Ipsos-Umfrage: Viktor Orbán so unbeliebt wie nie zuvor

Der neueste Meinungsumfragen der Meinungsforschungsinstitute Tárki und Szonda Ipsos belegen deutliche Rückgänge in der Unterstützung des Regierungslagers. Geradezu katastrophal fällt die Zustimmung für den Regierungschef aus.

http://www.origo.hu/itthon/20120528-partok-es-politikusok-nepszerusege-felidoben.html

Das Ergebnis von Fidesz bei allen Wählern sinkt laut Tárki auf etwas über 20% – im Jahr 2010 hatte die Partei zwischen 45 und etwas über 50% gelegen. Ebenfalls bemerkenswert: Keine der Oppositionsparteien kann von dem Rückgang zu Lasten des Fidesz profitieren.

 

 

 

 

 

 

 

Noch drastischer fällt (laut Ipsos) der Rückgang in der Unterstützung für Regierungschef Viktor Orbán aus. Erstmals überhaupt ist Orbán, der bislang gegnüber den Vorsitzenden der Oppositionsparteien MSZP, Jobbik und LMP haushoch führte, in der Unterstützung hinter den MSZP-Vorsitzenden Attila Mesterházy zurückgefallen und liegt laut Grafik in etwa gleichauf mit Gábor Vona (Jobbik) und LMP-Mitgründer András Schiffer.

 

 

 

 

 

 

 

Die Werte zeigen einen drastischen Verfall der Vertrauens in die Regierung und kündigen einen weiteren Anstieg des Lagers der Nichtwähler an. Zuletzt hatten in Umfragen etwa 80% der Befragten angegeben, die Dinge in Ungarn liefen „schlecht“.

SPD-Politiker Michael Roth über Viktor Orbáns Halbzeitbilanz

Das Online-Portal „euractiv“ bringt heute ein Interview mit dem SPD-Politiker Michael Roth:

http://www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/halbzeit-fuer-orban-pflicht-zur-einmischung-in-ungarn-006349

Roth sieht die Halbzeitbilanz der ungarischen Regierung fast durchgängig negativ. Zugleich verwehrt er sich gegen die Vermutung, Ungarn werde von „linksliberalen Kräften“ in die Zange genommen. Er kritisiert eine „Machtzementierung“ durch Fidesz, anerkennende Worte findet er (immerhin, aber auch nur) für die Roma-Strategie.

Roth hatte sich zuletzt zur Präsidentenwahl in Ungarn geäußert und den heutigen Präsidenten János Áder als „den falschen Kandidaten“ bezeichnet.