Klagen gegen OTP und MKB: Holocaust-Überlebende scheitern vor US-Berufungsgericht

Wie der Nachrichtendienst Bloomberg gestern berichtete, ist eine Gruppe von Holocaust-Überlebenden und deren Erben mit dem Versuch gescheitert, Ansprüche gegen die ungarischen Banken OTP und MKB (eine Tochter der Bayerischen Landesbank) vor einem US-Gericht geltend zu machen.

Ein dreiköpfiges Berufungsgericht in Chicago wies den Antrag einstimmig mit der Begründung zurück, dass der Sachverhalt keinen ausreichenden Bezug zu den USA habe. Zugleich betonte das Panel, diese Entscheidung bedeute nicht, dass die Geltendmachung von Ansprüchen in den USA in jedem dieser Fälle ausgeschlossen sei.

Die Kläger verlangten im Rahmen einer Sammelklage 75 Mrd. US-Dollar an Schadensersatz mit der Begründung, die Institute hätten an der Vernichtung der Juden mitgewirkt.

Die selbe Kammer lehnte ein Gesuch der österreichischen Erste Bank ab, die ebenfalls die Abweisung von Ansprüchen beantragt hatte. Zudem verwies sie in Verfahren gegen die Ungarische Nationalbank und die Ungarischen Staatsbahnen (MÁV) die Fälle zurück an die Ausgangsinstanz, um die Frage der Zuständigkeit der US-Gerichte neu zu prüfen.

http://www.businessweek.com/news/2012-08-22/hungarian-banks-win-dismissal-of-holocaust-claims