Magdalena Marsovszky in der Jungle World: „Schamanen im Parlament“

Und noch ein aktueller Beitrag von Magdalena Marsovszky, diesmal in der linken Wochenzeitung Jungle World:

http://jungle-world.com/artikel/2012/24/45628.html

 

Advertisements

21 Kommentare zu “Magdalena Marsovszky in der Jungle World: „Schamanen im Parlament“

  1. Wie schön man große Tele eines Landes unter den Verdacht völkischer Umtriebe stellen kann, zeigt eine „wissenschaftliche“ Behauptung Marsovszkys:

    Das Erstarken der Konservativen und rechtsradikalen Kräfte

    „hatte weniger mit der vermeintlichen Misswirtschaft der vorherigen sozialliberalen Regierung zu tun, als vielfach behauptet wird. Vielmehr wurden die Linksliberalen seit der Wende mit Hilfe der national gesinnten Medien permanent antisemitisch kriminalisiert.“

    Aha. Von „vermeintlicher Misswirtschaft“ der sozialliberalen Vorgängerregierungen schreibt Frau M. So wie in dem gestern hier verlinkten Artikel die Korruptionsaffären der sozialliberalen Politiker in Anführungszeichen setzte. Die Schützenhilfe kommt etwas spät, aber sie ist erkennbar.

    Der Rest ist keinen Tropfen Druckerschwärze wert. Wer von einer fast vollständig „durchethnisierten Gesellschaft“ spricht, hat meines Erachtens jeden wissenschaftlichen Kredit verspielt. Und da bin ich noch höflich.

  2. „Ungarer Faschismus. Völkische Offensive in Ungarn“, steht auf dem Titelblatt der aktuellen „Jungle World“. Darin findet man nicht nur den o. g. Artikel von Frau M., sondern auch folgende Texte:

    – „Orbáns Schlacht um die Scholle“ von Holger Marcks,
    – „Extreme Mehrheit. Antiziganismus aus der Mitte der Gesellschaft“ von Andreas Koob und
    – „Patrioten und Geisterfahrer. Die Rehabilitierung des Faschismus“ von Karl Pfeifer.

    Siehe: http://jungle-world.com/inhalt/

    Doch zurück zu Frau M.: Nach einigem Nachdenken und Nachlesen bei Wikipedia dämmert mir langsam, was mit den Begriffen „Ethnopluralismus“ und „durchethnisierte Gesellschaft“ gemeint sein soll. Da finden sich die Stichworte: Rassismus ohne Rassen, Gleichwertigkeit nur innerhalb des Abendlandes, weltweite Apartheid, Fremdenfurcht in Kulturnationen.

    Den in Deutschland bereits diskreditierten Begriff der Kulturnation hat zuletzt László Sólyom auf Ungarn angewendet und vertreten: Die Ungarn seien über Grenzen hinweg durch die gemeinsame Sprache, Geschichte und Kultur miteinander verbunden. Eine Wiedervereinigung ohne Grenzveränderungen sei dank Europa möglich. — So ähnlich lauteten seine Botschaften. Wer hätte gedacht, dass Sólyóm mit diesen Ansichten in Frau M’s Lesart eigentlich einen „Rassismus ohne Rassen“ vertritt?

    Mir ist die Anklage definitiv zu hart. Frau M. übersieht, dass man mit dem Nationenbegriff auch integrieren kann. Wenn Regierungspolitiker in Ungarn heute etwa über den Holocaust sprechen, dann sprechen sie ganz selbstverständlich von einer Vernichtung eines Teils des ungarischen Volks, vom ungarischen Staat, der einen Teil seiner Bürger nicht schützen konnte oder wollte, und von einer Nation, die sich durch die Kollaboration mit den Besatzern selbst amputiert hat.

    Vielleicht kann man Frau M’s dramatische Schilderung als Warnung begreifen. Ungarn ist noch nicht so weit wie von ihr beschrieben. Fidesz und Jobbik sind keine Koalition eingegangen. Die Menschen haben durchaus noch andere Sorgen als die Bewahrung der Reinheit der Nation. Die Sorgen des Alltags sind vor allem wirtschaftlicher Art. Nationalismus als Opium fürs Volk wird da nicht weiterhelfen. Aber wer weiß schon, was noch kommt?

    • Lieber Ungarnfreund,

      ich bringe für jenes Maß an Bösartigkeit und Diffamierung der Mehrheit, das einem in Marsovszkys Schriften begegnet, kein so großes Verständnis auf wie Sie. Und mit der Angst vor „dem, was noch kommt“ oder noch kommen könnte, kann man meines Erachtens die Negativbilder Ungarns auch nicht rechtfertigen. Da kann vieles einen wahren Kern haben und können einzelne Ereignisse richtig wiedergegeben sein (mich beunruhigen rechtsextreme Umtriebe genau so), das Ergebnis ist und bleibt verzerrend. Und wenn Marsovszky dann auch noch eine glatte Lüge verbreitet, nämlich dass sie von „führenden Regierungsmitgliedern“ verbal angegriffen worden sei (geschehen am 07.01.2012), so ist das für mich nicht der Versuch, die Geschehnisse in Ungarn wissenschaftlich zu erklären, sondern billigste politische Meinungsmache.

      Ich glaube übrigens nicht, dass man durch Diffamierung und Überzeichnung diejenigen, die man zur Bekämpfung von Rechtsextremen braucht (die Mitte der Gesellschaft), auf seine Seite bringen kann. Der Kampf gegen Rechtsextreme ist ncht ohne die Mitte der Gesellschaft zu gewinnen. Mit „Warnungen“ oder berechtigter Sorge ist die ewige Tendenz, Ungarn zu einem Land des völkischen Mainstream zu machen, nicht zu erklären. Marsovszky verstieg sich gar zu der These, was in Ungarn geschehe, erinnere sie an das Arierdenken aus dem Nationalsozialismus. Wenn aber dann ein Mann wie István Lovas (der nicht zu den von mir favorisierten Publizisten gehört) behauptet, Marsovszky unterstelle Fidesz, der Ideologie der Nazis (völkisches Gedankengut) nachzueifern, dann weist Frau M. das empört von sich und krakelt, um ihren wissenschaftlichen Ruf besorgt, herum.

      Der Versuch, mit Frau Marsovszky ihre Thesen zu diskutieren, ist hier bereits merfach gescheitert. Sie reagiert nicht auf Kritik und Fragen nicht, sondern mauert sich ein („das ist mir hier nicht wissenschaftlich genug“), bestenfalls bekommt man Zitate ihrer eigenen Publikationen. Mein Begriff von Wissenschaft ist ein anderer.

      Und ein abschließendes Wort als Deutscher: Es gefällt mir nicht, wenn man das, was in Ungarn heute passiert, auch nur im Ansatz mit der Nazizeit gleichsetzt. Wir sollten nicht versuchen, die Geister unserer eigenen Vergangenheit in Ungarn wieder zu finden. Das sollten sich die Nazijäger des hier und heute mal hinter ihre Löffel schreiben!

    • Lieber Ungarnfreund,

      Gemeinsame Sprache, Geschichte und Kultur sind nun einmal das, was man gemeinhin als Merkmale einer Nation bezeichnet. Sie haben richtig erkannt, dass Frau M..- aber wer kennt sie schon, es betrifft aber grundsätzlich die extremere Linke – daraus einen Rassismus ohne Rasse machen möchte, genauso wie aus dem bürgerlichen Wertesystem der Vorwurf eines „Faschismus“ ohne Faschisten gezaubert werden soll.

      Dafür Verständnis aufzubringen, was Sie bemüht versuchen, ist eigentlich nicht nötig.

      Wichtiger wäre es, in Ihren eigenen Aussagen die richtig erkannten positiven Werte kultureller nationaler Identität (was Sie zu Recht integrativ nennen) in Einklang zu bringen mit Ihrer Verdammung des „Nationalismus als Opium fürs Volk“.

      Ich denke, Sie sind sich da selbst noch ein wenig im Unreinen, aber es wird schon noch werden. Ich empfehle erneut Schöpflin zur Lektüre – gibts auch auf Englisch.

      • HV, Herr Kálnoky, im Unreinen bin ich mit mir nicht. Im Einzelfall kann ich aus meiner Sicht meist recht genau angeben, welcher Satz mir gefällt und welcher nicht, welche Maßnahme abzulehnen und welche vertretbar ist, ob die Stoßrichtung stimmt oder nicht, ob nur die Mittel, sondern auch das Ziel falsch sind usw.

        Ich will die jetzige Regierung nicht pauschal als „nationalistisch“ etc. verurteilen. Dazu sind die sie tragenden Parteien viel zu heterogen. Leider sind die — aus meiner bescheidenen Sicht — vernünftigen Leute, wie Balog, Navracsics, Szájer, Gulyás, meinetwegen Schöpflin, offenbar in der Minderheit und nicht durchsetzungsfähig genug. So gibt es im heutigen Ungarn viele Dinge, die ich einfach nicht nachvollziehen kann, zum Beispiel:

        – dass Fidesz-Abgeordnete an der Beerdigung Csurkas teilnehmen und einfach zwischen dem Dramatiker und dem Politiker unterscheiden,
        – dass Köver eine aufwändige Neubestattung Nyirös unterstützt, obwohl das nicht nur die Rumänen, sondern auch die Mehrheit der dort lebenden Ungarn ablehnt,
        – dass die Fidesz-Führung sich nicht dazu durchringen kann, ein für alle mal klarzustellen, dass Horthy für sie kein Vorbild ist,
        – dass man auf Aufklebern, Postkarten, geschnitzten Tabletts, Hologramm-Karten, Schlüsselanhängern usw. Großungarn-Darstellungen reproduziert und dazu erklärt, dass sei doch nur harmlose Folklore,
        – dass man einen Trianon-Gedenktag begeht, ohne die Sichtweise der Nachbarvölker auch nur annähernd zu reflektieren,
        – dass die reformierte Kirche in Ungarn einen Pfarrer wie Hegedüs jun. in ihren Reihen toleriert,
        – dass man Albert Wass verehrt, sogar in den nationalen Grundlehrplan aufnimmt — und Sándor Márai oder gar Miklós Radnóti darüber fast in Vergessenheit geraten.

        Ich will die Reihe an dieser Stelle abbrechen und noch etwas anderes zu einem Lieblingsbegriff von Frau M. bzw. HV sagen, was mir schon lange durch den Kopf geht:

        Ich denke, es gibt antisemitische Codes. Rechtsextreme, die Angst vor Bestrafung haben, verwenden sie in der Öffentlichkeit. Ihre Anhänger wissen dann Bescheid, ohne dass die Dinge beim vollen Namen genannt werden. Fraglich ist aber, ob alles, was aussieht wie ein antisemitischer Code auch bewusst als solcher verwendet wird. Kann schon sein, dass einer gegen „internationale Finanzkreise“ wettert und einige dann glauben, er meine die „Juden“.

        Aber diese Interpretation seitens der Empfänger muss nicht unbedingt im Sinne des Senders sein. Ich denke, wenn Frau M. und andere den Vorwurf erheben, jemand benutze antisemitische Codes, dann muss sie auch den Nachweis führen, dass diese gezielt und nicht nur unbewusst verwendet werden. Dazu muss sie etwas über die Gesinnung des jeweiligen Sprechers oder Autors wissen, ihn also vergleichsweise gut kennen. Wenn diese Voraussetzungen fehlen, sollte man den Vorwurf, dass Codes verwendet würden, lieber nicht erheben.

      • @ Ungarnfreund zum Thema Nachvollziehbarkeit

        Herr Dalos hat hier im Forum auch klar zwischen dem Schriftsteller und dem Politiker Csurka unterschieden. Können Sie das nachvollziehen? Ich finde es groß. Größer natürlich, wenn es von links kommt.

        Ihre Liste der guten Fidesz-Leute ist gut. In der Minderheit sind sie nicht, Es sei denn, Orbán ist in der Mehrheit. Es geht eigentlich um eine Anerkennung der „Vernünftigen“, daß Orbán trotz aller Schwächen vernünftig genug ist, und als Rammbock, um Dinge durchzusetzen, kaum ersetzbar. Zum Konflikt kam es in der causa Pál Schmitt – und die Vernünftigeen setzten sich durch.

        Horthy ist für viele Ungarn ein Vorbild. Nicht für mich, aber man kann es nicht aus der Welt schaffen, und tatsächlich ist er trotz meiner Abneigung differenziert zu bewerten.

        Letztlich ist es – innerhab des konservativ-christlichen Lagers – eine kulturelle Angelegenheit – der Kalvinist (Horthy) und die national gesinnten Kalvinisten versus universal denkende Katholiken (um es stark zu vereinfachen). Orbán selbst hat einen persönlichen Wandel vollzogen, ich will die Quelle nicht nennen, aber er hat, aus gemischtem Elternhause, persönlich den Kalvinismus für sich und das Land als wichtiger entdeckt. Er gibt sich offiziell als Kalvinist. Problematisch – ohne den Kalvinismus gäbe es zwar heute vielleicht nicht einmal mehr die ungarische Sprache (laut Historiker Norman Stone), zugeich war der ungarische Kalvinismus immer Motor eines vehementen ethnisch zentrierten Nationalismus. Dies sind Fragen, die man nicht mit Parolen lösen kann, man muss ein Gleichgewicht finden.

      • Lieber Herr Kálnoky,

        ich hörte schon öfter, dass Csurka vor der Wende ein geschätzter systemkritischer Autor gewesen, seither aber als Politiker und Herausgeber des „Magyar Fórum“ ziemlich weit nach rechts abgedriftet sei. Gegen solche differenzierenden Feststellungen habe ich nichts, auch wenn ich Csurkas Qualitäten als Autor mangels hinreichender Sprachkenntnisse nicht überprüfen kann. Von welcher Qualität die erwähnte Zeitung ist, kann aber sogar ich erkennen, wenn ich im Internet die Ausgaben anschaue, in denen Personen der Zeitgeschichte mit einem Davidsstern gebrandmarkt werden.

        Er muss ein sehr, sehr unangenehmer Antisemit gewesen sein, dieser Csurka. Vor diesem Hintergrund würde ich ihm auf dem Friedhof nicht die letzte Ehre erweisen und kann mir auch nicht vorstellen, dass Herr Dalos sich dafür hergeben würde. Dito für Nyirö oder Wass. Ich finde es außerdem entsetzlich, dass schon József Antall seinerzeit „als Privatmann“ an der Neubestattung Horthys teilnahm, und damit ein ziemlich schlechtes Beispiel abgegeben hat.

        Für den Hinweis auf katholische und protestantische Kreise innerhalb von Fidesz bin ich dankbar. Es mag etwas daran sein. Verzeihen Sie den NS-Vergleich, HV, aber so war es auch im Dritten Reich: Während die Katholiken einigermaßen immun gegen den Nazismus waren, spalteten sich die Protestanten in die Bekennende Kirche und die Deutschen Christen. Die Bedeutung Luthers für die deutsche Sprache ist nicht zu überschätzen. Sehr gut möglich, dass in Ungarn vergleichbare Effekte festzustellen sind. Ich bin froh und dankbar dafür, dass im deutschen Protestantismus nur die Tradition der Bekennenden Kirche überlebt hat.

        Die aktive Teilnahme des reformierten Bischofs von Debrecen an der Einweihung einer Horthy-Gedenktafel oder die kirchenrechtlich erstaunlich folgenlosen Aktivitäten des Pfarrers Hegedüs, vor dessen Kirche am Budapester Freiheitsplatz u.a. eine Horthy-Büste steht, der Jobbiks und Gardisten samt ihrer Fahnen segnet, bevor sie zu ihren Demos aufbrechen usw. — all das bestätigt Ihre These, dass die Reformierten in Ungarn noch immer empfänglicher als die Katholiken für übersteigerten Ethno-Nationalismus seien.

        Aber: Auch Zoltán Balog ist reformierter Pastor. Und der denkt definitiv anders. Ich würde ihn gerne mal fragen, wie er es erträgt, mit Pastor Hegedüs in einer Kirche zu sein. Vermutlich würde er mir etwas über die Autonomie der Einzelgemeinden im Calvinismus als Antwort mitgeben und sich ansonsten von seinem Glaubensbruder distanzieren. Ich halte es im Übrigen für ein klares Statement Balogs, dass er das Ministerium für nationale Kraftquellen in Ministerium für menschliche Kraftquellen umbenannt hat.

        Was Orbáns Religion angeht, las ich einmal, er sei in Pastor Iványis Methodistengemeinde gewesen. Die beiden hätten sich dann aber überworfen, als Orbán im Laufe der 90er Jahre immer nationalistischer wurde. Seither neige Orbán eher dem Katholizismus zu und Iványis Gemeinde — so die für mich nicht nachprüfbare Behauptung einiger Regierungskritiker — werde mit Hilfe des neuen Kirchengesetzes v. a. aus politischen Gründen die weitere Anerkennung als Kirche verweigert.

  3. Mein Seminar „Nation-Integration-Ausgrenzung“ ist leider schon vorbei, da kann ich Sie nicht mehr einladen.
    Was das Problem „Ethnopluralismus“ angeht, können Sie übrigens auch bei „Netz gegen Nazis“ nachlesen. Sehr gut!
    Um den Zusammenhang zwischen Ethnopluralismus und Antisemitismus geht es im folgenden Aufsatz:
    Globisch, Claudia, „Deutschland und Deutschen, Türkei den Türken, Israelis raus aus Palästina“. Zum Verhältnis von Ethnopluralismus und Antisemitismus, in: Globisch, Pufelska, Weiß, Die Dynamik der europäischen Rechten. Geschichte, Kontinuität und Wandel, VS Verlag, Wiesbaden, 2011, 203-225.

    Schöpflin ist nicht schlecht als Literatur, nur denkt er sozusagen in kulturellen Kategorien von Großbritannien. In Ungarn ist die kulturelle Tradition aber eher mit der von Deutschland vergleichbar, nicht mit der englischen. Der Nationsbegriff ist in England ein anderer, während der Nationsbegriff in Deutschland von dem II. Weltkrieg der selbe war wie heute in Ungarn. Nämlich ein ethnischer. Der ethnische Nationsbegriff ist übrigens für die vielen Ausgrenzungen verantwortlich. Lesen Sie bitte: Samuel Salzborn (Hrsg.), Staat und Nation. Die Theorien der Nationalismusforschung in der Diskussion, Stuttgart, 2011.

    Sachliche Diskussion finde ich immer besser!
    Sie alles sind weiterhin eingeladen, zu lernen und zu lesen.
    Sie alle haben viel nachzuholen!

    Schöne Grüße,
    M.M.

    • Liebe Frau Marsovszky,

      Fast hätte ich zu Ihrem Beitrag „lol“ getextet. Sie können uns nicht mehr einladen weil es vorbei ist. Ach!

      Zum Thema. Schöpflin, der detailliert auf die Unterschiede zwischen zerstörerischem, rein ethnischen „balkanischen“ und integrativem, kulturellem „westlichen“ Nationalismus eingeht, nennen Sie unfähig, über Ungarn zu sprechen (er, der Ungar ist).

      Ich kann daraus nur folgern, dass Sie sämtlichen Engländern das Recht absprechen, über Ungarn zu sprechen, was ich ethnisch diskriminierend finde. Wie ist es mit Deutschen? Ich nehme an, die dürfen, weil sie mal Faschisten waren? Und Engländer dürfen nicht über Nazi-Deutschland schreiben, weil Ihnen der kulturelle Horizont fehlt?

      Sie sollten sich schon etwas glaubhaftere Argumente überlegen, um Diffamierung Andersdenkender zu begründen.

    • Frau Marsovszky, mir sind die Alternativen zum ethnischen Nationenbegriff, die Idee vom alltäglichen Plebiszit, die Wertegemeinschaft, der Verfassungspatriotismus usw. durchaus sympathisch. Ich halte ihre Vertreter aber mitunter für abgehoben und arrogant. Welcher Nationenbegriff sich gerade durchsetzt, hat sehr viel mit der aktuellen Beschaffenheit der einzelnen Nationen zu tun.

      Ernest Renan hatte es leicht Theodor Mommsen zu attackieren und sich dabei „kulturell überlegen“ zu fühlen. Seine, die französische Nation, war über Jahrhunderte mit Blut und Eisen geschaffen, d.h. homogenisiert worden, bevor Renan die Bühne betrat. Der französische Zentralstaat hat übrigens bis heute ein Problem mit den Resten seiner verbliebenen nationalen Minderheiten (Bretonen, Elsässer, gar Korsen) und will z.B. keine Regionalsprachen anerkennen. Die Deutschen glaubten im 19. Jahrhundert hingegen, sie seien als Nation zu spät gekommen und stellten erst mal Sprache, Kultur, Geschichte in den Vordergrund statt abstrakte Grundrechte.

      Wie sieht es heute mit der ungarischen Nation aus? Es gibt weniger als 2% Ausländer in Ungarn, davon sind die meisten vermutlich noch Ungarn aus Rumänien, also nicht wirklich „fremd“. Wenn es so wenig Notwendigkeit dazu gibt, warum soll man dann die Nation anders als ethnisch definieren? Ungarn hat außerdem keinen Anspruch in der Weltpolitik, sondern höchstens in der Region Mitteleuropa. Ein Großteil der Erkenntnisse der Lehre vom Ethnopluralismus (weltweite Apartheid usw.) lässt sich daher nicht auf Ungarn anwenden.

      Selbst die nationalen Minderheiten oder die verbliebenen Reste davon sind längst total assmiliert. Fast jeder Ungarndeutsche ist in erster Linie Ungar und erst weit danach Deutscher. Wer sich kulturell oder aus religiösen Gründen als Jude fühlt, kann das eigentlich ganz gut mit seinem Ungarntum verbinden. Allenfalls die Roma fallen aus dem Rahmen. Aber auch sie sprechen zumeist Ungarisch als Muttersprache und unterscheiden sich in erster Linie durch ihre Armut von der restlichen Bevölkerung. Sie als „nationale Minderheit“ mit sozio-ökonomischen Problemen in das eigene Weltbild zu integrieren, fällt der aktuellen Regierung überhaupt nicht schwer. Kurz: Ich sehe für Ungarn nicht ganz so schwarz wie Sie, obwohl mir vieles nicht gefällt, was ich hier erlebe.

  4. „In Ungarn ist die kulturelle Tradition aber eher mit der von Deutschland vergleichbar…“

    Es haut mich vom Hocker.

    „Der ethnische Nationsbegriff ist übrigens für die vielen Ausgrenzungen verantwortlich.“

    Ich habe den Aufsatz gelesen. Zweimal. In der Badewanne mit Blick auf die Wiese und den Waldrand.

    Gott war tot, schon vor Auschwitz. „Und siehe es war alles gut“ war nur ein Übersetzungsfehler von Luther (?) http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1779562/

    Die Welt ist weder gut noch böse. Die Welt ist schön. Wenn Sie es begreifen, nicht immer ins Leere greifen. Frau Begriffsverwirrung. Und nicht alles kaputt machen.

    HIOBS BOTSCHAFTEN – EINE INTERNATIONALE TAGUNG …. (kürzlich in Potsdam)

  5. Wie konnte es Frau Marsovszky nur wagen, das schöne Bild eines harmonischen Ungarns, dass die Geistesgrößen Miklós Horthy, József Nyirö und Albert Wass feiert, nicht zu schätzen?
    Danke dafür Frau Marsovszky, dass Sie den Spiegel vorhalten. Und wenn das Bild nicht so schön ist, dann ist nicht der Spiegel verantwortlich.

    • Wie gesagt: Man kann die von Frau M. kritisierten Dinge, die nun mal in Ungarn geschehen, nicht wegdiskutieren. Die Frage ist aber, wie stark man einzelne Beobachtungen zu allgemeinen Trends verdichten kann. Ich habe den Eindruck, Frau M. ist in ihren Untersuchungsgegenstand regelrecht verbissen. Wenn im Parlament einmal ein Schamane um die Krone tanzt, ist das befremdlich, heißt aber nicht, dass sowas dauernd passiert. Wenn Frau Wittner an der Krone betet, heißt es nicht, dass alle Regierungsabgeordneten sowas tun.

      Vielleicht muss man mehr Mühe darauf verwenden, solche Einzelfälle zu verstehen, statt den Untergang der Zivilisation in Ungarn zu beschwören. Frau Wittner gilt z.B. als 56er Heldin. Einer solchen Dame sieht man eben bereitwillig die eine oder andere Marotte nach. Fidesz kann man dann sagen: Es gibt auch andere 56er, Imre Mécs will mit Ethno-Nationalismus etc. bestimmt nichts zu tun haben.

      Dass wir kein Machtwort der Fidesz-Führung in Sachen Horthy-Kult hören, mag daran liegen, dass man sich erstens nicht von der Opposition vor sich hertreiben lassen und zweitens den Teil der eigenen Anhängerschaft nicht verlieren will, der Horthy klasse findet. D.h., man duldet die Auswüchse letzlich aus rein realpolitischen Gründen. Das ist eine gefährliche schiefe Ebene. Irgendwann kommt der Punkt, wo keine Umkehr mehr möglich ist.

      In einer solchen Situation kann man Orbán und seine Leute nur beherzt bei ihrer Ehre packen und ihnen sagen: wahre Größe als Staatsmann beinhaltet, dass man seinen Anhängern auch unangenehme Botschaften überbringt, z.B. folgende: Horthy möge in Frieden ruhen – Schluss mit seiner Wiederbelebung oder: Lasst endlich das Gerede vom Kolonialismus – wir sind aus freien Stücken in der EU.

  6. Nun ich persönlich hab mir es schwer zu Herzen genommen das „ungenügend“. Deshalb werd ich jetzt ganz schnell ein Seminar des Bornemisza Péter Gymnasium belegen (immer nur ATV gucken macht auch nicht schlauer) und danach werd ich einen Kursus an der Lakoteleki Népfőiskolá belegen, um ganz genau zu erfahren wo das „völkische“ Denken meiner Mitbürger wohl herkommen mag und was wohl überhaupt am völkischen ungeist schuld ist.
    Mag natürlich sein, dass ich weiterhin die Semantik der Sprache des jeweils Anderen nicht immer verstehen werde, weil sich dahinter ein vollkommen anderes Bewusstsein verbirgt. Aber keiner soll sagen ich hätte nix für meine Bildung getan.
    Ausserdem :Ist doch echt erniedrigend zu lesen alle (ALLE? ) Diskutanten hier im Blog sind „deppert“ da muss ich natürlich
    sofort Gegenmassnahmen ergreifen,schließlich will man ja auf wissenschaftlichem Niveau mitreden können.
    und gehe natürlich morgen gegen den Horthy-Kult demonstrieren
    (Mal sehen welche Kämpfer für Demokratie ich dort treffen werde???? )

  7. „A szélsőség vádja és a politika versenye“ (Der politische Wettkampf und der Extremismus-Vorwurf)

    http://hetivalasz.hu/jegyzet/a-szelsoseg-vadja-es-a-politika-versenye-50349/

    Kumin wird mit seiner Analyse dem hohen Wissenschaftlichkeitsanspruch der antiungarischen Wahrsagerin wohl kaum gerecht. Im Schatten der „Kontingenz-Theorie der Wahrheit“ bedenke man aber, dass die Wahrheit letztlich nicht nur ein zufälliger, sondern zudem auch ein willkürlicher Modus der Rede ist. Jedenfalls behauptet das Richard Rorty.
    Was soll ’s. Es gibt keinen Gott außer Karl Pfeifer. Und Marsovszky ist seine Hellseherin.

  8. Ungarnfreund hebt hervor, dass Csurka ein „sehr, sehr unangenehmer Antisemit“ gewesen sein muss. Sollte Ungarnfreund angenehme Antisemiten kennen, wäre es fair, hier ihre Namen preiszugeben. Ich kenne keinen einzigen.

    Csurka war nicht nur als Antisemit unangenehm. Kiss Gy. Csaba erkennt ihn auch im Bild des Flößers. http://www.miep.hu/index.php?option=com_content&view=article&id=4967:tanusagtetel-csurka-istvan-eletmve-irodalmunk-megkeruelhetetlen-oeroeksege&catid=41:hirek&Itemid=63

    Der Flößer von Csurka hatte Fußgeruch und Eiterpickel. Mir scheint, heutzutage hat keiner die Werke der Autoren gelesen, deren Humus geehrt wird. Sie werden beliebig für die eigenen Weltbilder instrumentalisiert.

    Vor Csurka ekelten sich auch die Zimmermädchen des Szigligeter Esterházy Schlosses, die sein Zimmer aufräumen mussten.

    Professor Halász erzählte uns in einer seiner Veranstaltungen, die er am „béke tanszék“ in Szeged hielt, dass Csurka jede Gelegenheit wahrnahm, um seine prominenten Schriftstellerkollegen wahllos zu beschimpfen.

    Und wer heute immer noch behauptet, Csurka habe uns ein literarisches Werk von bleibendem Wert hinterlassen, dem schenke ich bei Erstattung der Portokosten gern, was von ihm noch in meinem Bücherregal steht.

    „…so war es auch im Dritten Reich: Während die Katholiken einigermaßen immun gegen den Nazismus waren, spalteten sich die Protestanten in die Bekennende Kirche und die Deutschen Christen.“

    Dass deutsche Katholiken immun gegen den Nazismus waren, ist mir neu. Den katholischen Regensburger Domprediger Johann Maier haben die Regensburger Katholiken noch in letzter Minute auf dem Moltkeplatz gehenkt. Sie haben ihm das Schild um den Hals gehenkt: „Ich bin ein Saboteur!“ Hat der HJ-Bub Ratzinger je auch nur die Seligsprechung Johann Meier in Erwägung gezogen? Es brauchte eines polnischen Papstes, um wenigstens Pater Rupert Mayer selig zu sprechen.

    Die Protestanten spalteten sich nie in Bekennende Kirche und die Deutschen Christen.
    Bekennende Kirche, wie Ungarnfreund behauptet.
    Die Bekennende Kirche war seit 1934 nur eine Bewegung innerhalb der evangelischen Kirche Deutschlands, die der nationalsozialistisch bestimmten Haltung der Deutschen Evangelischen Kirche und den von ihr gestützten Deutschen Christen entgegentrat. Sie ging aus dem von M.Niemöller 1933 in Berlin-Dahlem gegründeten »Pfarrernotbund« hervor, der verfolgte Pfarrer unterstützte, seine Mitglieder zur alleinigen Bindung an die Bibel und die Bekenntnisse verpflichtete und die Sammlung von Laien in »Bekennenden Gemeinden« begann. Ich bin in einer solchen Gemeinde groß geworden. Günther Jacob (http://www.munzinger.de/search/portrait/G%C3%BCnter+Jacob/0/7490.html ) war ein Amtsvorgänger meines Vaters. Mit Jacob und dessen Sekretär Stolpe nahm zwar die Spaltung der evangelischen Kirche in Deutschland ihren Lauf, aber das war sehr viel später, nämlich in den 60er Jahren..

    Historisch gesehen gibt es einen wesentlichen Punkt, in dem sich das Verhältnis von Kirche und Staat in Ungarn von Deutschland immer unterschieden hat, nämlich im Augsburger Religionsfrieden von 1555, der den weltlichen Reichsständen die Religionsfreiheit zugestand. Im Reich entschieden die Landesherren über die Religion der Untertanen, denen, wenn sie Haltung wahren wollten, oft nur die Auswanderung blieb (Cuius regio, eius religio). Geistliche Fürsten verloren beim Glaubenswechsel ihre Würde (Geistlicher Vorbehalt), dem einfachen Mann konnte er in Deutschland aber jederzeit abverlangt werden. Dass das bis heute klappt, hat die Wende gezeigt. Jeder kleine Stasi-Spitzel wurde überprüft. Gysi aber hangelte sich von Talkshow zu Talkshow und reichte Unterlassungsklagen ein.

    Über die Auswirkungen des Augsburger Religionsfrieden auf die Konfessionalisierung in den historischen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten gibt es einen wissenschaftlichen Aufsatz von Gregor Ploch, erschienen. 2007 im Grin Verlag. Den oder einen der vielen anderen Aufsätze sollte man erst mal lesen.

    Ungarns Geschichte verlief jedenfalls anders. Gerade in Ungarn ließen sich viele von denen nieder, die im Reich aus „Toleranz” nicht geduldet wurden. Allen wurde im Hinblick auf Ungarn individuelle Religionsfreiheit versprochen. Was das dann im Einzelnen unter Maria Theresia bedeutete, zeigt sich am Beispiel des Wesprimer Bischofs Ranolder. Der schreckte nicht einmal davor zurück, ungarische Calvinisten unter Anwendung von Zwang aus ihrer angestammten Heimat umsiedeln zu lassen, um Platz für deutsche Siedler zu machen. In Duldsamkeit übte man sich gegenüber den Fremden im Lande.

    Als Versinnbildichung der tatsächlichen Toleranz, die in Ungarn im Gegensatz zu Deutschland generell herrschte, wenn es um die Glaubensausübung Einzelner ging, können verschiedenen Kirchtürme gelten, die sich dicht an dicht in jeder ordentlichen ungarischen Gemeinde zum Himmel strecken . Mein Lieblingsbeispiel dafür ist der kleine Ort Mencshely. http://www.mencshely.hu/ Nur zwei Dörfer weiter, in Szentantalfa gibt es neben dem katholischen, dem reformierten und dem evangelischen Kirchlein auch seit mehr als 200 Jahren eine lebendige Glaubensgemeinschaft, die den Wiedertäufern zuzurechnen ist http://hu.wikipedia.org/wiki/Krisztusban_H%C3%ADv%C5%91_Nazar%C3%A9nusok_Gy%C3%BClekezete

    Wie man mit denen im Gegensatz zu Ungarn in Deutschland umging, setze ich als bekannt voraus.

    Jedenfalls sollte man mit Vergleichen zwischen Deutschland und Ungarn etwas vorsichtiger umgehen.

    Dass mit der Judenemanzipation, also der bürgerlichen Gleichstellung Sakralbauten in Ungarn entstanden, die ihresgleichen in Deutschland suchen lassen, zeigt sich in der Stadt Szeged. Die Neue Jüdische Synagoge ist zwar nicht der Mittelpunkt der Stadt, aber sie versinnbildlicht neben dem Fleiß und dem wirtschafltichen Erfolg jüdischer Einwanderer auch die Toleranz der Mehrheit der Ungarn, die bis Trianon beispielhaft für Europa war.
    (Jetzt kommen Sie mir bloß nicht mit Tiszaeszlár!)

    Das, was wir heute in Ungarn erleben müssen, ist eine Hypothek des 20. Jahrhunderts. Welchem Vorbild der neu ernannte Kirchenstaatssekreträr György Hölvényi folgen wird, dem ungarischen der religiösen und weltanschaulichen Toleranz oder dem Beispiel eines Hölvényi Holdsuk György, wird sich bald zeigen.

    Wer Vergleiche zwischen Deutschland und Ungarn anstellen will, sollte sich zuerst Hölvényi Holdsuk György und Stolpe vornehmen.

    Im Sprengel des einstigen Bischofsverwesers Jacob hütet der heutige Generalsuperintendent jedenfalls nur noch gut 200000 Seelchen, von denen die meisten in Richtung Alzheimer tendieren. Ähnlich verheerend war die kommunistische Kirchenpolitik auch für die Kirchen und Glaubensgemeinschaften in Ungarn.

    • diffiziles Thema, Katholiken und Nazis. Meiner Einschätzung nach waren deutsche Katholiken anfälliger für NS-Ideologie als nicht-deutsche Katholiken, einfach weil da ja eine Komponente deutscher Herrlichkeit enthalten war, die manche ansprach. Aber sie waren insgesamt wohl weniger anfällig als die deutschen Protestanten. Wichtiger ist für mich: der Widerstand gegen Hitler, soweit es einen gab, war überwiegend christlich motiviert, und es gab darin ein gewisses Übergewicht an Katholiken, siehe Stauffenberg-Kreis.

  9. Ach ja,
    *Im Parlament ist die aktivste demokratische Oppositionspartei die neue Demokratische Koalition (DK) von Ferenc Gyurcsány*

    Kapier ich nicht,weil: Was war der vorher?War er zu seiner Zeit
    blind und taub (genau wie die anderen „Demokraten“) ?? Warum hat dann, als er noch zur „politischen Elite“ zählte „die Faschisierung Ungarns sich bereits in die verschiedenen Sphären des Alltags einschleichen können und wieso stand man diesem Prozess machtlos gegenüber ??
    War man zu sehr mit „forschen“ und offshorefirmen gründen beschäftigt ?
    Fragen über Fragen.

  10. Im Namen des Wahnsinns:

    Magdalena Marsovszky live.

    Nach 6′ : 38 “ stellt sich die Frage von selbst:

    „… és ha már idáig eljutott az ember …“ ?

    Magdalena Marsovszky live.

    „Ja, ja der Wahnsinn schleicht durch die Nacht,
    denn uns hat der Wahn um den Sinn gebracht,
    (…)

    verjagt die Sonne, löscht die Zeit
    und stiehlt uns aus der Wirklichkeit.“

    Konstantin Wecker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s