János Áder neuer Präsident der Republik

Der bisherige Fidesz-Europaabgeordnete und frühere ungarische Parlamentspräsident János Áder wurde heute im ungarischen Parlament mit 262 (von 386) Stimmen zum neuen ungarischen Staatspräsidenten gewählt.

Die von Áder im ungarischen Parlament gehaltene Rede ist in voller Länge bei Youtube abrufbar:

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6 Kommentare zu “János Áder neuer Präsident der Republik

  1. János Áder

    ist heute zum 5. Staatspräsidenten Ungarns gewählt worden.

    Er hat sich als neu gewählter Staatsoberhaupt dem ganzen Land mit einer so grossartigen Antrittsrede vorgestellt, dass es einem vorurteilslosem Menschen schier die Sprache verschlug.

    Ich vermute, dass in unserer Nachkriegseuropa nicht viele Staatoberhäupter eine so würdige Rede gehalten haben.

    Seine besonnene, sachlich souveräne Art hat mir schon immer imponiert.

    Nach dieser Rede bin ich richtig stolz auf ihn.

  2. Ich habe erst jetzt die Zeit gehabt, Aders Rede anzuhören. Mir hat sie gefallen, wenn er sich danach richten wird, dann verdient er Respekt und Anerkennung.
    Heute war ich im österreichischen Parlament, wo u.a. auch Ágnes Heller einen Pressefreiheitspreis des Concordia-Journalismus-Klub erhielt.
    Interessanterweise, hat Parlamentspräsidentin Maria Prammer ähnliche Gedanken über Demokratie geäußert.

  3. Ja, das war eine gute und sehr geschickte Rede. Hauptthema war die Einheit der Nation, die der Staatspräsident repräsentieren soll. Eingangs ein bitter nötiger Aufruf zu respektvollem Umgang miteinander. Dann eine Aufforderung zur Bewältigung der Vergangenheit mit Worten Jószef Attilas, eines vor allem links sehr geschätzten Dichters! Verweise auf die vier Amtsvorgänger Göncz, Mádl, Sólyom, Schmitt. Die Versicherung, alle verfassungsmäßigen Rechte und Pflichten vollumpfänglich wahrzunehmen. Natürlich auch eine Würdigung der neuen Verfassung.

    Schließlich Worte an die Alltagsmenschen, ein Lob der Tat. Besondere Ansprache von Familien, ehrenamtlich Engagierten, der jüngeren Generationen, der Unternehmer, der Gesunden und Starken wie der Behinderten, derer auf schiefer Bahn, der Gläubigen und Nicht-Gläubigen, der nationalen Minderheiten, Helden von 1956, Auslandsungarn und internationalen Verbündeten. Zum Abschluss noch ein sehr präsidiables Kölcsey-Zitat (statt eins von Wass Albert wie bei Schmitt!): „Das Vaterland kommt an erster Stelle“.

    Hut ab, Herr Áder, das war ein staatsmännischer Auftritt! Man wird Sie an diesen Ihren Worten messen.

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