Gyurcsány: Diplom mit der Arbeit seines Schwagers?

Seit dem Rücktritt des ungarischen Staatspräsidenten Pál Schmitt läuft die Suche nach der Diplomarbeit von Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány auf Hochtouren. Die Universität Pécs, die sämtliche Diplomarbeiten der Kommilitonen Gyurcsánys vom Abschlussjahrgang 1984 verwahrt, findet lediglich eine nicht: Die von Gyurcsány.

Nun stellte sich heraus, dass die Arbeit Gyurcsánys vom Titel her mit der Arbeit von Gyurcsány Schwager Szabolcs Rozs übereinstimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Quelle: mno.hu)

Sowohl Gyurcsány als auch (4 Jahre zuvor) Szabolcs Rozs hatten ihre Arbeit über den Weinbau im Norden des Plattensees verfasst; in Anbetracht der Tatsache, dass die Arbeit Gyurcsánys bis heute aus nicht nachvollziehbaren Gründen unaufindbar ist (Zitat Ferenc Gyurcsány: „Wessen Interesse kann das wohl sein?“), kann noch nicht überprüft werden, ob und ggf. in welchem Umfang die beiden Arbeiten – neben dem identischen Titel – inhaltlich übereinstimmen. Fest steht nach der Reportage Célpont aber, dass die Arbeiten an einigen Stellen die selben Fehler enthalten. Interessant ist auch, dass Gyurcsány auf die Frage von HírTV, ob er denn wisse, welches Thema sein damaliger Schwager bearbeitet, sagte: „Nein, dass weiß ich nicht“. Er habe eine Arbeit über den Weinbau am Balaton verfasst, weil er im Haus seiner damaligen Frau eine Menge Material zum Thema gefunden habe. Szabolcs Rozs bezeichnete dies als Lüge: Im elterlichen Haus habe man nie über solche Unterlagen verfügt; lediglich seine eigene (Rozs´) Diplomarbeit sei im Haus gewesen.

http://index.hu/belfold/2012/04/27/gyurcsany_a_sogora_szakdolgozataval_diplomazott/

Gyurcsány trat über seine Facebook-Seite an die Öffentlichkeit und bagatellisierte den Vorfall. Anders als noch einige Tage zuvor, ale er behauptet hatte, die Arbeit des Schwagers nicht zu kennen, äußerte er sich nun dahingehend, er habe die Arbeit wahrscheinlich verwendet. Es habe sich aber bekanntlich nicht um eine wissenschaftliche Arbeit gehandelt. Eine Diplomarbeit diene nur dazu, den Nachweis zu erbringen, dass der Kandidat sich über ein bestimmtes Thema informiert habe. Den Hinweis auf die o.g. Übereinstimmungen bezeichnete der Ex-Ministerpräsident und Vorsitzende der Partei DK verächtlich als „Wahnsinnsstory“.

Bereits in einem vor einigen Jahren erschienenen Bericht über Gyurcsány von László Pesty („Egy hiteles ember“) hatte ein früherer Hochschullehrer Gyurcsánys, Tamás Mellár, ausgesagt, dass die Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei seinerzeit Gyurcsány in erheblichem Maße protegiert habe. Vor Prüfungen habe es stets Anrufe bei Mellár gegeben, dass er auf den „Genossen Gyurcsány“ Acht geben solle.

Nachtrag:
Am 30.04.2012 erstattete Ferenc Gyurcsány Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verschwindens seiner Diplomarbeit aus dem Archiv der Universität von Pécs. Er deutete an, auch der Fernsehsender HírTV könne mit dem Verschwinden seiner Arbeit zu tun haben. Seine politischen Gegner wollten ihn „politisch ermorden“. Der Politologe Gábor Filipov stellte Parallelen mit der Affäre Schmitt dar: Gyurcsány habe zunächst versucht, die Sache zu igorieren, danach zu bestreien, um sich am Ende in seine eigenen früheren Aussagen zu verstricken.

http://atv.hu/cikk/video-20120430_gyurcsany_feljelentest_tesz_szakdolgozatanak_eltunese_miatt

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60 Kommentare zu “Gyurcsány: Diplom mit der Arbeit seines Schwagers?

    • Der Sprüche Klopfer Gyurcsány: „Egy demokráciában nincs szükség hősökre.“

      “Demokratien kommen ohne Helden aus!” (Sprüche Gyurcsánys 2012)

      oder die wörtliche Variante: „In einer Demokratie, braucht man keine Helden!“

      Aufgrund hinreichender Erfahrung betreffs Gedankengut der ung. Pseudo-Linke beende ich diesen Gedankenflug wie folgt:

      .. sondern pflichtbewusste ehemalige MSZMP-Funktionäre, die die Gesetzesparagraphen peinlichst genau einhalten, befolgen!

      (Selbstverständlich ganz besonders, wenn diese auf die nach 1945 von den „Gründungsvätern“ Rákosi-Gerő-Révai and Co. motivierte kommunistische Verfassung Ungarns zurückgehen.)

      Ewig leuchtendes Paradebeispiel solcher Gesetzestreue ist einer der bekanntesten Konvertiten, der Saulus-Paulus des ung. Kommunismius, nach der „kleinen Wende der zweite Ministerprsident von Ungarn, Gyula Horn, dessen poitisches Bekenntnis wie folgt lautete:

      „Was wir tun, ist unmoralis, doch gesetzeskonform!!!“

      Der Meister Horn wurde – ebenfalls in einer seltenen Anwandlung von Ehrlichkeit – vom Famulus Gyurcsány mit seiner Schuldbekenntnis sogar übertroffen:

      „Wir Linken haben die ungarischen Wähler Tag und Nacht schamlos betrogen, hintergangen usw.“,

      bekannte er bei einem Geheimtreffen mit seinen Mitverschworenen.

      Über Lügen und Betrug der Gyrcsány-Regierung könnten allerdings auch Madame Lagarde von IMF und die EU-Matadores (die so gnadenlos Ungarn der Obán-Regierung schaden möchten, wo nur möglich) auch ein Liedchen singen, wenn sie auf ihr rechtes Ohr nur nicht so taub wären.

    • Lieber Halász János,

      wenn einer, wie Gyurcsány es zum moralischen Null gebracht hat, ist nicht mehr steigerungsfähig. Null ist nun mal Null!

      In der Mathematik ist auch Null im Quadrat = Null!

  1. HVG hat seine Beschuldigung gegen P. Schmitt mit Beweisen untermauert.
    Bislang habe ich keinen Beweis gesehen nur Vermutungen.
    Wenn Gyurcsány so wie Schmitt Plagiat begangen hat, dann müßte er auf weitere politische Karriere verzichten.
    Beim Anschwärzen von Personen zeichnet sich Fidesz aus. Ich erinnere da nur an die Kampagne gegen Philosophen, die Anfang 2011 begann und im Sand verlaufen ist. Morgen wird Ágnes Heller im österreichischen Parlament vom Presseklub Concordia ausgezeichnet.

    • Gyurcsány schreibt vier Jahre nach seinem Schwager eine Diplomarbeit. Derselbe Titel. Dieselben Fehler. Zufall?
      Und überhaupt: Seit wann legen Sie Wert auf Beweise, Herr Pfeifer?

    • „Beim Anschwärzen von Personen zeichnet sich Fidesz aus.“ Mit dem Satz hat Herr Pfeifer vollkommen recht. Gerechtigkeitshalber muss aber gesagt werden, das beim Anschwärzen von Personen nicht nur Fidesz sich auszeichnet. Diese Art von Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner ist in Ungarn auch in anderen Parteien gang und gäbe.

      Wie auch immer, mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99 % hat Gyurcsány dasselbe Vergehen begangen, weshalb vor einigen Wochen der Staatspräsident Pál Schmitt zurückgetreten ist. Interessant ist nun zu beobachten, wie diejenigen, die vor kurzem noch einen Plagiatsünder verurteilt haben jetzt einen Plagiatsünder verteidigen und andersrum. Dazu ein guter Kommentar von Gábor Török:
      http://torokgaborelemez.blog.hu/2012/04/30/453_plagium_2_0

      • Lieber Halász János,
        genau aus diesem Grund fühle ich mich in diesem Fall keinem „Lager“ zugehörig. So, wie ich Pál Schmitt kritisiert habe, bin ich über die Fakten überrascht, die Herrn Gyurcsány eingeholt haben. Und was mich ganz besonders verwundert, ist: Gyurcsány war kurz vor dem Rücktritt Schmitts bei ATV und spielte den Moralapostel. Ich finde dieses Verhalten bemerkenswert – im negativen Sinne.

  2. Seltsam, HVG konnte Beweise vorlegen, die von den Fideszapologeten zunächst nicht als seriös qualifiziert wurden.
    Ich schrieb doch ziemlich klar. Wenn jeman beweisen kann, dass Gyurcsány ein Plagiat beging, dann muss er auf weitere politische Karriere verzichten. Doch bislang liegt ausser Vermutungen nichts vor.
    Ich bin gegen einen doppelten Standard, d.h. Gyurcsány und Schmitt sind mit den gleichen Maßstäben zu beurteilen.
    Übrigens hat Gyurcsány gegen Unbekannte eine Anzeige wegen Diebstahl erstattet, denn seine Arbeit wurde laut Angabe der Uni Pécs gestohlen.

    • Aus den neuesten Nachrichten des Radio Jerevans habe ich gerade erfahren:

      Es wird neuerdings im EU-Parlament das Gerücht kolportiert, dass Gyurcsány anno… in seiner letzten Not einen der merkwürdigen Kuhhandel in der Geschichte der EU erfolgreich abgeschlossen hätte. Er hat – so heisst es – angeboten, dass er seine Diplomarbeiten (immerhing etliche Dutzend Blätter) verspeist, wenn man im Gegenzug, ihm als Ministerpräsidenten von Ungarn in seiner grossen Bredouille, die Lügenberichte über die Wirtschafts- und Finanzlage des Landes schluckt.

      Barroso, der bekanntlich Spass versteht, sei darauf eingegangen.

      Nun, geschätzter Karl Pfeiffer, wenn Ihr Idol, Gyurcsány, seine Diplomarbeiten schon längst erfolgreich verdaute, dann ist es verständlich, dass Sie für ihn gute Chancen erhoffen, dass Fleto zur höhren Ehre der ungarischen Pseudo-Linken, auch diese (Ihrer Hoffnung nach) nunmehr unbeweisbare Plagiatsaffäre verdaut, d.h. heil übersteht.

      • Diese 0:9 Bewertung kann ich nur als höchstes Kompliment auffassen.

        Mit diesem Kommentar scheine ich mit einen Schlag mehrere Mal voll ins Schwarze getroffen zu haben. Und das nicht zähneknirschend.

        Der Italiener sagt dazu: Non e vero, ma ben trovato. (Nicht wahr, doch gut getroffen)

        Wie wär’s etwas lockerer meine Herren?

      • „Diese 0:9 Bewertung kann ich nur als höchstes Kompliment auffassen.“

        Nicht in diesem Blog, Ignac Unger. Wenn vorne die 0 steht, dann bedeutet das schon etwas. Ich konnte mit Ihrem Beitrag – im Gegensatz zu einigen anderen Ihrer Beiträgen aus den letzen Tagen – nichts anfangen, daher Daumen nach unten.

    • „Herr Pfeifer,
wie soll ich sagen ?
Ich bin im Innersten betroffen.
Ihr witzigster Kommentar nach langer Zeit!“

      Istvan Jung,

      Karl Pfeifer ist vielleicht doch wandlungsfähiger, als seine doktrinären Ansichten es vermuten liessen.

      Es hat de Anschein, dass er eine nicht einmal von ihm selbst vermutete ADER hat, die ihm in der grössten Düsternis hilft, Ungarn endlich in freundlicheren Farben zu sehen.

  3. HV ich warte gespannt auf die Beweise. Und wenn es bewiesen ist, dass Gyurcsány Plagiat begangen hat, dann wird er gehen müssen. Das kann man beim besten Willen nicht damit vergleichen, dass HVG am 11. Jänner 2012 die Beweise vorgelegt hat, dass Schmitt ein grobes Plagiat begangen hat. Die Art wie Fidesz darauf reagierte zeigt, dass diese Leute keinen moralischen Kredit verdienen. Sie haben Schmitt ins Messer laufen lassen und haben aus ihm einen Clown gemacht.
    Ich weiß nicht ob Gyurcsány Plagiat begangen hat oder nicht, aber auch wenn er es getan hat und abtreten muss, das Scheitern von Fidesz ist nicht mehr zu leugnen. Jetzt ist Halbzeit und das Land befindet sich in einer tiefen Krise und auch das Abtreten von Gyurcsány könnte daran nichts ändern.

    • Immerhin ist Schmitt – wenn auch zu spät – zurückgetreten. Immerhin wurde er auch aus dem eigenen politischen Lager und auch in der regierungsfreundlichen Presse kritisiert. Klar war da auch politischer Kalkül im Spiel, trotzdem war das eine kleine Hoffnung darauf, dass sich die politische Kultur in Ungarn doch verbessern kann und dass das Ende der Ära der Konsequenzlosigkeit vielleicht irgendwann doch noch kommt. Wie Schmitt und Fidesz mit „ihrer Affäre“ umgegangen sind haben wir gesehen. Schauen wir mal, wie Gyurcsány und seine Unterstützer mit „seiner Affäre“ umgehen.

  4. HV vielleicht war ich zu radikal. Solange, hier noch patriotische Bekenntnisse bzw der grenzenlose Glaube an V.O. postuliert werden, ist Fidesz noch nicht verloren.
    Die Rechnung bezahlen ja nicht wir, sondern die vielen Ungarn, deren Lebensbedingungen sich verschlechtern.

    • Was genau ist der tiefere Sinn Ihrer Bemerkung? Geht das in meine RIchtung oder meinen Sie jemand anderes? Oder reden Sie sich nur für einen Ihrer nächsten Vorträge oder Artikel warm?

    • Der ungarische Ex-Ministerpräsident hat Anzeige gegen

      Unbekannt

      erstattet,

      weil doch seine 36 Seiten „Diplomarbeit“ aus 1984 gestohlen wurden.

      Es ist

      schröcklich,

      weil das Orbán-Regime, weil die völkische Diktatur, weil diese ethno-nationale Bewegung und der sozialanthropologische Menschheitskonflikt …

      Es ist

      … schröcklich, Herr Pfeifer!

      Wo uns der Orbán doch kein Unbekannter nicht ist mehr!

      P.s.:

      Gyurcsány a demokratikus ellenzék nihiljét bírálta:

      „A demokratikus ellenzék a saját sírját ássa, ha nem érti meg, a politika nem önmagában ócska, a rendszerváltozás nem tévedés, hanem minden nehézsége ellenére történelmi meghatározottság, az egyetlen valóságos út” (Sprüche Gyurcsánys 2012)

      Herr Pfeifer, fassen Sie sich! Beten Sie!

      Wann darf ich Sie wieder auf ATV erleben?

      http://atv.hu/cikk/20120311_gyurcsany_a_demokratikus_ellenzek_nihiljet_biralja

    • Er überzeugt mich. Ich gebe meiner Maus einen Stups und wechsle die Seite.
      „http://www.facebook.com/pages/Gyurcs%C3%A1ny-Ferenc-szimpatiz%C3%A1nsok-oldala/185230498174180

      Freunde Ungarns! Ich leide mit (Euch)!

      Erzsébet Palkovits von den Freunden Gyurcsánys hat es auf den Punkt gebracht. Sie spricht spricht aus, was Herr Pfeifer mich bisher nur ahnen ließ:

      „Tuti, hogy a Fidesz eltüntette…Szégyenletes dolog… “ “

      [Es ist definitiv ein Fidesz-Eltüntette…Schändliche Sache… “ (von Bing übersetzt)]

      Erzsébet Palkovits steht mit ihrer Meinung nicht allein. Sándor Pataki Erzsébet: zum Beispiel ist eine der vielen Freunde Gyurcsánys, die ihre Meinung teilt:

      „egyetértek veled.Máslülönben nem tudna igy pocskondirozni.Látod még az egyetemen is ott vannak az emberei a Fidesznek.Megmondhatná Orbán,hogy miért fél ennyire Gyyurcsánytól.Hogy nagyon fél az biztos.Eddig nem jött be Sukoro meg sok egyéb amivel vádolták.Reemélem ez se jön be,mert beletörik a bicskájuk.Az a baj,hogy ennek mi fizessük meg az árát,mert ez egy elterelő hadmüvelet.“

      [Elizabeth, die ich mit Ihnen einverstanden.Es hätte kein Pocskondirozni Máslülönben.Sie sehen, sogar an der Universität gibt die Männer des Fidesz, Orban, Megmondhatná., warum also Gyyurcsánytól. sehr Partei Partei sicher.Sie haben nicht viele andere beschuldigte Sukoro kam.Reemélem ist dies nicht wegen der verdrehten Bicskájuk.Das Problem ist, dass dies was wir zahlen den Preis, ist weil es eine Abzweigung Hadmüvelet. (Von Bing übersetzt) ]

      Apropo „Bing“. Jetzt verliere ich den Faden. Ist Bing der Deckname von Ignac Unger?
      Wer ist Ignac Unger?
      Ist Ignac Unger der Deckname von V.O.?

      Apropo „Ideenflucht“: Manie ist eine psychische Erkrankung mit ständiger Geschäftigkeit ohne nennenswerten Nutzeffekt, grundlos heiterer oder gereizter Stimmung, Rede- und Bewegungsdrang, Ideenflucht, Selbstüberschätzung mit Enthemmtheit.

      Wie komme ich jetzt eigentlich auf Manie?
      Ich wollte doch nur auf die Postings der Freunde Ungarns reagieren! Bin ich noch im selben Thread?

      „Gyurcsány: Diplom mit der Arbeit seines Schwagers?“

      • „apropo“ vs. „à propos“

        Ich habe mich für „apropos“ entschieden.

        „Überzeugung und Impetus werden hier nämlich höher bewertet als Bildung …“

      • Peter Herche,

        Meinen Sie hier, auf dem Bolg?

        Es kommt dann darauf an, ob Sie den ateinischen Begriff, Impetus = Angriff, eher als Dynamik, Elan oder mit Anregung, Impuls interpretieren.

        Oder ganz anders?

      • „Wie komme ich jetzt eigentlich auf Manie?
Ich wollte doch nur auf die Postings der Freunde Ungarns reagieren! Bin ich noch im selben Thread?“

        MONOMANIE bedeutete so viel wie „Einzelwahn“ im Gegensatz zu einem umfassenden/vollständigen „Wahnsinn“.

        Der Begriff zielt auf eine isolierte, „partielle“ Störung psychischer Funktionen ab, also auf psychische Erkrankungen, die nicht mit einem vollständigen Irresein, einem „Delirium“, einhergehen, sondern sich nur in Teilbereichen äußern, die übrigen psychischen Bereiche aber unbeeinträchtigt lassen.

        Und wie komme ich eigentlich auf Monomanie?

        Wahrscheinlich wegen der Epidemie in Europa, die in bestimmten linken Zirkeln gegen Orbán, FIDESZ und so generell alles was bei den Ungarn genetisch bedingt ist, schier unheilbar wütet.

        Orbán wird von der monomanen Magdalena Marsovszky als Kode-Wort (Synonym für die Ungarn) besonders gerne Tag und Nach verwendet, denn sie weiss als geborene Ungarin sehr wohl, dass bekanntlich „fejétől bűzlik a hal“.

    • Lieber Herr Pfeifer,
      warum immer wieder dieses Herumtrampeln Ihrerseits auf „Patriotismus“?
      Ist es so bös und schrecklich, wenn sich Menschen offen zu ihrer Heimat, zu ihrem Vaterland bekennen?
      Aber vielleicht verstehe ich Sie auch falsch und Sie meinen nicht den „gesunden“ Patriotismus sondern die ekelhaften Auswüchse eines übertriebenen Nationalismus gepaart mit Menschenverachtung. Wenn dem so ist, bin ich auf Ihrer Seite.

  5. Sie HV haben keine patriotischen Bekenntnisse und keinen grenzenlosen Glauben an V.O. postuliert. Ich hoffe, das schafft Klarheit.

  6. Geschätzter Karl Pfeifer,

    Gyurcsány verkörpert heute als Konzentrat das Übelste, was die ungarische Pseudo-Linke, der juristische und ideologische Erbe der kommunistischen Maffiadiktatur an Immoralität vertritt, und jeden moralischen Menschen in der Welt nur anwidern kann.

    Halász János schrieb:

    „Er hat den Spieß umgedreht“ und wenn man ideologisch nicht verblendet ist, sieht er klar, dass er:

    dabei ist, ihn in seiner Verzweiflung gegen sich und die Linke zu wenden.

    Den Spiess mit dem dieser Kettenlügner einst über seine eigene Nation herfiel, um mit seinen Spiess-Gesellen Ungarn auszuplündern.

    Jawohl, in seiner Verzweiflung darüber, dass seine kurze Herrlichkeit so beschämendes Ende nahm. Er ist doch bei demokratischen Wahlen samt seinen Gefolgsleuten direkt auf dem Misthaufen der ungarischen Geschichte gelandet. Er kann jetzt nichts anderes mehr, als seine Angriffswaffe, den Spiess, umzudrehen, und gegen „sich“ d.h. seine Maffiapartei MSZP zu wenden, zumal sie ihn den grossen linken Führer offensichtlich gar nicht verdienen.

    Die Selbstliquidierung der ungarischen Pseudo-Linken ist voll im Gange. Die pseudo-liberale SZDSZ hat diese Tat bereits erfolgreich vollbracht.

  7. @ HV:
    Was ich nicht verstehe: “ in Anbetracht der Tatsache, dass die Arbeit Gyurcsánys bis heute aus nicht nachvollziehbaren Gründen unaufindbar ist (Zitat Ferenc Gyurcsány: “Wessen Interesse kann das wohl sein?”), kann noch nicht überprüft werden, ob und ggf. in welchem Umfang die beiden Arbeiten – neben dem identischen Titel – inhaltlich übereinstimmen. Fest steht nach der Reportage Célpont aber, dass die Arbeiten an einigen Stellen die selben Fehler enthalten. “

    Woher kennt die Sendung „Célpont“ die Arbeit von Gyurcsány, wenn sie verschwunden ist? Und die Sendung muss sie ja kennen, denn sie muss sie mit der von Rozs verglichen haben, wenn sie eine Aussage macht, wonach beide Arbeiten dieselben Fehler enthalten. Hat etwa die Sendung „Célpont“ die Arbeit (klauen lassen)? Es sind hier 23 Kommentare, ohne dass jemand auf diese Merkwürdigkeit eingeht. Oder ist das nur für mich widersprüchlich? Entweder eine Arbeit ist verschwunden, und sie ist dann für jeden verschwunden und weder ihre positiven noch ihre negativen Seiten können verglichen werden – oder aber eine Arbeit ist nicht verschwunden, sondern nur in den Händen einiger, die damit etwas Bestimmtes erreichen wollen.

    • Hallo Galut,

      die Reporter von Célpont haben es (so heißt es in der Sendung) geschafft, die Bewertung der Arbeit Gyurcsánys in die Finger zu bekommen. Die Bewertung befast sich – so Célpont – mit den Fehlern in Gyurcsánys Arbeit. Und auch da gibt es bemerkenswerte Übereinstimmungen zwischen Gyurcsány und Rozs.

      Besonders lustig fand ich dabei folgendes Detail: Rozs gab seine Arbeit 1980 ab, seine Untersuchung betraf Weinanbau und Winzerhandwerk bis einschließlich 1978. In Gyurcsánys Arbeit wurde kritisiert, dass er de Entwicklungen in den Jahren 1979 ff. nicht berücksichtigt habe, obwohl er seine Schrift erst 1984 einreichte. Kann natürlich auch ein bloßer Zufall sein.

      Ich empfehle die verlinkte Célpont-Sendung vom vergangenen Sonntag Abend. Deine Fragen werden hier ggf. zum Tel beantwortet.

      Vielleicht noch eine Schlussbemerkung: Die Jungs und Mädels von Célpont sind sicher keine MSZP-Fans. Aber sie haben in der VErgangenheit schon ein paar Mal bewiesen, dass sie keine schlechten investigativen Journalisten sind.

  8. Ignác Unger,
    glauben Sie wirklich, dass Ihre Schimpfkanonaden außer den sowieso Überzeugten einen nüchternen Leser überzeugen können?

    • Köstlich das Gsicht des Lügners in dem Augenblick, als er versteht, dass er ertappt wurde und mehrere Sekundeen überlegt was er nun wohl sagen soll. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Untertitel der Satiriker für diese Szene.

      • Lied eines leidenschaftlichen Spottvogels über die Sehnsucht postkommunistischer Linker nach dem Esel mit dem Gelde

        Frisch auf ihr lieben Genossen, ein neue Zeitung gut,
        Hab ich euch sagen wöllen, faßt einen guten Muth,
        Der mit dem Geld wird kommen, hab ich für gewiß vernommen,
        Mit einer grosen Summen, das wird uns bringen Frommen.

        Laßt uns nun fröhlich singen, ob dieser Botschaft gut,
        Und dem zu Lohn eins bringen, der’s uns verkünden thut,
        Ich rieth zu diesen Dingen, daß wir entgegen giengen,
        Und freundlich den empfiengen, der uns das Geld thut bringen.

        So wolln wir frisch aufstehen, weil ihrs für rathsam acht,
        Und ihm entgegen gehen, daß er auf uns sey bedacht,
        Laßt eilends uns fortlaufen, und ihm die Federn raufen,
        Er möcht zurück sonst zaufen, und sich von uns abschraufen.

        He Pseudologia Fantastica! ich hör den Esel wohl,
        Er schreit nur I, A, I, A, die Truhen sind gewiß voll,
        Es wird uns noch gelingen, drum seyd nur guter Dingen,
        Vor Freude laßt uns springen, sein Haupt wird man uns bringen.

        [Quellen:
        Achim von Arnim, Progarammatiker, Wegbereiter der „völkischen Bewegung um die Wende des 19.zum 20 Jahrhundert, deren Wurzeln bis zu Herder und der deutschen Romantik zurückreichen“, siehe Magdalena Marsovszky, Neue völkische Bewegung und Antisemitismus in Ungarn, in: Salzborn, Samuel (Hrsg.), Minderheitenkonflikte in Europa (2006)
        und
        Böcker, Werner, Repetitorium Pathologie (2008)]

      • Ich versuche es mal mit einem konstruktiven Beitrag:

        „Auf die Frage, worüber er promoviert hätte, antwortete Gert Postel „Über die Pseudologia phantastica am literarischen Beispiel der Figur des Hochstaplers Felix Krull …“

        Wer mit dem Namen ‚Gert Postel‘, dem Phänomen „Gyurcsány“ und der ‚Pseudologia phantastica‘! nichts anzufangen weiß, findet hier Näheres:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel

    • „Ignác Unger,
glauben Sie wirklich, dass Ihre Schimpfkanonaden außer den sowieso Überzeugten einen nüchternen Leser überzeugen können?“

      Karl Pfeifer,

      Ihre Frage provoziert geradezu die Gegenfrage:

      Glauben Sie wirklich, dass Sie langsam als letzter Mohikaner mit Ihrer Schimpfkanonade „gegen Orbán – für Gyurcsány“, ausser den sowieso überzeugten einen nüchternen Leser, wie heute gut 90% der Ungarn, von Ihrem Idol überzeugen, und Gyurcsány wieder zur Macht verhelfen können?

      Ich habe auf dem anderen Thread, wo ich mit einem Artikel des Magasin „Spiegel“ die Scheinheiligkeit, mehr: echtes Pharisäertum von ORF nachwies, von Ihnen als Antwort nur sinnloses Zeug erhalten.

      Das verstehen Sie unter sachlicher Diskussion?

      Es ist natürlich Ihr gutes Recht ihren Senf auf dem Blog überall abzuladen, und wenn Sie erkennen, dass Sie damit auf die Nase fallen, dann unverzüglich zu einem rettenden Ufer, einem anderen Thread, die Weite zu suchen.

      Ich respektiere ihr Recht auf freie Meinungsäusserung, doch nicht Ihre Meinung über mein Land meine Nation und die mit noch nie da gewesener Mehrheit demokratisch gewählter Regierung mit Orbán Viktor an ihrer Spitze.

      Es ist auch Ihre private Angelegenheit, wenn für Sie und einige ähnlich überzeugten Gyurcsány eine heilige Kuh sein, dieser Unglückseliger von Ihnen für ein MSz(M)P Pantheon zu einem Lichtgestalt hochstilisiert werden soll.

      Woher nehmen Sie sich aber das Recht, wenn ich Ihnen bei solcher Geschmacksverirrung nicht folgen kann, meine patriotischen Gefühle für meine Heimat so abschätzend durch den Dreck ziehen zu dürfen?

      Solange da niemand Ihr Recht gar auf mit Chauvinismus der schlimmsten Sorte geladenes Internationalismus oder Kosmopolitismus in Zweifel ziehen will, sollten Sie die von Ihnen so verachteten Patrioten auch in Ruhe lassen.

      Das, was Sie jetzt nach Ihrem Wiederauftauchen produzierten, ist nichts anderes als mutwillige Provokation reinster Blüten.

      Das ist meine höchst persönliche Meinung und nicht von FIDESZ, und ich bin auch nicht Alterego von O.V.

  9. „Wer ist Ignac Unger?
Ist Ignac Unger der Deckname von V.O.?“

    Lieber Peter Herche,

    Das ist das Ende!

    Ich schon wissen immer, der Korso gehen oft zum Brunnen, bis er brechen Stücke.

    Jetzt wie ich stehen da? Besser hören Warnung von Ungarnfreund, (nicht vom Echten) sondern den Pfeifer Karl:

    „Nicht gut graben Grube immer für arme Gyurcsany“.

    Ich nicht hören, jetzt stecken bis Hals ich drin.

    Eine schöne Bescherung, und das erst noch am 1. Mai, einen Tag vor der von der Linke erzwungenen Wahl von Áder János zum Staatspräsidenten Ungarns.

    Sieg der MSZP auf der ganzen Linie.

    Ob Orbán und FIDESZ das übersteht?

    Das wissen nur die Götter und unser, aus gewissen linken Quellen wohlinformierter hochgeschätzter Karl Pfeifer.

      • „Oder machen Sie nur auf Selbstdarstellung?“

        Lieber Hungarianvoice,

        Es sollte nicht mehr und nicht weniger, als eine kleine Erwiderung auf Peter Herche‘s ähnlich geartete Einlage sein. Auf Selbstdarstellung lege ich nicht den geringsten Wert. Ich war nie und jetzt schon gar nicht eitel. Für meine Beiträge brauche ich keine Bezahlung und erwarte auch keinerlei Auszeichnung.

        Mich widert ganz einfach einfach das „Moral“ des Vorgehens:

        „Verläumde getrost, es bleibt immer etwas hangen“,

        gewaltig an.

        Solange man sich berechtigt fühlt, uns Ungarn mit so niederträchtigen Techniken in eine Art von Geiselhaft zu nehmen, solange werde ich, wenn ich kann, mich für mein Land und meine Landsleute dagegen wehren.

        Wenn meine Einlage in Ihren Augen als etwas weniger gelungen zu sein vorkommt, dann tut es mir echt leid. Es ist mir nur so ausgerutscht, ganz spontan gekommen, wie auch meine „Erweckung“ durch die Machenschaften des Herrn Pfeifer & Co.

        Ich verbreite nicht mutwillig Lügen und Lügengeschichten, bin nicht vulgär und sonst primitiv. Wenn Sie als Hausherr und Gastgeber sich daran nicht stören, dass ich auf alle die uns mit Felsbrocken unter Dauerbeschuss halten wollen, am liebsten jedesmal, wenn ich könnte, mit einem Donnerkeil antwortete, dann bedanke ich mich für Ihre weitere Gastfreundschaft.

        Einen geruhsamen Abend wünsche ich Ihnen.

      • Ich stelle in den Raum, dass Sachlichkeit, Sachbezogenheit, weniger Pathos und ein höflicher Umgangston an Stelle eines Bombardements mit Postings Ihrer Sache dienlicher wäre. Wenn Sie kämpfen wollen, könnten Sie das ja auf anderen Foren tun: Ich empfehle Pusztaranger und Hungarian Spectrum. Dort könnten Sie auf der Suche nach „Feinden“ fündig werden 🙂

        Das Ziel dieses Blogs ist, einen sachlichen Dialog zwischen unterschiedlichen Sichtweisen zu ermöglichen. Nicht jeder kann und will sich dem anschließen. Bei Ihnen fehlt mir die Dialogbereitschaft. Sie neigen zu Selbstgesprächen.

      • O.K. Hungarianvoice,

        Kritk ist immer vom Nutzen, solange man noch lernfähig ist. Ich werde mehr darauf Achtgeben, dass mich Emotionen nicht so ohne weiteres quasi mit hingeworfenen Zügeln davon tragen.

        Ihnen „geruhsahmen Abend“ zu wünschen, hätte ich mir auch sparen können. Besonders an so heissen Diskussionsabenden, können Sie die Zügel nicht nur so einfach an den Nagel hängen.

        Ich kann mich aber jetzt zur Ruhe legen.

        Der morgige ist für Ungarn ein wichtiger Tag.

  10. Kollege Kálnoky,
    Sie warten also sehnsüchtig auf die Verspottung von Gyurcsány.

    Aber – wie wir hier erfahren können – soll Gyurcsány das personifizierte Böse sein, während Schmidt natürlich ein Unschuldsengel sein soll, den die Mächte des Bösen zum Fall gebracht haben.
    Wenn es herauskommt, dass Gyurcsány ein Plagiat begangen hat, dann wird er wohl keine 10 Wochen brauchen, bis er zurücktritt. Allerdings wird Gyurcsány auch nicht von einem katholischen Bischof mit Jesus Christus implizit verglichen werden.
    Wenn aber nicht bewiesen werden kann, dass Gyurcsány ein Plagiat begangen hat, dann wird man sich so seine Gedanken machen können über diejenigen, die damit an die Öffentlichkeit gingen.

    • Warum, Herr Pfeifer, glauben Sie, dass Gyurcsány weniger als 10 Wochen bräuchte, um nach Aufdeckung einer Verfehlung zurück zu treten? Hat er nicht 2006 eindrucksvoll bewiesen, dass ihn nichts, wirklich gar nichts zum Rücktritt bewegen kann? Gerade er soll nun Pál Schmitt etwas voraushaben?

    • Lieber Herr Pfeifer,

      Sie stehen ja sehr loyal zu dem Mann. Was hat er bloss, was Orbán nicht hat? 🙂 Ach, wohl die Verlogenheit. Dass er schon wieder lügt, ist ja glasklar bewiesen. Er behauptet, seine Diplomarbeit auf Materialien gestützt zu haben, die er in der Wohnung seines Schwagers bzw dessen Eltern fand: Und er zählt auf: Prospekte, Statistiken, Fachliteratur zum Thema.

      Das hat der Schwager als glatte Lüge bezeichnet: Nichts sei in der Wohnung gewesen als nur ein Exemplar seiner Diplomarbeit, dass er seiner Mutter geschenkt hatte. Er selbst war längst ausgezogen und hatte alles Quellenmaterial mitgenommen.

    • Könnte es etwa sein, dass Kollege Kálnoky’s Kollege Karl Pfeifer deshalb Probleme mit seinem Kollege hat, weil ihm langsam der Wahrheitgehalt eines Sprichworts dämmert:

      Mitgegangen, mitgehangen und schliesslich im eigengesponnenem Netz mitgefangen?

      Keine leicht zu beantwortende Frage.

    • „Sie warten also sehnsüchtig auf die Verspottung von Gyurcsány.“

      Geschätzter Karl Pfeifer,

      Sie mussten aber nicht lange darauf warten, bis Ihr Idol einem Ihrer Lieblingsanklagepunkten gegen die angeblich angeborene Sucht der Ungarn zum Trotz, mit einer hochintelligenten Verschwörungstheorie gegen Seine Wichtigkeit jetzt herausruckte.

      Dass der Begnadete sich damit, bei den mit dieser Erbsünde belasteten Nichtsnutz Ungarn dir nichts mir nichts einreiht, scheint Sie plötzlich auch nicht weiter zu stören. Wie denn das?

      Haben Sie etwa, während wir Sie hier auf dem Blog so vermissten, Ihre Kehrtwendung auf dem Weg nach Damaskus vollzogen, oder nur Salto mortale geübt?

  11. Liebe Frau Széchenyi,
    es tut mir Leid, dass ich Ihre Zuschrift übersehen habe.
    Ein Gentleman erklärt nicht einer zu sein, denn wenn er das macht ist er keiner.
    Das gleiche gilt für einen Patrioten. Wer es wirklich ist, wird sich nicht damit brüsten.

    • Herr Pfeifer,

      Sie schreiben: „Das gleiche gilt für einen Patrioten. Wer es wirklich ist, wird sich nicht damit brüsten.“

      Was meinen Sie? Könnte es nicht stille Patrioten geben, die erst dadurch zu „lautstarken“ werden, dass Patriotismus und Heimatliebe als Nationalismus diffamiert wird? Wer Patriotismus unterdrückt, erntet früher oder später Nationalismus. Insofern wäre es ja vielleicht eine Lösung, wenn diejenigen, die Nationalismus bekämpfen möchten, den „leisen Patriotismus“ fördern. Tatsächlich wird aber beides allzu gerne vermischt: Die von Ihnen hoch angesehene Frau Marsovszky bekommt von jeder Art Kranzniederlegung, Fahnenaufzug und nationalem Ritual z.B. ganz grundsätzlich Ausschlag, wie man lesen durfte. Allein „Nation“ ist als Begriff ja schon etwas ganz, ganz Verdächtiges…

  12. „Lied eines leidenschaftlichen Spottvogels über die Sehnsucht postkommunistischer Linker nach dem Esel mit dem Gelde“

    Peter Herche,

    Ich kann nur sagen: Hut ab, ob diesem Beitrag. Mir imponiert es sehr.

    Sie liefern Beweise Schlag auf Schlag, dass Ihnen von Humor bis Spott nichts fremd ist.

    Wie wäre es schön, wenn auch die Jubelchöre der MSZP und Gyurcsany ein Minimum an Spass verstehen würden, und bei Ihrer mit Killerargumenten gespickten „berechtigten“ Dauerkritik über nichts aderes als Ungarn, hin und wieder etwas Legerness zeigen könnten.

    Ich gwinne hier langsam den berechtigten Verdacht, dass man der Monomanie gegen mein Land offensichtlich nur zähneknirschend frönen kann, was Grund genug wäre für verhaltenes Optimismus.

    Also auf Ihr Ungarnfreunde, und bringt die Gegener zum Lachen!

  13. Lieber Kollege Kálnoky,
    ich habe zwei mögliche Szenarien geschildert. Wenn ich also Gyurcsány nicht als die Verkörperung des Bösen betrachte, interpretieren Sie das als Sympathie?

    Auf alle Fälle habe ich keine Freude über den tiefen Fall des Pál Schmitt geäußert und denke, dass die Art wie man ihn wochenlang zappeln ließ nicht die feine ist. Möglicherweise wird man Gyurcsány ein Plagiat nachweisen können und dann wird er sich wohl ins Privatleben zurückziehen. Aber wie gesagt, es besteht auch die Möglichkeit, dass er nicht abgeschrieben hat und es sich hier wieder um eine üble Kampagne handelt. Ich glaube nicht dass das Plagiat Schmitts oder jetzt das vermutliche Plagiat Gyurcsánys eines der wichtigen Probleme ist. Es gibt noch einen wichtigen Unterschied. Schmitt hatte das höchste Amt im Staate inne, Gyurcsány ist lediglich gewählter Abgeordneter. Und damit Sie ruhig schlafen können, wie immer die Sache ausgeht fliege ich demnächst für längere Zeit ins Ausland und werde aus der Tageszeitung es erfahren, wenn er Plagiat begangen hat, dann wird irgendwo in einer Ecke ein Absatz stehen.

    Im Gegensatz zu dem was man den als einfältig gehaltenen ungarischen Staatsbürgern einzutrichtern versucht: Ungarn ist wirklich nur ein Randthema der Medien. Julia Timoshenko und die Ukraine bekommen viel mehr Aufmerksamkeit diese Tage.

    • Ich finde das eine sehr interessante Relativierung der Bedeutung Ungarns, Herr Pfeifer. Ich nahm sie auch andernorts gerade in den Medien wahr, die ein Jahr lang die schrillsten Töne gegen Ungarn ausstiessen. Ungarn ist nicht mehr wichtig.

      Es scheint so, als sei die Schlacht geschlagen, und als habe Orbán sich eigentlich durchgesetzt – auch in der EU. Die Antwort auf linker und liberaler Seite ist, die Niederlage als bedeutungslos abzutun: „Ungarn ist nicht so wichtig“.

      Warum dann bisher das ganze Geschrei?

  14. Lieber Herr Karl Pfeifer,
    bitte erst die Augen aufmachen und danach beurteilen. Bitte stellen sie hier Fidesz oder OV nicht als eine Art Inkarnation des Bösen dar.
    Gyurcsany hatte in der Vergangenheit schon öfter bewiesen, dass er nicht dem Wohl des Ungarischen Volks diente.

  15. Erös Pista,
    Die einzige Frage, die hier interessiert: Hat F.G. Plagiat begangen oder nicht?
    Das steht hier zur Diskussion. Alles andere ist in diesem Zusammenhang Nebensache und Privatmeinung.

    • „ Die einzige Frage, die hier interessiert: Hat F.G. Plagiat begangen oder nicht?“

      Lieber Herr Pfeifer,

      Sie brauchen sich deshalb zwischen Hoffen und Bangen nicht länger hin und her reissen lassen. Diese Frage hat Ihr Kollege Boris Kálnoky auch im juristischen Sinne hinreichend beantwortet:

      „Dass er schon wieder lügt, ist ja glasklar bewiesen. Er behauptet, seine Diplomarbeit auf Materialien gestützt zu haben, die er in der Wohnung seines Schwagers bzw dessen Eltern fand: Und er zählt auf: Prospekte, Statistiken, Fachliteratur zum Thema.

      Das hat der Schwager als glatte Lüge bezeichnet: Nichts sei in der Wohnung gewesen als nur ein Exemplar seiner Diplomarbeit“ das er seiner Mutter geschenkt hatte.“

  16. Ignac Unger,
    kein Gericht würde auf Grund der bekannten Tatsachen F.G. schuldig sprechen. Ich respektiere die Meinung von Koll. B. Kálnoky, aber es ist nur eine Meinung, solange nicht Beweise vorliegen.
    Auch für F.G. muss die Unschuldsvermutung gelten.
    Übrigens die königl. Nachrichtenagentur MTI hat schon auf Grund eines ganz neuen Blogs, begonnen, den ehemaligen Staatssekretär Ángyán mit Schmutz zu bewerfen.

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