AHK Ungarn: Konjunkturdaten

Aktuelle Konjunkturdaten der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer:

http://www.ahkungarn.hu/fileadmin/ahk_ungarn/Dokumente/Wirtschaftsinfos/HU/Statistik/Konjunkturdaten_de.pdf

 

Orbán und E.on – Financial Times Deutschland berichtet

Die Äußerungen von Ministerpräsidenten Viktor Orbán zum geplanten „Aufkauf“ der Anteile der ungarischen E.on-Töchter schlägt Wellen. Die FTD berichtet unter dem Titel „Ungarn fordert E.on heraus“:

http://www.ftd.de/politik/europa/:verstaatlichung-der-energiebranche-ungarn-fordert-eon-heraus/70081733.html

Weder die E.on-Zentrale in Düsseldorf, noch das Amt des ungarischen Ministerpräsidenten wollten die Aussage Orbáns auf dem „Transit“-Festival im ungarischen Güns kommentieren.

Ungarn verfügt seit 2010 über eine Option zum Erwerb des ungarischen E.on-Gasgeschäfts. Diese hatte sich noch die Vorgängerregierung unter Ministerpräsident Gordon Bajnai gesichert. Die Option läuft bis 2016. Die Äußerung Orbáns war ihrem Wortlaut nach jedoch nicht auf das Gasgeschäft beschränkt.

Kurier.at: Über Taschenverträge, angebliche Enteigungstendenzen und bemerkenswert gelassene Österreicher

Ein lesenswerter Beitrag zum Thema „Bodenerwerb in Ungarn durch Ausländer“ ohne den sonst üblichen agrarlobbyistischen Unterton erschien im Kurier:

http://kurier.at/nachrichten/burgenland/4509592-enteignungsalarm-ungarn-macht-auf-scharf.php

Der Inhalt des Beitrages hält erfreulicher Weise nicht, was der Titel verheißt. Und schlägt einen anderen Tonfall an als die in den letzten Monaten erschienen Beiträge, die die österreichischen Landwirte stets als unschuldige „Opfer“ des ungarischen Agrarnationalismus darstellten, selbst wenn sie sich über die Umgehung geltenden ungarischen Rechts (über sog. „Taschenverträge“) in den Besitz ungarischen Agrarlandes gebracht hatten. Hintergrund: Der Verkauf von Agrarflächen an Ausländer ist in Ungarn bis 2014 grundsätzlich verboten. Der Kurier schildert die Situation ohne den sonst alles durchdringenden vorwurfsvollen Unterton. Es kommt ein Landwirt zu Wort, der in den 90ern legal Flächen ersteigert hatte und sich daher nicht vor Enteigung fürchtet. Und auch der österreichische Investor Leier, der seit den 80er Jahren in Ungarn tätig ist, betrachtet die Lage entspannt.

En lesenswerter Beitrag, der ohne die selbst im österreichischen Staatsrundfunk ORF angeschlagene Propaganda der österreichischen Agrarlobby auskommt („Ungarn hetzt geen österreichische Bauern“).