Ungarische Notenbank: Pressemitteilung vom 6. Januar 2012

Pressemitteilung der Ungarischen Nationalbank nach einer Konsultation ihres Präsidenten András Simor mit MP Viktor Orbán und weiteren Regierungsmitgliedern:

In einem von Nationalbankpräsident András Simor vorgeschlagenen Treffen betrachteten MP Viktor Orbán, die anwesenden Regierungsmitglieder und András Simor die derzeitigen ökonomischen Abläufe und bewerteten zugleich die Lage der Wirtschaft.

Sie stimmten überein, dass der Wirtschaftsminister und der Notenbankchef sich laufend abstimmen werden und mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die Stabilität der ungarischen Wirtschaft sichern. Die Nationalbank beobachtet die Situation des heimischen Finanzsystems laufend und sorgfältig. Die Notenbank betont, dass das ungarischen Bankensystem stabil ist.“

http://www.mnb.hu/Sajtoszoba/mnbhu_pressreleases/mnbhu_pressreleases_2012/mnbhu_sajtokozlemeny_20120106

21 Kommentare zu “Ungarische Notenbank: Pressemitteilung vom 6. Januar 2012

  1. Die linke Opposition hatte gestern in den Raum gestellt, die bei den Banken verwahrten Gelder der Sparer seien nicht mehr sicher, es bedürfe einer neuen Einlagensicherung. Die Ungarische Nationalbank widerspricht diesen unverantwortlichen Äußerungen nun ausdrücklich.

    Die Äußerungen der MSZP und der DK deuten an, wie wenig verantwortungsvoll dort im Hinblick auf die Lage des Landes gehandelt wird. Ziel ist nur der politische Vorteil, der Machtgewinn. Man schwimmt, um jeden Preis, auf der Welle der Ablehnung gegenüber der ungarischen Regierung mit, anstatt Ruhe zu bewahren. Und dadurch diejenigen, die man zu vertreten vorgibt, von voreiligen Handlungen abzuhalten. Jeder Grundschüler weiß, dass das massenhafte Abheben von Spargeldern jede Volkswirtschaft binnen weniger Tage zu Grunde richten kann. USA, Japan und Deutschland eingeschlossen. In Deutschland verhinderte man einen solchen „Run“ auf die Spareinlagen zuletzt vor wenigen Jahren, zur Zeit der Pleite der Hypo Real Estate.

    Vielleicht überlegen die Vertreter beider Parteien ja kurz, ob sie den letzten Funken Verstand verloren haben. Wer so handelt, spielt mit dem Feuer und möchte offenbar demnächst eine Wüstenlandschaft regieren.

    • „Die linke Opposition hatte gestern in den Raum gestellt, die bei den Banken verwahrten Gelder der Sparer seien nicht mehr sicher, es bedürfe einer neuen Einlagensicherung.“

      gibt es dazu nähere informationen?

      • Der Parteivorsitzende der Sozialisten, Attila Mesterházy, hielt gestern in der Stadt Paks eine Pressekonferenz. Er besuchte das Atomkraftwerk, es schien um die kontrovers diskutierte Frage der Erweiterung und Restlaufzeit gegangen zu sein.

        Mesterházy nutzte die Gelegenheit, zu behaupten, das Land „renne in den Bankrott“. Und nachdem die Orbán-Regierung ja bereit sei, die Devisenreserven der Nationalbank für die Sanierung zu verwenden (Anmerkung: dies hat die Regierung heute dementiert), so sei auch zu befürchten, dass Orbán auf die Einlagen privater Sparer zugreife. Die Menschen hätten davor Angst (Anmerkung: Seit dieser Minute vielleicht). Die Regierung solle daher garantieren, dass die Spareinlagen vor einem solchen Zugriff sicher seien.

        Ich denke, so etwas muss nicht weiter kommentiert werden. Es ist schlichtweg verantwortungslos.

        http://www.stop.hu/belfold/mesterhazy-garancia-kell-a-kormanytol-hogy-nem-nyul-a-bankbetetekhez/982894/

        Die Regierung hat heute klargestellt, die Einlagen blieben unangetastet.

  2. Danke HV für diesen Kommentar. Ich lebe in Budapest und arbeite seit langen Jahren in Führungspositionen bei verschiedenen nahmhaften auslaendischen Gesellschaften. Ich (mit mir sehr viele von meinen Freunden) folgen den Praktiken der Vertreter der ehemaligen links-liberale Regierungsparteien um die jetztige Regierung in Ausland und auch im Innland anzuschwaerzen, mit steigender Besorgnis.

    Der jetztige Schritt, die ungarischen Sparer zu verunsichern um Panik zu erregen, zeigt sonnenklar, dass sie es nicht im geringsten im Sinn haben, die Situation der Ungarn zu verbessern, sondern es nur darum geht die verlorene Macht um jeden Preis zurückzugewinnen, die aktuelle Regierung zu stürzen. Die Verbreitung von Halbwahrheiten, oder sogar Lügen, war schon immer ihre politische Grundstrategie (Öszödi beszéd), Dass sie überall in der Weltpresse und auch bei bestimmte Politiker in Ausland dazu so leicht Partnerschaft finden, ist sehr erschreckend.

    Ich bin kein Fidesz-besessener, kritisiere die jetztige Regierung in mehreren Themen, aber bin froh, und beobachte mit grosser Hoffnung, dass unsere Regierung endlich Massnahmen ergreift um uns aus unserer wirtschaftlichen Ausgeliefertheit herauszuhelfen. (Senkung der Staatsverschuldung, Lösung für die hoffnungslose Devisenkredite etc.)

    Unsere Regierung und dadurch auch wir Ungarn stehen zur Zeit unter einem enormen, emotional aufgepeitschten „Salvenfeuer“ von internationaler Kritik, welche meisstens nicht mit konkrete Grundlagen untermauert sind, aber gaenzlich die Verbreitungen und politische „Wunschliste“ der oben erwaehnten politiker wiederspiegeln. Die Presseberichte beziehen sich meisst einseitig nur auf Aussagen von Personen die zu diesen politischen Kreisen gehören.

    Alle Achtung an unsere Regierung, und ich drücke sehr den Daumen, dass sie in diesem feindlichen Umfeld heraushalten und die Ziele nicht aufgeben. (Auf die laecherliche Kritikpunkte, dass die Demokratie in irgendeine Form in unserem Land gefaehrdet waere möchte ich gar nicht reagieren. Andererseit habe ich dazu bis jetzt auch keine Kritiken, die auf ein Konkretum basiert waeren gelesen.)

    Ich bin nun interessiert, welche internationale Medien, oder Politiker werden jetzt den unverantwortlichen Handel der Oppositionen bezüglich grundlosen Panikerregung der Sparer kritisieren?

    Oder werden derartig gaefehrliche und diesmal auch ganz konkrete Offenbarungen, falls diese mit der Opposition zusammenhaengen, keine Aufmerksamkeit erregen?

  3. Das Internetportal Index.hu beurteilt das Verhalten der Opposition in einem Beitrag von heute Abend ebenso. Als schäbig, verantwortlungslos, demagogisch:

    „Hagyjuk ezt egy pillanatra, hogy legyen egyértelmű: nem kell aggódni a bankbetétekért. De önmagában az, hogy ez a kérdés felmerül, miközben gazdasági ok tényleg nincs is semmiféle betétzárolásra (annyira azért nem szar a helyzet), nagyon veszélyes. (És köszönjük Mesterházy Attila MSZP-elnök eddigi munkásságának megkoronázását, hogy az olcsó demagógia nevében bedobta a témát magasabb szintre is. Van néhány olyan kérdés, ami akkor is tabu, amikor a kormány már a munkatáborokat építi. Halló, felelős demokrata elvtársak, bankpánikkal nem játszunk.)“

    Damit wir uns einig sind: Man muss sich um die Bankeinlagen keine Sorge machen. Allerdings ist die Tatsache, dass diese Frage überhaupt aufkommt, obwohl es keinen wirtschaftlichen Grund für eine Sperrung der Einlagen gibt, für sich genommen schon sehr gefährlich. (Und wir bedanken uns beim MSZP-Chef Attila Mesterházy dafür, dass er als Krönung seines bisherigen Wirkens das Thema im Namen billiger Demagogie auf höhere Ebene gehoben hat. Es gibt ein paar solcher Fragen, die sind selbst dann tabu, wenn die Regierung schon Arbeitslager baut. Hallo, Ihr verantwortungsvollen sozialistischen Genossen, mit einer Bankpanik spielt man nicht.)

    http://index.hu/velemeny/2012/01/06/kar_aggodni_a_bankbetetekert/

  4. wäre es bei anderer rollenverteilung dieses handeln nicht auch denkbar?
    es scheint doch eher zum allg. selbstverständnis fast eines jeden politikers zu gehören, vorhandene ängste im bedarfsfall zu schüren oder erwünschte zu erzeugen. damit wird und wurde doch seit menschengedenken „gearbeitet“…

    ich verstehe natürlich die besorgnis aufgrund der angespannten lage und die entsprechenden warnungen.
    und dennoch, meine ich, sollten wir zusätzlich noch versuchen solche muster auch als muster erkennen.

  5. Wenn also etwas schief läuft mit der ungarischen Wirtschaft, dann ist die schwache linke Opposition daran schuld. Ist die dafür verantwortlich, wenn so viel Tausende Ungarn ihre Forint umtauschen, die Geldwechsler machen dreimal so viel Geschäft, wie noch vbr kurzer Zeit und sehr viele Ungarn bringen Ihr Geld, dass sie in Devisen umgetauscht haben, in slowakische und österreichische Banken. Hat diese Erscheinung etwas auch mit der chaotischen Wirtschaftspolitik dieser Regierung zu tun?
    Stimmt dieses Bild, das hier entworfen wird oder ist es teil einer Fideszpropaganda?

    Der Befreiungskampf gegen den IWF wird jetzt nicht erwähnt, denn die von der gegenwärtigen Regierung als dumm betrachteten Ungarn können sich ja – so hofft man – an nichts erinnern.
    In der heutigen Népszava erscheint aber eine interessante Chronik vom „sinnlosen Kampf“ gegen IWF und wie sich der Standpunkt von Fidesz diesbezüglich seit 2008 entwickelt hat.

    Hier nur drei Eintragungen die ich schnell übersetzt habe.

    2008.10.29 Viktor Orbán ,Vorsitzender der Fidesz (III. Energie Forum):
    Gestern sage jemand humorvoll, dass wir uns mit dieser Kraft/Anstrengung auch an die Organisation der afrikanischen Nationen hätten anschließen können, denn am meisten brauchen Entwicklungsländer die Hilfe des IWF damit es ihnen hilft aus ihren Schwierigkeiten, und nicht die Länder, die zur EU gehören, denn um in die EU aufgenommen zu werden braucht man eine Art Reife und wirtschaftliche Entwicklung, die in einer friedlichen konsolidierten Lage ausschließt, dass ein Land auf die außerordentliche Hilfe des IWF angewiesen sei.
    (2008. 10. 29. Orbán Viktor, a Fidesz elnöke (III. Energia Fórum):
    Tegnap azt mondta valaki viccesen, hogy ennyi erővel az Afrikai Nemzetek Szövetségéhez is csatlakozhattunk volna, hiszen leginkább a fejlődő államoknak van szüksége arra, hogy az IMF kisegítse őket a bajaikból, és nem az Európai Unióhoz (EU) tartozó tagállamoknak, hiszen az EU-hoz való tagállamiság feltétele valamifajta érettség és gazdasági fejlettség, amely kizárja békés, konszolidált helyzetben, hogy az IMF által nyújtott rendkívüli segítségre szoruljon egy ország.)

    2011.11.14. Matolcsy György Parlament:
    Diese Dreibuchstabeninstitution (IWF, Red) ist ganz gegen jede Aktion, die die Menschen aus der Falle der Banken bringt. Deswegen stimmen wir unsere Wirtschaftspolitik nicht auf sie, sondern gegen sie.

    (2011.11.14 Matolcsy György Országgyűlés)::
    Ez a hárombetűs intézmény (IMF, A szerk.) mélyen ellenez minden olyan intézkedést, ami kihozza a bankok csapdájából az embereket. Így hát nem rá, hanem ellene hangoljuk a gazdaságpolitikát)

    2012.01.04
    Gyula Pleschinger, Staatssekretär des Nationalen Wirtschaftsministeriums (Wall Street Journal)
    Die Regierung untersucht jetzt die Möglichkeiten bezüglich eines Kreditrahmens, es wäre aber keine Tragödie, wenn es nicht zu einerBereitschafts-Kreditvereinbarung mit EU-IWF kommt.

    (2012.01. 04.
    Pleschinger Gyula, a Nemzetgazdasági Minisztérium államtitkára (Wall Street Jurnal)
    A kormány jelenleg vizsgálja a hitelkerettel kapcsolatos lehetőségeket, de nem lenne tragédia, ha nem születne meg az EU-IMF készenléti hitelmegállapodás.)

    http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=507945

    • @ Karl Pfeifer:

      „Wenn also etwas schief läuft mit der ungarischen Wirtschaft, dann ist die schwache linke Opposition daran schuld. Ist die dafür verantwortlich, wenn so viel Tausende Ungarn ihre Forint umtauschen, die Geldwechsler machen dreimal so viel Geschäft, wie noch vbr kurzer Zeit und sehr viele Ungarn bringen Ihr Geld, dass sie in Devisen umgetauscht haben, in slowakische und österreichische Banken.“

      Wer hat das gesagt? Es geht nicht um „Schuld“ an der Misere, es geht vielmehr darum, dass man Angst schürt, die Sparer könnten unter Umständen ihre Bankeinlagen verlieren. Reagieren die Menschen auf solche Aussagen über, rennen sie ggf. zur Bank und wollen massenhaft ihr Geld abheben. Wenn dass zu viele auf einmal tun, bricht das Bankensystem zusammen. Denn a) so viel Bargeld gibt es nicht und b) wird den Banken der sog. „Liquiditäts-Grundstock“ entzogen, das ist das Geld, welches in täglichen verfügbaren Anlagen bei den Banken liegt und mit dem diese natürlich auch arbeiten (müssen). Ich hoffe doch nicht, Ihnen hiermit eine Neuigkeit erzählt zu haben; das sind nämlich volkswirtschaftliche Grundkenntnisse.

      Kein Bankensystem dieser Welt ist auf eine „Vollauszahlung“ auf einen Schlag ausgelegt. Und daher sollte man als verantwortungsvoller Politiker auch nicht Ängste dieser Art schüren. Nochmal: Es geht nicht um die Ursachen oder die Schuld an der Krise, sondern um ganz neue Gefahren. Die haben mit der Schwäche der MSZP rein gar nichts zu tun.

      Ich habe versucht, das jetzt auf dem Niveau von ZDF Logo zu erläutern.

  6. Also HV noch ein Versuch. Kann jemand beweisen, dass zwischen einer vorgestrigen Erklärung linker Politiker und der seit Wochen dauernden Herausnahme von Forint aus ungarischen Banken und Deponierung in slowakischen bzw. österreichischen Banken eine Verbindung besteht?

    Wenn Ungarn am Rande einer Wirtschaftskatastrophe steht, dann wird man nach 20 Monaten Orbán-Regierung nicht mehr die Schuld der MSZP geben können, möchte man glauben.
    Doch genau darauf bereitet sich Fidesz vor.
    Und das möchte man mit dem alten Trick machen, die Kritiker allesamt als „unpatriotisch“ hinzustellen, denn wer es wagt den Befreiungskampf gegen IWF und EU zu kritisieren, kann ja nur ein „linker“ sein. Während derjenige, der mit dümmlichen antikapitalistischen Sprüchen davon ablenken möchte, doch als Patriot anzuerkennen ist.
    Der Wirtschaftswissenschaftler Peter Rona, hat in einem ATV Interview behauptet, Ungarn hat den Vertrag über den EU- Beitritt gebrochen und demjenigen, der einen Vertrag bricht wird man keinen Kredit gewähren. Rona sagte auch er liebe Szent István aber jetzt wurde Ungarn zum Land von Koppány. Wer ungarische Geschichte gelernt hat, weiß was das bedeutet.
    Die Stunde der Wahrheit naht. Und wir werden sehen, ob Orbán & Co noch in der Lage sind, die Realität zu erkennen und sich dementsprechend verhalten, oder im „Befreiungskampf“ gegen IWF und EU untergehen.

    • Sie wollen also wirklich eine Antwort darauf, ob eine Aussage von vorgestern kausal sein kann mit Kapitalbewegungen der Wochen davor? 🙂 Nein, Herr Pfeifer, es sei denn, die Menschen wären Hellseher.

      Natürlich trägt die Regierung Mitverantwortung an der bestehenden Unsicherheit.

      Sie verfehlen aber erneut den Kern des Problems, offenbar in dem Irrglauben, ein Gegner Orbáns dürfe die Opposition nicht kritisieren. Die Frage lautete: Warum schüttet ein MSZP-Politiker weiteres Öl ins Feuer und riskiert, dass es zu einer plötzlichen Panik und Schaden für das Land kommt, das er doch angeblich vor Übel bewahren und künftig womöglich auch noch regieren will?

      So weit ich weiß, ist das Nachrichtenportal Index nicht gleich Fidesz. Sehen wir mal, was Index schreibt:

      Damit wir uns einig sind: Man muss sich um die Bankeinlagen keine Sorge machen. Allerdings ist die Tatsache, dass diese Frage überhaupt aufkommt, obwohl es keinen wirtschaftlichen Grund für eine Sperrung der Einlagen gibt, für sich genommen schon sehr gefährlich. (Und wir bedanken uns beim MSZP-Chef Attila Mesterházy dafür, dass er als Krönung seines bisherigen Wirkens das Thema im Namen billiger Demagogie auf höhere Ebene gehoben hat. Es gibt ein paar solcher Fragen, die sind selbst dann tabu, wenn die Regierung schon Arbeitslager baut. Hallo, Ihr verantwortungsvollen sozialistischen Genossen, mit einer Bankpanik spielt man nicht.)

      Ich sehe das auch so – lediglich das Beispiel „Arbeitslager“ hätte ich mir, als in Deutschland sozialisierter Mensch, verkniffen. Panikmache gut finden können wohl nur Menschen, die den Ungarn (nicht Orbán) die Pest an den Hals wünschen. Trotz aller Ihrer bisherigen Äußerungen unterstelle ich Ihnen das nicht.

      Belassen wir es dabei, diese Diskussion wird nicht weiter führen als die in Sachen „Harry´s Place“, befürchte ich. Ich möchte Ihre Kreise in dieser causa nicht weiter stören.

  7. Also, ich freue mich, dass wir einig sind in der Frage der Logik und dass die Regierung doch einen großen Teil der Verantwortung für die wirtschafltiche Situation trägt.
    Nun hat meines wissens nach MSZP die Absicht im Parlament ein Gesetz durchzubringen, dass die Einlagen der Bürger per Gesetz garantiert. Da sehe ich gar nichts unpatriotisches daran. Solch ein Gesetz gibt es in Österreich und in Deutschland. Und ich sehe keinen Grund weshalb es in Ungarn nicht solch ein Gesetz geben soll. Denn wenn es ein solches Gesetz gibt, kann man ja auch damit Rechnen, dass viele Ungarn doch ihre Ersparnisse lieber in Ungarn in einer Bank haben.
    Ich weiß wirklich nicht was Sie an der Diskussion auf Hurry up Harry beanstanden. Ist es meine Meinung, dass die Demokratie in Ungarn nicht von einer Elite (oder dem Ausland) aufoktroyiert werden soll, sondern das dies Sache der Ungarn ist?

    • Gewiss gibt es eine Erklärung, Wiki ist so unverlässlich – sicher unverlässlicher als Herr Pfeifers heilige Fakten.

      Anderserseits ist es Herrn Pfeifer zufolge ja nur eine Absicht der MSZP, vielleicht lassen sie es ja wieder fallen wenn sie sehen dass es das schon gibt.

      Übrigens ich hätte gerne eine Opposition die zu mehr als Kabarett oder Niederknüppeln taugt.

      (Isten-Isten, ein Gläschen auf Sie, Kullancs 🙂 )

  8. Nachtrag:
    Ich hatte die Tabelle auf der Wikipedia-Seite weiter unten im Blick.
    Da muss ne ungarische Oma lange für stricken bis sie solch ne Summe im Sparstrumpf hat und wer mehr hat, der dürfte es schon längst hinter den 7 Bergen deponiert haben.

  9. *Vergeben Sie Herrn Pfeifer, kullancs*

    Sogar mal wieder mit Worten zur Nacht.

    Es lehrt uns ferner die Geschichte, dass die Verständigung
    zwischen Menschen *mit unterschiedlichen politischen Ansichten* bei gutem Willen immer noch machbar ist.
    Wer diesen schlauen Satz wohl und wo ? gesagt hat ?

    (Ich gebe zu ich hab ihn da * ein wenig abgewandelt)
    im Original heisst es *lebendigen Glaubensgemeinschaften*

  10. kullancs, danke schön, dass Sie mich darauf aufmerksam machen.
    Sie haben Recht. Ich ging wieder einmal davon aus was ich kannte und ich kannte die Bestimmungen bez. Spareinlagen in Deutschland und in Österreich, die sich aber auch unterscheiden.
    Wir werden ja sehen, ob MSZP den Vorschlag einbringt oder nicht bzw. ob dieser abgeschmettert wird mit der obigen Begründung.
    Auf alle Fälle werden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass die Tatsache, dass viele ihre Ersparnisse seit Wochen aus den ungarischen Banken nehmen, und in ausländischen Banken deponieren, dies tun, weil sie der Orbán-Matolcsy Wirtschaftspolitik nur wenig Vertrauen entgegenbringen.
    Ob das alle „fremdherzige“ Ungarn sind? (Achtung Ironie!)
    kullancs vielleicht wandeln Sie den Satz so ab, dass die Verständigung zwischen Menschen die unterschiedlichen lebendiger politischen Glaubensgemeinschaften angehören wünschenswert wäre?
    Da gab es ja einen Prof. an der Wiener Uni, der von der politischen Religion sprach und nach 1938 in die USA flüchten mußte. Ein sehr interessanter Gedankengang.

  11. Vielleicht geht es der MSZP ja um die Reichen, mit mehr als 100 000 EUR. Kann man verstehen, sie hatten 2002-2010 ja ordentlich abkassiert und machen sich nun vielleicht Sorgen um das hart verdiente Geld.

  12. Lieber Kollege Kálnoky,
    wenn solch ein Gesetz viele Ungarn bewegen könnte, ihr Geld wieder ungarischen Banken anzuvertrauen, dann würde auch der Forint gestärkt herauskommen und das wieder wäre im Interesse der Ungarn.
    Leider haben seit der Wende nicht nur MSZP Politiker sondern auch solche aus anderen Parteien abkassiert.

    Da gibt es aber sehr viele Ungarn – außer den üblichen Verdächtigen – die ihr Geld ins Ausland verbracht haben. Mit einer gesetzlichen Garantie könnte man vielleicht viele dazu bringen, ihr Geld wieder in ungarischen Banken zu deponieren.

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