Jugendorganisation der SPD bezeichnet ungarischen Ministerpräsidenten als „Faschist“

Es geht immer noch eine Stufe tiefer. Bei unserer Fahrt nach unten treffen wir heute auf die Jusos Oberpfalz, die dortige Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Aus Anlass eines Besuchs des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán in Regensburg erklärt der Juso Bezirksvorsitzende und stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Sebastian Roloff:

Faschisten und Vertreter von demokratietheoretisch mindestens fragwürdigen Regierungen und Organisationen empfängt man nicht und hofiert sie auch nicht im Rahmen von festlichen Veranstaltungen. Die Einladung von Gloria von Thurn und Taxis an den ungarischen Ministerpräsidenten Orban zeugt mindestens von mangelndem politischen Fingerspitzengefühl und tut der Demokratie in Europa keinen Gefallen. Orbans Regierung hat kürzlich eine Reihe mehr als fragwürdiger Reformen veranlasst, die u.a. die Einschräkung von Grundrechten wie der Pressefreiheit zur Absicht hatten und Böses befürchten lassen, so der Regensburger Roloff, der auch stv. Bundesvorsitzender der SPD Jugendorganisation ist, weiter.

Durch solche Einladungen ermögliche man solchen Personen medienwirksame Auftritte ohne die Möglichkeit sich mit ihren Positionen auseinanderzusetzen und signalisiere so auch Unterstützung für deren undemokratische Positionen und Ansichten.

Es sollte Konsens unter Demokraten sein, nichtdemokratische Politikerinnen und Politiker nicht in dieser Weise in Szene zu setzen, wie es Gloria von Thurn und Taxis getan hat.

Man muss ja fast hoffen, dass nächstes Jahr nicht etwa die französische Faschistin Marine le Pen Ehrengast bei den Schlossfestspielen ist, wenn sich diese sehr schwierige Einladungspolitik im fürstlichen Schloss fortsetze.“

http://www.jusos-oberpfalz.de/news/faschisten-hofiert-man-nicht#.UAlK9aPLKP8

 

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48 Kommentare zu “Jugendorganisation der SPD bezeichnet ungarischen Ministerpräsidenten als „Faschist“

  1. Wie kommt es eigentlich, dass sich bislang kein Vertreter der ungarischen jüdischen Gemeinde so über das Land und seinen Ministerpräsidenten geäußert hat wie diese Lohnschreiber und politischen Rotznasen, die keine Ahnung von Geschichte und den Zuständen in Ungarn haben?

    Wie kommt es, dass der Faschismusbegriff in manchen Kreisen so inflationär benutzt wird?

    Ich bitte, mich mit Aussagen vom „wahren Kern“ zu verschonen. Wer Orbán als Faschist bezeichnet, hat entweder den Verstand verloren oder versucht, auf billigste Art und Weise (und unter VErhöhnung der Opfer!) politisches Kapital zu schlagen.

    • Ich find‘ es halt komisch. Kaum hat mich der Karl Pfeifer zum Stalinisten geadelt, wo ich doch in der Oberpfalz lebe, und da tauchen gleich die Jusos von die Oberpfalz bei HV sein Blog auf. Mir ist in der Oberpfalz bei Tageslicht noch nie ’nen Juso begegnet. Jetzt frag ich mich, ob die vielleicht deshalb tagsüber nich zu sehn warn, weil die in die ganze Zeit in das URL von Karl Pfeifer nach der Wahrheit über Ungarn suchen taten? Unn abends komme die nich raus, weil se von der Wahrheit von Karl Pfeifer so geblendet sind, dasse nich mehr inn Biergarten finden, sondern dahehme gleich ’ne Demo gegen Orbán machen müsse, so illuminiert sindse von die Wahrheitsschriften des Karl Pfeifers.

      • Für die Ungarn, die sich ’ne Meinung über mich bilden wollen, hab‘ ich meinen Post auch gleich in die ungarische Sprache übersetzt. Mit Google natürlich. Diss mach ich als Gerichtsübersetzer immer so.

        „Találom, „ez csak vicces. Alig voltam a Karl Pfeifer lovaggá a sztálinisták, ahol még mindig élnek a Felső-Pfalz, és ott ugyanúgy jelennek meg a Fiatal Szocialisták a Felső-Pfalz HV blogjában. Én vagyok a Felső-Pfalz nappal sosem „találkoztam NEN Juso. Most már tudom, talán ez az, amiért a figyelmeztetést, hogy a nap nem tudom, mert egész idő alatt volna megnézni az URL-be Karl Pfeifer a magyarországi igazságot? UNN jött ki éjjel, hogy nem tudom, mert se a elvakított az igazságot Karl Pfeifer V. osztály nem talál semmit csárda körül sörkert, hanem azonnal dahehme, hogy „Orbán elleni tiltakozás, így világítja meg az igazságot sindse írásait Karl Pfeifer.“

        Neulich musste ich für den Unterlandesgerichtspräsidenten von Mucsa eine Übersetzung des Grundgesetzes anfertigen. Ich geb‘ hier mal ’ne Google-Probe ab. Kostenlos. Vielleicht könne die ungarischen Verfassungsrechtler ja ihren Gottesbezug durch die deutsche Fassung ersetzen:

        „preambulum

        Annak tudatában, hogy Isten előtt felelősséggel és férfiak, motiválja a vágy, hogy szolgálják, mint egyenrangú partner az egyesült Európában a békét a világ, a német népnek, fogva alkotó erő, ez alaptörvény.

        „A németek államokban Baden-Württemberg, Bajorország, Berlin, Brandenburg, Bréma, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Elő-Pomerániában, Alsó-Szászország, Észak-Rajna-Vesztfália, Rajna-vidék-Pfalz, Saar-vidék, Szászország, Szász-Anhalt, Schleswig-Holstein és Türingia van szabad önrendelkezés egységét és szabadságát Németországban befejeződött. Ez az alaptörvény kell alkalmazni az egész német népet.“

        Der Untergerichtspresidänt von Mucsa hat mir sogar einen Dankesbrief für meine korrekte Übersetzung geschickt. Die werde ich am 20. August auf Ebäi versteigern. Ich fang bei 0 an.

      • Für Demokratietheorieexperten mit englischem Background hab ich die ungarische Version des Deutschen Grundgesetzes schnell mal ins Englische übersetzt.

        „preamble

        Aware of the responsibility before God and men, motivated by a desire to serve as equal partners in a united Europe of peace in the world, the German people, very creative power, this Basic Law.

        „The German states of Baden-Wuerttemberg, Bavaria, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hesse, Mecklenburg-Western Pomerania, Lower Saxony, North Rhine-Westphalia, Rhineland-Palatinate, Saarland, Saxony, Saxony-Anhalt, Schleswig-Holstein and Thuringia are free self-determination, freedom and unity of Germany is finished. This Basic Law shall apply to the entire German people. “

        Jetzt sind wir mit denen endlich auf einem Level.

      • Und zuletzt noch ’ne Beihilfe für den sächsischen Verfassungsschutz. Das ist die deutsche Fassung, correcten englischen Fassung, der ungarrrischen Fassung der deutschen Verfassung.

        „Im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Wunsch, als gleichberechtigte Partner in einem vereinten Europa des Friedens in der Welt, das deutsche Volk, sehr kreative Kraft, dieses Grundgesetz dienen motiviert.

        „Die deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sind freie Selbstbestimmung, Freiheit und Einheit wird von Deutschland beendet. Dieses Grundgesetz gilt für das gesamte deutsche Volk gilt. „

    • Verschone Sie diesmal gern mit kernigen Botschaften, HV. Die Jusos Oberpfalz haben sich selbst ins Bein geschossen. Hätten sie in ihrer Pressemitteilung das einleitende Wort „Faschisten“ weggelassen, hätten wir eine Diskussionsgrundlage gehabt. Aber so? Die wissen wirklich nicht, wovon sie schreiben. Wer geht denn jetzt hin und erklärt denen mal in Ruhe, was Sache ist? Herr Herche wahrscheinlich nicht, obschon er in der Nähe wohnt.

  2. Diese Hasstiraden interpretiert jeder vernünftig denkende Mensch als Lob. Oder umgekehrt: „Dícsérjen meg az E. Fehér Pál!“*
    Für diejenigen ohne Ungarischkenntnisse erkläre ich gerne die Bedeutung dieses (Orbán?-)Zitats.

  3. HV, ihre Wut gegen alles, was „rot“ ist, macht Sie blind. Hier steht „Faschisten UND Vertreter von demokratietheoretisch mindestens fragwürdigen Regierungen und Organisationen…“ Orbán wurde nicht als Faschist bezeichnet. Gut, man darf fragen, ob man solche Begriffe durch ein UND miteinander verbinden kann (ein ODER wäre besser gewesen), aber dass Orbán der Vertreter einer demokratietheoretisch mindestens fragwürdigen Regierung ist, würde ich [zumindest] nicht bestreiten wollen. Natürlich ist auch die Nennung des Namens Marie Le Pen in diesem Gesamtzusammenhang unangebracht. Wahr ist, dass der Begriff „Faschismus“ leider infaltionär benutzt wird. So sind – nur um ein Beispiel zu nennen – für die Kreml-Jugend NASCHI sämtliche Esten „Faschisten“. Das ist blödsinn.

    • Wie kommen Sie auf die schlaue Schlussfolgerung, ich sei blindwütig? Haben Sie vielleicht meine Stimmzettel kontrolliert? Ihr Argumentationsstil ist wundervoll: Den Gegner erst einmal zu einem Blindwütigen machen, damit man keine inhaltliche Auseinandersetzung führen muss.

    • Schreiben Sie blödsinn immer mit einem gleinen ‚b‘? Ja werden am Rand der Galaxis langsam alle Wahnsinnig?

    • Schröder und China, Russland….

      Jusos? Seit wann hat man bei der SPD etwas gegen undemokratische Regime, wenn man Geschäfte machen kann?

    • Am Galaxierand oder am anderen Ende der Erdkugel, da befindet sich die USA, die laut „neuesten“ Bestrebungen immer mehr die Freiheit des Landes für die Sicherheit aufgibt. Diktatorische Züge werden in den Bestimmungen des Präsidenten vor allem gegen den Terror und in Ausnahmezuständen wahrgenommen, die durch den besagten Terror sich begründen lassen. Guantanamo ist nur ein Beispiel, der uns immernoch nahe steht. Doch sagen Sie mal: Würde denn der Herr Roloff genauso ein Schreiben wagen, beim Besuch Herrn Obamas?

  4. Dann sind sie also doch blind, ob mit oder ohne Wut, denn argumentiert habe ich mit Verlaub doch wohl auch. Übrigens, habe ich Sie nicht „blindwütig“ genannt. Ich habe nur gesagt, Ihre Wut macht Sie blind. Aber das ist vielleicht lediglich Semantik. Jednefalls haben Sie sich das Adjektiv „blindwütig“ selbst extrahiert. Nicht meine Formulierung.

  5. Fürtsin Thurn und Taxis hegt halt keinerlei Sympathie für Ideologien, die „im Namen des Fortschritts und der Weltrevolution“ so viel Leid verursacht haben und das scheint manch Halbgebildete zu ärgern und zu stören.
    Aber muß sich die Fürstin deswegen von politischen roten Rotznasen vorschreiben lassen, wen sie einladen darf??

    • Die Linken sind wie der Fußballtrainer im Witz, wo folgende Faustregel eingerahmt an der Wand des Umkleideraums hängt:
      „§1. Der Meister hat immer Recht.
      §2. Im entgegengesetzten Fall tritt §1 in Kraft.“

  6. Ich finde es sehr traurig mitanzusehen,dass sich das Niveau auf „Hungarian Voice“ zunehmend im Landeanflug befindet. Gestartet als ziemlich hoffnungsvolles Projekt, welches sich laut Selbstdarstellung der Vernunft, der Sachlichkeit und des Ausgleichs verschrieben hat. Große Worte! Nicht zuletzt dieser Beitrag ist ein Beleg dafür, dass „Hungarian Voice“ zu nichts anderem verkommen ist als zu einem Pendent anderer Hetzseiten wie „Pusztaranger“. Alleine die Überschrift des Beitrages ist sachlich falsch. Das Zitat des Herrn Roloff enthält keine belastbare Aussage. Es kann lediglich der Verdacht abgeleitet werden, dass die „Jusos Oberpfalz“ Orban Victor in der Nähe des Faschismus stellen.

    • Adam,

      Ich denke, es ist einfach so, dass Ungarn derzeit Gottseidank „nicht mehr gerettet werden muss“, es scheint den Sturm überstanden zu haben.

      Insofern werden Sie generell einen gewissen Rückzug der hochkalibrigeren Stimmen aus der Blogosphäre sehen, einfach weil das Dach nicht mehr brennt.

      Die Linken mussten einsehen, dass ihr Versuch, die ungarische Innenpolitik zu internationalisieren, zwar für Ungarn sehr schädliche Nebeneffekte zeitigte, aber ihnen selbst am Ende nicht entscheidend nützte. Ein inhaltliches Konmzept haben sie immer noch nicht.

      Konservative sorgen sich nicht mehr um das, was kommt, das Gröbste scheint überstanden. Und die Mitte hält sich angesichts der nunmehr ruhigeren Lage erst recht raus.

      Aber HV bleibt Nr. 1, es wird nur allgemein etwas ruhiger.

      • Herr Kalnoky, ich hoffe nur, dass Sie sich da mal nicht getäuscht haben!!!
        Ich werd (wenn möglich) mal in 3 Monaten darauf zurückkommen.

  7. @ Adam:

    „Das Zitat des Herrn Roloff enthält keine belastbare Aussage. Es kann lediglich der Verdacht abgeleitet werden, dass die “Jusos Oberpfalz” Orban Victor in der Nähe des Faschismus stellen.“

    Keine belastbare Aussage?

    Die Überschrift lautet „Faschisten hofiert man nicht“, es geht um Orbáns Besuch. Und dann: „Faschisten und andere Vertreter von demokratietheoretisch mindestens fragwürdigen Regierungen und Organisationen empfängt man nicht und hofiert sie auch nicht im Rahmen von festlichen Veranstaltungen.“

    Ginge es nicht um den Besuch Orbáns bei Fürstin Gloria, könnte man Ihrer Aussage noch etwas abgewinnen. Im Kontext aber wohl kaum.

    Danke für Ihre Kritik. Leider haben Sie sich noch nie zu Wort gemeldet. Insoweit haben Sie sich an dem „hoffnungsvollen Projekt“ nicht beteiligt. Nun ist der Zug, glaubt man Ihnen, leider abgefahren.

    • Adam, muss man denn Ihnen alles zwei mal vorkauen: „Ich finde es sehr traurig mitanzusehen,dass sich das Niveau auf “Hungarian Voice” zunehmend im Landeanflug befindet.“
      Ob „Landeanflug“ oder „Zug abgefahren“, es gibt noch zig andere Methaphern dafür einzusetzen…

  8. Fidesz und Jobbik nehmen gemeinsam am Sommerlager der EMI (Erdelyi Magyar Ifjak taboranak) teil, dessen Ziel es ist, im Kreis der Ungarn ausserhalb der Grenzen >gesundes Nationalbewusstsein ungarische Nationalpolitik zwischen zwei Wahlen< nehmen zusammen Teil Z. Balczo Jobiki und Z.Koeszegi Fidesz Abgeordnete. Unter den Vortragenden Ilona Ekes Fidesz und G.Vona Jobbik Abg. Es wird auch einen Vortrag ueber Nyiroe geben und Kuruc (Sie erinnern sich, V.Orban bat die USA Kongressmitglieder um Hilfe gegen Kuruc) ist Medienunterstuetzer von EMI.

  9. Ich werde ja irgendwie nicht müde, meine Message rüberzubringen. Herr HV ist eben doch irgendwie – von mir aus genre nur betriebsblind – aber die Faschistin im Juso-Beitrag, den ich so nie geschriebn hätte, ist Frau Le Pen. Sie wird als solche auch tituliert. Für Herrn Orbán bleibt das Label des „Vertreters von demokratietheoretisch mindestens fragwürdigen Regierungen und Organisationen“. Wie stoßen Sie übrigens auf so in der Presselandschaft Deutschlnds eher im Verborgenen blühende „Meldungen“. Ich surfe täglich im Netz hin und her, aber diese Pressemitteilung ist mir tatsächlich sonst nirgends über den Bildschrim geflimmert – nur bei Ihnen. Geben Sie bei Google bestimmte Stichwörter ein („Faschismus, Ungarn, Orbán, …“) und schauen dann einfach mal, was kommt? Gut, das ist Ihr Recht und ich wäre der Letzte, der das zu kritisieren hätte. Was mich aber wirklich mittlerweile an Ihrer Seite ärgert, ist Ihr Anspruch auf „Neutralität“. Sie sind nicht neutral! Und das kann auch eigentlich niemand sein, der gebürtiger Ungar ist, viel mit Ungarn zu tun hat oder in Ungarn lebt. Selbsterfahrung: Ich erschrecke hin und wieder über mich selbst, wie unbarmherzig und auch wenig tolerant ich hinsichtlich der ungarischen Innenpolitik geworden bin. In Deutschland würde ich nie so über politisch Andersdenkende urteilen, aber hierzulande wird man entweder auf die eine oder die andere Seite gezwungen. (Ganz eigene persönliche Erfahrungen mit dieser oder jerer Regierung tun ihr Übriges.) Das ist alles schrecklich. Und ich habe mittlerweile mehr als einmal überlegt, dieses Land, in das ich vor vielen Jahren mal aus Zuneigung zu den Menschen gekommen war, wieder zu verlassen. Denn mittlerweile macht mich vor allem dieser unsägliche Nationalismus, der sich wie die schwarze Pest über dieses Land ausbreitet, geradezu physisch krank. Herr Orbán ist einer, der sich diese Stimmung um eines kurzfristigen politischen Vorteils willen zu Nutze macht, sie instrumentalisiert. Hat man hier nichts gelernt? Was ist denn in den 1990er Jahren im Nachbarland Jugoslawien passiert? Nationalismus ist eines der schlimmsten Krebsgeschwürde dieser Welt – hierzulande feiert er gegenwärtig ungebremst fröhliche Urstände. Mein bester ungarischer Freund, der nach eigener Aussage völlig unpolitisch ist, rief jüngst einmal zu einer in meinem Bezirk von der Selbstverwaltung (offenbar an sämtliche Haushalte!!!) verteilten Hochglanzpublikation („Nagy Magyarország“) aus: „Ez fasizmus!“ Ich erschrak gewaltig, musste ihn beruhigen und sagen, dass er da doch wohl etwas übertreibe… Schlaglicht aus Ungarn im Juli 2012. Damit schließt sich thematisch der Kreis. Nein, gewiss, Faschismus haben wir nicht. Orbán ist auch kein Faschist. Das würde ich den Jusos in der Oberpfalz jederzeit ins Stammbuch schreiben (wenn sie es tatsächlich so wie von Ihnen verstanden gemeint haben sollten). Trotzdem würde ich auch Orbán zu keiner Veranstaltung einladen, in der es um Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit etc. pp. geht. Noch ein Tipp: Um eine wirklich ausgewogene Sicht der Dinge bemüht man sich auf der Seite „budapost.eu“. Die Autoren machen das, was angesichts der hiesigen Lage geboten ist: Sie lassen die Postillen der einen und der anderen Seite mit Zitaten gegeneinander antreten. Mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Das ist schwer genug. (Leider nur in einer englischsprachigen Version verfügbar.)

    • Galaxisrand: Auch wenn Sie es noch hundertmal wiederholen. Orbán war zu Gast bei Fürstin Gloria. Und für ihn wurde die Nationalhymne Ungarns gespielt. Nun, auf wen bezieht sich dann das „Faschisten hofiert man nicht“?
      Ich mag – als promovierter Jurist – zwar kein Genie der politischen Kommunikation sein. Aber Texte lesen kann ich schon.

    • Hallo Galaxisrand,

      auf die Pressereaktionen zu Orbáns Auftritt in Regensburg wurde HV wahrscheinlich durch mich aufmerksam. Bin selbst aufgrund einer Notiz in der Süddeutschen Zeitung auf den Vorgang gestoßen. Auch wenn die entsprechenden Meldungen scheinbar „Unter ferner liefen…“ einzuordnen sind, zeigen sie doch, wie tief inzwischen die Überzeugung, dass „etwas mit diesem Ungarn nicht stimmt“ im Bewusstsein von Medienmachern und Medienkonsumenten in Deutschland verankert ist.

      Über den Umbau des Landes durch Orbáns Regierung haben, natürlich mit quantitativen und qualitativen Unterschieden, nahezu sämtliche deutschen Medien berichtet, von den landesweiten Tageszeitungen bis zu den Regionalblättern. Als jemand, der die innenpolitische Entwicklung in Ungarn mit erheblicher Skepsis verfolgt, ohne dabei ausgeprägte Sympathien für die eine oder andere Seite zu haben, bin ich der Meinung, dass hier zum Teil sehr schwarz gemalt und zu wenig differenziert wird.

      Es hat ein „Nation-Branding“ der besonderen Art stattgefunden. Dachten gelernte DDR-Bürger und einige wenige politisch Interessierte im Westen beim Stichwort Ungarn noch in den 80ern und vielleicht bis in die 90er Jahre hinein an (relative) Freiheit, Romantik, Lebensfreude, so denkt man inzwischen wohl vor allem an: Nationalismus, Romamorde, Gardisten, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus usw.

      Das ist schon eine krasse Verschiebung des Ungarnbildes von der „lustigsten“ zur „traurigsten Baracke“. Klar, ohne die entsprechenden Vorgänge im Land, die passenden Stichworte, Bilder und Ereignisse, wäre es nicht zu dieser Form des Ungarndiskurses gekommen. Aber mitunter muss doch gefragt werden, ob die Wahrnehmung Ungarns als angeblicher Hort von Unfreiheit und antidemokratischen Entwicklungen, nicht zu einseitig ist.

      Der durchschnittliche deutsche Medienkonsument unterscheidet nicht groß zwischen Viktor Orbán, Victor Ponta und Viktor Janukowitsch. Alle drei gelten als machtversessen und autoritär. Die Diskussion und die Berichterstattung über Orbáns Auftritt in Regensburg zeigt das sehr schön, von den direkten Vergleichen zwischen den drei Viktors und ihren Ländern, die in deutschen Medien auch gezogen werden, mal ganz abgesehen.

      Wenn HV den einen oder anderen dazu bringt, genauer hinzusehen, hat er schon viel erreicht. Ganz neutral ist er auch meiner Meinung nach nicht. Aber wer ist das schon?

      • Ungarn liegt am Rand der Milchstraße. Man kann sich darüber ärgern. Man kann sich über vieles ärgern. Am 30. Januar ärgere ich mich immer über den Schmutzrand in meiner Badewanne. Ich kenne als Deutscher bei Schmutz nur Unbarmherzigkeit und Intoleranz. Für Schmutzränder habe ich kein Verständnis.

        Ungarn liegt am Rand der Galaxis, rückte aber vor gut zwei Jahren in den Mittelpunkt der medialen Realität.

        Wenn es um Ungarn geht, ist der Anspruch der Ungarnexperten auf Neutralität kein Gegensatz zum gelebten Furor teutonicus.

        Galaxisrand sagt: Wer gebürtiger Ungar ist, viel mit Ungarn zu tun hat oder in Ungarn lebt kann nicht neutral sein. Dem stimme ich zu.

        Herrn Kálnoky und HV fehlt neben der Neutralität auch noch der germanische Angriffsgeist.

        Ungarnfreund ist ganz das Gegenteil von HV. Er ist skeptisch und sieht Ungarn distanziert.

        Ich selbst beurteile die Lage eher wie Maxeiner und Miersch. Die berufen sich auf Kári Stefánsson. Der wiederum bezeichnet deutsche Journalisten kurz und knapp als „Arschlöcher“, die ihre deutsche Weltsicht zum alleinigen Maßstab für die Beurteilung von Sachverhalten machen.“ Das ist vielleicht übertrieben. Aber wenn ich die These auf HV anwende, lässt sich zumindest sagen, dass er kein echter Deutscher ist. Zwar ist er nicht so neutral wie Ungarnfreund, aber eben auch kein Arschloch.

        Um auf den isländischen Neurologen Kári Stefánsson zurückzukommen, dessen Forschungen haben böse Schlagzeilen und einen regelrechten Proteststurm in Deutschland ausgelöst. Stefánsson hat nach dem Abgleich der Krankheitsgeschichten von insgesamt 1.795 Isländern mit ihrem Erbgut Anhaltspunkte dafür gefunden, dass es eine Genvariante gibt, die bei etwa 0,5 Prozent der insgesamt knapp 320.000 Inselbewohner vorkommt und diese vor schwerem Gedächtnisverlust im Alter schützt.

        Bei wieviel Prozent der Deutschen diese Genvariante vorhanden ist, wurde noch nicht erforscht. Bekannt ist nur, dass es immer mehr Deutsche mit Alzheimer gibt. Maxeiner & Miersch fordern, Deutschland solle einfach fortschrittsoffener werden. Ich sehe das skeptisch. ohne dabei ausgeprägte Sympathien für die eine oder andere Seite zu haben. Ich kenne nur Unbarmherzigkeit und Intoleranz, wenn es um Ungarn geht. Offenheit gegenüber der Entwicklung in Ungarn ist aus deutscher Sicht gar nicht möglich, weil Deutschland der Mittelpunkt und Ungarn längst außerhalb Europas, am Rande der Galaxie ist.

        http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-Miersch/article108334449/Deutschland-muss-fortschrittsoffener-werden.html

      • Herr Herche,

        Ihr Satz von deutschen Journalisten, die „ihre deutsche Weltsicht zum alleinigen Maßstab für die Beurteilung von Sachverhalten machen“, ist im Kern vollkommen richtig. Ich würde zwar nicht so weit gehen wie Ihre Bezugsquelle und die Damen und Herren als Arschlöcher bezeichnen. Es wimmelt aber von politisch völlig eindeutig positionierten Gestalten, von den Alt-68ern über die Antifa bis hin zu Salonmarxisten (mit solchen und ihrer Intoleranz durfte ich mich neulich auf einer Veranstaltung vergügen). Die versuchen nicht einmal, den Eindruck zu erwecken, als würden sie ihren Lesern alle Fakten darlegen wollen.

        Was die Weltsicht angeht, so sollten wir die österreichischen Journalisten mit einschließen. Gregor Mayer und Bernhard Odehnal sind mit das Einseitigste, was man in deutscher Sprache über Ungarn zu lesen bekommt. Einziges Thema: Rechtsradikale Tendenzen, Vermischung von Fidesz und Jobbik. Gegen die beiden war Michael Frank von der SZ, dessen Auffassungen uns dank seines Eintritts in den Ruhestand mittlerweile erspart bleiben, ein Hort von Ausgewogenheit und Zurückhaltung. Aber Kahlweit hat sich als würdige Erbin erwiesen 🙂 …

        Und dass die o.g. These des Anspruchs auf die einzig richtige „Weltsicht“, gerade im Bezug auf die Erinnerungspolitik und den Bezug zur Nation, auch von ausgesprochen ausgewogenen Personen so gesehen wird, zeigt folgendes Zitat von Krisztián Ungváry (Quelle: Lager und Fahne sind eins, in: Quo vadis, Hungaria, Osteuropa, 61. Jahrgang 2011, Heft 12, S. 281 f.):

        „In Ungarn – wie auch in anderen Ländern Osteuropas – war das Verhältnis zur eigenen Nation schon vor der Wende unverkrampfter als in beiden Teilen Deutschlands. Die automatische und undifferenzierte Anwendung deutscher Parameter auf die Erinnerungspolitik anderer Länder ist deshalb irreführend. Zuviele Erscheinungen würden sofort als „rechts“ gedeutet, die in dem jeweiligen anderen Land diese Bedeutung gar nicht besitzen.“

        In der Fußnote sagt Ungváry auch, wen er konkret meint: „Dieser Fehler unterläuft Gregor Mayer und Bernhard Odehnal in ihrer sonst guten Arbeit: Aufmarsch: Die rechte Gefahr aus Osteuropa“

        Ich bin sehr glücklich, dass es Historiker wie Ungváry gibt, der kein Fidesz-Anhänger, sondern unabhängig ist. Im Gegensatz zu dem pseudo-historischen Geschwätz, das uns im Bezug auf Ungarn hierzulande begegnet, sind seine Beiträge zumeist eine wahre Offenbarung. Und der o.g. Beitrag ist im Hinblick auf Fidesz sogar ausgesprochen kritisch. Ungváry ist eben seriöser Historiker (und wirtschaftlich unabhängig, was wohl auch eine Rolle spielen dürfte). Mayer und Odehnal hingegen sind von ihrem politischen Feldzug gegen Fidesz/KDNP so eingenommen, dass sie schlichtweg nicht sachlich bleiben können. Mayer bezeichnete Ungvárs o.g. Aussage übrigens als „Seitenhieb“.

  10. Jobbik und Fidesz nehmen also gemeinsam an einer Veranstaltung Teil, was hier von den meisten als natuerlich angesehen wird. Und die neopfeilkreuzlerische kuruc gibt auch Senf dazu.
    Und Orban glaubt superintelligent gewesen zu sein, als er meinte die USA soll doch den server von kuruc in den USA abstellen.

    • „Jobbik und Fidesz nehmen also gemeinsam an einer Veranstaltung Teil, was hier von den meisten als natuerlich angesehen wird.“

      Von den meisten…? Von was bitte sprechen Sie, Herr Pfeifer?

  11. HV ich habe genau geschildert an welcher Veranstaltung Jobbik und Fidesz Abg. gemeinsam teilnehmen und dass diese noch den Mediensponsor kuruc hat.
    Das regt natuerlich auf HV nicht auf, ist man doch damit beschaeftigt, die „boesen“ Jusos zu belehren. Den Balken Fidesz-Jobbik merkt man nicht, wohl aber den Splitter der Juso.
    V. Orban ist natuerlich kein Faschist, aber Abgeordnete seiner Partei treten gemeinsam mit der rassistischen Jobbik auf.

    • Herr Pfeifer,
      noch einmal die Frage: Woher glauben Sie, ableiten zu können, was „von den meisten hier als natuerlich angesehen“ wird? Meinen Sie wirklich, jemand, der sich über die unsäglichen Faschismus-Thesen der Jusos, gibt durch seinen Ärger auch ein Statement zu dem Thema ab, das Sie ansprechen?

      Wie kommen Sie nur dazu, immer alles zusammen zu rühren?

  12. Ungarischer Nationalismus 2012

    In einem Aufruf an die ungarische Jugend in Transsylvanien liest man: Wir geben Euch mit: „merzt aus euch alles Fremde aus. Lasst keine Fremdsprache, keine fremde Kultur, fremden Freund nahe an euer Herz“

    ( Fiatalok – alfejezet ) :“Útravalóul adjuk számotokra a törvényt :zárjatok ki magatokból minden idegent. Ne engedjetek közel a szívetekhez idegen nyelvet, idegen kultúrát, idegen barátot…….“

    Quelle:

    http://www.nagybanya.ro/ujszo/2012_junius_8.pdf

  13. HV Kritik akzeptiert. Die Tatsache, dass Fidesz und Jobbik Abg. zusammen an einer Veranstaltung teilnehmen, die kuruc zum Mediensponsor hat wurde auf
    HV bis jetzt nicht kommentiert.

  14. Tja, Herr Pfeifer, wahrscheinlich, weil das hier in diesem Blog keine Sache ist, die aufregt. Aber selbst auf der „Hetzseite“ Pusztaranger lockte man damit auch keine Katze mehr hinter dem Ofen vor. Die Beobachtung von Herrn Kálnoky ist richtig: „… Ungarn … scheint den Sturm überstanden zu haben“. Die Karawane der berechtigten oder nicht berechtigten medialen Entrüstung ist längst weitergezogen. Sie flammt nunmehr andernorts mal punktuell auf angesichts von bestimmten Anlässen wie in Baku beim Songcontest oder der Fussball-EM in Polen und der Ukraine. Jetzt sterben in Syrien die Menschen wie Fliegen – da wäre ein starker Fokus auf Ungarn tatsächlich fehl am Platze. Wie dem auch sei, ich vertraue darauf, dass sich der eine oder andere Journalist hin und wieder nochmal nach Ungarn umdreht. Wir wollen ja dieser Seite hier nicht das Futter nehmen – auch wenn die zur Debatte gestellten URL zuweilen wirklich eher aus der Rubrik „die gibt es auch noch“ oder „wer ist das doch gleich? „zu sein scheinen. Egal. Es findet sich immer was.
    Bitte noch ein Wort an Herrn Kálnoky: Sicher existieren zwischen uns beiden viele Meinungsunterschiede – aber dessen ungeachtet möchte ich Ihnen sagen: Anfang Januar hatten Sie in der WELT einen ganz hervorragenden Artikel geschrieben. Titel: „Wenn der Judenstern am eigenen Briefkasten klebt“ – Untertitel: „In Ungarn herrscht eine Hasskultur, in der „Jude“ als Schimpfwort gilt. „Welt“-Korrespondent Boris Kálnoky ist um seine Heimat besorgt.“ Sie schreiben unter anderem: „Fidesz versucht, Jobbik Wähler abzujagen, indem sich die Partei zuweilen so gebärdet wie Jobbik.“ Vielleicht hat man deswegen auch (scheinbar?) wenig Probleme mit Herrn Bayer oder damit, mit Jobbik gemeinsam in Rumänien aufzutreten. Wenn das Ziel wirklich das sein sollte, die – nun wirklichen – Neo-Faschisten Jobbik am weiteren Erstarken zu hindern, dann wäre ich d`accord. Ich fürchte aber, darum geht es nicht. Doch das ist meine persönliche Einschätzung. Jedenfalls tun momentan alle demokratischen Kräfte von links (MSZP/LMP/DK) und von rechts (Fidesz/KDNP) ziemlich viel dafür, dass Jobbik immer stärker und stärker wird. In Anlehnung an eine Hymne möchte ich dessen ungeachtet hoffnungsvoll sagen: Noch ist Ungarn nicht verloren! – zumal die ungarische Hymne ein Gebet ist. Möge Gott es hören und sich erbarmen.

    • Herr Pfeifer und Galaxisrand:

      Ich schlage vor, wir warten ab, was Köszegi auf dieser Veranstaltung sagt. Sollte er sich mit Jobbik verbünden, werde ich Ihnen zustimmen.

      Die Alternative, als Regierungspartei nicht teilzunehmen und das Feld völlig Jobbik zu überlassen, war am Ende wohl nicht erste Wahl.

      Die Strategie, Jobbik auszuschließen, war in den Jahren vor 2010 übrigens nicht von Erfolg geprägt. Grund genug, sich mit dieser Partei zu befassen und ihre Thesen zu widerlegen. Und das geht m.E. nicht, indem man sich beleidigt wegdreht.

    • „Tja, Herr Pfeifer, wahrscheinlich, weil das hier in diesem Blog keine Sache ist, die aufregt.“

      Tja, Herr Pfeifer weckt gern schlafende Hunde.

      „Orbán, Machtpolitiker par excellence, lernt dann auch aus seiner ersten, wenig eindrucksvollen Regierungszeit (1998 bis 2002) beeindruckend schnell. Kollegen beschreiben seine Obsession für die Medien – er will ein zweiter Silvio Berlusconi sein, allerdings ohne die Skandale. Außerdem besteht der Kontroll-Freak darauf, alle nur einigermaßen wichtigen Posten mit Vertrauensleuten zu besetzen. Er entwickelt ein Gespür für Stimmungen im Volk – antiamerikanische, antizionistische und antikapitalistische.
      Beim Wahlkampf Anfang dieses Jahres verzichtet er fast völlig darauf, sich von der fremdenfeindlichen und gegen die Roma hetzenden Jobbik-Partei zu distanzieren. Die Rechtsradikalen erreichen knapp 17 Prozent der Stimmen und damit fast so viel wie die diskreditierten Sozialisten; Orbáns Fidesz aber schafft 52,8 Prozent, das reicht für eine Zweidrittel-mehrheit im Parlament.”
      Tja, diese Nachricht vom Schmutzrand ist in der Tat nicht aufregend. Dass Orbán sich nicht ausreichend genug zur fremdenfeindlichen und gegen die Roma hetztende Jobbik-Partei abgrenzt, schrieben Erich Follath und Christoph Schult schon am 27.12.2010 im Spiegel. Der titelte damals, „EUROPA -Angst vor der Orbanisierung”.
      Quelle: Spiegel Online http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-75936265.html

      Erich Follath, geboren 1949 in Esslingen, ist promovierter Politikwissenschaftler und bekannter Sachbuchautor. Der Diplomatische Korrespondent des SPIEGEL bereist jedes Jahr mehrmals Israel und hat zahlreiche Titelgeschichten und Reportagen über den Nahen und Mittleren Osten geschrieben. Eines seiner Expertenbücher heißt „Der neue Kalte Krieg”
      http://www.randomhouse.de/Autor/Erich_Follath/p36858.rhd

      Über Christoph Schult weiß Google: „Since 2006 Jerusalem Bureau Chief Der Spiegel.“
      http://freespeechconference.org/speakers/christoph-schult/

      Es haut mich tatsächlich nicht vom Hocker, wenn Herr Pfeifer zweieinhalb Jahre nach dem Spiegel-Bericht vom 27.12.2010 Beweise dafür vorlegt, dass die Hetzkampagne gegen Ungarn gerade am Abflauen ist. Er weckt eben gern schlafende Hunde.

      Ich bin, anders als Herr Kálnoky, auch nicht so optimistisch. Mich interessiert weniger, wer den kuruc.info Coup, über den Herr Pfeifer berichtet, gelandet hat. Mich interessiert, wer hinter kuruc.info steht. Darüber schweigt sich Herr Pfeifer aber aus.
      Ich vermute, dass es nicht Herr Orbán war, der im Namen von kuruc.info nach Rumänien eingeladen hat. War er im Voraus darüber unterrichtet?

  15. Aha beleidigt ist man hier, wenn der Hinweis auf gemeinsame Aktionen Fidesz-Jobbik kommt, dann aber argumentiert man, man kann ja nicht das Feld Jobbik ueberlassen.
    Damit erst wird Jobbik legitmiert. Teilnehmen an einer von kuruc Mediengesponserten Aktion sagt viel ueber Fidesz aus.

    • Muahaha. Söder (lach!) und Dobrindt (doppel-lach!) in einer Reihe mit Frau Le Pen? Diesen Witzfiguren ist wirklich kein Vergleich zu dämlich. Orbán braucht sich wirklich keine Sorgen zu machen. Die Zusammenstellung wirkt absolut willkürlich. Dobrindt, einer der unbedeutendsten Politiker Europas, zugleich einer der „gefährlichsten“? Vielleicht wegen der neuen Brille, oder weil er (anders als Sigmar Gabriel) der Adipositas lebe wohl gesagt hat? 🙂

      Man sieht wieder, wie leicht man als Rechter (Dobrindt, Orbán) in einen Topf mit Rechtsextremen (Strache, Le Pen, Wilders) geworfen wird. Seid Ihr Linken wirklich so einfältig, habt Ihr nicht mehr auf der Pfanne? Wie man an den Wahlergebnissen sieht, ist das wohl auf Dauer nicht genug. Also geht hin und bessert Euch.

    • „Dícsérjen meg az E. Fehér Pál!“ (Für diejenigen, die kein Ungarisch sprechen, erkläre ich gern die Bedeutung dieses Spruchs.)

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