Protest: Elie Wiesel gibt ungarischen Verdienstorden zurück

Wie die Washington Post berichtet, hat der Friedensnobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Elie Wiesel den im Jahr 2004 an ihn verliehenen Verdienstorden der Republik Ungarn zurückgegeben.

Wiesel brachte in einem Schreiben an Parlamentspräsident László Kövér seine Bestürzung und Scham darüber zum Ausdruck, dass er (Kövér) gemeinsam mit Staatssekretär Géza Szöcs an einer Gedenkveranstaltung zu Ehren des Schriftstellers József Nyirö in Rumänien teilgenommen hatten. Nyirö gilt als Vertreter der „Blut und Boden Literatur“ der Zwischenkriegszeit und war nach dem Wiener Schiedsspruch 1941, der Teile des damaligen Rumäniens wieder an Ungarn angliederte, Vertreter Siebenbürgens im ungarischen Parlament. Nyirö war bis in das Jahr 1945 – d.h. auch während der Regierung Szálasi – Abgeordneter.

An der Veranstaltung in Rumänien war auch der Jobbik-Vorsitzende Gábor Vona anwesend.

Ursprünglich sollten die sterblichen Überreste Nyirös, der 1945 ins Ausland geflohen war und 1953 in Spanien verstarb, nach Rumänien gebracht werden. Die rumänische Regierung weigerte sich jedoch, der Überführung der Asche des umstrittenen Schriftstellers zuzustimmen.

Wiesel stammt ursprünglich aus Rumänien und verlor sowohl seine Eltern als auch eine Schwester im Holocaust. Die Familie wurde aus dem Gebiet des damaligen Ungarns in Vernichtungslager deportiert und ermordet. In der kurzen Phase von März bis Juni 1944 wurden etwa eine halbe Million ungarischer Juden deportiert und die meisten von Ihnen in Auschwitz ermordet. Ungarn stand seit 19. März 1944 unter deutscher Besatzung (Reichsverweser Miklós Hothy blieb jedoch zunächst im Amt), die seinerzeit beginnende Deportation der jüdischen Bevölkerung auf dem Land wurde jedoch aktiv durch ungarische Behörden und Nutznießer unterstützt – Adolf Eichmann zeigte sich in seinem Prozess in Israel „beeindruckt“ von dem grausamen Tempo, das die Ungarn bei der Deportation ihrer Mitbürger an den Tag legten. Aus diesem Grund wurden Teile der Präambel der ungarischen Verfassung, die – nach einer Lesart – durch Verweis auf die „fehlende nationale Selbstbestimmung Ungarns seit 19.3.1944 – implizit die Verantwortung für die Ermordung hunderttausender ungarischer Juden allein den Deutschen anlastet, von namhaften Historikern (u.a. Krisztián Ungváry) heftig kritisiert. Kritiker sprechen zum Teil von „Geschichtsfälschung“.

Wiesel schrieb, er wolle mit den Dingen, die sich zur Zeit in Ungarn abspielten – insbesondere Ehrungen von Faschisten durch führende Mitglieder der Regierungspartei und Würdenträger des ungarischen Staates -, nicht in Verbindung gebracht werden, weshalb er das Großkreuz „von sich werfe“.

http://www.washingtonpost.com/national/apnewsbreak-elie-wiesel-rejects-hungarian-honor-after-rite-for-fascist-ideologue/2012/06/18/gJQApynZlV_story.html

http://hvg.hu/itthon/20120618_elie_wiesel_kituntetes_visszaad

Géza Söcs, der mittlerweile aus dem Amt geschieden ist, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. László Kövér hat für diese Woche eine Stellungnahme angekündigt.

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27 Kommentare zu “Protest: Elie Wiesel gibt ungarischen Verdienstorden zurück

  1. Magyar Narancs hat den Wortlaut des Wiesel-Schreibens an Kövér veröffentlicht: http://magyarnarancs.hu/belpol/elie-wiesel-levele-kover-laszlonak-80538. Auf die bereits angekündigte Antwort bin ich gespannt.

    Der Parlamentspräsident hat sich und seine Parteifreunde in eine sehr unangenehme Lage gebracht: Der von ihm in Rumänien gewürdigte Nyirö, wirkte zu Lebzeiten offenbar nicht nur als nationalromantischer Heimatdichter, sondern auch als Antisemit, Trianon-Revanchist und magyarischer Chauvinist. Gleiches gilt für den ebenfalls in den „Nationalen Grundlehrplan“ aufgenommenen, wohl noch viel mehr Anlass zu kritischen Nachfragen gebenden Autor und Politiker Wass.

    Kövér wird in seinem Brief Stellung zu der Frage nehmen müssen, ob und ggf. wie zwischen den verschiedenen Facetten historischer Persönlichkeiten, die in deren schriftstellerischen, journalistischen und politischen Erbe zum Ausdruck kommen, unterschieden werden kann. Stellvertretend für seine Partei sollte er überzeugende Antworten darauf finden, wie er mit der Situation umgeht, dass sich nicht nur Patrioten und harmlose Heimatfreunde, sondern auch Rechtsextreme auf das Erbe von umstrittenen historischen Figuren wie Nyirö oder Wass und nicht zuletzt Horthy berufen.

    Vielleicht wäre es das Klügste, aus Anlass des Briefs von Elie Wiesel Irrtümer einzugestehen und den geordneten Rückzug anzutreten. Das Ansehen Ungarns und der Regierungsparteien würden unnötig leiden, wenn sich die Diskussion um eine Renaissance der Zwischenkriegszeit in Ungarn noch lange hinziehen sollte.

      • Das möge uns erspart bleiben, dass Kövér und Fidesz jetzt sagen: nun erst recht. So klug sollte die Partei sein: Elie Wiesel ist nicht Irgendwer. Seine Aktion kann sich zu einem riesigen Imageschaden für Ungarn ausweiten.

    • Naja, da purzeln die Vokabeln ja nur so aus der Klischeeklappe. Man muss schon näher hinschauen. Nationalromantisch? Nyirő hat vor allem über die Szekler geschrieben, der rote Faden der Geschichte ist dabei deren Freiheitsdrang gegenüber jeglichem Nationalstaat der ihnen ihre Freiheit Autonomie) nehmen will – sei es er ungarische, der deutsche oder der rumänische. „Nationalromantisch“ würde ich hier daher stark einschränken wollen – national beschränkt auf die „Nation“ der Szekler, und die defensive Wahrung ihrer althergebrachten Lebensweise, gegen überwältigende Kräfte. Es ist also mehr Lokalpatriotismus als Nationalromantik.

      Trianon-Revanchist – das war in Nyriős Generation Regierungspolitik und gesellschaftlicher mainstream, etwa so wie Wiedervereinigungsbestrebungen in weiten Kreisen der deutschen Gesellschaft nach dem Krieg. Daraus kann man ihm keinen Strick drehen, wohl aber für aktiven Antisemitismus und Nazi-Glorifizierung.

      • Was glauben Sie, Herr Kalnóky, findet Präsident Kövér an den auf ihre Unabhängigkeit (auch von ungarischer Bevormundung, wie Sie deutlich machen) bedachten Szeklern? Leider kenne ich weder das Werk von Wass noch Nyirö. Was glauben Sie, macht deren literarische Schriften für Ungarn aus Budapest oder Pécs interessant? Glaubt man in den Szeklern so eine Art romantisches Urungarntum (die „edlen Wilden“) zu entdecken? Manchmal habe ich den Eindruck, „Erdelyi“ wird von gewissen Inlandsungarn stärker verklärt als von seinen ungarisch-sprachigen Bewohnern selbst.

      • @Ungarnfreund

        Das alles steht auf einem anderen Blatt. Was ich von der Initiative halte, habe ich schon mehrfach ziemlich genau gesagt. Mir ging es um Ihre Charakterisierung Nyrirös als Nationalromantiker (das Gegenteil ist der Fall – er romantisierte vornationale, mittelalterliche Werte und Strukturen) Und Trianonrevanchist.

        Zu seiner Zeit in den 30er Jahren war das ein wenig so, als würden sie Deutsche, die die Wiedervereinigung wollten, verurteilen. Machen wir uns nichts vor: Trianon war ein Verbrechen, und das zu sagen, ist auch heute moralisch einwandfrei. Kein Problem, dass Nyrirö das verurteilte.

        Das Problem ist, heute eine Wiederherstellung des alten Status quo zu fordern – das ist irreal und würde zu schweren Konflikten und Ungerechtigkeiten führen, ist also unverantwortlich.

        Aber zu Nyrirös Zeit in den 30r Jahren war es nicht irreal, und fast alle Ungarn dachten wie er in dieser Sache. Eine Trianon-Korrektur war etwas, was man als zwangsläufig erwartete. Es war auch nicht unverantwortlich, so zu denken; denn Unterstützung für den Gedanken einer Grenzkorrektur kam nicht nur von rechts, auch Stalin spielte mit dem Gedanken, Ungarns Forderungen zu unterstützen. Diese beiden Vorwürfe an Nyriö würde ich daher aus Ihrem Katalog einfach streichen.

      • Von der Siebenbürger Seele weiß ich wenig. Darum stelle ich Ihnen Fragen. Wäre interessant zu wissen, was genau diese Erdélyi-Partei, für die Nyirö im „Pfeilkreuzler-Parlament“ saß, eigentlich wollte. Sie beschreiben die Szekler ja als ziemlich autonomistisch, auch Budapest gegenüber. Woher kommt das eigentlich? Der einzige, wahrscheinlich hinkende Vergleich, der mir einfällt, ist Elsass-Lothringen. Dort sagen die Alteingesessenen auch: Wir sind wir, Franzosen wie Deutsche mögen das bitte respektieren. Dort hat man einfach genug unter dem Streit gelitten, der jahrhundertelang über die Köpfe der Menschen hinweg um diese Region geführt wurde.

        Über Trianon kann man bestimmt ewig diskutieren. Gehen Sie mit der Aussage, das sei ein Verbrechen gewesen, nicht ein bisschen zu weit? Ich sehe ein, dass die Neuziehung der Grenzen ungarische Familien trennte oder ihnen wenigstens das Leben schwerer machte. Jedoch gibt es viele Einwände gegen einen solchen krassen Sprachgebrauch (Verbrechen):

        – Wenn ich richtig informiert bin, stellten die Magyaren erst ca. 1910 nach jahrzehntelanger, aggressiver Magyarisierungspolitik die Bevölkerungsmehrheit im Königreich Ungarn.
        – Ich kann verstehen, dass die Slowaken lieber mit den Tschechen in einem Staat leben wollten. Dass man die Donau als Grenze wählte, war Pech für die dadurch entstehende ungarische Minderheit in der Tschechoslowakei, aber aus geostrategischen Gründen vermutlich nicht anders machbar.
        – Was ist dagegen einzuwenden, dass die Kroaten lieber mit anderen „Südslawen“ vereint werden wollten?
        – Was das Partium, Siebenbürgen, Transsilvanien bzw. das Szeklerland angeht, kenne ich die damaligen Bevölkerungszahlen nicht. Es wäre interessant hierzu mehr zu erfahren.
        – Im Burgenland gab es wohl mehr Deutsche als Ungarn.

        Naja, und überhaupt Österreich. Warum haben die Österreicher den Verlust von 75% ihres Staatsgebiets durch den Frieden von St. Germain eigentlich so gut verkraftet und die Ungarn Vergleichbares nicht? Wer würde heute noch sagen, Versailles sei ein Verbrechen gewesen?

      • Ungarnfreund,

        Ungarn war gegen den Krieg, und wurde am schwersten dafür bestraft. Natürlich ist das nicht rechtens. Demokratisch war es auch nicht – keine Volksabstimmungen.

        Székler: Hat nichts mit Elsass-Lothringen zu tun, sondern mit einer Mischung aus quasi türkischer Stammeskultur- und organisation, königlichen Priviliegien, (Freiheit von Steuern und sonstigen staatlichen Auflagen, im Gegenzug Wehrpflicht wann immer der König ruft) und sehr eigenen rechtlichen Traditionen (speziell Erb- und Eigentumsrecht). 1562 gab es einen blutigen Aufstand gegen den ungarischen Staat, der die Szeklerprivilegien abschaffen wollte, Ab 1764 wurden die Privilegien dann tatsächlich abgeschafft unter den Österreichern, aber der Gedanke, dass man autonom bleiben will, ist nie gestorben.

        Zur Magyarisierungspolitik empfehle ich Gratz, den ich sehr schätze (a Dualismus kora, 1934), der die Genese der scharf nationalen Linie exzellent analysiert und sehr kritisiert, aber auch klar herausarbeitet, dass die Minderheiten noch viel nationalistischer waren als die ungarische Regierung, und eine lebbare Einigung nicht akzeptiert hätten – sie forderten u.a.Deportationen ganzer Bevölkrungsteile um ihrem Traum näher zu kommen, ethnisch gesäuberte, magyaren-freie separate Gebiete zu haben, die sich dann von Ungarn abspaltten könnten.

        Das gehört aber nicht zum Thema des threads und ich schlage vor, hier einen Punkt zu machen.

      • @ Ungarnfreund
        „Naja, und überhaupt Österreich. Warum haben die Österreicher den Verlust von 75% ihres Staatsgebiets durch den Frieden von St. Germain eigentlich so gut verkraftet und die Ungarn Vergleichbares nicht? Wer würde heute noch sagen, Versailles sei ein Verbrechen gewesen?“

        Ganz einfach: Österreich ist im Laufe der Zeit „gewachsen“ – Tu felix Austria nube 🙂

  2. erstaunt lese ich da, dass es sich hierbei um einen „Verdienstorden“ handelt der ursprünglich von Horthy (da kann ich auch nur sagen:aua) gestiftet wurde, den es dann eine Weile nicht gab und der seit der Wende wohl wieder verliehen wird.Das haut mich aber nun doch um !War das bei der Annahme nicht bekannt, wäre es dann nicht ehrenwert gewesen diesen damals schon zu verweigern??

  3. „…wäre es dann nicht ehrenwert gewesen…“
    Nein, weil Eli Wiesel durch seine Muttersprache auch Ungar ist. Wer konnte 1994 erahnen, was wir heute erleben müssen?

    • Na, da geht mir aber jetzt total die Logik ab.
      Was hat die Muttersprache damit zu tun?
      Für mich ist das ein totaler Widerspruch wenn ein Überlebender des Holocaustes einen von faschistischen Horthy eingeführten „Orden“ annimmt (selbst wenn das X Jahre später ist und der Regierungsfürst dann ein anderer ist )…..aber jeder hat wohl sein eigenes Weltverständniss.?

      • Wiesel a Magyar Köztársasági Érdemrend nagykeresztjét „magyar vagy magyar kötődésű“ díjazottként vette át 2004-ben. Vallásával talán nem annyíra, de anyanyelvével igen is kötödik Mo.-hoz. Az Érdemkereszt jogelődje a nemzetgyűlés által 1946 szeptemberében elfogadott XXI. törvénycikkben meghatározott azonos elnevezéssel rendelkező kitüntetés volt. Úgy tudom, Horthy akkor már történelem volt.

        http://hu.wikipedia.org/wiki/Magyar_K%C3%B6zt%C3%A1rsas%C3%A1gi_%C3%89rdemrend

  4. Es ist paradox, dass sich Wiesel gerade so an Nyirö aufhängt, seinem ungarischen Pendant: Wiesel vertritt als Zionist die Auffassung, dass den Juden ein Staat im nahen Osten zusteht, Nyirö meinte, dass die Ungarn in Siebenbürgen ein Recht auf Selbstbestimmung haben. Wiesel mystifiziert nach Finkelstein den Holocaust und stellt ihn außerhalb die Geschichte, Nyirö macht Ähnliches in Bezug auf die Szekler. Wiesel grenzt Nichtjuden vom Holocaust aus und hat für eine zionistische Terrorzeitung Artikel geschrieben, Nyirö grenz Nichtungarn aus Ungarn aus und hat auch sehr extreme Ansichten geäußert, niedergeschrieben. Wiesel geht (bis heute!) von einer Kollektivschuld der Deutschen am Holocaust aus, Nyirö hat wohl auch in Feind-Kollektiven gedacht.
    Beide philosophieren, politisieren (streckenweise sehr wirres Zeug), ohne je wirklich irgendwo in Regierungsfunktion gewesen zu sein.
    Beide sind auch tolle Schriftsteller. Die vorhin beschriebenen politischen Störgeräusche, Irritationen DÜRFEN beim Lesen ihrer Werke einfach nicht stören. (Sinngemäß gilt das auch etwa für Herbert von Karajan: Er war sogar ein NSDAP-Mitglied mit sehr niedriger Mitgliedsnummer und wird TROTZDEM zurecht von Millionen von Menschen für sein künstlerisches Schaffen bewundert.)
    Ich will damit nicht sagen, dass jeder der vorigen Vergleiche 100 %-ig sitzt. Aber die Richtung stimmt. Von allen Holocaustopfern ist Wiesel daher wohl der letzte, der über Nyirö urteilen kann, ohne selbst geurteilt zu werden.
    Ich wüsste übrigens auch gerne, was 1994 Wiesel’s Verdienst war, um an diese Horthy-Auszeichnung zu gelangen.

    • Ich hab es schon berichtigt. Wiesel wurde 2004 ausgezeichnet, nicht 1994.
      Im Übrigen halte ich es für boshaft, wenn jetzt verbreitet wird, dass Wiesel eine Horthy-Auszeichnung angenommen hätte.

      http://hu.wikipedia.org/wiki/Kit%C3%BCntet%C3%A9s#A_Horthy-korszak

      Tut mir leid, wenn ich etwas falsch gelesen habe.

      Was Auszeichnungen angeht, so ist da wohl Gerechtigkeit nicht das allerwichtigste Auswahlkriterium.

      Wiesel hat die Auszeichnung 2004 angenommen und jetzt wirft er sie den Ungarn vor die Füße. Ich finde das konsequent.

      Ich sehe auch einen kleinen Unterschied zwischen Wiesel und meinem Spezi aus Wien. Wiesel hat so überleben können:

      Andere überlebten es so:

      Schmerz sitzt ja bekanntlich im Kopf, Erinnerung angeblich auch. Wiesel leidet nicht an irgendwelchen Phantomschmerzen. Bei ihm weiß ich, woran ich bin. Er hat meinen Respekt.

      Dass er sich mit Chomsky, Finkelstein und Wiesenthal angelegt hat, zeigt, dass er Charakter hat. Man muss ihn für seine Haltung nicht lieben. Aber ernst nehmen sollte man Wiesel allemal.

      Politik muss sich am Erfolg messen lassen. Die Nummer mit der Urne in Siebenbürgen ist voll in die Hose gegangen. Daran sind nicht die Rumänen schuld und auch nicht Karl Pfeifer, Wiesel oder der liebe Gott.

      Kövér sollte Haltung zeigen und seinen Hut nehmen.

      „Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz.“ (Psalm 51, Vers 19.)

      Billiger bekommt niemand seine zweite Chance.

      • @Peter Herche
        *Im Übrigen halte ich es für boshaft, wenn jetzt verbreitet wird, dass Wiesel eine Horthy-Auszeichnung angenommen hätte. *
        Ach , ich bin gerne boshaft, wobei ich glaube über Boshaftigkeit kann man auch streiten.
        Zumal ich das Gefühl hab hier nicht allein dazustehen.
        Zumindestens wird meine Boshaftigkeit nicht persönlich (hoffe ich )

  5. Bin neugierig wie Kövér antwortet und wäre sehr überrascht, wenn er seinen Hut nehmen würde. Eher wird er Nyirö mit Mircea Eliade vergleichen.

    • Auch ich denke nicht, dass Kövér seinen Hut nimmt. Er ist einfach zu sehr Hardliner, trotzig wie ein Kind und hat schon zu oft für Eklats gesorgt. Andere sagen, er sei „authentisch“. Ich finde diese positive Umschreibung unpassend.

  6. Auf Magyar Narancs vergleicht heute A-K A diese Affäre mit dem Fall Waldheim, das trifft nicht ganz zu. Denn das offizielle Ö. hat alles getan,damit Ö nicht isoliert wird.
    In Ungarn aber legt man noch eine Schaufel nach und Martonyi schweigt.
    Wird das von Orbán angeführte Mucsa siegen?

  7. Pingback: Elie Wiesel: Kövérs Antwort nicht ausreichend « Hungarian Voice – Ungarn News Blog

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