Erfolgreiche Auktion ungarischer Staatsanleihen

Via Wallstreet Online:

http://www.wallstreetjournal.de/article/LL-CO-20120614-004056.html

„Die ungarische Schuldenagentur hat am Donnerstag Staatsanleihen im Volumen von 59 Milliarden Forint (249,3 Millionen Dollar) versteigert. Damit lag das Volumen über dem geplanten maximalen Umfang. Es handelt sich um die Aufstockung existierender Serien. Im Detail wurden folgende Ergebnisse erzielt (Ergebnisse vom 31. Mai in Klammern):

Emission             3-jährige Anleihe 
Laufzeit             24. August 2015 
Kupon                7,75% 
Volumen              20 Mrd HUF 
Bietungsvolumen      62,383 Mrd HUF 
Zuteilungsbetrag     30 Mrd HUF 
Bid-to-cover-Ratio   2,08        (2,05) 
Durchschnittsrend.   8,37%       (8,42%) 
Maximalrendite       8,40%       (8,48%) 

Emission             5-jährige Anleihe 
Laufzeit             24. November 2017 
Kupon                6,75% 
Volumen              14 Mrd HUF 
Bietungsvolumen      20,410 Mrd HUF 
Zuteilungsbetrag     14 Mrd HUF 
Bid-to-cover-Ratio   1,46        (1,82) 
Durchschnittsrend.   8,47%      (8,61%) 
Maximalrendite       8,50%       (8,65%) 

Emission             10-jährige Anleihe 
Laufzeit             24. Juni 2022 
Kupon                7,00% 
Volumen              11 Mrd HUF 
Bietungsvolumen      38,10 Mrd HUF 
Zuteilungsbetrag     15 Mrd HUF 
Bid-to-cover-Ratio   2,54        (2,26) 
Durchschnittsrend.   8,50%       (8,66%) 
Maximalrendite       8,52%       (8,72%)

 

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12 Kommentare zu “Erfolgreiche Auktion ungarischer Staatsanleihen

  1. HV können Sie uns bitte mitteilen, wie hoch der Zins ist, den der ungarische Steuerzahler für diese Anleihe wird zahlen müssen?

  2. Bemerkenswert – der Renner war offenbar die 10jährige Anleihe, dh das langfristige Vertrauen in die ungarische Wirtschaft kommt ein wenig zurück.

    Wie ist das eigentlich – Forintanleihen, deren Kosten für den Steuerzahler letztlich von der ungarischen Inflation abhängen?

    • Lieber Herr Kálnoky!

      „das langfristige Vertrauen in die ungarische Wirtschaft kommt ein wenig zurück“

      Vielleicht ist das auch eine Reaktion auf das CNN-Interview von EcoFin Matolcsy von letzter Woche bzw. auf seine Antwort auf den Artikel im Economist mit der Überschrift: ‚Good news on the Danube‘ [Vorsicht Ironie]
      http://www.kormany.hu/download/b/76/90000/Good%20news%20on%20the%20Danube%20economist.pdf

      zum Thema siehe auch:
      http://www.portfolio.hu/en/economy/hungary_ecomin_sends_response_to_the_economist_for_sickness_story.24377.html
      und den dort aufgeführten Links!

      Das Finanzportal BLOOMBERG ist von der derzeitigen Lage in Ungarn aber nicht so positiv überzeugt, wie ein Artikel über Ungarn von heute belegt:
      http://www.bloomberg.com/news/2012-06-13/hungary-lauds-hitler-ally-horthy-as-orban-fails-to-stop-hatred.html

      Hier muss man lesen:
      „Hungary has a new hero.
      Towns and villages are putting up statues and naming streets after Miklos Horthy, a former head of state who led the country into World War II on Adolf Hitler’s side.“

      Der Artikel liest sich wie ein Fortsetzungroman zu dem Economist-Artikel. Auffallend ist, dass das Verhältnis FIDESZ-Jobbik deutlich thematisiert wird. Als Kronzeuge wird Attila Juhasz vom Political Capital in Budapest zitiert:

      “Fidesz senses that Jobbik is a serious rival and is trying to take the wind out of its sails by taking over parts of its agenda,” Juhasz said. “The problem is all this is doing is strengthening the extremist ideology on which Jobbik thrives.”

      Das ist jetzt schon das zweite Wirtschaftsblatt, das sich sehr kritisch zur Lage in Ungarn äußert. Und es scheinen auch keine ausgesprochen „Linke“ Medien zu sein!

      Die Diskussion zwischen dem Haushaltsrat und EcoFin Matolcsy wird in den nächsten Tagen sicher spannend werden.

      • Ich denke, der Vergleich mit dem Rest Europas ist auch zunehmend von Bedeutung. Verglichen mit einer ganzen Reihe von Ländern ist Ungarns Wirtschaftspoitik und Haushaltsdisziplin ja geradezu erbaulich. Akinek nincs lova annak a szamar is jó – es wird ja immer schwerer Geld profitabel und einigermassen sicher anzulegen. Ungarn könnte davon profitieren.

  3. HV vielen Dank. Wie erklären die Wirtschaftsfachleute, dass € 1 = 297 HUF bleibt? Warum führt dieser Erfolg nicht dazu, dass der Wert des Forints steigt?
    Oder besteht keine Relation zwischen Anleihen und Forintkurs?

    • @ Herrn Pfeifer:
      Glauben Sie, dass allein die Anleiheemissionen die Kursbildung einer Landeswährung bestimmen?

      Das von Ihnen in der Politik so liebgewonnene Prinzip der Monokausalität („einer ist schuld“) funktioniert in der Ökonomie nicht. Sorry 🙂

      • HV ich bin nicht so bewandert in der Finanzwirtschaft und glaubte von Ihnen eine Antwort zu erhalten. Anstatt dessen werfen sie mir ein „Prinzip der Monokausalität“ vor. Also keine Fragen mehr über das von Matolcsy auf CNN herbeiphantasierte ungarische Wirtschaftswunder..

    • „Wie erklären die Wirtschaftsfachleute, dass € 1 = 297 HUF bleibt? Warum führt dieser Erfolg nicht dazu, dass der Wert des Forints steigt?“

      Forintkurs heute: 1 Euro = 287 Forint

  4. Das hatten wir doch alles schon in 2004 – 2008
    Die Zinsen auf Auslandsanleihen und Kredite waren niedrig; der Schaden für Ungarn war/ist gross!
    Es ist traurig anzusehen, wie sich ein Land selber verkauft; wer aber soll es einmal zurückgewinnen?

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