begonnen haben, gebe ich der LMP durchaus noch eine Chance. Diese „Jobbik“-Story wird so schnell verschwinden wie sie aufgekommen ist. Wir müssen verstehen, dass die Berührungsängste mit rechts in ehemaligen kommunistischen Staaten nun einmal geringer sind – noch. Auch das wird sich in den kommenden Jahren/Jahrzehnten normalisieren. Da ist „rechts“ zu sein anti-establishment, und nicht selten die Überkompensation des ewigen sozialistischen Gedankengutes. In D und Ö ist das andersrum, da kamen die Revoluzzer von links, gegen das „Bürgerliche“. Ich würde LMP noch ein wenig Zeit geben, sich zu finden. Die werden eher was aus sich machen als die jetzige MSZP.

  4. Ich setze in LMP keine Hoffnungen. Sie mag sich als liberale Partei etablieren, aber liberale Parteien tendieren dazu, kleine Parteien zu bleiben, so wie die FDP in Deutschland. Eine Volkspartei, und damit eine echte Alternative zur Fidesz, könnte nur eine starke Sozialdemkratie sein. Die sehe ich derzeit aber noch nicht. Ich könnte mir zwar vorstellen, dass eine Frau Szili – ihrer Politik zu folge – dorthin passen könnte. Aber sie hat offensichtlich keine Courage, kein Karisma und keinen Einfluss etwas auf die Beine zu stellen. Die MSZP dagegen ist nur noch ein Häuflein Elend. Die schaffen es weder, sich von der Vorwendezeit noch von Gyurcsány klar zu distanzieren. Dazu würde gehören, dass man ‚Politiker‘ wie Frau Lendvai (ist die eigentlch mit Paul verwandt?) ausschließt, die einerseits Demokratie prädigen, selbst aber an Zensur etc. teilgenommen haben. Darüberhinaus müsste man sich klar vom Sozialismus distanzieren. Zwar wird beispielsweise in Amerika der Begriff socialism auch für Sozialdemokratien verwendet, diese Herangehensweise halte ich aber für grundsätzlich falsch. Der Unterschied zu marxistisch-sozialistischen Systemen ist doch gewaltig und gerade eine Partei sollte dazu in der Lage sein, dort scharfe Grenzen zu ziehen und eine klare Aussage zu seinem politischen Standpunkt zu geben. Schließlich müsste die Partei sich auch kritisch mit der Zeit unter Gyurcsány und Bajnai auseinandersetzen und diesen Balast abwerfen. Ich sehe aber nicht, dass eine MSZP dazu in der Lage wäre – für mich gehört sie aufgelöst und alle ihre Politiker sollten die Courage haben und ihrem Land wenigstens den einen Dienst leisten und der Politik fern bleiben. Nur damit kann sie Raum für einen echten linken Neuanfang machen. Selbst wenn ich wählen dürfte, eine MSZP wäre für mich immer unwählbar, da sie keine Glaubwürdigkeit mehr besitzt. Eine sozialdemokratische Linke hingegen, müsste auch dazu in der Lage sein, nötigenfalls eine große Koalition mit der Fidesz einzugehen, anstatt nur gegen sie zu hetzen. Ebenfalls undenkbar mit der MSZP, womit sie eine Gefahr für die Demokratie darstellt. Eine sozialdemokratische Partei könnte die Fidesz meiner Meinung nach auch schnell stürzen, wenn auch nicht schon bei der nächsten Wahl.

  5. HV ich glaube, dass man Jobbik nicht unterschätzen soll. Lendvai tut es nicht. Da haben wir es mit einer Partei zu tun, die bereits im Programm Diskriminierung vorsieht.
    Sie nennen den Gedanken einer minimalen staatlichen Fürsorge „sozialistisch“, ich denke, dass die Mehrheit der Ungarn während der Wende geglaubt hat, sie werden diese minimale Fürsorge weiter haben und dazu noch die Vorteile des Kapitalismus. Es kam anderes und MSZP und SZDSZ wurde von den meisten Ungarn als eine schlechte Regierung erlebt.
    Das bringt Lendvai, den einige Poster hier als einen Anhänger von MSZP sehen wollten, ganz klar zum Ausdruck.
    Wenn jetzt Fidesz eine noch schlechtere Leistung zustande bringt, dann kann das zu noch größeren Enttäuschung führen und da es von linker und liberaler Seite keine nennenswerte Opposition gibt, könnte Jobbik bestärkt werden.
    Freilich sind das alles Hypothesen. Eines ist klar, in einer Demokratie sollte eine Opposition die Regierung kontrollieren. Es kann nicht gut sein, wenn Fidesz keine nennenswerte Opposition hat.
    Bislang hat Jobbik in gewissen Fragen Fidesz vor sich hergetrieben.
    Das Versprechen, das Orbán gab, mit zwei Ohrfeigen, diese Garden auseinanderzutreiben wurde nicht verwirklicht.
    Natürlich hätten schon die Vorgänger-Regierungen eingreifen sollen.

    Heute abend rotten sich zum Beispiel Neonazimusikgruppen aus Ungarn, der Slowakei in Györ zusammen und mit ihnen eine Menge Neonazi. Da gibt es ein interessantes Institut in Budapest, dass sich mit Haßgruppen auseinandersetzt: http://www.athenaintezet.hu/en/index/

    • Herr Pfeifer, es ist immer leicht, eine Partei, die Regierungsverantwortung hat, in bestimmten Fragen „vor sich hinzutreiben“. Als Oppositionspartei kann man leicht Forderungen stellen. Die wenigsten aber werden glauben, dass die Ideen von Jobbik realisisch sind.

  6. HV natürlich glaubten fast 17% der Wähler, die Jobbik ihre Stimme gaben, dass deren Ideen realistisch sind.
    Vona lobte in Veszprém Viktor Orbán in höchsten Tönen. Angeblich hatte sein Buch eine Auflage von Zweitausend und fast alles ist schon verkauft.
    Er behauptete auch die besten Beziehungen mit Krisztina Morvai und der FPÖ zu pflegen.
    Man sollte weder Jobbik noch Vona unterschätzen auch und besonders dann nicht wenn man diese nicht schätzt.

    • Da lehnen Sie sich weit aus dem Fenster, Herr Pfeiffer. In Sachsen sitzt die NPD im Landtag. Dort wurde im Rahmen der bundesdeutschen Medien stets von mit den übrigen Parteien unzufrieden Wählern berichtet. Schenkt man also ihrer und der Darstellung der deutschen Medien Glauben, so sind in Sachsen nur unzufriedene unterwegs, während in Ungarn alle Jobbik-Wähler Rechtsextreme sind. Das ist weder realistisch noch entspricht es den Tatsachen. In Sachsen entscheiden die Unzufriedenen, ob die NPD in den Landtag kommt oder nicht, daneben hat die NPD aber auch eine solide Basis. Dazu kommt, dass auch in Deutschland Vorbehalte Ausländern gegenüber allgegenwärtig sind, sodass die NPD für viele nicht unwählbar sein dürfte. HV und ich haben bereits Argumente dafür geliefert, dass auch die übrigen Parteien diese Vorbehalte ausnutzen, Sie waren offenbar nicht dazu in der Lage, Gegenargumente zu liefern. Fakt ist, dass das Meinungsbild in der Bevölkerung und das, das die Parteien Deutschlands wiederzugeben versuchen, stark voneinander abweichen. Der Politikverdruss ist groß, selbst ich weis im Moment nicht, wen ich wählen sollte, weil es schlicht niemanden mit einer echten Ideologie (die nicht bloß Alibi ist), gibt und weil unsere Politiker in ihrer eigenen Welt leben. Und die wenigsten regulär arbeitenden Menschen dürften hier liberal sein. Was nun die Situation in Ungarn anbelangt, da sind mit Sicherheit eine Menge Unzufriedener unterwegs, die schnell auch wieder eine andere Partei wählen würden. Ich kenne diese Einstellung auch aus meinem Bekanntenkreis und ich hatte in UNgarn bisher keine Schwierigkeiten damit, dass ich ausgegrenz worden wäre. Im Grunde hängt vieles davon ab, ob man eine Alternative hat. Wenn die Fidesz es schafft, die Vorgänger-Regierung zur Rechenschaft zu ziehen sowie sich für die Auslandsungarn einzzusetzen und die wirtschaftliche Situation zu verbessern, dann werden viele sicher wieder zur Fidesz zurückkehren. Insofern sollte der Westen – sowohl die Politik als auch die Medien – der Fidesz nicht noch Steine in den Weg legen, sondern sich kooperativ verhalten um die Situation in Ungarn zu stabilisieren. Dazu würde auch gehören, dass der Westen anfängt ehrlich zu sein: Distanzieren von Trianon sowie den Benes-Dekreten, Einschreiten bei Verstößen gegen europäische Werte wie in der Slowakei geschehen, sowie respektieren der Souverenität Ungarns. Und auch mit ihrer Unausgewogenheit spielen Sie den Radikalen in die Hände.

      Also, Herr Pfeiffer, wenn Sie wirklich etwas Gutes für Ungarn tun wollen:
      – stellen Sie Deutschland nicht so dar, als wäre alles ganz super – besonders nicht ohne Argumente zu liefern; im Moment führen Sie sich nämlich so auf, als wären die Deutschen die Übermenschen
      – seien Sie so ehrlich und erzählen Sie gleich die ganze Geschichte – bisher haben Sie erst auf Nachfrage eingeräumt, dass auch die Opposition große Fehler macht, in der Berichterstattung ist davon aber gar nichts zu hören
      – hören Sie auf zu suggerieren, dass Jobbik und Fidesz im Grunde dasselbe sind oder das die Jobbik die Meinung aller Ungarn representieren würde; behaupten Sie jetzt bitte nicht das Gegenteil, sondern denken Sie darüber nach was Sie schreiben und versuchen SIe es aus der Sicht einer Person zu sehen, die mit den Gegebenheiten in Ungarn nicht vertraut ist und die durch ihre Aussagen sehr schnell auf den Gedanken kommen könnte, die beiden Parteien wären identisch
      – hören Sie auf zu lamentieren, was eine Jobbik und eine NPD in ihren Wahlprogrammen hat oder nicht; entscheidend ist wie diese Parteien agieren und nicht was sie in igrendeinem Programm verewigt haben und da ist die NPD auch nicht besser; wenn solche Ideologie im Programm verankert ist, dann heißt das bloß, das die Partei entweder ehrlich ist oder blöde (letzteres, weil sie sich nicht über die Konsequenzen in der öffentlichen Meinung im Klaren ist)
      – gestehen sie ein, dass der Westen nicht perfekt ist und das dessen Vorstellungen von einer Gesellschaft ebenfalls problembehaftet ist (die völlig sinnlosen U-Bahnschlägereinen in Deustchland sind ein Symptom dessen)
      Mit ihrer populistischen Art geben Sie den Radikalen in Ungarn nämlich nur Nahrung.

      • Palóc diese Methode haben Stalinisten angewendet. Da legt man dem Gegner etwas in den Mund, was dieser nicht gesagt hat, oder verdreht Aussagen.
        Genau diese Methode glauben Sie auch mir gegenüber anwenden zu müssen.
        Sie versuchen aus mir einen Verharmloser der NPD zu machen und einen, der „den Radikalen in Ungarn“ Nahrung gibt. Ich denke, wir wollen sachlich auf dieser Website über Ungarn diskutieren und bei aller Meinungsverschiedenheit gelingt es HV eine solche Diskussion mit mir zu führen. Ihnen Palóc gelingt das nicht. Schade.

  7. Lendvai hat wohl recht, keine Aussicht auf eine liberale Wende. Und? Das Land hat zwei Probleme, lähmende Schulden und keine Kinder, der Rest wie zB Rechtsextremismus folgt daraus. Ich sehe nicht so recht, wie das Schulden- oder das Kinderproblem, und schon gar nicht die Ausbreitung rechtextremer Ansichten durch mehr Liberalismus gelöst werden kann.

    • Kollege Kálnoky Die online Ausgabe der Jobbik Wochenzeitung berichtet über eine Rede von Csanád Szegedi, der meint die Ungarn hätten in Mittelasien eine Milliarde Verwandte und mit ihnen könnte man die Revision verwirklichen. D.h. den Friedensvertrag von Trianon und von Paris rückgängig machen. Er berichtet auch von den Bemühungen die Runenschrift wieder einzuführen.

      Magyar Hirlap wieder berichtet von einem Treffen, das in Bugac stattfinden soll, wo die Tradtionen des heidnischen Ungarns gepflegt werden sollen.

      Was meinen Sie dazu?

  8. @Pfeiffer: Na na, nicht so schnell. Was lege ich Ihnen denn in den Mund? Tatsache ist, dass Sie Deutschland ständig als Paradebeispiel anführen, aber nicht argumentieren können, wenn ich oder HV Ihnen Beispiele anführen die belegen, dass eben das nicht der Fall ist. Es steht immernoch die Aussage unsererseits im Raum, das Deutschland eben nicht so vorbildlich ist, was den Umgang mit Ausländern angeht, jedenfalls nicht sooo vorbildlich wie Sie es behaupten.
    Weiterhin behaupte ich, zwischen der NPD und der Jobbik gibt es kaum einen oder gar keinen qualitativen Unterschied – egal, was im Parteiprogramm steht. Auch dafür haben Sie noch kein Gegenargument geliefert, stattdessen betonen Sie wie schlimm die Jobbik ist, weil Sie schon im Parteiprogramm dsikriminiert.
    Weiterhin ist es aus meiner Sicht Tatsache, dass Sie von sich aus keine Kritik an der Opposition beginnen, sondern ihr erst zustimmen, sobald sie ein anderer beginnt. Für die Berichterstattung des Westens ist das allemal so – d.h. eigentlich nicht, denn normalerweise äußert die gar keine Kritik an der Opposition (Glückwunsch, Herr Pfeiffer, Sie sind ein Fortschritt!). Würde man Ihnen also freien Raum gewähren, dann würde der Eindruck entstehen die Opposition wäre toll. Das mag Ihrer Ansicht nicht entsprechen, aber dann thematisieren SIe es doch auch so.
    Ich habe auch nicht so eine Phrase gebraucht die da lautet ‚impliziter Antisemit‘ – das würde mich auch mal interessieren was Sie damit gemeint haben. Für mich klingt das sehr danach, dass Sie ausgehend von dem was jemand tatsächlich gesagt hat, Interpretationen anstellen was derjenige gemeint haben könnte. Das halte ich für gefährlich, da nicht gesagt ist, dass eine Interpretation auch richtig ist. Jedenfalls sollte eine solche Anschuldigung belegt werden können, anderenfalls tun Sie nämlich genau das, was Sie mir vorgeworfen haben. Insofern halte ich diesen Begriff – egal, ob Sie mit Ihrer Mutmaßung recht haben oder nicht – für gefährlich, weil er eine sachliche DIskussion nicht mehr ermöglicht. Stellen Sie sich mal vor, ich würde Sie einen ‚impliziten Antimagyaristen‘ nennen, weil Sie mit keinen Wort Kritik an den Ungarn selbst begehen, aber durch ihre Art zu argumentieren Resentiments und Vorurteile gegen die Ungarn schüren… Würde uns das irgendwo hinführen?

    Zusammengefasst sage ich: Sie stellen Behauptungen auf und suggerieren falsche Eindrücke, liefern wir Gegenargumente, weichen Sie aus oder werden unsachlich. Bitte argumentieren Sie und zeigen Sie zumindest Bereitschaft über die Art und Weise wie Sie argumentieren, zu reflektieren.

    „Magyar Hirlap wieder berichtet von einem Treffen, das in Bugac stattfinden soll, wo die Tradtionen des heidnischen Ungarns gepflegt werden sollen.“ – Sie meinen diesen Artikel: http://www.magyarhirlap.hu/aula/osok_napja_a_bugaci_pusztan.html ? Ich sehe an solchen Veranstaltungen nichts schlimmes, das ist schlicht Traditionspfelege und anschauliche Geschichte. Z.B. in Ópusztaszer haben Sie ähnliche Veranstaltungen ständig. Wer hinter der Magyar Turán Szövetség steckt, wäre noch zu klären, aber dann sollten Sie auch jenen Verein thematisieren.

      • Danke für Ihren Zuspruch, die Hoffnung stirbt jedoch zuletzt 😉 (@Pfeiffer: nehmen Sie diesen Spruch nicht zu ernst, da nehm‘ ich Sie mal nur auf den Arm)

  9. @HV-DIALOG: Scheingefechte?

    Dieser POST und der bisher veröffentlichte Dialog im Fluss der Kommentare befremdet mich sehr.

    1. HV stellt einen Beitrag hin, greift aus dem gelinkten Dokument einen Gedanken heraus, formuliert in eigenen Worten in „“-Zeichen, was nach Lendvai-„Zitat“ schmeckt (inhaltlich jedoch stimmt!)

    2. Jetzt nehme ich an, liest man via „klikk“ sorgfältigst und aufmerksam, was Lendvai sagt…

    3. @Hr.Pfeifer stellt als Erster zwei Fragen mit „Parteienhinweis“.

    4. HV antwortet umfassender, wobei Hinweise erfolgen: „liberal“ bei Lendvai sei „linksliberal“ und was Cohn-Bendit sagt und wie es „gemeint sei“.

    5. Nun sind die Schleusen für Kommentare offen: Es werden Ländervergleiche angestellt, Parteiverhalten beurteilt, Parteichancen erörtert etc. etc. Der KommentarDialog ist hinuntergesunken auf die Stufe eines gesitteten „Parteiengezänks“, einer SchwarzWeissMalerei!

    Über weitere angesprochene Themen in Lendvais Aussagen wird nicht diskutiert:

    a) Fakt ist: Es entsteht innerhalb der Europäischen Union im Deckmantel von „Demokratie und bei Achtung europäischer Werte“ (OV nach „aussen“), ein „autoritäres Regime“, inkl. „Personenkult“ (OV „innen“; sage und schreibe VIER Delegierte von ca. 1’200 am Kongress haben „IHN“ nicht wiedergewählt, anfangs Juli). Und die Macht wird ganz klar zementiert: Ja. Mit „Parteisoldaten“. Durch lange Amtszeiten, durch sogenannte „Verjüngungskuren in der Verwaltung“. Durch „Bestallung“ von Schlüsselpositionen in den sogenannt „demokratisch errichteten, stets zu „NEMZETI“ erklärten (neuen) Institutionen“. Durch „gewiss eigenwillige“ Änderung des Wahlgesetzes. Durch Abbau von „checks & balancies“ etc…

    b) Wie ist dies möglich? Was sind die Defizite in der Verfassungsgebung und Neuorganisation des Landes seit 1989/1990 gewesen, welche die Ausformung einer „demokratischen Kultur“ nicht fördern konnten? Welche zu derartigen gesellschaftichen Brüchen führen konnten (politische ExtremPolarisierung einerseits, Schere zwischen „arm und reich“ andererseits)?

    c) Was sind die Ursachen? Woran krankt die ungarische Gesellschaft? Welches historische Erbe an Verletzungen gärt in der „ungarischen Seele“? Woher stammt das Gefühl von „Minderwertigkeit“, vom „steten Verlierer“, das durch übereifriges „Ungarntum“, sprich „Nationalismus“ (überall wird das Etikett „nemzeti“ in Grossbuchstaben hingeschrieben!) kompensiert werden müsste? Welche Enttäuschungen der vergangenen rund 20 Jahre führen zur schicksalshaft „hinzunehmenden Apathie“ (Anteil Nichtwähler….)?
    [Hier möchte ich den Gedanken loswerden, dass durch Bevölkerungsbewegungen und Neuansiedlungen während und nach der 150-jährigen Türkenherrschaft „DIE UNGAREN“ ein Völkergemisch darstellen, welches wunderbarerweise als „Mutterkuchen mit verbindender, ungarischer Sprache“, bis heute „überlebt hat“, um den längst ersehnten Anschluss an („West“) EUROPA zu finden.]

    d) Welche Art von Geschichtsverarbeitung und Weiterbildung könnte Linderung bringen, statt „Ausgrenzung“ aus Europa durch „Trötzeln“ und „säbelschwingendem (koki und saller!) Kampf“ heraufzubeschwören?

    e) Welche Art von EHRLICHER „Nemzeti Együttműködés“ („Nationale Zusammenarbeit“), d.h. nicht Worte und „populistische“ Politikerphrasen, sondern „ziviles Tun“, könnte / müsste um sich greifen, um die errungene Freiheit nach dem Zusammensturz der letzten östlichen Hegemonialmacht, welche Ungarn in den Fängen hielt, zu bewahren.

    Leider genügt der inhaltliche Diskussions-Habitus auf HUNGARIAN VOICE solchen Anforderungen (noch) keineswegs.
    Da ist noch potenzial vorhanden und in FREIHEIT auch entwicklungsfähig.

    In UNGARN selbst wird die Sache schwieriger, weil gegenwärtig eine ziemlich einseitige, engstirnige Weltanschauung betoniert wird. Deshalb wird es je länger je aussichtsloser, das einbetonierte Schiff in eine andere Richtung zu bewegen…. mit „demokratischen Mitteln selbstredend“…
    Doch wer „KRIEG“ heraufbeschwört, erntet KRISE.

    Dies lässt doch hoffen, bedeutet doch KRISE (chinesisch) „Gefahr und Chance“. Möglicherweise hilft da die „neue, chinesische Partnerschaft“(??)

    In diesem Geiste
    Grüsse an die HV-BlogGemeinde
    Jean Louis

  10. @Jean Louis et al.

    Zwei Wahrnehmungen:
    Es mag damit zusammenhängen, dass man sich Ihre Textergüsse mit der Zeit erarbeitet, durch braves, selbstdiszipliniertes lesen (fast) eines jeden Ihrer Kommentare. Und damit, dass Sie stilistisch doch etwas direkter geworden sind. Jedenfalls tut meinereins sich inzwischen wesentlich leichter, zu verstehen, was Ihre Botschaften sind. Das an sich ist mir ein paar Zeichen wert.

    Denn nun sind genau Sie es, fast schrieb ich „ausgerechnet Sie“, der die Diskussion zusammenfasst, strukturiert, zur Ordnung bzw. zum Thema ruft und zudem inhaltlich wichtige Punkte anbringt.

    Danke.

    @Kálnoky. Die Reduzierung komplexer Sachverhalte auf kurze Formeln oder Thesen kann was haben, wenn man so sagen darf und will sogar „sexy“ sein. Huch, das mag schon gar ein Unwort in allzu konservativen Kreisen sein.

    Doch Sie wollen allen ernstes alle gegenwärtigen Probleme Ungarns auf Schulden und Kindermagel reduzieren? Es gibt kein Mentalitätsproblem gegenüber der eigeenn rolle in der Gesellschaft, gegenüber der Arbeit, der damit verbundenen Leistung, dem Verhalten den Mitmenschen gegenüber…???

    Und die Lösung liegt in einem „eigenwilligen“ Sparkurs, der ggf. unter (willkürlicher, Sie nennen das dann vermutlich pragmatischer) Aushebelung rechtstaatlicher Prinzipien, durchgeführt wird, flankiert von einer klaren Vorgabe an die Bevölkerung, was sie denken und sehen und hören darf (durch staatlich regulierte Medien, bei Bedarf gerne auch mit manupilierten Nachrichten), dem zunehmenden willfähigen Einbezug der Kirche in die Schulbildung und dem absehbaren Endziel, dass Geschlechtsverkehr bitte nur noch nach der kirchlichen Heirat und ausschließlich zum Zeugen von Nachwuchs gewünscht ist.

    Ja, ich verkürze und spitze bewusst zu. Nein, Herr Kálnoky, meiner Meinung nach sollte eine Gesellschaft, auch die ungarische, offen und pluralistisch ausgeprägt sein. Mit Menschen, die eine Sozialisierung durchlaufen haben, die sie als Individuen mit eigener Meinung, als mündige Bürger eben dieses pluralistischen Staates in der Welt stehen lässt. Das sollte der Sockel sein, daran müsste gearbeitet werden. Das Gegenteil wird gerade gefördert, es sei denn, die Jugend begehrt irgendwann gegen diesen unsäglichen Politikstil und die damit „verkauften“ -inhalte auf. Was absolut wünschnswert wäre.

    • @ Pfeifer & Nachtigall

      Article originally published in Dissent Magazine – Spring 2011 Issue

      About the author der „ungarischen Tragödie” , den amerikanischen [sic!] Intellektuellen Jan-Werner Müller:
      Jan-Werner Müller teaches in the politics department, Princeton University. His book Contesting Democracy: Political Ideas in Twentieth-Century Europe is forthcoming from Yale University Press in summer 2011.

      Unter den Herausgebern und Mitwirkenden des Dissent Magazins finden sich übrigens namhafte Autoren wie Günther Gras und George Konrad.
      (Namen Verstorbener, wie „Georg von Lukacs”, Robert Havemann oder Юрий Владимирович Андропов werden nicht gelistet.)

      http://www.dissentmagazine.org/article/?article=3906

      Nachtigall ich hör dir trapsen!

      • Falckotowski Aha Namen wie Günther Grass und György Konrád lassen bei gewissen Leuten den Blutdruck hochgehen?

        Der christlich-soziale Wiener Politiker und Radauantisemit Hermann Bielohlawek erklärte einmal: „Literatur is, wos a Jud’ von an anderen abschreibt.“

        In diesem Sinne sehen auch einige Ungarn die ungarische Literatur. Sie können es nicht verstehen, weshalb man in Deutschland (und anderswo) Schriftsteller wie Imre Kertész und György Konrád schätzt und nicht István Csurka.

      • @ Pfeifer

        Sie sagen „Aha“ ?

        Bedenken Sie, mancher vermeintlich »schlagartigen« Einsicht gehen häufig unbewusst ablaufende Denkprozesse voraus.

        Was mich anbetrifft, ich halte Konrád und GraSS für zwei verschiedene Stiefel. Kertész hingegen hat meine ganze Sympathie. Seinen Roman ‚Sorstalanság’ las ich zum ersten Mal in den frühen Neunzigern. Ich bekam ihn als Fotokopie von einer befreundeten Budapester Lehrerin, von der ich damals, Jahre noch vor dem Nobelpreis, auch über antisemitische Atrozitäten in Budapest hören musste. Das mir unfassbare Leid, dem Kertész eine Stimme verleihen konnte, hat mich innerlich gerührt, wie es mich auch wütend machte, als ich Weihnachten 2002 hörte, dass in Hódmezövásárhely einige Psychopathen (?) sein Buch öffentlich verbrannten.

        Herr Pfeifer, Sie unterstellen mir Antisemitismus. Den Stiefel ziehe ich mir nicht an. Und ich verkneife es mir auch, Ihnen oder z.B. Frau Marsovszky zu unterstellen, dass Sie auf heimtückische Art Deutschen ein falsches Ungarnbild. vermitteln.
        Gitta Sereny hat in ihrem Buch über den Unmenschen Speer ja einfühlsam beschrieben, was in den Dreißigern die Kritik an den Nationalsozialisten in ausländischen Zeitungen bewirken konnte. Nein, sagen Sie jetzt nicht, ich würde behaupten, dass die Kritik an den Nationalsozialisten zur Vernichtung von Abermillionen Menschen geführt hat. Ich frage Sie nur, wem hat sie geholfen?

        Und ich weiß, dass Hass nur Hass schüren kann.

        Wir haben doch alle Schillers ‚Räuber’ gelesen.

  11. @Karl Pfeifer

    Goebbels nannte die von Ihnen als ’stalinistisch‘ bezeichnete Methode noch „marxistisch-rabulistisch“. Rabulist hatte in der Sprache des Nationalsozialismus eine antisemitische Konnotation. Und weil selbst Leute wie Göring oder Speer erst im Nachhinein erfahren haben (wollen), wie teuflisch der Führer (gemeint ist Hitler und nicht Orbán) in seinem antisemitischen Wahn agierte, mussten sich die wahren Christenmenschen eigentlich gar nicht für ihre Hassgefühle schämen. Als sie es dann wussten, schämte sich auch niemand mehr so richtig, weil … (Walter Jens hat es ja erst kurz vor Ausbruch seiner Alzheimererkrankung erfahren, dass er beigetreten war. Und von Günther Grass erwarte ich seinem ‚Treffen in Telgte‘ selbst das nicht mehr.)

    Zum Glück ist heute alles anders. Wenn ich im ‚Spiegel‘ lese, dass in Orbáns Ungarn eine „völkische Wende“ stattfindet, dann treibt es mir die Schamröte ins Gesicht, obwohl ich gar nicht Ungar bin. ‚Völkisch‘ hat heute die Konnotation ‚Nazi‘. Wie konnte Otto Habsburg-Lothringen nur sein totes Herz in den „völkisch gewendeten“, ungarischen Nazi-Humus posten (zur Wortbedeutung von ‚posten‘ siehe ‚Posting‘)

    Aber mal ganz ehrlich, Herr Pfeifer, wie verlogen muss einer (gemeint ist Joseph Goebbels) eigentlich sein, der die Methode der Stalinisten Spiegelfechterei nennt?

  12. Was Herr Lendvai zur personellen Besetzung der Machtpositionen betreffend sagt, ist wahr. Fidesz besetzt diese Positionen mit Leuten, die der Politik und Wertevorstellungen von Fidesz näher stehen. Die Umbesetzung der Machtpositionen mit „regierungstreuen“ Leuten ist aber nichts neues in Ungarn, das haben die MSZP Leute genauso gemacht. Da aber die Mehrheit der Literaten, Journalisten und Medienmacher linksgerichtet ist, gab es damals keinen großen Aufschrei deswegen.

    • Was für ne Frage! In Ungarn gibt es nur links oder rechts. Die Mehrheitspartei Fidesz (rechts-bürgerlich) und die Ex-Mehrheitspartei MSZP (Post-Kommunisten). Neu hinzugekommen ist die Jobbik. Eine Partei, mit der keiner gerechnet hatte, außer das Volk, das von der Heuchelei der Politiker genug hat. Links von wo aus gesehen? Von der Sonne aus! 🙂

  13. „In diesem Sinne sehen auch einige Ungarn die ungarische Literatur. Sie können es nicht verstehen, weshalb man in Deutschland (und anderswo) Schriftsteller wie Imre Kertész und György Konrád schätzt…“ – Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Politik Ungarns kann ich das auch nicht verstehen, tut mir Leid. Aber schön, dass Sie mit dem Zitat des Wiener Politikers wieder auf Antisemitismus anspielen – meinen Sie wieder ‚impliziten Antisemisitismus‘ beobachtet zu haben?. Ich für meinen Teil unterstelle diesen Herren nicht mal, sie hätten abgeschrieben und welcher Religion die Herren anhängen ist mir erst recht Wurscht. Ich fände es sogar toll, wenn man sich frei von Religionen mit Meinungen auseinandersetzen könnte. Ich fürchte nur, dass das nicht möglich ist, solange die Religion der Autoren (von ihnen selbst) noch betont wird (siehe http://www.zeit.de/2011/28/P-OpEd-Ungarn/komplettansicht, Bildunterschrift – steht das irgendwie im Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels? Na, immerhin weis ich jetzt, dass der Herr schon 81 ist…) Ich habe jedenfalls auch schon Bücher von Konrád und Kertész als Geschenk gekauft (was durchaus nicht ironisch gemeint ist). ich lehne sie also nicht pauschal ab. Nichtsdestotrotz regt auch mich die populistische Panikmache insbesondere des Herrn Konrád auf…

    • @ Paloc

      Ich halte die Entdeckung z.B. des Grafen Albert Wass von Szentegyed und Czege für einen Treppenwitz der ungarischen Literaturgeschichte.

      Wenn ich Ungar wäre, würde ich mir schon die Frage stellen, wie viele „Fortgeschwemmte Dörfer“, wie viele verlorene Seelen es noch braucht, bis endlich Vernunft einkehrt.

      Übrigens ist Frau Marsovszky mit ihrem „völkischen Wahn“ nicht minder kurios. Az egyik jobbra hord, a másik balra. Durchgeknallt sind sie allesamt.

      • Falckotowski, Ich habe vielleicht Ihr erstes Posting mißverstanden. Antisemitismus habe ich Ihnen nicht vorgeworfen, Grass ist ja auch kein Jude. Tatsächlich gab es Leute in Ungarn, die laut protestierten, weil Kertész den Nobelpreis gewann. Mancher Protest war auch absurd. Was mir auffiel, dass manche Ungarn Kertész sozusagen ein zweites Mal aus dem Ungarntum ausgrenzten. Was natürlich von Kertész dementsprechend beantwortet wurde.
        Wir hier hatten auch eine Nobelpreisträgerin: Elfriede Jelinek. Ausgenommen ganz hart verpackte Nazi, haben sich die meisten Österreicher gefreut. Und es ist niemand eingefallen, auf ihre Abstammung hinzuweisen. Das war nicht immer so im Nachkriegsösterreich. Aber die österreichische Elite hat begriffen, mit Antisemitismus kann man in zivilisierter Gesellschaft keine Lorbeeren ernten. Vielleicht wird auch der Teil der ungarischen Elite, der dieser Leidenschaft frönt, darauf kommen.
        Was aber die Werke von Wass betrifft, werden die von Literaturkennern als „fércmü“ bezeichnet, Was ich als Machwerk bezeichnen würde.
        Ich arbeite hart an einer Übersetzung aus dem Ungarischen und antwortete deswegen nicht sofort.

  14. @ Karl Pfeifer

    Ich würde gern ausführlicher antworten, aber dafür fehlt mir heute die Zeit . Nur soviel: Antisemitismus lässt sich nicht bekämpfen, indem Sie ihn für politische Zwecke instrumentalisieren.
    Wie pflegte doch Professer Elöd Halász vorzeiten zu sagen: „Alles was recht ist, aber so etwas zu sagen, gehört sich nicht!“
    (Als Studenten an der philosophischen Fakultät hatten wir Sport als Pflichtfach. Ich hatte mich über den Kommandoton eines Turnlehrers geärgert und ihn gefragt, ob er in seinem vorherigen Leben vielleicht KZ-Wärter gewesen sei. )

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