Frequenzvergabe: Scheitert Klubrádió an den eigenen Maßstäben?

Der Streit um die Frequenz für den oppositionsnahen Radiosender Klubrádió wird immer skurriler. Scheitert der Sender an den von ihm selbst vorgebrachten Beschwerdepunkten? Index.hu berichtet:

http://index.hu/kultur/media/2012/07/05/a_klubradio_miatt_kizartak_a_klubradiot/

Klubrádió wegen des Klubrádiós ausgeschlossen

Sämtliche Bewerbungen um die Budapester Sendefrequenzen wurden für unwirksam erklärt, nachdem der Sender Klubrádió das Ergebnis der bereits durchgeführten Ausschreibung wegen Formfehlern erfolgreich angefochten hatte. Die Medienbehörde NMHH teilte mit, Klubrádió habe sich selbst auch ausgeschlossen.

Der Medienrat der NMHH teilte heute mit großer Freude mit, dass sie in Umsetzung der Einwendungen von Klubrádió auch den Sender selbst von der Ausschreibung um die 95,3 MHz Sendefrequenz ausgeschlossen habe.

Klubrádió war gegen den Sieger der Ausschreibung um die Budapester 95,3 MHz Frequenz gerichtlich vorgegangen, weil man in den Ausschreibungsunterlagen des Siegers formelle Fehler gefunden habe. Das Gericht stellte daraufhin auf Antrag von Klubrádió fest, welchen formellen Anforderungen die Dokumente in jedem Fall gerecht werden müssten.

„Um diesen Vorgaben uneingeschränkt gerecht zu werden, hat der Medienrat in seiner heutigen Sitzung alle elf Bewerbungen um die drei zu vergebenden Frequenzen in Budapest nach den Club-Regelungen einer Prüfung unterzogen. Im Rahmen der Prüfung hat der Rat die in der Gerichtsentscheidung angesprochenen Gesichtspunkte streng beachtet, darüber hinausgehende Aspekte blieben außen vor, d.h. es wurde exakt das von Klubrádió angemahnte Verfahren durchgeführt. Die NMHH befand daraufhin alle Bewerbungen um die Frequenzen 92,9, 95,3 und 96,4 MHz als fehlerhaft.“

„Die Ungültigkeit der Bewerbungen führt zum Ausschluss der Antragsteller. Somit hat – nach den Vorschriften – Klubrádió auch sich selbst aus dem Verfahren ausgeschlossen“ – merkte der Medienrat nicht ohne Schadenfreude an.

Nach den Informationen auf der Webseite von Klubrádió beanstandete der Medienrat, dass der Sender nicht jede Seite seiner Bewerbung unterschrieben habe und auch keine laufende Nummerierung aufgewiesen habe. András Arató, der Generaldirektor von Klubrádió behauptete indes, alle 215 Seiten der Bewerbung seien unterschrieben und nummeriert gewesen. Dies zeigte er auch anhand der im Studio installierten Webcam. Arató fügte hinzu, dass die Medienbehörde auf Grundlage der Gerichtsentscheidung keine neue Prüfung seiner Bewerbung hätte durchführen dürfen, sondern lediglich einen neuen Sieger habe ernennen müssen.

Zwischen zwei Frequenzen ins Nichts

Im Bezug auf die weitere von Klubrádió errungene Sendefrequenz (92,9 MHz) hat das Gericht heute seine Entscheidung um eine Woche vertagt.

Wie wir bereits früher berichteten, wurde die 92,9 MHz-Frequenz noch vom Rechtsvorgänger des Medienrates, der Landesradio- und Fernsehanstalt (Országos Rádió és Televíziói Testület, ORTT) ausgeschrieben. Diese Ausschreibung lautete ausschließlich auf öffentlich-rechtliche Dienste, der Sieger musste also keine Frequenzentgelte zahlen. Die ausgeschriebene Frequenz wurde im April 2010 von dem seinerzeit (und bis heute) auf 95,3 MHz sendenden Klubrádió errungen (Anm. Hungarian Voice: die Vergabeentscheidung wurde von den MSZP- und SZDSZ-Vertretern getroffen, der Sender Katolikus Rádió ging hier leer aus). Allerdings wurde das ORTT-Entscheidungsorgan infolge der Parlamentswahlen handlungsunfähig, sodass der Vertrag nicht geschlossen werden konnte. Der Medienrat erklärte – als Rechtsnachfolger des ORTT – den Zuschlag von April 2010 sodann im Dezember desselben Jahres für ungültig. Das Gremium berief sich dabei darauf, dass das Klubrádió über eine gültige Frequenz (95,3) verfüge, nach den Rechtsvorschriften dürfe ein Rundfunkanbieter im selben Empfangsgebiet jedoch nicht über zwei Radiofrequenzen verfügen. Diese Argumentation treffe jedoch nach Auffassung von Klubrádió nicht zu, schließlich sei man bereit gewesen, im Fall der erfolgreichen Bewerbung auf die andere Frequenz zu verzichten.

Erstinstanzlich bekam Klubrádió Recht, das Gericht verpflichtete den Medienrat, den Vertrag zu schließen. Die Behörde ging jedoch in Berufung und beantragte die Aufhebung des Urteils. Zwischenzeitlich verabschiedete das Parlament – rückwirkend – eine Rechtsvorschrift, welche alle Senderanbieter, die kurz vor dem Abschluss von Frequenzverträgen stehen, als gewerbliche Sender deklariert. Auf Grundlage der Regelung droht Klubrádió nun eine Frequenzabgabe in Höhe von etwa 10 Mio. Forint.“

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34 Kommentare zu “Frequenzvergabe: Scheitert Klubrádió an den eigenen Maßstäben?

  1. Pure Comedy:

    Klubrádió ficht die Entscheidung der Medienbehörde, die 95,3 Frequenz an den merkwürdigen Sender „Autórádió“ zu vergeben, an. Mit der Begründung, die Unterlagen seien formal unzureichend, z.B. nicht komplett unterzeichnet. Das Gericht bestätigt das und schließt Autórádió aus.

    Da mag man doch annehmen, dass sich Klubrádió an diesen Maßstäben messen lassen muss (und will). Aber nein. Stattdessen kommt András Arató daher, der offenbar ebenfalls nicht alle 215 Seiten unterschrieben hat (wenn man der Behörde glaubt) und zeigt sich empört darüber, dass man im Medienrat die Dreistigkeit hat, seine eigene Ausschreibung nochmals an seinen EIGENEN Maßstäben zu messen. Was ist das denn? Steht Klubrádió über dem Gesetz?

    Auch die Medienbehörde bekleckert sich nicht mit Ruhm. Lasst diesen Sender doch einfach machen. Eine „andere Stimme“ ist positiv. Langsam wirkt es doch ein wenig krampfhaft.

    Bemerkenswert auch, dass dieses ganze Hin und Her von der Agentur AFP flott ausgeblendet wird. Die erachten nur das als berichtenswert:

    „Ungarischem Oppositionssender wird nun doch Sendefrequenz entzogen

    Budapest (AFP) Dem regierungskritischen ungarischen Rundfunksender Klubradio soll nun doch seine angestammte Sendefrequenz entzogen werden. Der umstrittene Medienrat des Landes teilte am Donnerstagabend mit, Klubradio sei von der Neuausschreibung seiner bisherigen Frequenz 95,3 ausgeschlossen worden. Grund seien Formfehler bei der Bewerbung um die Frequenz: Es seien nicht alle Seiten des Antrags unterschrieben worden, zudem sei die Nummerierung der Seiten fehlerhaft.“

    http://www.zeit.de/news/2012-07/05/ungarn-ungarischem-oppositionssender-wird-nun-doch-sendefrequenz-entzogen-05202603

    Hablinformationen. Wieder einmal geeignet, ein falsches Bild zu erwecken. Kein Wort darüber, dass Klubrádió an den EIGENEN hohen Maßstäben scheitern könnte. Auch nichts dazu, dass nicht nur Klubrádió, sondern alle elf Bewerber rausgeflogen sind. Auch ein Entzug ist noch nicht eingetreten, es findet vielmehr eine neue Ausschreibung statt.

    Wer schreibt für AFP Budapest? Antifa-Mayer? Jedenfalls ist das einer Presseagentur nicht würdig.

    • Man muss aber (immer noch) betonen, dass Klubrádió bei der erstmaligen Vergabe der Sendefrequenz ein ähnlich obsukrer Sender war wie Autórádió. Niemand wusste etwas von ihnen, beide haben angegeben, Sendungen für Autofahrer machen zu wollen.
      Später hat Klubrádió sogar nachgewiesen, dass es anfangs dem ungarischen ADAC/ ÖAMTC „Magyar Autóklub“ gehört hat. Einen share deal später kam dann der große Stil- und Richtungswechsel.
      Die Regierung bzw die Medienbehörde würde gut daran stehen, soviel Geld von Klubradio für die Sendefrequenz zu kassieren (was würde deren Kostenbefreiung rechtfertigen?), wie von jedem anderen Sender und die Sache sonst ruhen zu lassen.
      Ab einer gewissen Nähe zu einem Lager muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, dass man dem Lager nahesteht. Bei Klubrádió (aber auch bei Echo Tv) liegt zweifelsohne keine Unabhängigkeit vor. Das ist auch ok, aber dann darf man Konsumenten nicht darüber täuschen, dass diese objektiv über die Ereignisse in Ungarn aufgeklären würden.
      Nachdem Herr Pfeifer sieht, dass HV nicht klein beigibt und unbeirrt objektiv über die Ereignisse in Ungarn berichtet, versucht er den Ruf von HV zu zerstören, indem er HV ins Fidesz-Lager steckt, obwohl HV sogar Werbung für seine eigenen, einseitigen Artikel macht.

    • Sofern die Aussage, dass nicht alle Seiten des Antrags unterschrieben wären und die Nummerierung fehlerhaft ist, zutrifft, finde ich nicht, dass die Medienbehörde hier krampfhaft wirkt. Würde sie jetzt so handeln wie Klubrádió es erwartet, dann kommt der nächste, weil er sich benachteiligt fühlt. Deshalb ist es vollkommen korrekt jetzt auf gleiche Maßstäbe zu pochen.

      Dass man so schadenfroh reagiert, mag politisch nicht ganz korrekt sein, aber ich kann es verstehen, angesichts der Diffamierung der Medienbehörde (die ja auch jetzt schon wieder stattfindet).

  2. Und noch eine Meldung, via Standard.at:

    http://derstandard.at/1339639927112/Streit-um-Frequenz-Ungarn-Medienbehoerde-hat-Oppositionssender-im-Visier

    Wieder kein Wort dazu, dass sämtliche verbleibenden Bewerber ausgeschlossen werden.

    „Am Donnerstag entschied NMHH, dass Klubradio im vergangenen Jahr bei einer Ausschreibung für eine Frequenzzuteilung eine formell ungültige Bewerbung abgegeben habe. Klubradio werde daher aus diesem Verfahren ausgeschlossen.“

    Wo ist die Info, dass Klubrádió selbst diese formellen Fehler gerügt hatte, um dem Konkurrenten „Autoradio“ den Sieg streitig zu machen?

    „Dabei hatte es im Streit um diese Frequenz im März dieses Jahres ein rechtskräftiges Urteil des Budapester Verwaltungsgerichts zugunsten von Klubradio gegeben. Danach war einem Mitbewerber zu Unrecht die Frequenz 95,3 MHz zugeteilt worden. Die Medienbehörde wurde dazu verdonnert, die Frequenz an Klubradio zu vergeben.“

    Wo ist die Info, dass die Medienbehörde offenbar die Maßstäbe dieses Urteils angewendet hat und die verbliebenen Bewerbungen nochmals einer Prüfung unterzogen hat?

    Wer schreibt eigentlich für APA aus Budapest? Antifa-Mayer?

  3. Ich habe mich schon seit längerem gewundert, warum im linken Lager (und per Verlängerung bei Frau Kroes) Klubradio und sein Schicksal hat eine solch überragende Bedeutung haben. Letztich ist es ein Parteisender, und ich denke, wenn das offen zur Schau getragen würde, gäbe es auch keine Probleme.

    Die jetzige Posse ist auch nicht kosher. All dies mutet an wie ein Duell Regierung gegen Klubradio, und wer sich den derzeit besten Trick ausdenkt, gewinnt vielleicht.

    Die Verbitterung und Verzweiflung scheint auf beiden Seiten groß zu sein,.

  4. HV wie würden Sie reagieren, wenn jemand Hungarian Voice so schreiben würde HV-Fideszsympathisant oder HV-KDNPsympathisant?
    Wenn Sie glauben, dass Gregor Mayer nicht korrekt schreibt, dann sollten Sie ihm das vorwerfen und auch die APA benachrichtigen.

    • Sie selbst bezeichneten HV als fidesznah. Einer behauptete gar einmal, ich sei höchstselbst Fidesz.
      Ich habe aus meiner Meinung, dass Gregor Mayer ausweislich seiner Facebook-Angriffe gegen Fidesz und Viktor Orbán (da wird von „Orbánistan“ ebenso gesprochen wie vom „lieben Führer“…) kein geeigneter Mann für eine Presseagentur ist, nie einen Hehl gemacht. Wer einen Kampf führt, ist selten objektiv und schon gar nie fair. Es wäre fast so, als würden Sie Agenturmeldungen im Stile Ihrer Jungle-World Beiträge verfassen. Das wäre wohl auch nichts, oder? Herr Mayer führt einen erbitterten Kampf, ganz genau wie Sie. Und ich sage das ohne Feindseligkeit Ihnen gegenüber, aber die Feststellung ist hoffentlich erlaubt.
      Da ich nicht Don Quichote bin, mag ich auch nicht gegen Windmühlen kämpfen. Auf die Halbinformationen, die von APA und AFP verbreitet wurden, habe ich oben hingewiesen. Ich denke, das muss als Beleg reichen. Es wird offenbar nur berichtet, was gegen die Regierung spricht. So berichtete auch die DDR-Presse. Mir missfällt das im 21. Jahrhundert. Es sei mir nachgesehen.

    • Iss irgendwie rührend. Karl Pfeifer schreibt für Fidesz-Symphisanten und KDNP-Süffisante!

      Hat er die 1000er Marke schon überflogen? Ich lese seit anderthalben Jahren diesen Blog. Kein Tag ohne Pfeifer. Wenn das nicht antiungarische Anhänglichkeit ist.

      Steter Pfeifer höhlt den Stein?

  5. Und auch der ORF übernimmt die Halbwahrheiten. Immerhin spricht er aber davon, dass der Entzug der Frequenz nur droht, die anderen sprechen schon von vollendeten Tatsachen.

    http://orf.at/stories/2129528/

    Nochmal. Es wurden alle verbliebenen Bewerber ausgeschlossen, und das – laut Medienbehörde – auf Grundlage der von Klubrádió selbst erstrittenen formellen Ansätze. Warum erachtet weder ORF, die SZ, der Standard dies für berichtenswert?

    Ein Paradebeispiel für ein funktionierendes Meinungskartell. Alle verschweigen wesentliche Tatsachen. Und das hat nicht mit Sympathie/Antipathie gegenüber Orbán zu tun, sondern einzig und allein damit, dass man seinen Lesern die Fakten präsentieren sollte.

    • Korean-Airlines-Flug 007 war am 1. September 1983

      Jetzt kommt es noch dicker!

      Klubrádió berichtigte öffentlich die Meldung der ungarischen Nachrichtenagentur MTI. Der Sender will alle Blätter seines Angebots paginiert und paraphiert haben. MTI meldete daraufhin, die Medienbehörde behaupte das Gegenteil. Klubrádió habe seinen Friedrich Wilhelmnicht auf alle Seiten gesetzt.

      „Nem érti a Klubrádió, miről beszél a Médiatanács.“

      „Irtózatos hazugság mindenütt“?

      Abschuss!

      P.s.:
      Das klingt jetzt brutal, ist aber wahr. In den Niederlanden, Belgien und im Großherzogtum Luxemburg ist das längst geregelt. Da gibt ’s Sterbehilfe, noch ehe die Erinnerung aussetzt.

      So kurz nach dem Hirntod hätte Klubrádió wirklich schon etwas Nachhilfe verdient.

      Wo se jetz nich a mal mehr verstehen, worum es halt geht.

  6. Ich erhielt aus Budapest folgende Mitteilung

    The latest shocking attempt on the part of the Media Council

    In its ruling the Media Council disqualified Klubrádió from it’s tender application for the 95.3 MHz frequency. The Council cited as reference according to which Klubradio was not to have signed the application’s individual pages, as well as not to have numbered these. In reviewing the submitted work once again, Klubrádió determined that every page displays a signature as required and each page of the material is numbered sequentially from 1 to 235.

    The decision of the Media Council does not contain the stipulations prescribed by the Court: it did not eliminate Autoradio ltd. [the disputed first-round winner for the spot] and did not declare a new winner accordingly. Furthermore, the [Court] decision declared the validity of the tender, based on which it unequivocally follows that the Media Council cannot disqualify all the applicants.

    The current disqualification of all the bidders for three frequencies is proof positive of the Media Council’s complete incompetence in that the Court by its decision did not enact new legislation but obligated the Council to adhere to the existing one.

    This latest attempt on the part of the Media Council cannot be taken as anything but another example of the arrogance of the power that be in its immeasurably low standard of efforts to eliminate the critical media.

    Klubradio

    06-07-2012

    • Und ich erhielt folgende Meldung (MTI, via Népszava):

      Médiatanács: a Klubrádió valótlanságokat állít

      A Nemzeti Média- és Hírközlési Hatóság Médiatanácsa szerint a Klubrádió valótlan állításokkal igyekszik megtéveszteni a közvéleményt: nem igaz a többi közt az, hogy pályázatának összes lapja szabályos aláírást tartalmaz.

      A testület Szóvivői irodája pénteki közleményében cáfolta a rádió nyilatkozatát, miszerint pályázatukban „az összes lap szabályos aláírást tartalmaz“. Mint írják, a bíróság ítélete azt tartalmazza, hogy „a pályázónak a pályázati ajánlat valamennyi oldalát alá kell írni“, tehát a Klubrádió alakilag hibás pályázatot nyújtott be a 95,3 MHz-es frekvenciáért.

      Kifogásolták a Klubrádió közleményének azon részét is, amely úgy szól: a bírósági ítélet „kimondta a pályázat eredményességét, amiből egyértelműen következik, hogy (a hatóság) nem zárhatja ki az összes pályázót“. A médiatanács Szóvivői irodája ezzel szemben azt közölte, hogy a frekvenciapályázat eredményének felülvizsgálataként született bírósági döntésben az olvasható: a bíróság „az alperest e körben új eljárásra kötelezi“. A bíróság a maga alkotta ítéletével tehát pontosan meghatározza a médiatanács feladatát, vagyis az új eljárás lefolytatását – tudatta a hatóság.

      „A Klubrádió e hamis állításokkal, stílustalan és valótlan minősítéseivel olyan szintre alacsonyodott, amit nemhogy egy tisztességes klubban, de még egy talponállóban sem szokás alkalmazni“ – szerepel a közleményben.

      A médiatanács csütörtökön döntött arról, hogy a 95,3 MHz-es frekvencia-pályázat eredményének felülvizsgálataként született bírósági döntés alapján – amely alaki hiányosságok miatt kizárta a győztesnek hirdetett Autórádió Kft.-t a pályázatból -, más pályázatok alaki megfelelését is átvizsgálja. Ennek eredményeként három frekvencia teljes, összesen tizenegy pályázatát zárta ki az eljárásokból.
      A Klubrádió erre reagálva, pénteki közleményében azt írta: a döntés célja nem lehet más, mint a kritikus média felszámolása.

      Szerintük azzal, hogy a három frekvenciapályázat összes szereplőjét diszkvalifikálta a hatóság, a médiatanács csak a saját alkalmatlanságáról tett tanúbizonyságot. A Fővárosi Ítélőtábla a hatóság által hivatkozott döntésével ugyanis nem alkotott új jogszabályt, hanem a meglévő betartatására kötelezte a testületet.

      A csatorna úgy véli: a médiatanács csütörtöki határozata nem a bíróság által előírtakat tartalmazzák, mivel nem zárta ki az Autórádió Kft.-t és nem hirdetett ennek megfelelően új győztest a 95,3 MHz-es frekvencia vonatkozásában.

      „A Klubrádió ismét ellenőrizte saját munkáját, és megállapította: az összes lap szabályos aláírást tartalmaz és az anyag minden lapja folyamatosan számozva van egytől kettőszázharmincötig“ – írták annak kapcsán, hogy a Klubrádió nem írta volna alá a pályamű lapjait, illetve nem számozta volna be azokat.

      Eines steht fest: Dieses Niveau der Auseinandersetzung ist – von beiden Seiten – beispiellos und in meinen Augen unerträglich. Wie zwei kleine Kinder, die sich auf dem Spielplatz um einen Schaufelbagger streiten…

      • Kann dem nur zustimmen, das Niveau ist beispiellos und eigentlich unwürdig, dass man Zeilen und Zeit dazu verliert. Nur so viel: habe vormittags auf dem Weg nach Villány einer angeregt aufgeregten Diskussion in eben jenem Radiosender folgen können. Bei der fehlenden Paginierung geht es wohl um das richtige Verständnis bzw. deren Interpretation von oldal respektive lap. Letzterer war wohl in der Ausschreibung verwendet worden und meinte beidseitiges Paginieren. Herr lass Hirn regnen, nicht nur wegen der Trockenheit hier. Und zwar gleichmäßig auf alle Beteiligten.

    • Das ist die Preisfrage, kennen Sie die Antwort?
      So lange die Antwort „nein“ lautet, werden Sie mir aber doch zustimmen, dass das Publikum durch die Presse vollständig informiert werden sollte. Und nicht auf die tendenziöse Art und Weise, wie wir das bei SZ, Standard und ORF gestern erlebt haben.
      Ja ja, wer sagt die Wahrheit? Die Medienbehörde, die kein gesteigertes Interesse an einem Schmierfink wie Zsolt Bayer hat, oder Klubrádió, der von MSZP kofinanzierte Sende, dessen Chef Arató beste politische Kontakte hat: Zu Gyurcsány und auch zu Neelie Kroes, die ihn zur Privataudienz empfing.
      Lauter Ehrenleute, wenn Sie wissen, was ich meine…

    • Wer sagt die Wahrheit?

      Arató, amikor 2006-os kézcsókját azzal magyarázta , ő csak megbotlott és hogy egyensúlyát visszanyerje …

      Tény ami tény: megbotlott. Ne beszéljünk róla!

      Wem hat IM „Dejko“ eigentlich noch aus der Hand gefressen?

      Apropos Glaubwürdigkeit:
      Herr Pfeifer, steht in den Emser Depeschen Ihrer inoffiziellen Mitarbeiter in Budapest die Wahrheit?

      • http://index.hu/politika/belfold/2006/valasztas/pturul/0419aagyf/

        Achtung Witz !

        Fritzchen: „Opa, wie war das denn bis 1945,
        warst du auch bei den Nazis gewesen?“
        Opa: „Wo denkst du hin. Ich hatte niemals etwas mit dieser braunen Brut zu schaffen. Ich war im Prinzip ein antifaschistischer Widerstandskämpfer!“
        Beim Spielen auf dem Boden findet Fritzchen in einem Karton ein Bild, auf dem Nazis in Uniform zu sehen sind mit erhobenem rechten Arm zum Hitlergruß, und dabei ist auch sein Opa.
        Fritzchen: „Opa, und was ist das?“
        Opa: „Das muß ich dir erklären. Das war im Sportpalast in Berlin. Da hat der Minister für Volksaufklärung und Propaganda,
        Dr. Josef Goebbels gefragt: ‚Wollt ihr den totalen Krieg?‘.
        Und da haben alle den rechten Arm gehoben
        und geschrieen: ‚SIEG HEIL !!!“.

        Und ich war der einzige, der gerufen hat: ‚MOMENT MAL!'“

  7. Stimmt es, dass der Medienrat beanstandet, dass auf der leeren Rückseite der Eingabe keine Nummern und keine Unterschrift war?

  8. Népszava berichtet, dass nicht jede Seite der Angebotsurkunde paginiert worden sei. Arató hätte mit dem Schriftstück auch leere Seiten eingereicht.
    Pfeifer spinnt die Legende einfach weiter und so wurden aus Aratós leeren Seiten Rückseiten.

    Es liegt auch eine Verlautbarung des Inoffiziellen Mitarbeiters (IM) „Quelle vor. Demnach hat die Tippse ihre Tempos mit den anderen Unterlagen eingereicht, natürlich ohne Paginierung und Aratós Paraphierung.

  9. ich finde dieses gerange um klubradio laecherlich. annamaria szalai scheint mir eine sehr engstirnige polit-komissarin zu sein. natürlich ist klubradio beiweitem nicht unabhaengig, es ist das sprachrohr der demagogischen altopposition. aber was soll’s? echo tv oder lánchíd radio sind gleichermassen demagogieverbreiter und vielfalt ist auch bei demagogie kein nachteil…

  10. Upps, hab gerade einen von Karls roten Twits gesichtet. Twits sind sowas wie Trolle. Sie gehören zum roten Netz wie Butter zu die Fische, wenn Karl die Fische wegschwimmen, Karl sagt wegen die Konspiration auch Fälle zu die Fische, wenn Karl alle Felle weggeschwommen sind, lassen sie die Twits los. Wo die rumquirlen, sind Fische eh uninteressant. Richtig laecherlich die Vielfalt und die Sprachrohre. Die Twits hampeln nur so im Netz rum, und machen alles trübe. Weil doch Karl im Trüben fischt, braucht es seine roten Twits. Wirklich. Ich habe gerade einen erwischt. So einen von Karls roten Twits. Upps.

    • Und hier kann man scharz auf weiß lesen:

      das Radio habe in den Bewerbungsunterlagen die „leeren Rückseiten der beschrifteten Seiten nicht unterzeichnete“.

      Das würde für die Darstellung von Frau Balogh sprechen, auf die Herr Pfeifer verwiesen hat.
      http://hungarianspectrum.wordpress.com/2012/07/07/media-freedom-in-hungary-klubradio-again-in-the-limelight/

      HV, sie sind Jurist! Kann das ein Grund sein, die Bewerbung rechtmäßig für ungültig zu erklären?

      Eine kleine Ergänzung: Unsere Prüfungsbestimmungen schreiben vor, dass bei der Korrektur von Abituraufgaben, die leeren Zeilen bzw. Seiten durch schräge Striche als unbeschrieben markiert werden müssen. Rückseiten im eigentlichen Sinne gibt es bei gefaltete Schreibbögen aber nicht.
      Auf Bewerbungsunterlagen sehen durch Striche als unbeschrieben markierte Seiten sicher nicht sehr schön aus. Wäre aber eindeutiger.

      So errinnert das ganze Theater ein wenig an eine Geschichte aus Schilde.

      • Ich schließe mich Peter K. an, es kommt wohl auf das Verständnis von „oldal“ und „lap“ an.

        Diese Verbissenheit der Medienbehörde gleitet langsam ins Absurde ab (und setzt damit die Praxis des früheren ORTT fort, der ebenso handstreichartig die Bewerbung des Katolikus Rádió vom Tisch wischte) . Man kann/will offenbar nicht verlieren…

        Klubrádió ruft wegen dieser Entscheidung das Gericht an. Ich persönlich glaube aber, dass sich die Angelegenheit am 12.7. erledigt haben wird. Dann wird die Entscheidung zur 92,9 MHz-Frequenz verkündet. Und ich vermute, dass Klubrádió dort gewinnen wird.

    • Mir kommen wirklich die Tränen, Herr Pfeifer. Das meiste aus dem Brief kennen wir ja schon, es entspricht dem, was bestimmte Kreise seit Jahren gen Westen transportieren. „To kill us…“, es ist wirklich nicht mehr ernst zu nehmen.

      Herr Andrassew

      Ivan Andrassew, Népszava

      ist also auch einer, der sich gerne mal ins Flugzeug setzt, „to have a chat over a cup of tea about the situation of the press in Hungary“. Man kann sich vorstellen, wie viele Andrassews, Bolgárs, Hellers, Aratós, Váradis und Konráds an den Gates des Liszt Ferenc Airport (BUD) stehen, um die Nachricht von der ungarischen Diktatur zu verbreiten. Wobei, das ist ja reinste Verschwörungstheorie.

      Ich danke Ihnen, Herr Pfeifer. Dieser Brief hat mich erheitert, obwohl es eigentlich gar nicht so lustig ist, was Andrassew schreibt. Er ist einen eigenen Post wert, dieser folgt heute Abend.

    • Nun, solange es um leere Rückseiten geht, sind Sie wirklich bestens informiert. Den Spinner nehme ich zurück. Dafür entschuldige ich mich in aller Form bei Ihnen, Herr Pfeifer. Tausendmal Verzeihung!

  11. *welche alle Senderanbieter, die kurz vor dem Abschluss von Frequenzverträgen stehen, als gewerbliche Sender deklariert. Auf Grundlage der Regelung droht Klubrádió nun eine Frequenzabgabe in Höhe von etwa 10 Mio. Forint.”*

    Hat bei mir etwas länger gedauert, aber jetzt hab ich es kapiert.

    Der Brief von Andrassew war eine verschlüsselte Botschaft mit der Bitte um Geld!!!
    Was bei NEO FM geklappt hat , sollte bei „oppositionellen“ Sendern erst recht funktionieren, zumal ja hier nur von der läppischen Summe von 10 Mill. die Rede ist und nicht von 600 Mill FT wie bei NEO FM.
    Aber evtl. hätte er lieber an Tom Cruise schreiben sollen??
    „Amerikai? befektetők“ sind wohl immer die bessere Wahl!!

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