Herrscht ewig Streit … sind die Gespenster nicht weit!

Ich bin gerade auf einen Link aufmerksam geworden, den ich den Lesern nicht vorenthalten will. Die Ungarische Kommunistische Arbeiterpartei (Munkáspárt) erklärt der Welt über „RedGlobe“, „Was in Ungarn wirklich los ist“ .

Ich wünsche gute Unterhaltung!

http://www.redglobe.de/europa/ungarn/4850-was-geht-wirklich-in-ungarn-vor

Da es mir zeitlich nicht möglich ist, auf einzelne Aussagen einzugehen, distanziere ich mich vorsorglich vom gesamten „Manifest“ .

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9 Kommentare zu “Herrscht ewig Streit … sind die Gespenster nicht weit!

  1. Während der fünfziger und sechziger Jahre hörte ich noch oft in österreichischen Wirtshäusern den Spruch „Unterm Hitler häts des nicht gegeben“. Die Genossen der „Arbeiterpartei“ erklären natürlich nicht wortwörtlich aber sinngemäß „unter Kádár hätte es das nicht gegeben“
    Für diejenigen die sich nicht so gut auskennen, dieser MSZMP-Partei gelang es seit der Wende nicht ins Parlament zu kommen.

  2. Ganz besonders „putzig“ fand ich ja schon die Behauptung, die Demokratie sei 1989/90 abgeschafft worden.. Ich bin kein Experte in Sachen Sozialismus, aber die im Sozialismus propagierte „Herrschaft des Proletariats“ klingt für mich auch nicht (nicht mal theoretisch) wirklich nach Demokratie..

    • @ cordi: Diese Ewiggestrigen sind zum Glück nicht im Parlament, und das bleibt hoffentlich auch so. Im Hinblick auf den Erfolg der LINKEN in Deutschland (vor allem „Ost“deutschland) scheint die Gefahr aber nicht gebannt – wenn sie auch zur Zeit gegenüber den Rechtsextremen deutlich im Hintergrund steht.

  3. Die Linke ist da zum Glück sehr heterogen und wandelt sich auch gerade.. Ich erinnere mich noch, dass ich Ende der 90er einen Aufsatz von Sarah Wagenknecht gelesen hatte, in welchem Sie ernsthaft zu argumentieren versuchte, dass der Stalinismus ja auch seine guten Seiten hatte… Was ja schon so klingt wie die Wirtshausgespräche der 60er Jahre.. Zumindest solches Niveau überbeitet Frau Wagenknecht ja heute zum Glück schon…

  4. Lieber Cordi,
    die Kommunisten nannten ihr System nicht gerne „Diktatur“, sie benützten das Wort „Volksdemokratie“. Darauf reagierte der Volksmund mit dem Witz: „Was ist der Unterschied zwischen Demokratie und Volksdemokratie? Antwort: Die eine ist Jacke, die andere Zwangsjacke.“ (zubbony és kényszerzubbony.)

    • Herr Dalos,
      soll das heißen, dass „Ihre Kommunisten“ ‚proletárdiktatúra‘ und ’népi demokrácia‘ verwechselten?
      „Meine Kommunisten“ wußten immer sehr wohl zu differenzieren:
      ‚Népi demokrácia‘ bedeutete in ihrem Kosmos: „a proletárdiktatúra egyik formája a kapitalizmusból a szocializmusba való átmenet idején“ (Die völkische* Demokratie ist eine Form der Diktatur des Proletariats in der Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus). Jedenfalls stand das noch so im Bedeutungswörterbuch der Ungarischen Sprache, Bd. 1, Akademie Verlag Budapest, 1978.

      Den hier verehren „Ihre (…)“ in der Elisabethstadt auch heute noch: http://www.mszp007.hu/modules.php?name=Encyclopedia&op=content&tid=87

      Hier hören Sie ihn noch einmal im Original:

      Zuschlag:
      * Wir verdanken die epochale Erkenntnis, dass ’népi‘ ‚völkisch‘ heißt, allein dem epochalen Werk einer internationalen Wissenschaftlerin:

      „Wichtig ist, dass man die Struktur (…) der völkischen Ideologie nachweist (…).

      (Quelle: M. Marsovszky am 08.Januar 2012 auf Hungarian Voice)

  5. … Dafür nennen allerdings sie das jetzige System gern eine Diktatur. Im Sinne von HVs Post hier noch ein Link der Népszava, eine Zeitung die ich früher nie las weil sie so weit links schien, dass das schon eher nach Pravda klang:

    http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=509793

    Die „Schuldigen“ werden da schon langsam aufgelistet, mit einem Vokabular („damit wir es unseren Kindern erzählen können wie die Diktatur errichtet wurde“) als handele es sich um Nazischergen.

    Wo Schuldige sind, will man sie bestrafen – statt auf die Rachepolitik der Fidesz gegen die Sozialisten eine vernünftige Antwort zu finden, wollen diese Typen sie offenbar übertrumpfen.

    • Herr Kálnoky, haben Sie von János Dési etwas anderes erwartet? Der Herr spielte jüngst „Master of Ceremony“ bei der Gründungsveranstaltung der „Demokratischen Koalition“ – was selbst dem insoweit sehr toleranten Sender ATV (vgl. die Wortwahl Désis im „újságíróklub“) zu viel war. Dési spricht von Orbán als „vezetö“ („Führer“), ganz so wie man seinerzeit Szálasi bezeichnete. Ähnlichkeiten und Nazivergleiche rein zufällig.

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