Umfragen: Fidesz ohne Mehrheit

Wie das Republikon Institut unter Bezugnahme auf neueste Meinungsumfragen berichtet, würde Fidesz im Fall von jetzt durchgeführten Wahlen über keine eigenständige Mehrheit mehr verfügen. Die Regierungspartei ist in etwa gleichauf mit der Linkopposition (MSZP, LMP, DK). Mögliche Koalitionen:

– Fidesz-MSZP

– Fidesz-Jobbik

– MSZP-Jobbik

Die zu erwartende Wahlbeteiligung wäre katastrophal gering, Nur mehr jeder dritte Wahlberechtigte wäre bereit, seine Stimme abzugeben. Die Stimmung hat sich somit abermals zu Lasten der Regierungspartei verschlechtert.

http://republikon.hu/news.php?id=272&filter=Elemz%C3%A9sek

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27 Kommentare zu “Umfragen: Fidesz ohne Mehrheit

  1. HV kaum anzunehmen, dass Fidesz mit MSZP oder MSZP mit Jobbik eine Koalition bildet.
    Alle Zeichen weisen auf eine Koalition Fidesz-Jobbik, oder Fidesz Minderheitsregierung mit Unterstützung von Jobbik.

  2. HV ich schrieb alle Zeichen weisen darauf hin, dass Fidesz es mit Jobbik halten wird und Sie selbst haben ja dafür Verständnis, dass Fidesz Abgeordnete im Sommerlager der ungarischen Jugend in Transylvanien zusammen mit Jobbik Abgeordneten auftreten, die wollen doch nicht diese Jugend Jobbik überlassen.
    Und da es Gemeinden gibt, in denen Fidesz mit Jobbik koaliert, würde ja solch eine Koalition oder solch eine Vereinbarung mit Jobbik die meisten Ungarn nicht überraschen.
    Ich kenne keinen Fall, wo MSZP mit Jobbik koaliert, daher ist die Annahme so etwas könnte geschehen rein theoretisch.

  3. HV ich habe nie geschrieben, dass Fidesz „sinngemäß“ gleich Jobbik ist. Ich habe sehr präzise aufgezeigt was Sache ist.
    Und das mit dem Zweifrontenkampf von Fidesz nimmt (ausser deren Propagandisten, zu denen Sie doch hoffentlich nicht gehören) niemand ernst.
    Fakt ist Orbán hat sich noch nie öffentlich von Jobbik distanziert. Und die Garden, die er mit zwei Ohrfeigen verjagen wollte, existieren auch noch, wenn auch unter einem anderen Namen.
    Mir würde Fidesz sicher keinen Gefallen tun, wenn es sich mit Jobbik verbünden würde. Fidesz bringt das Kunststück fertig, den Wind in die Segeln von Jobbik zu blasen, um denen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Fidesz Abgeordnete sind laut HV direkt gezwungen sich mit Jobbik Abgeordneten in einem Sommercamp zu treffen.
    Es ist erstaunlich, wie freundlich die so genannten „zsidesz“-Leute in der Regel mit Jobbik Abgeordneten umgehen.

    • Herr Pfeifer, überraschen Sie mich: Zeigen Sie mir, dass das Sprichwort irrt! Zeigen Sie mir, dass Sie es trotz Ihres hohen Alters doch noch lernen, Ihrem Gegenüber nicht Worte in den Mund zu legen, die er nicht gesagt hat. Das gilt konkret hierfür: „Fidesz Abgeordnete sind laut HV direkt gezwungen sich mit Jobbik Abgeordneten in einem Sommercamp zu treffen.“

      Wann habe ich das Wort „gezwungen“ verwendet? Ich habe eine Vermutung geäußert, warum ein Fidesz-Abgeordneter an diesem EMI-Jugendlager (dessen Existenz ich als nepszava.com-Nichtleser vor Ihrem Beitrag nicht einmal kannte, danke also hierfür) teilnimmt. Eine Vermutung. Nix von „gezwungen“. Und ich empfahl, dass wir die Debatte fortsetzen, wenn die Diskussion zwischen Fidesz und Jobbik stattgefunden hat. Und – jetzt kommt´s – ich sagte sogar, ich würde Ihnen und Galaxisrand zustimmen, wenn sich Fidesz und Jobbik dort verbünden sollten. Ihnen scheint die Geduld, die Geschehnisse abzuwarten, zu fehlen. Als einer, der schon vor der Wahl 2010 von „massivem Antisemitismus“ bei Fidesz sprach, klauben Sie sich wohl jetzt die Bauklötzchen zusammen, die Sie für Ihr Gebilde brauchen. Und versuchen, als großer Augur aus einer Veranstaltung Nektar zu saugen, die noch gar nicht stattgefunden hat. Und lassen Sie mich raten: Wenn wieder mal nichts Skandalöses passiert, war es bestimmt die internationale Kritik (personifiziert durch K.P.), die schlimmeres verhindert hat.

      Hier ist, was ich sagte: https://hungarianvoice.wordpress.com/2012/07/20/jugendorganisation-der-spd-bezeichnet-ungarischen-ministerprasidenten-als-faschist/#comment-9282

      Saugen Sie nur weiter, Herr Pfeifer. Von meinem kleinen Sohn weiß ich allerdings, dass das Saugen an leeren Fläschchen früher oder später zu Bauchweh führt. Passen Sie also gut auf sich auf.

      Und noch ein Wort zur Sache: Die Garden marschieren heute kaum noch. Jedenfalls deutlich seltener, als es in den Jahren bis 2010 der Fall war. Wann war der letzte Aufmarsch dergestalt, wie er vor 2010 beinahe wöchentlich stattgefunden hat? Schon lustig, dass man kaum etwas von diesen unsäglichen Garden hört, obwohl Sie doch alles dafür tun, das Brennglas drauf zu halten.

      Ich bekenne: Ich freue mich, dass dieses Nazi-Pack nicht mehr wöchentlich durch Ortschaften stampft. Wie ist es mit Ihnen, frage ich mich?

      • @HV
        Dass Sie die EMI-Jugendlager-Bewegung nicht kannten, wundert mich aber. Die 2003 [sicc!] gegründete Vereinigte Ungarische Jugend steht dahinter.

        http://hu.wikipedia.org/wiki/Egyes%C3%BClt_Magyar_Ifj%C3%BAs%C3%A1g

        Die „geistigen“ Wurzeln dieser Organisation reichen bis in die frühen 70er Jahre zurück. Dalos hat den Aufruf der „national-populistischen Intelligenzija“, die seit Marsovszky und Pfeifer nunmehr als „völkische Bewegung“ gehandelt wird, gegen die geplante Verschärfung des Abtreibungsgesetzes vom Mai / Juni 1973 in seinem „Archipel Gulasch“ im vollen Wortlaut abgedruckt. Er schrieb über die „völkische Bewegung“, dass sie trotz aller Reibungen mit der Kulturpolitik [Aczéls] nie ganz marginalisiert wurde. Sie wurde mitnichten marginalisiert.
        Ich kenne einen ehemaligen Inoffiziellen Mitarbeiter des sozialistischen Staatssicherheitsdienstes, der in den 80er Jahren als KISZ-Funktionär in der „Dialog“-Friedensgruppe eine Rolle spielte und in der Wendezeit z.B. in József Antalls MDF auftauchte. Er war Aktiviste der ersten Stunde in Csurkás MIÉP. Er tauchte als „Jobbik-Funktionär“ aus der Provinz in der „Ungarischen Garde“ auf und er schreibt Kommentare z.B. für „kuruc.info“ Heute setzen er und seine Kinder sich aktiv für das Gelingen der EMI-Jugendlager in „Großungarn“ ein. Dieser vermutlich ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter hatte einen Großvater, der unter beiden, unter Szálasi und Rákosi im Lager Recsk „tätig“ war und dessen Vater es unter Kádár bis zum Komitatspolizeichef in Nord-Ost Ungarn brachte. In meinen Stasiunterlagen kommt er als G. István, „baráti kapcsolat“ vor, der dem sozialistischen Geheimdienst über mich „berichtete“.
        Hier sieht man das Exemplar im Jahr 2006 beim Angriff auf den ehemaligen Börsenpalast auf dem Platz der Freiheit in Budapest. Er kämpfte 2006 Seite an Seite mit Novák Elöd, seinem wohl populärsten Zögling.

        Eine Bitte an Herrn Pfeifer: Herr Pfeifer, mein Englisch ist so schlecht, dass ich mich nicht traue, bei Frau Balogh direkt anzufragen. Könnten Sie für mich mal herausfinden, warum sie diesen Link von ihrer Seite genommen hat?
        http://kurucwanted.blogspot.hu/

  4. HV Das Nazipack stampft nicht mehr durch Ortschaften? aus welcher Quelle schöpfen Sie diese Nachricht?
    Kuruc Nazipack bedroht diejenigen Ungarn, die es gewagt hatten vor der Wohnung des Csatáry zu demonstrieren. Ich freue mich, dass der KDNP-Abgeordnete T. Lukács darüber eine klare Aussage gemacht hat.
    HV Nun Sie haben Verständnis gezeigt, für das gemeinsame Auftreten von Fidesz und Jobbik Abgeordneten. Und mir warfen Sie vor, ich hätte ein Gleichheitszeichen gesetzt zwischen Fidesz und Jobbik.
    Im übrigen auf Ihre beckmesserische Frage an Eva Balogh erhielten sie – wie ich voraussagte – eine korrekte Antwort.
    http://hungarianspectrum.wordpress.com/2012/07/22/the-hungarian-far-right-and-the-national-security-forces-the-case-of-zoltan-bosnyak/#comments

    • Frau „Prof“ Balogh, die bereits mit ihrer These vom missglückten Fidesz-Putsch 2006 ins Klo griff, hat nicht den Funken eines Beweises dafür, dass – wie sie behauptete – Csatáry und Képíró Zusicherungen erhalten haben, wonach man sie in Ungarn unbehelligt lassen würde. Csatárys Anwalt und er hätten das behauptet. Fehlanzeige. Bezüglich Képíró hätte es János Széky behauptet. Ist schlimmer als bei der Flüsterpost!

      Muss ich Sie daran erinnern, dass Képíró angeklagt wurde?

      Also: Beweise? Fehlanzeige. Heiße Luft, reine Ideologie, mehr nicht. Und ja, ich weiß natürlich, dass alles, was Ihre durchideologisierten Thesen hinterfragt, beckmesserisch ist. Allerdings nur aus Ihrer Sicht, und die ist – Gott sei Dank! – nicht die einzig vertretbare.

      Was die Garden angeht, ich höre und sehe wenig bis gar nichts mehr von Ihnen. Zweifeln Sie, dass die Zeitungen sonst voll davon wären?

    • Ich sprach von Gardeaufmärschen, nicht von Nazizusammenrottungen. Solche Zusammenrottungen gibt es auch in Deutschland (zu meinem Bedauern), fahren Sie mal nach Wunsiedel.

      Nichts liegt mir ferner, als Frau Balogh ihren Professor abzuerkennen. Ich kritisiere nicht ihren wissenschaftich-historischen Standpunkt (ich kenne einen solchen nicht einmal!), sondern ihren politischen. Und auch wenn es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte: Nur weil einer habilitierter Historiker ist, muss er noch keinen Glaubwürdigkeitsvorsprung in Tagespolitik haben, auch wenn Sie noch Hundertmal auf den „Prof“ hinweisen. Womit ich Ihnen auch noch einmal vorexerziert habe, warum ich „Prof“ in Anführungszeichen setzte. Ihre bissige Reaktion zeigt, wie empfindlich Sie reagieren können, wenn man Eva Balogh kritisiert und auf die mitunter hanebüchenen Aussagen verweist.

    • Die „Madjarische Nationale Garde“ soll schon 100 Mitglieder haben. Der eine sieht sie schon beim Großaufmarschieren, andere sehen sie nur rumstehen. Ich fühle ständig, wie sie mir über den Arm krabbeln. Mein Nervenarzt sagt, es handele sich um eine eine allgemeine Übererregung des Kortex im Gehirn, denn darin nimmt die visuelle Abteilung den weitaus größten Raum ein. Er sagt noch, ich brauche ’ne Entgiftung, wenn ich möchte, dass sie nicht mehr über meinen Arm großaufmarschieren. 14 Tage und ich wäre sie los. Ich weiß nicht so recht, ohne sie würde mir etwas fehlen.

      „…az is egyértelmű, hogy a gyűlöletcsoportok valódi célja (…) főként a médiafigyelem felkeltése.“

      Quelle: Athena Institut

      • Sie können die visuellen Trugbilder übrigens auch regelrecht provozieren: Hält man ihnen ein weißes Blatt Papier vor und bittet sie, die Uniformierten zu zählen, so werden Sie eine Ungarische Garde sehen und wenn Sie ganz leise sind, hören Sie auch ihr Gegröle.

  5. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat vor einem Ende der Demokratie in Ungarn gewarnt und damit am Freitag Proteste der Opposition ausgelöst. Bei einer Sitzung des Landesverbandes der Arbeitnehmer und Arbeitgeber am Donnerstagnachmittag hatte Orban erklärt: „Wir hoffen, Gott hilft uns dabei, dass wir uns nicht anstelle der Demokratie andere politische Systeme ausdenken müssen, die wir dann im Interesse des wirtschaftlichen Überlebens einzuführen haben.“http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1271271

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