ORF-Weltjournal über „Europas Rechte“

Der Österreichische Rundfunk brachte am 27.07.2011 – aus Anlass des Attentats durch den rechtsradikalen Anders Breivik in Norwegen – einen längeren Bericht über „Europas Rechte“.

http://tvthek.orf.at/programs/1328-Weltjournal/episodes/2679069-Weltjournal/2688413-Weltjournal

Ab 8:25 min befasst sich der Beitrag auch mit Ungarn und der Jobbik-nahen rechtsradikalen „Ungarischen Garde“. Da von der Absetzung der „sozialistischen ungarischen Regierung“ im Präsens gesprochen wird, scheint der Beitrag teilweise schon älter zu sein. In der Folge behauptet die dem linken Lager zuzurechnende Soziologin Mária Vásárhelyi, die Regierungspartei Fidesz „unterstütze“ die Rechtsradikalen und sei daran interessiert, die radikale Rechte „am Leben zu erhalten“.

Ein Kommentar zu “ORF-Weltjournal über „Europas Rechte“

  1. Anmerkung zu Frau Vásárhelyi:
    Auf den Umstand, dass die radikale Rechte immer dann politisch stärker wurde, als Sozialisten und Liberale regierten, geht sie mit keinem Wort ein. Dabei wäre der Gedanke, dass es gerade die ungarische Linke ist, die ein vitales Interesse an einer – wenn auch nicht zu starken – rechtsadikalen Partei hat, um sie als Drohkulisse gegen die Rechtskonservativen politisch zu verwerten, unter Umständen eine Überlegung wert. Antifaschismus – der einzig verbliebene linke Ansatz bei den ungarischen Sozialisten – verkauft sich eben besser, wenn man Faschisten im politischen Spektrum hat. So kann man ein paar altsozialistische Wähler bei der Stange halten. Fragt sich, wie lange noch – denn bei der letzten Wahl sind sie ja nach den Wählerstromananalysen just in das rechtsextreme Lager abgewandert.

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