Kathrin Lauer in der TAZ: „Nazis unter sich“

Kathrin Lauer berichtet in der Tageszeitung (TAZ) über den Fall László Csatary und eine Antifa-Aktivistin, die von Rechtsradikalen bedroht und drangsaliert wird, seit sie vor der Wohnung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Csatáry demonstriert hat. Das Nazi-Portal kuruc.info hatte ihre persönlichen Daten veröffentlicht:

http://www.taz.de/Antisemitismus-in-Ungarn/!100057/

 

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4 Kommentare zu “Kathrin Lauer in der TAZ: „Nazis unter sich“

  1. „Zudem soll Csatary schon im Jahr 1941 etwa 300 Juden aus Kosice ins ukrainische Kamenec-Podolsk geschickt haben, wo die meisten von ihnen von den Nazis ermordet wurden. Diesen Anklagepunkt ließ Ungarns Staatsanwaltschaft vor kurzem fallen.

    Efraim Zuroff, Direktor des Wiesenthal-Zentrums ist darüber empört: „Sie haben unsere Zeugin noch nicht einmal angehört“, sagte Zuroff. Die 84-jährige, aus Kosice stammende Überlebende des Massakers von Kamenec-Podolsk lebe in Australien und könne über Csatary aussagen.“

    Nach aktuellen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft und seriöser Historiker war Csatáry im Jahr 1941 überhaupt nicht in Kosice, sondern in Kecskemét. Folglich wurde dieser eine Anklagepunkt – nach jetzigen Stand der Dinge – zu Recht fallen gelassen. Leider verschweigt Lauer ihren Lesern diesen nachvollziehbaren Einstellungsgrund.

    Gegen Zuroff, der auch an der Beteiligung Csatárys an den Deportationen 1941 festhält (Beteiligung Csatárys „gilt als sicher“) wurde mittlerweile in Ungarn durch Jobbik-nahe Kreise Strafanzeige erstattet. Wegen Falschbeschuldigung.

  2. Weiß einer der Leser, welche „etlichen Staatsposten“ Jobbik-Leute bekommen haben? Die Frage hat ein Kommentator auf taz online gestellt, ich schließe mich an. Wen oder was meint Frau Lauer von der dpa?

    • „All dies wird nun in einem Land verhandelt, deren rechtsnationale Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban „den Antisemitismus legalisiert“, sagt die Aktivistin Garai-Edler.“

      Dieser Satz hat an sich keinen Sinn (oder ist es möglich Antisemitismus zu legalisieren?) und ist ein ziemlich mislungener Versuch Orbán und Antisemitismus in einem Satz unterzubringen.

      • Mich würde nicht einmal der Vorwurf überraschen, dass ungarische Greise an der Seite von Titus an der Zerstörung des Tempels in Jerusalem teilgenommen hätten.

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