Orbáns Halbzeitbilanz: Zwei unterschiedliche Meinungen in der Tageszeitung „Die Presse“

Die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ brachte in den vergangenen zwei Wochen zwei Beiträge zur Halbzeitbilanz der amtierenden ungarischen Regierung.

Den Auftakt machte der Historkiker Béla Rásky, Geschäftsführer des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocauststudien am 19. Juni 2012. Er zeichnet das Bild einer „dilettantischen, flatterhaften und desaströsen“ Regierungsarbeit.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/766896/Viktor-Orbns-Halbzeitbilanz_Dilettantisch-flatterhaft-desastroes

In seiner Replik vom 27. Juni 2012 lobt der Volkswirt Gábor Takács vom konservativen Nézöpont Institut die Regierungspolitik (trotz ihrer Fehler) als „mutig, innovativ und risikobereit“.

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1260091/Viktor-Orbns-Halbzeitbilanz_Mutig-innovativ-risikobereit

Es wird – wie so oft – in vielen Punkten ganz wesentlich vom eigenen politischen Standpunkt abhängen, welche der beiden Meinungen sympathischer ist. Der Tageszeitung „Die Presse“ zeichnet sich nicht zum ersten Mal dadurch aus, dass sie – als eine der wenigen Zeitungen europaweit – unterschiedlichen Sichtweisen zu Ungarn Platz bietet, was gerade in der aktuell geführten Debatte wichtig wäre („audiatur et altera pars“). Die Kollegen vom Standard und der Süddeutsche Zeitung könnten sich hieran ein Beispiel nehmen.

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2 Kommentare zu “Orbáns Halbzeitbilanz: Zwei unterschiedliche Meinungen in der Tageszeitung „Die Presse“

  1. HV Der Standard hat R. Olt von der FAZ die Möglichkeit gegeben, seine Meinung dazu zu äußern. Und das was er im Standard publizierte war ein Loblied auf die Regierung Orbán. Das haben Sie auch in einer Ihrer polemischen Texte erwähnt.

  2. Herr Pfeifer, ich denke, bei Ihnen ist etwas pervers („verkehrt“): HV genießt bei vielen einen ausgezeichneten Ruf, weil man sich hier extrem um Objektivität bemüht. HV hat mehrfach in Blogeinträgen auch auf IHRE Publikationen hingewiesen, die jedenfalls unter die Kategorie „dezidiert ideologisch argumentierend“ ((c) Kálnoky) fallen und keinesfalls objektiv sind (ich denke, diesen Anspruch stellen nicht einmal Sie selbst an sich). HV lässt Ihre „trollige“ Meinung in diesem Forum zu (sehr zum Ärger von vielen HV-Lesern) und setzt sich regelmäßig mit Ihrem ewiggestrigen, linken bzw. zionistischen Müll auseinander. Das zeugt von Respekt, der Ihnen (meiner Meinung nach grundlos, weil nur ideologisieren ist etwas zu wenig) entgegen gebracht wird.
    Den selben Respekt sollten Sie auch HV entgegen bringen, auch wenn Sie nicht seiner Meinung sind. Offensichtlich sind sie nicht tolerant oder demokratisch genug dafür. Daher halte ich es ehrlich gesagt für eine bodenlose Frechheit, dass Sie schreiben: „HV […] das haben Sie auch in einem Ihrer polemischen Texte erwähnt.“ Wer sind Sie, dass Sie sich zu solchen steilen Aussagen hinreißen lassen dürfen?
    Im Übrigen seien Sie darauf hingewiesen, dass (ohne für Die Presse Werbung machen zu wollen) eine Schwalbe noch keinen Sommer macht: Im Standard dürfen auch Sarazzin, Blocher, Strache & Co jeweils einmal pro Jahr aus eigener Feder schreiben. Trotzdem bleibt Der Standard ein linksliberales Organ. Außerdem, soll jetzt Olt bzw die FAZ den Herrn Rauscher und Bronner die Füße küssen, wenn dieses österreichische Provinzblatt gnädiger Weise die Gedanken eines der renommiertesten Ungarnkorrespondenten abdrucken lässt?

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