Moody´s: Ungarn auf Ramschniveau

FOCUS berichtet:
„Die Ratingagentur Moody´s hat Ungarn auf Ramschniveau herabgestuft. Ungarns Wirtschaftsministerium reagierte empört. Die Einschätzung von Moody´s sei Teil von Finanzangriffen, mutmaßte das Wirtschaftsministerium.“

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/ungarn-ratingagentur-moodys-stuft-ungarn-herab_aid_687788.html

FOCUS weiter:

„Die Analysten von Moody´s hatten ihre Bewertung damit begründet, dass es immer unsicherer werde, ob das Land angesichts seiner eingeschränkten Wachstumsaussichten seine mittelfristigen Ziele zur Konsolidierung der Finanzen und der Reduzierung der öffentlichen Schulden erreichen könne. Zudem sei die Schuldenstruktur des Landes dergestalt, dass das Land anfällig für Schocks von außen sei. Eine weitere Herabstufung der Bonität sei möglich, wenn bei der Umsetzung der Strukturreformen keine Fortschritte gemacht würden.

Stunden vor der Herabstufung durch Moody´s hatte Standard & Poor´s erklärt, den negativen Ausblick für Ungarn beizubehalten, doch die Gespräche Ungarns mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union abwarten zu wollen, bevor eine Entscheidung über eine etwaige weitere Herabstufung gefällt werde.“

http://www.moodys.com/research/Moodys-downgrades-Hungary-to-Ba1-negative-outlook–PR_231319

Mit der Herabstufung steht Ungarn nach der Moody´s-Bewertung schlechter als Bulgarien (Baa2), Rumänien und Kroatien (jeweils Baa3).

6 Kommentare zu “Moody´s: Ungarn auf Ramschniveau

  1. Verkürzt das Wesentliche auf den Punkt gebracht:

    „Ungarn steckt in einer Glaubwürdigkeitskrise. Die Fundamentaldaten der Wirtschaft sind eigentlich nicht so schlecht. Das Budgetdefizit wird im Jahr 2012 unter drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleiben.“

    aber

    „Dass das Budgetdefizit 2012 unter drei Prozent des BIP bleibt, verdankt Ungarn zum Teil einmaligen Maßnahmen, die nicht wiederholbar sind.“

    und weiter

    „mittelfristig hat Ungarn keine überzeugende Strategie, die Defizitprobleme unter Kontrolle zu halten.“

    Ökonom Sandor Richter im Interview mit dem Standard.

    Quelle: http://derstandard.at/1319183778341/Moodys-setzt-auf-Ramschstatus-Ungarn-hat-ein-Glaubwuerdigkeitsproblem

  2. Diese in Amerika ansässigen privaten Ratingsagenturen sind für mich nicht mal ein Zeitungsartikel wert. Sie bertwerten nach Lust und Laune, besser gesagt nach Interessen der Geldgeber. Für mich ist so eine Bewertung, auch wenn es positiv ausfallen würde, absolut nichtssagend.

  3. Der Richter, da Sie ja anscheinend nicht in Ungarn leben, können Sie so etwas schreiben. Für die Ungarn ist es sehr wichtig, denn die Zeiten, da man für 100 € 25.000 HUF erhielt sind vorbei, jetzt bekommt man dafür
    31,577.972 HUF. Also wir, die wir nicht in Ungarn leben, bekommen mehr für unser Geld. Ich kann mich darüber trotzdem nicht freuen. Denn für die meisten Ungarn, die kein Euroguthaben besitzen, ist das gar nicht nichtssagend, was Moody veröffentlicht hat.
    Und die Verhandlungen mit der IWF um eine Anleihe zu bekommen werden dadurch auch nicht erleichtert.

    • Vielleicht sollten Sie, Herr Pfeifer, zuerst mal den Unterschied zwischen Komma und Punkt bei numerischen Angaben lernen, denn ihre Angaben könnten irreführend sein. Obwohl… auch ohne Fehler sind sie irreführend.

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