Ungarn lehnt Forderungskatalog des IWF ab

Die ZEIT berichtet über Aussagen des ungarischen Ministerpräsidenten, der die vom IWF geforderten Bedingungen für eine Kreditlinie in Höhe von 15 Mrd. EUR abgelehnt hat:

http://www.zeit.de/news/2012-09/06/ungarn-ungarns-regierungschef-lehnt-bedingungen-fuer-iwf-kredit-ab-06171203

Nachtrag:

Wie Index.hu berichtet, soll es die von Orbán angesprochenen konkreten Bedingungen in dieser Form nicht geben:

http://index.hu/gazdasag/magyar/2012/09/06/imf_level/

Index berichtet von Erwartungen des IWF, die nicht neu seien.

2. Nachtrag:

Die Budapester Bürochefin des IWF betont, die Presseberichte über die angeblichen Vorbedingungen des Fonds enthielten „wesentliche Ungenauigkeiten“.

http://atv.hu/belfold/20120907_jelentos_pontatlansagok_megszolalt_az_imf_lista_ugyben

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38 Kommentare zu “Ungarn lehnt Forderungskatalog des IWF ab

  1. Naja. Das ist viel heisse Luft.

    Magyar Nemzet hat einen Bedingungskatalog des IMF veröffentlicht, der aber offenbar nicht identisch ist mit den tatsächlichen Bedingungen zumindest laut index, die den Brief offenbar gelesen haben.

    Orbán hat dann bekräftigt dass diese Bedingungen stimmen (was aber offenbar nicht ganz korrekt ist) und dann diese nicht abgelehnt, sondern die Ausarbeitung eines alternativen Massnahmenpaketes angekündigt.

    Kurzum, Theaterdonner um die Verhandlungsposition zu verbessern und evtl weiterhin die türkische Karte zu spielen (also Kreditverhandlungen ohne tatsächliche Absicht, den Kredit auch zu wollen)

  2. Lieber Kollege Kálnoky,
    Sie schreiben: „Theaterdonner um die Verhandlungsposition zu verbessern“
    Glauben Sie, dass „Theaterdonner“ den IWF beeindrucken kann?
    Oder aber soll der Theaterdonner die Ungarn beeindrucken?

  3. Lieber Herr Pfeifer,

    Wenn Orbán innenpolitisch donnert, kann er dem IWF sagen, dasss er dies und das innenpolitisch nicht durchsetzen kann. Das verbessert evtl die Verhandlungsposition. Oder wie gesagt es geht gar nicht um eine Lösung sondern um Zeitschinden weil man die „türkische Karte“ spielt – der Tanz geht ja nun schon seit 9 Monaten.

    • Lieber Herr Kálnoky!

      Schön, dass sie manchmal Klartext reden!

      Bei dem ganzen IMF-Geschreie geht es nicht um darum, dass etwas abgekündigt wird, sondern um das, was nicht gesagt oder konsequent geleugnet/ignoriert wird!

      Danke für die deutlichen Worte!

      Zur Erklärung: Türkische Lösung bedeutedet, dass ein Land/ eine Regierung den IMF etwas vormacht!

      Jetzt könnte man noch fragen, wie das mit der ungarischen Ehre vereinbar ist? Aber nach dem ganzen Anti-EU- bzw. Imperialialismus-Geschreie fragt man besser nicht daran!

      Zum Nachlesen:
      http://www.portfolio.hu/en/economy/hungary_will_agree_on_credit_with_imf/eu_only_not_on_these_terms_orban.24807.html

      Andere Links habe ich bereits in andere Threads gepostet.

  4. Lieber Herr Pfeifer,

    Fidesz ist von Haus aus gegen hohe Staatschulden, es ist ein Markenzeichen dieser Partei (im Gegensatz zur historisch spendierfreudigen linken Opposition). Mit anderen Worten, wenn es irgend geht, wird man den Kredit lieber vermeiden. Man hat ihn ja nur deswegen beantragt, weil der HUF-Kurs und damit die Schuldenrate Ende 2011 in den Himmel stieg. Seither ist – teilweise dank der Kreditverhandlungen – eine Stabilisierung eingetreten.

    Die Türkische Karte, auf die auch Szarvasi verweist, wurde von Erdogan mit grossem Erfolg gespielt, es war kluge Politik. Ich bin nicht sicher, dass Ungarn das durchziehen kann (also am Ende keinen Kredit nehmen, ohne dass der HUF-Kurs zusammenbricht), aber schauen wir mal. In dem Fall dienen die künstlich in die Länge gezogenen Verhandlungen nur dem Zweck, die Märkte ruhig zu halten, bis das Land stark genug ist, um keinen Kredit zu brauchen.

    In dem Fall wäre die Antwort auf Ihre Frage: Wenn Ungarn den Kredit gar nicht wirklich will, ist es egal, was der IMF darüber denkt.

  5. „Pfauentänzer“ Orbán hat gestern eine neue Version des angeblichen IWF-Briefes gebracht und sein „Wirtschaftsfachmann“ Matolcsy macht aus Mißerfolg Erfolg, wenigstens auf dem Papier. Und wie lange noch schlucken die „Halbasiaten“ diesen „Theaterdonner“?

      • @PL-Leser
        Sie soltten beim ihrem Kreuzung nicht vergessen, dass sie mich bereits als den Chefredakteur der PL verortet haben? Nicht erfolgtreich?
        Oder versuchen sie jetzt sachlich zu agumentieren?

        Ihr Sager von dem Suppenhuhn spricht für sich selbst. Wer will in einem schmackhaften Pörkölt ein Suppenhuhn sehen? Ich nicht!

        „Doch wer ist “Paul”?“ Fragen kostet doch nichts? Fragen sie doch mal in den von ihne besuchten Blogs nach! Vielleicht noch so ein Suppenhuhn, oder der von ihnen so lange gesuchte „Volks-Feind“?

        Vielleicht bekommen sie mit ihrem Insistieren auch einen Ehrenplatz in der Katagorie“ Brüller der Woche“? Aber, wer will das lesen?

  6. Mein liebes Pfeiferle,

    ich habe Ihnen Obiges mal aufgeschrieben.

    „A világban van egy táncrend. A diplomáciában ezt a táncot, ezt a pávatáncot úgy – ez elutasító – úgy kell előadni, mintegy, ha barátkozni szeretnénk. Tehát ezek a – mondjuk a politikai müvészethez tartózó mozdulatok, amelyek – e- majd a hét javasalatból kettö háromra, amelyet úgyis megcsináltunk már, csakhogy nem vették észre, rábólintom és a maradék kettőre, amit nem akarunk, ezt majd úgy dö.. – utasítjuk el, hogy a többséget tulajdonképpen elfogadunk. Ez egy bonyolult játék. “

    Und jetzt erklären Sie mir mal, was das, was Orbán tatsächlich sagte, zu tun haben könnte mit dem, was Sie Ihrer dummen Österreichergemeinde mit „Pfauentänzer“ übersetzt und als Bären aufgebunden haben.

  7. P.H. gibt sich schon mit der Anrede als magyarisierter deutscher Herr. Denn wer wird schon auf korrektes Benehmen pochen. Heutzutage, begrüssen sich viele Ungarn, wenn sich sich treffen, mit einem saftigen Mutterfluch.
    Ein echter deutsch-ungarischer Herr glaubt elementare Formen der Höflichkeit nicht beachten zu müssen. Und er glaubt auch, dass seine Schimpfkanonaden eine Argumentation darstellen.
    Das sagt mehr über P.H. aus als über die „Österreichergemeinde“

    • Sind wir schon so weit?

      Ist das Wort „Pfeiferle“ denn ein Schimpfwort? Oder ist die Bezeichnung „Österreicher“ für Angehörige der östlichen Gruppe des bairischen Stammes etwa verwerflich. Die Österreicher haben in landständiger Entwicklung und durch Aufnahme fränkischer Stammesteile im hohen Mittelalter sowie durch Zuwanderung slawischer und ungarischer Bevölkerungsteile ein eigenes, wenn auch nicht einheitliches ethnisches Eigenleben ausgeprägt. Ist es für Sie eine Ehrenbeleidigung, „Österreicher“ genannt zu werden?

      Und der Diminutiv!

      In der an geliebte Personen gerichteten Sprache ist der Diminutiv als Verniedlichungsform, besonders von Eigennamen, doch kein Schimpfwort, geschweige denn eine Flut von Schimpfwörtern!

      Sehr geehrter Herr Pfeifer, auch wenn Sie unsere ungarischen Schwestern und Brüder aus tiefstem Herzen hassen und mich jetzt persönlich in Ihren Ungarnhass einbeziehen wollen, sehr geehrter Herr Pfeifer, Sie irren sich!

      In den Kreisen, in denen ich in Ungarn verkehre, war es niemals üblich, sich mit einem „saftigen Mutterfluch“ zu begrüßen. So ist es auch heute noch.

      „Anyázik“ ein Madjar, mit dem Sie Umgang pflegen, dann hat er dafür auch seine Gründe. Ich kenne mich aber mit Unterschicht-Madjaren und dem Roten Adel nicht so gut aus. Solche wie Horn oder Grurcsány, die von Österreichern wie Ihnen oder z.B. Ihrem Landsmann Paul Lendvai über die Jahre über den Klee gelobt wurden, waren mir schon immer suspekt. Und Olga auf atv ist auch nicht mein Fall.

      Um eines aber möchte ich Sie hier bitten. Wäre es vielleicht möglich, dass Sie, auch wenn Sie sich als Poster tarnen, etwas mehr Sprachbewußtsein zeigen?

      Es gibt Wörterbücher. Wenn Sie einfach nur mal im Wörterbuch nachschlagen würden, müssten Sie sehen, dass Ihre Wortwahl schon wieder völlig daneben ist. Ich bin zwar schon einiges von Ihnen gewohnt. Sie haben mich sinngemäß dummen Oberlehrer, antisemitischen Beckmesser und Exkrement des ersten Arbeiter-und-Bauern-Staates auf deutschem Boden genannt. Diese Ihre Argumente habe ich immer locker weggesteckt. Aber Schimpfkanonade halte ich nun wirklich für etwas übertrieben. ‚Pfeiferle‘ ist doch kein Schimpfwort, geschweige denn eine Flut von Schmähworten. In der an geliebte Personen gerichteten Sprache ist der Diminutiv von Pfeifer nur eine Verniedlichungsform.

      Weil ich Sie für so niedlich halte,

      sage ich mir manchmal,

      was hat das Pfeiferle hier schon wieder für einen Schwachsinn geschrieben: ‚Pfauentänzer‘ Orbán zum Beispiel, wo der Orbán doch nicht im Entferntesten einem Pfau ähnelt.

      Hätten Sie für Ihre Verunglimpfung des ungarischen Regierungschefs die Worte tanzender ‚Hornochse‘ oder tänzelnder ‚Stier‘ gefunden, wäre es mir niemals in den Sinn gekommen, Sie mit ‚mein liebes Pfeiferle‘ anzureden. Aber wenn Sie aus einem ausgewachsenen Hornochsen, der ungeschützt vorträgt, wie er mit den ALLERHÖCHSTEN instanzen DIESER WELT verhandelt, um sie über den Tisch zu ziehen, einen Pfauentänzer machen, muss es mir doch auch erlaubt sein, Sie mit ‚mein liebes Pfeiferle‘ in Rage zu versetzen.

      Weil ich das doch so gerne tue, Sie aus der Contenance zu bringen.

      P.s.
      Ami azt illeti, nem csak az anyázásról van itt szó.
      http://nol.hu/belfold/20120707-az_anyazas_jobb_a_pofonnal

      P.s.
      Sie sollten nicht soviel Olga gucken, Herr Pfeifer!



      Olga macht auf Dauer blöd!
      Und Blödheit lässt sich messen.
      Geben Sie einfach mal ‚Pfauentänzer‘ bei Google als Suchwort ein.

      https://www.google.de/search?q=Pfauent%C3%A4nzer&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

      Sie sehen, Ihre kreative Verunglimpfung macht im Deutschen keinen Sinn. Aber Sie verraten etwas über sich selbst, Herr Pfeifer. Ich meine, ein Pfauentänzer ist noch längst kein Pfotentänzer. Von einem Hornochsen zu verlangen, dass er wie ein dressierter Hund der Frau hier

      Pfötchen gibt, na das ist dann noch blöder. Auf so etwas kann wirklich nur ein Österreicher kommen, mein liebes Pfeiferle!

  8. Die Ungarn vermissen offenbar Ihre schöne Planwirtschaft, die sie bis 1989 gehabt haben. Eines ist jedenfalls sicher: Aserbaidschan ist früher oder später drei Milliarden Euro los.

    • George danke für die Quelle.
      Können Sie bitte auch die Quelle dafür angeben, dass Aserbaidschan früher oder später drei Milliarden Euro loswird?

    • „Die Ungarn vermissen offenbar Ihre schöne Planwirtschaft“

      George, dieser Satz ist aus dem von Ihnen verlinkten Artikel nicht herauszulesen. Herauszulesen ist die Aussage, dass viele Ungarn das Gefühl haben, dass ihnen vor der Wende besser gegangen ist, als jetzt. Diese Einschätzung ist nicht verwunderlich: es ist weitgehend unbestritten, dass die politische Elite des Landes seit der Wende versagt hat. Umstritten ist, welcher Teil der politischen Elite dafür größere Verantwortung trägt.

      Die zweite von Ihnen angegebene „Quelle“ ist eine alte Meldung über die Herabstufung von Ungarn durch eine Rating Agentur.

      Da diese „Quellen“ bezüglich Aserbaidschan-Affäre nichts hergeben, bleiben Ihre Vermutungen über die Milliarden aus Aserbaidschan erst einmal Gedankenspiele über die möglichen Ursachen der Auslieferung.

      • @ Halász János: Zumal der Staatsfond von Aserbaidschan erst vor wenigen Tagen mitteilte, dass er nicht beabsichtige, in ungarischen Anleihen zu investieren. Reine Spekulation also, es könnte anders sein. Möglich ist natürlich vieles, bewiesen aber noch nichts.

  9. Ich frage mich, wie ein Land in der globalisierten Welt zu überleben gedenkt, in dem „Steuersenkungen und Subventionskürzungen“ als Teufelswerk angesehen werden. Würde mich auch interessieren, was in Ungarn so alles subventioniert wird.

  10. Heute wurde vom Weltwirtschaftsforum (WEF) der Global Competitivness Report vorgelegt.
    http://reports.weforum.org/global-competitiveness-report-2012-2013/

    Das World Economic Forum (WEF) ist ein in der Schweiz ansässige gemeinnützige Stiftung, die regelmäßig seine Jahrestreffen in Davos abhält, zu denen es auch Politiker und und Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Religion und Medien einlädt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/World_Economic_Forum

    Der Global Competitivness Report (GCR) ist – nach Wikipedia – „eine Rangliste der Volkswirtschaften mit den höchsten Wachstumschancen, erstellt vom WEF. Analysiert werden 144 Volkswirtschaften. Der Bericht basiert auf dem Global Competitivness Index (GCI). In den Index fließen ein: Daten zur Infrastruktur, Gesundheit, Bildung, Effizienz der Gütermärkte, Arbeitsmarkteffizienz, technologischer Entwicklungsgrad, etc. Die Einstufung basiert auf der Auswertung öffentlich zugänglicher Daten und Befragungen von Wirtschaftsführern aus 142 Ländern.“

    In diesem heute veröffentlichten GCI-Bericht verschlechtert sich Ungarn vom 48. auf den 60. Platz aller untersuchten Volkswirtschaften.

    Auf den Seiten 194 und 195 werden die Zahlen zu Ungarn zusammengefasst.
    http://www3.weforum.org/docs/WEF_GlobalCompetitivenessReport_2012-13.pdf

    Hier werden in einer Tabelle die Faktoren genannt, die für die Wirtschaft besonders entscheidend sind (The most problematic factors for doing business)
    14,5 % – Policy instability
    13,7 % – Access to financing
    12,2 % – Tax rates
    11,7 % – Tax regulations
    10,5 % – Inefficient government bureaucracy
    9,8% – Corruption

    Das Finanzportal Portfolio.hu gibt eine ausführliche Bewertung der vorgelegten Zahlen:

    „The severity of Hungary’s decline in the ranking is show that of the first 70 countries only Sri Lanka slipped more than Hungary (16 places). Cyprus got lower by almost the same (11 places), but no other economy saw its competitiveness position worsen by more than four clicks from last year. The biggest improvement was recorded by Kazakshstan (up 21 places), Turkey (16) and Bulgaria (12).“

    Deutlich auch der Vergleich mit den vier Visegrad-Staaten:

    „Of the EU27 Hungary is the 23rd most competitive state. Among the country’s regional rivals the Czech Republic is 39th (38th last year), Poland is 41st (41st), Slovenia is 56th (57th) and Slovakia is 71st (69th)“

    http://www.portfolio.hu/en/economy/hungary_falls_to_60th_place_in_world_economic_forum_global_competitiveness_index.24816.html

    Die Diagramme und Tabellen, die von Portfolio aufbereitet wurden, sprechen ebenfalls eine sehr deutliche Sprache.

    Zum Beispiel die Tabelle:

    Im Vergleich mit den Visegradstaaten steht Ungarn an letzter Stelle:
    Pillar 4: Health and primary education
    Pillar 6: Goods market efficiency
    Pillar 8: Financial market development
    Pillar 9: Technological readiness
    Pillar 11: Business sophistication

    Besonders schlecht kommt dabei – wie bereits oben angedeutet – der Finanzsektor weg. Portfolio.hu schreibt:

    „Although interest rates are no more considered among competitiveness factors due to their distorting impact caused by the crisis, the shortage of loans and the exceptionally high rates in the region have still made an impact on the results, given that scores were lower on the ‚ease of access to loans’ component. In the EU such conditions are worse than in Hungary only in Slovenia and Greece. This situation was created partly by the banks’ self restriction in lending and partly by the fact that corporates are unable to borrow.“

    Nun ein Frage an unsere Experten: Wie lange wird die ungarische Regierung sich ihre „Spielchen“ („Türkische Karte“) mit dem IMF noch leisten können?

    • Sorry wenn ich hier zu später Stunde kichere: Bajnai Gordon, potentielle Wunderwaffe der ungarischen Linken bei den nächsten Wahlen, hat er vor kurzem öffentlich darüber doziert, das „es in unserer Region noch Wirtschaftswunder gibt“ — und nannte als exzellentes Beispiel die Slowakei. (Rang 71 der Wettbewerbsfähigkeit wenn ich es recht verstehe? Danke Szarvasi 🙂 )

      • Keine Ursache, lieber Herr Kálnoky,
        sie wissen dass ich sie sehr schätze, wenn sie Klartext reden,
        auch wenn ich ihre politische Beurteilung nicht immer teile 🙂

    • Ich finde Burkina Faso als Unternehmensstandort noch besser.

      Das Land ist laut der von szarvasi zitierten Studie politisch stabiler als Ungarn und es hat eine viel effizientere Staatsverwaltung.

      Ich finde es auch interessant, dass szarvasi aus Faktoren Prozentangaben macht. In einer Fußnote steht zwar erklärend: „From the list of factors above, respondents were asked to select the five most problematic for doing business in their country and to rank them between
      1 (most problematic) and 5. The bars in the figure show the responses weighted according to their rankings.”

      Aber Hochprozentiges ist einfach spektakulärer als schlichte Faktoren, wie wir sie aus der Statistik kennen.

      • @P.H
        Vielleicht können sie den Lesern dann auch erklären, warum unter der Grafik auf den Seite 194 „Percent of responses“ steht!? Und die Skala reicht von 0 bis 30! Und nicht von 0 bis 5!
        Was bedeutet wohl der Ausdruck „weighted according to their rankings“?
        Handelt es sich um Faktoren oder Prozentangaben?

        Und was wollen sie uns mit ihrem Sager vom Hochprozentigen vermitteln!? Dass man beim Posten die Hände vom Glas lassen soll? Na dann Prosit!

      • @szarvasi
        Zahlenangaben in Prozent beziehen sich immer auf die Vergleichszahl 100. Bei dem WEF-Report kam die „weighted index method“ zur Anwendung. Näheres darüber können Sie selbst in dem 545 Seiten langen Report nachlesen.

        Jedenfalls ist es unseriös, wenn Sie sich nur einige Prozentwerte zu Ungarn herauspicken, um damit Stimmung zu machen. Die Methode ermöglicht nämlich die unterschiedliche Gewichtung ausgewählter Faktoren. Das haben Sie einfach unter den Tisch fallen lassen.

        An sich sagen die Prozentangaben zu Ungarn nämlich gar nichts.

        Ihre Botschaft war lediglich, dass es mit Ungarn unter Orbán weiter bergab geht.

        Vielleicht versuchen Sie sich besser als PR-Berater von Präsident Blaise Compaoré. Das Volk von Burkina Faso wird es Ihnen danken.

    • Die Rankings bei diesem WEF-Report sind offenbar stärkeren Schwankungen unterworfen. Im Bericht 2008-09 rangierte Ungarn auf dem 62. Platz (Seiten 183 f.). Katastrophale Einschätzungen gab es für das Steuersystem, die Steuersätze, politische Instabilität und Ineffizienz der Verwaltung).

      http://www3.weforum.org/docs/WEF_GlobalCompetitivenessReport_2008-09.pdf

      Interessant: Die Bewertung in Sachen Steuerrecht und Steuersätze ist im aktuellen Bericht besser als 2008-09. Und das Thema „politische Instabilität“ verschlechterte sich allenfalls marginal.

      Jedenfalls dieser Bericht (für 2012-13) ist m.E. also kein Grund, die Nerven zu verlieren.

    • „According to government estimates, currently at least 300,000 Hungarians are working in western Europe and the United Kingdom. I heard just this morning from a member of parliament that there might be as many as 100,000 Hungarians living in Great Britain alone.“

      In welchem Zeitraum sind diese Personen ausgewandert und haben eine Beschäftigung im Ausland aufgenommen, welche Bewegungen aus Ungarn bzw. nach Ungarn gibt es? Sind es netto mehr Auswanderer als Rückkehrer?

      Die von Frau Balogh genannten Zahlen sind in Anbetracht des Umstands, dass spätestens seit 1956 sehr viele Ungarn im Ausland leben, völlig nichtssagend. Mit der aktuellen politischen Situation kann ich das kaum in Zusammenhang bringen. Auch Frau Balogh lebt im Ausland. Mit Orbán hat das wohl kaum etwas zu tun 🙂

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