Parlament stimmt über die staatliche Anerkennung weiterer Kirchen ab

Wie der Österreichische Rundfunk berichtet, hat der zuständige Ausschuss im ungarischen Parlament für die Anerkennung weiterer Kirchen votiert. Der Sender rechnet mit weiteren 17 Kirchen, die unmittelbar vor der staatlichen Anerkennung stehen, darunter die Muslime, Anglikaner, die Methodisten, die Mormomen, einige Buddhistische Gemeinschaften sowie die Zeugen Jehovas.

http://religion.orf.at/projekt03/news/1202/ne120213_ungarn.html

Unter dem neuen Kirchengesetz sind „nur“ 14 Glaubensgemeinschaften automatisch als Kirchen anerkannt (es handelt sich um die sog. „historischen Kirchen“, zu denen etwa die großen christlichen Kirchen und die jüdische Glaubensgemeinschaft gehören), was etwa steuerliche Vorteile nach sich zieht. Die übrigen Kirchen müssen ihre Anerkennung beantragen. Die Gesetzesnovelle stand postwendend unter harscher internationaler Kritik, da nach dem alten Recht insgesamt etwa 300 Kirchen die staatliche Anerkennung genossen hatten. Im Rahmen aktueller Erhebungen hatte sich jedoch herausgestellt, dass viele dieser fast 300 Kleinkirchen nicht mehr existent waren.

Die Anerkennung würde einigen kleineren, aber in der Wohltätigkeitsarbeit sehr aktiven Glaubensgemeinschaften die Fortsetzung ihrer Arbeit ermöglichen bzw. jedenfalls erleichtern.