Deutschlandradio: „Die an der Regierung beteiligte Jobbik-Partei“ nutzt antisemitische Stereotype zur Diskriminierung

Der öffentlich-rechtlich finanzierte Deutschlandfunk berichtete gestern in einer Sendung über Antisemitismus in Ungarns Politik. Es handelte sich zugleich um ein Bericht über eine in Berlin abgehaltene Podiumsdiskussion mit der Philosophin Ágnes Heller, dem Publizisten Paul Lendvai, dem Pianisten András Schiff sowie dem Theaterwissenschaftler Ivan Nagel.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1653118/

http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13817158/In-Ungarn-ist-der-Antisemitismus-wieder-hoffaehig.html

Und ja, Sie haben richtig gelesen. Fragt man den Kulturjournalisten Jochanan Shelliem, so ist die rechtsradikale Jobbik mittlerweile sogar an der Regierung in Ungarn beteiligt. Das ist zwar unrichtig, aber den meisten Hörern wird es nicht auffallen. Jobbik ist Oppositionspartei.

Nachtrag:

Die Redaktion von DRadio hat in der geschriebenen Fassung des o.g. Beitrags klarstellend angemerkt, dass Jobbik nicht an der Regierung beteiligt ist. Ich merke an: Nachdem hier im Blog über diesen groben Fehler berichtet wude.

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75 Kommentare zu “Deutschlandradio: „Die an der Regierung beteiligte Jobbik-Partei“ nutzt antisemitische Stereotype zur Diskriminierung

  1. Wer behauptet, Fidesz koaliere mit Jobbik, der hat, um die Worte eines Kommentators von gestern zu verwenden, „von Ungarn so viel Ahnung wie ich von einer Herzoperation“ . Oder es ist „bewusste Fehlinformation“ .

    Und wer, wie Heller, behauptet, in Ungarn gebe es – anders als in anderen Staaten – „ausschließlich rechten Antisemitismus“ , der redet Quatsch.

    http://atv.hu/cikk/20120115_podiumbeszelgetes_berlinben_a_magyar_politikai_helyzetrol

  2. Aber der Rest ist lesenswert…

    Und auch im Artikel der Welt: „Einen „politischen Antisemitismus“, der von der mit absoluter Mehrheit regierenden nationalpopulistischen Partei Fidesz ausgehen würde, gebe es in Ungarn nicht, erklärte … Paul Lendvai… Allerdings sei in der Medienlandschaft ein offen antijüdischer Affekt gesellschaftsfähig geworden.“

    • Was die Medienlandschaft angeht, spricht Lendvai offenkundig primär von EchoTV und Magyar Hírlap. Beide Medien sollte man – trotz des unerträglichen Tonfalls, der dort mitunter vorherrscht – nicht größer machen, als sie sind. Und die rechtsradikalen Hetzportale wie Hunhir und kuruc betrachte ich nicht als „Medien“, und übrigens auch nicht unbedingt als „ungarische“ . Die Server befinden sich in beiden Fällen in den USA, the home of the free, land of the brave…

  3. HV es gibt natürlich nicht nur rechten Antisemitismus in Ungarn, aber nur der rechte Antisemitismus ist explizit und laustark.

    Der Journalist hat sich geirrt wenn er das Parlament meint, doch auf lokaler Ebene koaliert Fidesz in vielen Gemeinden mit Jobbik. Das werden Sie lieber HV doch nicht dementieren wollen?
    Fakt bleibt aber dass sich Fidesz Lokalpolitiker hinstellen und Istvan Csurka die Regierung Orbán in Szeged verteidigen lassen.
    Fakt ist auch ab 1. Februar gibt es in Budapest ein neopfeilkreuzlerisches Theater.
    Und ich erspare mir einige Unwahrheiten aus Magyar Hirlap zu übersetzen.
    Hier nur ein Beispiel.
    Da behauptet ein Herr Tamás Fricz, dass es gegen Österreich ein wirtschaftliches Boykott der EU gab. Das war nicht der Fall. Und auch dass Herr Schüssel einen FPÖ Aussenminister nominierte. Das hat er nicht getan. Und Herr Fricz ist nicht irgendwer sondern wissenschaftlicher Mitarbeiter des Politikwissenschaftsinstituts der ungarischen Akademie der Wissenschaften
    http://www.magyarhirlap.hu/velemeny/most_kell_kitartani.html

    • Ich dementiere gar nichts. Aber die Annahme, jemand, der von „Regierung“ spricht, meine die kommunale Ebene („Dorfregierung“ oder wie 🙂 ?), ist absurd. Da können Sie gerne mit Tamás Fricz abzulenken versuchen. Wir sollten bei Herrn Jochanan Shelliem bleiben.

  4. Der Bericht von Deutschlandfunk strotzt vom fehlenden Sachverstand:

    1) Der Bericht fängt gleich so an: „Es hat sich herumgesprochen, dass die nationalkonservative rechtspopulistische Regierung Ungarns nicht nur offen antisemitische Züge trägt, sondern…“
    Gerade die Diskussionsbeiträge von Lendvai und Heller dementieren die Aussage dieser Einleitung. Im Bericht von welt.de ist über die Diskussion nachzulesen:
    „Einen politischen Antisemitismus, der von der mit absoluter Mehrheit regierenden nationalpopulistischen Partei Fidesz ausgehen würde, gebe es in Ungarn nicht, erklärte der in Wien lebende Publizist Paul Lendvai“.
    „Die Regierung Orban, präzisierte die Philosophin Agnes Heller, äußere sich selbst nicht antisemitisch.“
    So viel zu den offen antisemitischen Zügen der ungarischen Regierung.

    2) „doch werden antisemitische Stereotype durch die an der Regierung beteiligte Jobbik-Partei als Mittel zur Diskriminierung anderer genutzt.“
    Die Teilnehmer der Diskussion haben bestimmt nicht behauptet dass, Jobbik an der Regierung beteiligt ist. So ist die vermeintliche Regierungsbeteiligung von Jobbik wahrscheinlich dem berichtenden Journalisten zu danken.

    3) „er (András Schiff) plädiert aber dafür, Fidesz nicht zu verbieten, weil das sei eine gefährliche Sache“
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass András Schiff in aller Öffentlichkeit über ein FIDESZ-Verbot nachgedacht hat. Wahrscheinlicher ist, dass der Journalist etwas falsch verstanden hat.

    Leider ist dieser Bericht, was Sachverstand und Ungarnkenntisse betrifft keine Ausnahme in der heutigen Presselandschaft, es gehört eher zum Mainstream.

  5. HV Ich weiß schon herumzureiten auf einen mißverständlichen Satz eines Journalisten, es geht da nicht um Dörfer, sondern um Städte und Gemeinden, macht Ihnen Spaß. Und dagegen verblaßt ja die Unwahrheit, die von einem führenden Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften wie Tamás Fricz herausposaunt wird.
    Doch es gibt wichtigeres, jetzt hat schon BK Angela Merkel im Deutschlandradio:Stellung bezogen.
    Detjen: Also da gibt es hoffnungsvolle Zeichen. Zugleich tritt ein neuer Problemfall auf, das ist Ungarn. Das Land steht gleich aus zwei Gründen in der Kritik der Kommission, zum einen wegen seiner Haushaltsverschuldung, zum anderen aber auch wegen der Eingriffe der nationalkonservativen Regierung von Viktor Orban in die Unabhängigkeit von Staatsorganen, in die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts, der Notenbank. Die EU-Kommission will in den nächsten Tagen, in der kommenden Woche entscheiden, ob es da zu einem Vertragsverletzungsverfahren kommt. Das könnte zu einem Entzug von Stimmrechten der ungarischen Regierung in der Europäische Union führen. Wäre das die richtige, angemessene Maßnahme?“

    Merkel: Ich finde es richtig, dass die Kommission überprüft, ob die ungarische Rechtssetzung bei der Verfassung, auch bei der Frage der Unabhängigkeit der Notenbank, den europäischen Prinzipien entspricht. Und diese Prüfung muss auch mit aller Genauigkeit durchgeführt werden. Und jetzt lohnt es sich nicht zu spekulieren, was, wenn, wann wäre. Es gibt die Möglichkeiten, die Sie genannt haben. Aber jetzt warten wir erst mal die Überprüfung ab. Tatsache ist, dass Ungarn als ein Mitgliedstaat der Europäischen Union sich wie alle Mitgliedsstaaten natürlich an die uns einenden Prinzipien halten muss. Und dazu gehört eine Medienfreiheit, dazu gehört die Unabhängigkeit der Notenbank und dazu gehört auch die Möglichkeit des jeweiligen Verfassungsgerichtes, unabhängig entscheiden zu können.

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_dlf/1652584/

    • @ Herrn Pfeifer: Aha. Die Regierungsbeteiligung von Jobbik herbeizuphantasieren, ist also ein Mißverständnis. Ich werde Sie demnächst daran erinnern, wenn Sie mal wieder vom Leder ziehen. Schwamm drüber.

      Ich stimme Frau Merkel voll und ganz zu. Ungarn muss sich, wie alle EU-Mitgliedstaaten, an den Rechtsrahmen halten. Das sollte jetzt geprüft werden. Es sind die Journalisten, die scheinbar ganz genau zu wissen scheinen, was Ungarn verbrochen hat. Sie sind einer von ihnen.

  6. HV Sie haben insofern Recht, als Jobbik nicht an der Regierung beteiligt ist. Tatsache ist, dass sich viele Journalisten nicht gut vorbereiten und schlampig sind. Aber das macht es noch nicht ungeschehen, dass Jobbiks Geburtshelfer Fidesz war und dass Jobbik auf lokaler Ebene in sehr vielen Ortschaften mit Fidesz koaliert. Insofern war der Satz des Journalisten mißverständlich.
    Es ist keine Frage, dass in der aktuellen Berichterstattung über Ungarn Ungenauigkeiten und Fehler drin sind. Aber das entwertet die wesentlichen Punkte der Kritik nicht.
    Im übrigen hat das linkliberale Kampfblatt FAZ (Achtung Ironie!) gerade auf der ersten Seite des Feuilletons einen langen Artikel von György Konrád publiziert.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/konrad-zu-ungarn-ramsch-land-mit-ramsch-regierung-11609241.html

    Und noch etwas Ungarn hat nichts verbrochen. Die Politik der ungarischen Regierung ist katastrophal in jeder Beziehung. Ich nehme an, jetzt werden die völkischen Kohorten aufjaulen. Denn Konráds Diagnose ist genau.

    • „Aber das macht es noch nicht ungeschehen, dass Jobbiks Geburtshelfer Fidesz war und dass Jobbik auf lokaler Ebene in sehr vielen Ortschaften mit Fidesz koaliert.“

      Der erste Satzteil ist diskussionswürdig, Ihre Meinung teile ich nicht.
      Der zweite Satz weckt mein Interesse: Wie viele Ortschaften sind denn „sehr viele“? Haben Sie genaue, aktuelle Daten? Ich kenne übrigens einen Ort, in dem Jobbik, die MSZP und Unabhängige „gegen Fidesz“ zusammenarbeiten und die Bürgermeisterin unterstützen. DIe Bürgermeisterin hat gar eine Jobbik-Dame als Stelvertreterin nominiert.

      Die Dame heißt Éva Tétényi, der Ort trägt den schönen Namen Esztergom. 😀

    • Lieber Herr Pfeiffer,

      anders als Sie halte ich Konrads Artikel für gar nicht glücklich. Seine Diagnose ist nämlich alles andere als „genau“, sondern sehr angreifbar und ich warte schon auf HVs Analyse. Er wirft mit Vorwürfen um sich, die alles andere als gut belegt sind (z.B. die Frage von Klubradio). Statt einfach nur den Abtritt Orbáns zu fordern hätte er sich damit beschäftigen müssen, wie das Ungarn nach VO aussehen soll. Eine Technokratenregierung? Wie lange soll das bitte schön halten? Welche Legitimität hätte eine solche Regierung? Ich habe für Orbán wirklich gar nichts übrig und halte ihn für ein Unglück für Ungarn. Aber die Einstellung „egal was, hauptsache Orban ist weg“ ist für einen ungarischen liberalen Intellektuellen einfach zu wenig.

      • @ Herrn Boulanger: Mehr hat Konrád eben nicht zu bieten. Neulich bei ATV reagierte er auf den Vorhalt, die von ihm geforderte „Bestrafung“ der ungarischen Regierung treffe doch auch die Menschen, mit folgenden Worten: „Je schneller Orbán weg ist, desto besser wird es uns ergehen“ . Gleichgültiger geht es wohl kaum, Hauptsache, man behält politisch Recht.

        Der Spruch von der „Ramsch-Regierung“ (ung. bóvli-kormány) ist übrigens der aktuelle Slogan der Sozialistischen Partei. Ebenso wie der Spruch „Orbán muss weg“ täglich in der Népszava-Kolumne von János Dési wiederholt wird. Die Kommentare der FAZ-Leser sind zum Teil sehr deutlich, mir gefällt die Aufforderung am besten, Konrád möge seinen Privatkrieg gegen die Regierung zu Hause führen. Das Pamphlet ist noch ein Stück schlimmer als das Schiff-Interview. Schlagworte, Meinungen, aber wenn es um Fakten geht (z.B. Klubrádió) dünnes Zeug, die inhaltsleere Behauptung, der Sender sei mit „raffinierten Tricks“ erledigt worden.

        Ich bin sehr froh, dass nicht alle Orbán-kritischen Ex-Dissidenten so denken.

        Konrád lebt – wie auch Schiff – von seinem Ansehen. Wäre er ein Nobody und würde so vom Leder ziehen, man würde ihm den Vogel zeigen und in der Luft zerreißen.

      • In dem Zusammenhang finde ich Dalos lobenswert, der ja hier auf dem Blog gesagt hat, er wünsche derzeit keinen Abgang der Regierung, genau deswegen – es gibt derzeit niemanden, der übernehmen könnte.

    • Die Ungenauigkeiten und Fehler in der aktuellen Berichterstattung über Ungarn haben aber eine Tendenz, die nicht zu übersehen ist.

    • Jobbiks Geburtshelfer soll Fidesz gewesen sein? Lächerlich. Jobbik entstand, da die Linksliberalen durch ihre Lügen und Betrügereien das Land in die Misere trieben. Natürlich folgt darauf eine radikale Reaktion des Volkes, dessen Vertrauen missbraucht worden ist. Weiter links nach den Zeiten des Kommunismus ist die Lösung wohl nicht zu suchen. Die Wahlergebnisse sind unmissverständlich zu deuten. Den Geburtshelfer sehe ich einzig und allein bei den SOGENANNTEN Linksliberalen.

  7. Christian Boulanger, ich qualifizierte nicht Konráds Artikel, sondern schrieb ironisch vom „linksliberalen Kampfblatt FAZ“. Denn viele Schreiber hier (nicht HV!) gehen davon aus, es gäbe eine Weltverschwörung gegen Ungarn.

    Ein Schriftsteller ist kein Politiker oder Politikwissenschaftler und Konráds Artikel erschien nicht zufällig auf der ersten Feuilletonseite. Er schilderte seine Sicht der Dinge. Und Sie können von ihm nicht erwarten, dass er ein politisches Programm produziert. Er warf eine Idee in den Raum, die ja in Italien in politische Praxis umgesetzt wurde.

    Es scheint so, dass V.O. beim Point of no return angelangt ist, und er glaubt der EU und dem IMF Bedingungen diktieren zu können.

    Auf alle Fälle – so scheint es mir und ich hoffe mich zu irren – provoziert V.O. lieber eine wirtschaftliche und politische Katastrophe in Ungarn, als einen geordneten Rückzug anzutreten.

    HV was heißt das Konrád lebt von seinem Ansehen?. Tatsache ist, dass er in Deutschland ein Ansehen hat, was man ja von der Horde neidischer völkischer Schriftsteller nicht sagen kann. Und auch Péter Esterhazy hat ein Ansehen und auch er sagt genug über das was jetzt schon „Orbanistan“ genannt wird. Und auch unser Mitdiskutant György Dalos genießt zu Recht Ansehen in Deutschland.und auch er übt Kritik. Die Kritiker halten dieser Regierung einen Spiegel vor, das wird natürlich von der Regierung und ihrem Schlepp als Zerrspiegel angesehen. Natürlich würde die FAZ nicht ihre Spalten für einen Nobody öffnen, die können Leserbriefe schreiben.

    Ihnen gefällt, die Aufforderung an Konrád, doch zuhause zu kritisieren. Doch ich erinnere mich, wie Fideszleute im Ausland die Regierung Gyurcsány unter der Gürtellinie angegriffen haben.

    Karl Kraus publizierte 1928 „Der Vogel, der sein eigenes Nest beschmutzt“:
    „Nun, man möge zur Kenntnis nehmen, daß ich wirklich das bin, was sie mit der dümmsten, niedrigsten, ungesehensten Metapher zu bezeichnen lieben: Der Vogel, der sein eigenes Nest beschmutzt. Ich frage den Menschen, der die Tierwelt durch den Vergleich mit sich beschimpft, der es wagt, seine schäbige Denkart in die Sphäre freier Gottesgeschöpfe einzuschmuggeln, und der seine Eitelkeit im wahrsten Sinne des Wortes mit fremden Federn schmückt – ich frage ihn, ob er denn wirklich glaubt, daß ein Vogel es vorziehen wird, das fremde Nest zu beschmutzen, weil der Mensch ihm das zutraut und weil er seinerseits solche Gemeinheit für praktisch hält […] Doch die Seichtigkeit des Anwurfs, der dieser Redensart zugrundeliegt, ist gar nicht auszuschöpfen. Um Schmutz handelt es sich allerdings. Aber weil der Vogel, der sein Nest schmutzig findet, der Vogel, den sein eigenes Nest beschmutzt, es reinigen möchte, weil er Lust und Mut hat zu dieser Arbeit, so sagen die anderen Vögel, die sich im Schmutze wohl fühlen, er »beschmutze« das Nest. Der Zusammenstoß zwischen einer Wirklichkeit und einer Metapher ist immer eine Katastrophe: der Zustand der Schmutzigkeit und dessen Darstellung, die ein Beschmutzen genannt wird von jenen, die den Schmutz zwar haben, aber verbergen wollen.“

    84 Jahre sind seither vergangen und es ist immer noch aktuell.

    • „Ihnen gefällt, die Aufforderung an Konrád, doch zuhause zu kritisieren. Doch ich erinnere mich, wie Fideszleute im Ausland die Regierung Gyurcsány unter der Gürtellinie angegriffen haben.“

      Lesen Sie bitte, was ich schrieb. Mir gefällt die Aufforderung, György Konrád möge seinen Privatkrieg in Ungarn führen. Kritik sieht meines Erachtens anders aus.

    • Lieber Herr Pfeiffer,

      ich bin der Meinung, dass Schriftsteller, die sich politisch engagieren, genauso an ihren Äußerungen gemessen werden können wie Politiker oder Politikwissenschaftler. Sie schrieben ja etwas von einer „genauen Diagnose“ und Herr Konrád entwirft ein politisches Programm. Vielleicht sollten wir das ernster nehmen, als ich es getan habe – allerdings bleiben meine Zweifel ob Italien oder Griechenland als Vorbild wirklich taugt, wenn man sich die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustände genauer anschaut.

      Was mich aber stört, ist, dass er der Leser/innen/schaft vermittelt, dass alles gut wird, wenn erst einmal Orbán weg ist. Und das halte ich für eine fatale Vereinfachung. Wird Jobbik sich dann auflösen? Werden dann großartige christdemokratische Versöhnungsfiguren an seinen Platz treten und die Hasskultur beseitigen? Oder wird die außerparlamentarische Opposition die Geschicke Ungarns über Facebook lenken?

      Mein Fazit: Ja, ich wünsche Ungarn, aus eigener Kraft sich dieses egomanischen und rücksichtslosen Machpolitikers zu entledigen, der zur ungarischen Misere so viel beigetragen hat. Aber wenn ich etwas in den letzten Jahren über ungarische Politik gelernt habe, dann, dass es nicht ausreicht, den PM zu ersetzen.

    • Und es stimmt, was er sagt – nur dass es leider genauso auf die Politik der Fidesz gegenüber der MSZP zutrifft. Hass gegen Hass, gegenseitiger Vernichtungswille, niemand, der den Gegner als Demokraten wahrnimmt.

  8. *Je schneller Orbán weg ist, desto besser wird es uns ergehen“
    .
    desto besser wird es u n s ergehen?
    Danke Herr Konrad, dass Sie sich solche Sorgen um uns, das ungarische
    V o l k machen!!!
    Ach ja
    und Danke an HV als blogbetreiber, dass ich als nobody hier
    meine Ideen in den Raum werfen kann (auch wenn sie zeitweise wohl etwas abgefahren wirken sollten.) 😉

  9. Lieber Herr Boulanger,
    nach Orbán wird (würde) es natürlich nicht sofort besser werden, denn seine katastrophale Wirtschafts- und Sozialpolitik wirkt über den Tag hinaus.
    Ich denke, dass die Lage in Ungarn schlimmer ist als die in Italien. Denn die meisten Italiener (auch die Berlusconi-Wähler) begriffen, dass man mit B. keinen Staat machen kann.
    Auch wenn 84% der Ungarn der Meinung sind, dass ihr Land in eine schlechte Richtung geführt wird, ist es nicht klar, ob sie auch möchten, dass Orbán abtritt.
    Aber es hat schon symbolischen Wert, wenn Orbán und seine Umgebung am 2. Jänner nicht beim Haupteingang die Oper betreten bzw. verlassen konnten.
    Als in Österreich unsere schwarzblaue Regierung unterirdisch vom Bundeskanzleramt zum Bundespräsidenten schritt, weil sie nicht von Demonstranten konfrontiert werden wollten, war das hier eine Sensation.
    In Ungarn wurde darüber in den königl. Medien gar nicht berichtet.
    Es werden die Ungarn selbst entscheiden müssen, ob sie in die Katastrophe hereinschlittern wollen. Es ist zu hoffen, dass sie es nicht tun, aber wissen kann das jetzt keiner. Mit freundlichen Grüßen Karl P f e i f e r

    HV wenn ein bedeutender Schriftsteller die Politik, Politiker seines Landes kritisiert, dann ist das kein „Privatkrieg“. Als Endre Ady seine Regierung und die ungarische Gesellschaft mit einer Schärfe kritisierte, an die Konrád nicht herankommt, war das kein „Privatkrieg“. Lesen Sie mal die Publizistik von Ady, wenn Sie es noch nicht getan haben.

    Übrigens HV haben sie seinerzeit die Fideszpolitiker kritisiert, die Gyurcsány und seine Regierung im Ausland mit Dreck beworfen haben?

    • „Übrigens HV haben sie seinerzeit die Fideszpolitiker kritisiert, die Gyurcsány und seine Regierung im Ausland mit Dreck beworfen haben?“

      Definieren Sie erst einmal, von was Sie sprechen.

    • Lieber Herr Karl Pfeifer,
      Sie können mir jetzt aber nicht weiß machen, dass die Regierung Gyurcsány eine bessere Wirtschafts- und Sozialpolitik betrieben haben als die jetztige Regierung.
      Tatsache ist das Fidesz die 2/3 Mehrheit bei den Wahlen erreicht hat und dass ihnen dadurch zu viel Macht in die Hand gegeben wurde. Aber die politische Lage in Ungarn hat ja nichts anderes hergegeben.
      Einen Nachfolger zur Zeit gibt es nicht, aber ich hoffe das sich da bald was besseres nachkommt.
      Sie müssen aber auch zugeben, dass die Medien vieles aufblasen was in so einem kleinen Land passiert.

      • Herr Pfeifer und was zugeben? Wenns ihm in den Kram passt, dann macht er es, ansonsten überliest er einfach manches, egal ob Fragen oder Zusagen und erzählt stattdessen von seiner aktiven Jahren damals… weiter unten im Kommentar. Nach der Devise: bloß nicht von den Schienen kommen und Kurs halten! Eine andere sehr beliebte Devise seinerseits ist: Umso öfter man es wiederholt, egal ob thematisch passend oder nicht, desto besser prägt sich das im Hirn des Lesers ein. Eine überaus gänginge Methode im deutschsprachigen Raum, die dadurch von aktuellen und viel größeren Problemen in unserer Gesellschaft ablenkt und das anders Denken versucht einzuschränken.

  10. Herr Pfeifer,
    weder noch
    sondern eine Feststellung, die daraus resultiert, dass ich irgendwo und irgendwann mal auf Lívia Járóka hingewiesen hatte und darauf von einem deutschprachigen Journalisten als Antwort erhielt:Na,die ist doch sowieso nur eine Alibizigeunerin.

    • Hat dieser Tonfall System? Ein anderer Journalist bezeichnete den Chef der Roma-Selbstverwaltung, Flórián Farkas, als „Orbáns Oberroma“. Und der rüpelhafte Fidesz-EU-Parlamentarier wurde gar als „nützlicher Hofjude“ bezeichnet…

  11. S.g. Thomas Hagelmayer wollen Sie etwas mißverstehen oder verstehen Sie es nicht dass es hier um einen Präzedenzfall geht. Also Fideszpolitiker gingen ins Ausland während der vorigen Regierung und kritisierten diese, daher ist es heuchlerisch, sich darüber zu entrüsten wenn ein ungarischer Schriftsteller im Ausland Kritik an dieser Regierung übt.
    Tatsache ist, dass Fidesz im Gegenteil zu ihrer Behauptung nicht „2/3 Mehrheit
    bei den Wahlen erreicht hat“ sondern etwas mehr als 52%, Fidesz-KDNP hat im Parlament eine 2/3 Mehrheit.
    Sie haben Recht: „Einen Nachfolger zur Zeit gibt es nicht, aber ich hoffe das sich da bald was besseres nachkommt.“
    Welche Medien blasen vieles auf? Welche Medien manipulieren frech und unverschämt, wer hat das Bild von Herrn Lomnici vertuscht, wer hat eine Pressekonferenz von Daniel Cohn-Bendit manipuliert? Wer berichtete über die Massendemonstration vor der Oper mit dem Bild einer leeren Straße?

    • Herr Pfeifer:

      Welche Medien haben die Regierung Orbán als faschistoid dargestellt, wer sprach von Faschismus und Diktatur? Deutschsprachige Medien
      Wer sprach vom Puszta-Putin? Deutschsprachige Medien
      Wer hat den von Daniel Cohn-Bendit für Orbán verwendeten Begriff „Chavez Europas“ weitergetragen? Deutschsprachige Medien
      Wer hat wahrheitswidrig behauptet, die Medienbehörde könne Strafen bei „unausgewogener Berichterstattung“ verhängen? Deutschsprachige Medien
      Wurde nicht aus der Verleihung der ungarischen Staatsangehörigkeit an Personen im Ausland revisionistische Umtriebe abgeleitet? Deutschsprachige Medien
      Wer hat aus der Tatsache, dass die „Ehe“ nach der ungarischen Verfassung den Bund zwischen Mann und Frau darstellt (wie in Österreich und Deutschland nach geltender Praxis auch), als diskriminierend und rückwärtsgewandt dargestellt? Deutschsprachige Medien
      Wer hat entgegen der Tatsachen behauptet, Fidesz koaliere mit der rechtsradikalen Jobbik? Deutschsprachige Medien
      Wer hat behauptet, die Regierung habe 2010 „massiven Antisemitismus“ im Wahlkampf eingesetzt? Deutschsprachige Medien

      Kritisieren Sie die ungarische Regierung. Aber wahren Sie Respekt. Wenn Sie den (teilweise zu Recht) in ungarischen Medien vermissen, rechts wie links, dann ist das kein Grund, sich dieser Wortwahl anzuschließen.

      Ich bitte nochmals um Präzisierung, welche ungarischen Politiker ins AUsland gingen, um die Vorgängerregierung zu kritisieren – insbesondere „wie“, denn der Tonfall ist es, um den es hier vorrangig geht.

      • @ g.stillt: Ich spreche nicht vom „Feind“, sondern habe konkrete – meines Erachtens kritikwürdige – Punkte in der Berichterstattung angesprochen. Anstatt zu unterstellen, man suche Feindbilder, wäre es schön, wenn Sie Ihre Meinung zu den o.g. Punkten mitteilen würden.

  12. sg hv, zu gerne halte ich mich mit dezidierter meinung zurück. vielmehr sehe ich mich als stiller, leidender beobachter der aktuellen vorgänge. ich bewundere ihr engagement sehr und möchte dennoch empfehlen, auf, wie es mir scheint, gelegentlich kleinliches ob­ji­zie­ren, zu verzichten (was auch den blog edeln würde). leider kann ich nicht im geringsten mit ähnlich fundierten kenntnissen der ungarischen gegenwart und vergangenheit aufwarten.

    ihre kritik ist sicherlich gerechtfertigt – allein die aufmachung erinnerte mich ein wenig an ein standgericht…

  13. Hv Sie haben mich aufgefordert zu belegen, wann denn Fidesz im Ausland die eigene Regierung oder wie die heute sagen – das eigene Land – angezeigt hätte.
    Am 28.2.2011 meldet ATV
    Als Fidesz Ungarn angezeigt hat
    Ein internationales Forum hat bis jetzt ein einziges Mal unsere Heimat verurteilt auf Grund einer Initiative einer einheimischen Partei – diese Partei ist die auf die EU und die MSZP zeigende Fidesz, der Zeitpunt 2003.
    Ich nehme an, dass HV oder einer der Ungarisch könnenden Leser übersetzt, wie Fidesz – um die heutige Dikjtion zu benützen – das eigene Land anzeigte.

    2011.02.28. 10:56
    Amikor a Fidesz feljelentette Magyarországot
    Nemzetközi fórum eddig egyetlenegyszer ítélte el hazánkat egy hazai párt kezdeményezésére – a párt a most az EU-ra és az MSZP-re mutogató Fidesz volt, az időpont: 2003.
    http://atv.hu/a_nap_hirei/20110228_nem_alkotmanyszeru_a_fidesz_feljelentette_magyarorszagot

  14. HV ich habe die von Ihnen publizierte „Anklage“ aufmerksam gelesen und will dazu nur zwei Bemerkungen machen.
    1) Alle Fehler in der Berichterstattung über Ungarn – und die werden ja von mir nicht geleugnet – machen aus diesem Land, dass unter Ministerpräsident Viktor Orbán zum autoritären Regime geführt wird, keine liberale Demokratie.
    2) Alle Fehler in den deutschen Medien sehen sie mit dem Vergrößerungsglas, die niederträchtigen Manipulationen und Verfälschungen
    (heute publiziert Népszabadság eine Stellungnahme von Prof. Charles Gáti, die ein paar solche dokumentiert)
    http://nol.hu/lap/forum/20120119-igy_irtok_ti
    der Fidesz nahen Medien aber mit dem Verkleinerungsglas.
    Fehler sind nicht so arg wie bewußtes Fälschen und Manipulieren.

    • Aha, wie immer ist der Regierungskritiker ein von Edelmut und der Suche nach Wahrheit geprägtes Wesen, der andere ein „Böser“. Amen. Das bewusste Fälschen und Manipulieren wurde hier deutlich kritisiert, Ihren haltlosen Vorwurf weise ich daher mit Nachdruck zurück.

    • Seit wann muss ein Land eine liberale Demokratie sein? Hat jemand Probleme mit anderen Varianten von tatsächlicher Demokratie? – Und Herr Pfeifer, Sie kennen ja den Unterschied zwischen Fehler und Verzerrung: Wer die Dinge so sieht wie Sie, der macht vielleicht zuweilen Fehler, das ist nicht so schlimm. Wer aber eine andere Meinung hat, der verfälscht böswillig.

      Beide Seiten verfälschen böswillig, wenn wir das nicht einsehen können, kommen wir keinen Schritt voran.

  15. *Welche Medien manipulieren frech und unverschämt, wer hat das Bild…*
    Bild ist gut!!
    .
    Ich denke da nur an die Bilder des „geschlagenen (blutenden) Zigeuners“
    (HV berichtete darüber)
    Ich glaube wer sucht, der findet (und das nicht zu knapp) auf beiden Seiten.
    Für mich sehr einleuchtend, mal sind es „Fehler“ mal ist es „Manipulation“

    Nun, darüber liese sich wohl eine abendfüllende Diskussion vom Zaune brechen.

  16. Lieber Kollege Kálnoky, natürlich haben Sie vollkommen Recht zu meinen, kein Land muss eine liberale Demokratie sein. Nur soll ein Land, dass der EU beigetreten ist diese Werte der liberalen Demokratie achten. Wenn also Orbán eine autoritäre Demokratie schafft, dann bin ich überzeugt, gibt es viele Ungarn, die das nicht gerne sehen wollen. Und die Probleme werden nicht gelöst, wenn Orbán jetzt provisorisch Kreide zu sich nimmt. (vornehm ausgedrückt) wie wir gestern sehen konnten.
    Sicher ist die Demokratie nur eines der Probleme, Ungarn hat doch unter dem genialen Orbán den IWF aus dem Land heraus komplimentiert (paterolni, nennt man das im neuen Ungarisch, was aus dem hebräischen lefater = entlassen kommt) und für hohe Zinsen Geld am Markt verschafft. Heute wird Ungarn als Ramschland qualifiziert und kriegt nur Geld zu mehr als 10% Zinsen.
    Orban der sich gestern sehr selbstsicher gab verhandelt von einer schwachen Position aus. Seine Drohungen können ins Leere verpuffen. Denn wenn er es trotz gestern auf die Spitze treiben will, in der Hoffnung damit die EU und IMF nachgeben, glaube und hoffe ich, dass das nicht gelingt. Auch wenn Österreich bei einem ung. Staatsbankrott Verluste hätte, die Sache ist nicht so, dass Österreich und die EU das nicht verkraften könnte.
    Orbán liebt den Krieg. Das Büro Orbán teilte mit: „Wir werden nicht erlauben, dass die Linke Ungarn mit Lügen und unbegründeten Beschimpfungen [gibt es auch begründete Beschimpfungen? K.P.] öffentlich beschuldigt.“ (Die Welt, 18.1.2012) Nun habe ich das Gefühl, dass die Beschuldigungen nicht nur von links kommen, ausser natürlich man qualifiziert Ihr Blatt und die FAZ als links.
    Und da man Sie schon in Budapest als Juden brandmarkte, würde ich mich nicht wundern, wenn man Sie und vor allem Die Welt auch in die linke Ecke stellen würde.

    • Autoritäre Demokratie? Weder habe ich das erwähnt, ich sagte vielmehr „tatsächliche Demokratie“ – vielleicht lesen Sie nochmal nach, Herr Pfeifer – noch denke ich dass Orbán das vorhat. (Gehe ich Recht in der Annahme, dass Sie mit Ihrer verzerrenden Wortwahl einen Vergleich mit zB Putin herstellen wollen?)

      Ich dachte an majoritäre Demokratie.

  17. Ich hätte nie gedacht, dass es einmal Juden geben wird, die mit ihrer Herkunft politisch hausieren gehen, um politisch Andersdenkende niederzutrampeln und andere Juden ( nämlich die, die FIDESZ gewählt haben oder die zum FIDESZ gehören) zum Zwecke der politischen Nutznießung als „Faschisten“ diffamieren. Pfui Teufel…. Sie verraten das eigene Volk und missbrauchen die Toten von Auschwitz. Da würde sich ein Karl Kraus im Grabe drehen. Das wird in hundert Jahren ein wenig glorreiches Kapitel der europäischen Geschichtschreibung sein. Und solche Leute wie Konrád oder Lendvai, Schiff, Gáti und diese „Pseudophilosophin“ Agnes Heller werden in den Analysen , die in hundert Jahren publiziert werden keine gute Figur mehr abgeben. So viel ist sicher!

    • Endlich mal ein wahres Wort Frau Kalman! Mit der Herkunft als Jude politisch hausieren gehen. Eine perfekte Beschreibung meiner Meinung nach. Einfach perfekt formuliert! Brava!

  18. Aber, aber Frau Dr. Kálmán, vielleicht spricht aus Ihnen nur der Neid?
    Wahrscheinlich ist es für Sie schwer zu begreifen, warum die wichtigen Medien nicht Sie befragen, Ihre Artikel nicht publizieren. Hingegen werden die von Ihnen genannten Persönlichkeiten sehr oft befragt. Dagegen glauben Sie zum Holzhammer greifen zu müssen, wie das halt in ihrer Umgebung üblich ist.
    Wenn Sie Agnes Heller vorwerfen eine „Pseudophilosophin“ zu sein, dann könnte Ihr Motiv blanker Neid sein. Denn Sie haben ja Philosophie studiert, als Philosophin sich jedoch keinen Namen gemacht, außer man beurteilt das eintrichtern der Regierungspropaganda als Philosophie.
    Wenn Sie Ágnes Heller heruntermachen, dann sagt das etwas über Sie aus, was nicht sehr schmeichelhaft ist.

    Dr. Kálmán internalisierte die völkische Ausdrucksweise Ihrer Umgebung: „Sie verraten das eigene Volk“. Sie fühlt sich auch berechtigt, festzustellen wer die guten und die schlechten Juden sind, so, dass sich dann Antisemiten darauf berufen können.
    „So viel ist sicher“, meint Dr. Kálmán, die von ihr genannten Personen, „werden in den Analysen, die in hundert Jahren publiziert werden keine gute Figur mehr abgeben.“
    Könnte es sein, dass sie eine falsche Prophetin ist, die sich für solche Orakel bezahlen lassen möchte ohne zur Prophetie berufen zu sein?
    Da steht doch geschrieben: „Sehet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“
    Schließlich wird von den falschen Propheten gesagt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“

    • Ich will Frau Kálmáns Aussage hier nicht verteidigen, aber vom Ton her empfinde ich Ihre Replik als persönlichen Angriff auf die Dame, lieber Herr Pfeifer. Es geht doch sicher auch weniger aufgeregt..

    • haha, frau kalman dröhnt vollkommen toll geworden mal wieder in der gegend herum. amüsant 🙂 aber bei ihnen ist die dame ja sehr gut aufgehoben.
      freut es sie auch, herr pfeifer, daß pusztaranger es bis in die tagethemen geschafft hat? vollkommen verdient, toller blog 🙂

      • Pusztaranger und toller Blog? Das sind zwei verschiedene Schuhe. Eine unausgewogenere, Partei ergreifendere und einseitigere Berichterstattung habe ich nur selten gesehen. Und dieser Blog soll es in die Tagesthemen geschafft haben? Das ist keine Aufwertung seinerseits, sondern eine Abwertung andererseits.

  19. Anat Kalman

    Können Sie bitte genauer sein?

    Juden können eine politische Meinung haben die andere Juden nicht teilen. Katholiken, Protestanten u.v.a. haben auch eine Meinung und diese Meinungen sind manchmal anders als die der anderen Katholiken, Protestanten….

    Ein jüdischer Ungar hat eine ( Ihnen?) nicht passende Meinung oder der Jude in Ungarn? Ist es interessant, ob ein Jude eine Meinung äußert oder jemand anderer? Warum ist Religionszugehörigkeit bei Juden immer so wichtig? Ich werde immer ärgerlich, wenn ich vom „Schriftsteller X jüdischer Abstammung…“ oder „der jüdische Musiker Y“ höre. Niemals ist die Erwähnung einer anderen Religion bedeutsam. Und DAS ist m.E. Antisemitismus in seiner perfidesten Form.

  20. Lieber Kollege Kálnoky,
    Frau Dr. Anat Kálmán hat eine rote Linie überschritten.
    Die Art wie sie über die Ungarn György Konrád und Ágnes Heller, über den Österreicher Paul Lendvai und den Amerikaner Charles Gáti schrieb, hätte eine wesentlich schärfere Antwort verdient.

    Beschudligungen wie, sie „verraten ihr Volk“ erwartet man von völkischen Hetzern, nicht aber von einer Universitätsabsolventin.

  21. Ach so! Die Frau Heller, die dem kommunistischen Geheimdienst gestand, nicht ganz genau beim Aufstand in 1956 aufgepasst zu haben und nicht rechtzeitig die Aufständischen verpfiffen zu haben! Ach die Frau Heller, die sich für ihr Verhalten sich entschuldigt und sich auspricht in Zukunft es besser machen zu wollen! Diese Frau Heller ist doch nicht die gleiche, die hier als Freidenkerin und Philosophin so hoch gepriesen wird von Ihnen, Herr Pfeifer, oder?

  22. Sehr geehrter Herr Ausgewandert : Eine politische Meinung zu haben, ist eine Sache, aber all diejenigen, die zum “ anderen Lager “ gehören, als Faschisten zu diffamieren, ist eine ganz andere. NICHT ICH, Herr Pfeifer, sondern diese Herrschaften haben eine blut rote Linie überschritten! Herr Pfeifer – Sie verurteilen nicht die Täter, sondern den Ankläger.

  23. Sehr geehrte Frau Kalman,

    einen Herrn Ausgewandert gibt es hier nicht..
    Eine politische Meinung….? Und wenn die andere Meinung nicht passt, sind das die Linksintellektuellen!

  24. Neid auf eine Philosophin, WOW !!! Herr Pfeifer Was Besseres fällt Ihnen jetzt auch nicht mehr ein, wie ? Ich habe mir keinen Namen gemacht – Stellen Sie sich nur vor, das wollte ich auch gar nicht, denn ich gehe nach dem talmudischen Spruch – „welcher Geist groß ist, entscheidet Gott. Darum schaut nicht auf, die die sich selbst erwählen.“
    Ich habe Schüler und Studenten in der ganzen Welt, denen ich die Liebe zur Philosophie vermitteln konnte. Ich bin mit meinem Lebensweg sehr zufrieden. Denn ich musste meine Seele nicht verkaufen, um „berühmt“ zu werden. Denn wie Sie sicherlich selbst wissen, hat das „seinen Preis“. „Berühmtsein“ vergeht wie das Leben, das dann in der Ewigkeit eine ganz andere Dimension annimt.

    Herr Pfeifer – ihre Sichtweise des Lebens entspricht dem jetzigen primitiven „Stargetümmel“ und das zeigt, dass Ihnen der wirklich tiefe humanistische Lebensblick fehlt. Es macht auch deutlich, dass Sie ein verschrobenes Bild von Demokratie haben. Denn in einer Demokratie hat jeder citoyen die Pflicht sein eigenes Denken und Urteilsvermögen zu schulen. Sie wollen eine autoritäre Räterepublik, in denen selbsternannte kleine „Götter“ den anderen sagen, was sie zu denken haben. Eh beh… ich erlaube mir diese Götter vom Podest zu stoßen, indem ich sie genauso kritisch sehe, wie alle andere Dinge, die mich im Leben umgeben. Und genau das vermittle ich meinen Schülern und Studenten seit 1985 und zwar mit Erfolg – auch wenn der nicht im Fernsehen zu sehen ist. Na, verstanden ?

  25. Na, wenn es einen Herrn Ausgewandert nicht gibt, dann geben mal Ihren Namen preis, mache ich ja auch !!! Ist nützlich.

    Also seit wann ist der Begriff „Linksintellektueller“ ein Schimpfwort ? In Frankreich ist es tatsächlich so, dass man bei Faschismusvergleichen eine Verleumdungsklage einreichen kann. Weil das eben nicht irgendein x-beliebiger Begriff ist.

  26. Diese rote Grenze von der Herr Pfeifer spricht, ist ja das, worum es in meiner Kritik immer wieder geht. Diese alte KGB-Kiste: angeblichen Antisemitismus zu inszenieren, in Umlauf zu bringen und ihn zum Erhalt des eigenen Monopols zu instrumentalisieren. Das ist für mich das Widerwärtigste überhaupt. Und ich denke diese so genannten Intellektuellen sollten sich mal fragen, was sie damit anrichten. Insofern sind meine Worte der Situation angemessen scharf. Und sie dürfen auch scharf sein. Denn nicht nur ich, andere Juden empfinden das ebenso. Ich empfehle darum Herrn Pfeifer, seine Begriffsklischees wie „völkisch“ wieder in seine Mottenkiste zu packen, schliesslich basiert die Existenz des Staates Israels auf der Idee, dass wir Juden ein Volk sind. Oder will er das in Frage stellen?

  27. Frau Dr. Anat Kálmán, aus dem Talmud kann man manches herausklauben erfreulich finde ich, dass Sie mit Ihrem Leben und mit sich selbst zufrieden sind.

    Ich besitze einige Bücher von Ágnes Heller und denke, dass Sie nicht nur wegen dieser Bücher sondern auch wegen ihrer eindeutigen Stellungnahme für die Demokratie, weswegen sie ja auch Ungarn verlassen musste, Respekt verdient. Vielleicht auch weil aus dem Fidesz Dunstkreis gegen sie und andere Kollegen vor mehr als einem Jahr eine unsägliche Kampagne mit antisemitischen Untertönen gestartet wurde. Auch habe ich kurze Zeit nach dem Erscheinen György Konráds Buch „a látogató“ gelesen. Paul Lendvai hat in einem bahnbrechendem Buch auf den Antisemitismus in den Ostblockstaaten hingewiesen. Also ich schätze diese Menschen wegen ihrer Arbeit.

    Wenn Sie ausgerechnet mir vorwerfen eine Räterepublik zu wünschen, dann finde ich das äußerst seltsam. Also muss ich, da Sie erst jetzt hier in die Diskussion eingestiegen sind, Sie auf folgendes aufmerksam machen: Als noch mancher Fideszpolitiker MSZMP-Mitglied war und Kádár zugejubelt hat, wurde ich in der Zeit von 1980 bis 1987 viermal aus der Volksrepublik Ungarn wegen meiner journalistischen Tätigkeit ausgewiesen.
    Ich habe die III/III Dokumente, die ich erhalten habe, ins Internet gesetzt.

    • „… wurde ich in der Zeit von 1980 bis 1987 viermal aus der Volksrepublik Ungarn (…) ausgewiesen.“ (Zitat Karl Pfeifer)

      Sag ich doch, es war nicht alles schlecht in der Hauptabteilung III/I des Ancien Régime von Konrád, Dalos und Kenedi!

      • Nach dem Anciennitätsprinzip müsste Ungarn heute eigentlich von Konrád, Dalos oder Kenedi regiert werden.

        Hans-Henning Paetzke würde literarisch gehobene Werke von Csurka zur Aufführung an Claus Peymanns Berliner Ensemble übersetzen und István Mártas Aufführung von „Markus und der Wolf“ in Kapolcs würde Touristen aus den Neuen Bundesländern an den Plattensee locken. Markus und der Wolf – Ein musikalisches Märchen. Die Menschen und Tiere der Geschichte erkennt derhalbwegs Gebildete an den verbogenen Instrumenten.

        Pfeifer ist der Vogel.
        Marsovszky an der Köcsögduda* ist die Ente.
        Die Klarinette ist für die Katz‘.
        Dany der Großvater

        Gyuszi Horn heult als Wolf.
        Peter erkennt ihr an diesem Thema.
        Und Pauken und die große Trommel sind die Gewehrschüsse zur Abwehr der völkischen Wende in Ungarn

        (Ich glaube, ich bin reif für Döblins ‚Die Ermordung einer Butterblume‘)

        * Entwicklungshilfe für Herrn Boulanger: http://mek.niif.hu/02100/02115/html/3-811.html

  28. Pfeifer liebt sich nicht nur in anderen Menschen und Völkern, sondern haßt sich auch in ihnen. (frei nach Georg Christoph Lichtenberg)

    Ich mag ihn eigentlich, weil man seinen Hass leicht auf die Schippe laden kann.

    Und Frau Kalman halte ich für eine großartige Frau, weil sie Intellekt und Herz hat, was Herrn Pfeifer offensichtlich abgeht.

    • Wauuu ! Herr Herche ! Wauuuu ! Ich habe gerade Ihr Kommentar vom 23. Januar 2011 um 23:57 | gelesen…. 🙂 .

      Sie haben Die Gnade der späten Geburt´s . Es sind aber Leute, die für ihr Hass leben. Davon weniger sind die auch ihre Existenz damit bestreiten.

  29. Dr. Anat Kalman, ob jemand sich als Jude bekennt oder nicht ist in einer Demokratie Sache der betreffenden Person. In Ungarn gibt es eine Tradition bei den meisten Juden sich als Ungarn zu bekennen. Tatsache ist, dass die Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg den ungarischen Juden einen Minderheitenstatus angeboten haben, der von der Vertretung der jüdischen Gemeinden abgelehnt wurde. Erst vor kurzem hat jemand in Ungarnversucht, Juden als nationale Minderheit definieren zu wollen. Er ist gescheitert. D.h. es gibt jüdische Gemeinden und es gibt jüdische Vereine in Ungarn. Aber als ethnische Minderheit (wie Roma, Polen, Deutsche, Slowaken etc) werden Juden in Ungarn nicht betrachtet. Freilich gibt es auch die soziologische Annäherung, nach der Jude (oder Roma) derjenige ist, der von der Gesellschaft als solcher wahrgenommen wird.

    Die Nationalsozialisten definierten das Wort völkisch so: „national mit der Betonung der in Rasse und Volkstum liegenden Werte“
    Tatsächlich bevorzugen die ungarischen völkischen Denker und Politiker nicht von faj (Rasse) sondern von fajta, ein mehrdeutiges Wort, das aber auch Rasse bedeuten kann, zu sprechen. Da kommt es ganz auf den Kontext an.
    Wenn Sie Probleme haben zu verstehen, wie ich das Wort „völkisch“ benutze, können Sie sich die Diskussion „Podium: Ungarn – auf dem Weg in eine “völkische Diktatur”?“ mit György Dalos, Magdalena Marsovszky und Kai-Olaf Lang anhören.
    [audio src="http://www.moe-kompetenz.de/audio/120119_ungarn.mp3" /]

    • Für das Wort „völkisch“, wie es der Volks-Brockhaus von 1940 erklärt, gibt es kein äquivalentes Wort in der ungarischen Sprache.

      Der Duden erklärt ‚völkisch‘ so:
      (in der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus) ein Volk als vermeintliche Rasse betreffend; zum Volk als vermeintliche Rasse gehörend

      http://www.duden.de/rechtschreibung/voelkisch#Bedeutung1

      Was Herr Pfeifer und Frau Marsovszky betreiben ist m.E. Volksverhetzung.

  30. Ja und ? Ich stimme Ihnen zu. Nur: nicht nur in Ungarn gibt es Juden und Budapest ist auch nicht das Zentrum der Welt.

    Wenn ich hier von einem Verrat am Volk spreche, dann darum, weil hier einige eifrig damit beschäftigt sind, um eine bestimmte Partei herum einen fiktiven Antisemitismus zu schaffen, um diesen parteipolitisch auszuschlachten, ohne auch nur einen Moment daran zu denken, was das für Folgen haben kann. Das ist der Verrat an den anderen Juden. Denn „jön a farkas…“ wer zu viel schreit, wird irgendwann einmal nicht ernst genommen, und zwar dann, wenn es darauf ankommt. Dann zahlen auch die den Preis, die diesen Unfug nicht mitmachen. Abgesehen von der Infamie, Juden, die hinter dem FIDESZ stehen, als Faschisten zu verteufeln. Das scheinen Sie nicht zu begreifen… hier geht es um ein Mindestmaß an intellektuelle Redlichkeit, die vollkommen fehlt.

    Ungarn auf dem Weg in eine „völkische Diktatur“ – Fantastisch! Der Euro ist dabei zu verschwinden, die Verarmung hat auch in Ungarn ihren Höhepunkt erreicht,es geht darum das Land wirtschaftlich wieder aufzubauen..und da sitzen Sie und Ihre Freunde und quatschen über eine Realität von vor 60 Jahren! Franchement! Und wie wäre es ein paar andere exzellente Historiker hinzuzufügen, die nicht unbedingt das gleiche Liedchen singen … vielleicht auch einen György Schöpflin ? Dann würde ich es mir auch anhören, denn ich betrachte die Dinge gerne von mehreren Seiten und nicht nur von einer.

  31. Dr. Anat Kálmán. wann und wo habe ich Fidesz oder Fideszanhänger als faschistisch verteufelt?
    Ich habe nicht verstanden, was sie meinen, wenn Sie von einem Preis sprechen, den Juden in Ungarn werden bezahlen müssen?
    Erwarten Sie etwa Pogrome?
    Ist es nicht genug, wenn in Fidesz nahen Medien Leute wie Zsolt Bayer ihre Hetze betreiben? Oder halten Sie diese Hetze für gerechtfertigt, weil doch einige jüdische Ungarn Kritik übern an Orbán und Fidesz?
    Fideszpolitiker rechtfertigen Bayers (und andere) antisemitische Hetze in ihrem Dunstkreis damit, dass sie damit lediglich Jobbik den „Wind aus den Segeln“ nehmen wollen. Was meinen Sie dazu?

    Übrigens der „feine“ Tamás Deutsch MEP brüstet sich mit Zsolt Bayer gut befreundet zu sein und Viktor Orbán läßt sich gerne mit diesem „Fäkalantisemiten“ fotografieren. Was meinen Sie dazu?

    Sie haben anscheinend kein Problem mit von Fidesz ausgehenden Geschichtsfälschungen und sind auch auf eine hereingefallen.
    Wenn Sie sich in Zukunft nicht blamieren wollen empfehle ich Ihnen Krisztián Ungváry und László Karsai. Der hat gestern einen sehr guten Artikel publiziert über die Absicht ein Reiterdenkmal für Horthy in Budapest zu errichten.

  32. Und wie die so genannte „Linke“ alle anderen als Faschisten verteufelt… da haben Sie genug Beweise in der Presse…. wie gesagt: die alte KGB Kiste funktioniert immer noch sehr gut… Ihre Krisztina Morvai war auch auch mal MSZP-SZDSZ also sind jetzt auch alle SZDSZler Faschisten ? Passen Sie auf, dass sie nicht überschnappen.

    Und hören Sie auf mit Ihren lächerlichen Lektüreempfehlungen. Sie alle sind trotz ihrer grossartigen Lektüre voll mit Hass. Sicher, Bayer Zsolt profitiert genauso wie Konrad von diesem Hass. Da geht es doch nur darum, sich wichtig zu fühlen, da geht es um Ruhm, um Pfründe – wieviel Zaster ist es denn ? Was an EU-Geldern kann denn jetzt nicht von den so genannten „Linken“ angezapft werden ? Ihr Gekreische ist doch nicht normal !

    So, auch das ist mein letzter Beitrag hier zu diesem Thema. Ich werde jetzt schon privat von Ihren „linken“ Journalisten gemobbt und bekomme üble Mails… mit genau den gleichen Wahnideen. Schön Ihr Demokratieverständnis – sehr schön.

    Und wissen Sie was- Während Sie und Ihre Kumpanen die Ungarn schikanieren, kommen in den arabischen Ländern nämlich echte Holocaustleugner und Antisemiten an die Macht. Und das verkaufen uns die gleichen Medien als „demokratische“ Bewegung.
    Herr Pfeifer, drehen Sie sich um, die Gefahr kommt nie zweimal aus der gleichen Richtung. Das neue Gewitter für uns Juden zieht woanders auf.

    Mit einem herzlichen Schalom

    Ihre

    Anat Kalman

  33. Frau Dr. Anat Kálmán, so sehr Sie es versuchen das Thema zu wechseln und auf andere hinzuweisen, habe ich Ihnen Fragen gestellt, die Sie nicht beantworten.
    Ihre Gleichsetzung des „Fäkalantisemiten“ Z. Bayer mit dem Schriftsteller G. Konrád ist bezeichnend für Ihre krude Rabulistik.

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