Boris Kálnoky in der WELT: Der ungarische Kampf gegen die Fessel des Rassismus

Boris Kálnokys neuester Beitrag in der WELT befasst sich mit Antisemitismus in Ungarn.

http://www.welt.de/politik/ausland/article109156115/Der-ungarische-Kampf-gegen-die-Fessel-des-Rassismus.html

Ich freue mich auf Anmerkungen der Leserinnen und Leser.

 

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44 Kommentare zu “Boris Kálnoky in der WELT: Der ungarische Kampf gegen die Fessel des Rassismus

    • Es war die Illusion vieler Juden, die glaubten, wenn sie sich nicht zum Judentum bekennen, würde der Antisemitismus verschwinden. Er verschwand auch während der Kádárzeit nicht aus der ungarischen Gesellschaft.
      Und heute hat sich nicht so viel geändert. Der Fall Csanád Szegedi illustriert das sehr gut.

      • Der Fall Csanád Szegedi zeigt viel mehr: Dass es (verzeihen Sie mir die Wortwahl) riesige Arschlöcher hüben wie drüben gibt. Dieser Mann wollte in der Jobbik bleiben (und weiter hetzen!) und war bereit, seinen Nazifreunderln Geld dafür zu zahlen, wenn sie zu seiner Herkunft schweigen. Dafür, lieber Herr Pfeifer, kann man die Gesellschaft nicht verantwortlich machen.

        Ich denke, für Antisemitismus in der Gesellschaft gibt es bessere Beispiele.

  1. Ein interessanter Artikel, dessen Optimismus ich gerne teilen würde.
    Wenn all die Menschen, die von der Gesellschaft als Juden qualifiziert werden, auch Juden wären, dann könnte die Angabe 100.000 Juden stimmen. Doch werden viele Menschen in Ungarn als Juden qualifiziert, die es nicht sind.
    Jude/Jüdin hat eine jüdische Mutter oder ist zum Judentum konvertiert. In den jüdischen Gemeinden sind vielleicht 15.000 zumeist ältere Menschen organisiert und bei der Widmung von 1 Prozent des Steueraufkommens rangieren Juden unter ferner liefen.
    In Deutschland gibt es in Bezirken von Städten, in denen viele Menschen leben, die aus arabischen/muslimischen Ländern kommen oder deren Nachkommen, tatsächlich Übergriffe gegen Juden, die als solche kenntlich sind. Lehrer merken an Schulen, wie das Wort „Du Jude“ als Beleidigung ausgesprochen wird. Doch in Ungarn, wo es keine Viertel gibt, in denen viele Migranten oder deren Nachkommen leben, wird an gewissen Schule, dieses Wort auch als Beleidigung gebraucht.
    In Deutschland wäre es unmöglich, dass ein protestantischer Pfarrer in seiner Kirche ein antisemitisches Stück aufführen läßt. In Budapest möchte der notorische antisemitische Pfarrer Lóránt Hegedüs jun, in seiner Kirche in Budapest, das antisemitische Stück „Der sechste Sarg“ von István Csurka aufführen lassen. Und bislang hat die reformierte Kirche auf dieses Ansinnen nicht reagiert.
    Die Reden der Herren Ader und Németh sind Absichtserklärungen. Jetzt kommt es nur darauf an, wie diese Absichten verwirklicht werden. Sollte Fidesz aus Rücksicht auf einen Teil ihrer Wählerschaft auf konkrete Taten verzichten, dann könnte sich die Lage noch verschlimmern.
    The proof of the pudding is in the eating.

  2. ‚Puppenregime‘? Warum nicht besser ‚Marionettenregime‘ für ‚bábkormány‘!

    Sonst gibt es nichts in dem Artikel, woran ich mich stoßen könnte.

    Da bin ich aber auf die Kommentare von Herrn Pfeifer und Ungarnfreund gespannt.

  3. Es ist erfreulich, dass seit längerem wieder einmal betont wird, dass es in Budapest ein aktives jüdischen Leben gibt. Das will nicht so recht mit dem Bild zusammen gehen, das man uns hierzulande vermitteln will: Nämlich dass Juden in Budapest nicht auf die Straße gehen könnten, ohne um ihr Leben zu fürchten.

    Antisemitismus ist ein Problem. Gleichwohl sollte man Budapest nicht zur „Hauptstadt des Antisemitismus“ machen, wie das einmal ein Presseorgan tat (ich glaube, es war die WELT oder die SZ). Ich teile hier nicht die Auffassung derer, die glauben, berechtigte Warnungen überzeichnen und ein Zerrbild liefern zu dürfen – um des vermeintlich „guten Zwecks“ Willen. Ich denke nämlich, dass diese Warnungen, wenn sie denn schrill und überzeichnet daherkommen, von niemandem mehr Ernst genommen werden. Wenn man zum fünften Mal „Feuer“ ruft, riskiert, dass die Feuerwehr nicht kommt. Auch wenn es plötzlich doch brennt.

    Also: Augenmaß wahren. Probleme ansprechen, ohne gleich ein ganzes Volk zu diffamieren oder in die rechtsextreme Ecke zu stellen. Auch die Stärke von Jobbik hat nämlich eher soziale und sicherheitspolitische Gründe als den Hintergrund von Rassismus und Antisemitismus.

  4. HV ich glaube man sollte aus der Geschichte lernen. Als man die Macht in Deutschland den Nationalsozialisten übergab, wurde von österreichischen Sozialdemokraten die Meinung geäußert, die Nationalsozialisten meinen es nicht ernst mit dem Antisemitismus. (Siehe Karl Kraus „Die Dritte Walpurgisnacht)
    Kommunisten versuchen bis heute den Nationalsozialismus auf den Antikommunismus zu reduzieren und „vergessen“ zu erwähnen, dass es vom August 1939 bis Juni 1941 einen Nichtangriffspakt gab zwischen dem 3. Reich und der SU. Tatsache ist , dass 1944 als es schon Knappheit an Eisenbahnwaggons gab, diese eher zur Deportation von Juden als zur Rettung von Deutschen, die aus dem Osten flüchteten, verwendet wurden.
    Heute erkennen die meisten Historiker an, dass der Antisemitismus ein zentrales Element der Nazipolitik war.

    Natürlich vergleiche ich keineswegs die Lage von Jobbik mit der Situation der NSDAP 1933. Aber der Rassismus und Antisemitismus ist ein zentrales Element der Jobbik Politik. Mag schon sein, dass es viele Wähler gibt, die nicht deswegen Jobbik wählen. Doch diese stört der Rassismus und der Antisemitismus der Jobbik Anführer nicht. Und es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftslage besser wird. Daher ist auch die Versuchung groß dafür Sündenböcke zu finden.

    Ich denke, die Tatsachen, dass ein führender Fidesz Mann einen Politiker des Pfeilkreuzlerparlaments und einen Anführer der Pfeilkreuzleremigration feierlich begraben wollte, dass es in Budapest ein städtisches Theater gibt, das ein krudes antisemitisches Stück spielen wollte, dass jetzt dieses Stück in einer protestantischen Kirche in Budapest gezeigt werden soll,
    ist Grund genug, um sich Sorgen zu machen.

    Wenn bislang es „nur“ zum rassistisch motivierten Serienmord an Roma gekommen ist, dann sollte man doch zur Kenntnis nehmen, dass die verbale Hetze gefährlich ist. Diese kann zum Mord führen.
    Und zu denken sollte auch geben, dass die Garden aufmarschieren können und auch diese Regierung nicht in der Lage ist, diese mit „zwei Ohrfeigen“ auseinanderzujagen. Koll. Kálnoky hat auf das Dilemma von Fidesz verwiesen, dass es befürchten muss, Wähler zu verlieren, wenn es ernsthafte Massnahmen gegen die antisemitischer Hetzer ergreift.

    Wieso eigentlich diese Befürchtung, es müßte doch viel eher so sein, dass Fidesz Wähler verliert, wenn es nicht gegen Rechtsextreme und Antisemiten vorgeht?

    • Ja, „natürlich“ vergleicht Herr Pfeifer die Lage von Jobbik nicht mit der Situation der NSDAP 1933.

      Er zieht nur Parallelen zwischen damals und heute.

      Wer bestreitet denn, dass Antisemitismus ein zentrales Element der Nazipolitik war? Und auch nach dem Austritt des Europaabgeordneten Csanád Szegedi zweifelt niemand daran, dass Antisemitismus ein zentrales Element der Jobbik Politik ist.

      Aber die Annahme, dass sich die rassistische Vernichtungspolitik der deutschen Nationalsozialisten und ihrer vielen Helferlein in anderen europäischen Ländern unter Jobbik und Fidesz wiederholen könnte, entspricht nicht der Realität.

      Anscheinend hegt Herr Pfeifer den Wunsch, dass es so sein möge.

      Es gibt gute und böse Wünsche. Herr Pfeifer ist in seinem Wunschdenken böse.
      Es gibt vernünftige und unvernünftige Wünsche. Ihr Wunschdenken ist, Herr Pfeifer, einfach unvernünftig. Ich glaube es ist auch vergeblich. Vor allem aber sind Ihre Projektionen auf Ungarn ungerecht.

      Auch wenn Ihnen das nicht bewusst ist!

      Allerdings sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie nicht der einzige sind, der Parallelen zwischen der „Lage von Jobbik“, Fidesz und der Situation der NSDAP 1933″ zieht.

      So was taten, wenn ich mich nicht irre, bereits Konrád und Dalos, TGM und Heller. Wer wie ich regelmäßig den Deutschlandfunk hört, wird sich erinnern.

      Von daher ist es vielleicht doch kein Wunschdenken, wenn indirekt behauptet wird, dass sich die rassistische Vernichtungspoilitik noch einmal in Ungarn wiederholen könnte.

      Wer das aber direkt oder indirekt, offen oder verdeckt behauptet, der macht mit bei der Kampagne, die seit gut zwei Jahren mit dem Ziel geführt wird, den Ruf und das Ansehen Ungarns zu schädigen.

      Rufmordkampagnen haben die deutschen Nationalsozialisten übrigens auch geführt.

      Natürlich vergleiche ich keineswegs die Lage der Rufmörder von damals mit der Situation der Rufmörder von heute.

      Sie ist letztendlich hoffnungslos.

    • Herr Pfeifer,

      Das mit den Wählern die Fidesz verlieren könnte stand im Vorspann. Nicht von mir.

      Ich glaube eher, dass Fidesz jetzt unter anderem auch deswegen eine klarere Antisemitismus-Politik betreiben will, weil diverse Analysen in Ungarn derzeit zeigen, dass Jobbik in eine tiefe Krise rutscht. Dh der Spielraum ist gewachsen, klarer Position zu beziehen, ohne Wähler zu verlieren.

  5. Der Artikel bietet Kennern kaum Neues. Aber für ein breiteres Publikum hält er vielleicht so manche interessante Erkenntnis bereit. Ich habe hier immer schon gesagt, dass man das Bestreben der ungarischen Regierung, sich vom Vorwurf des Antisemitismus abzusetzen, anerkennen und sie daran bestärken muss, wenn man will, dass sich in Ungarn etwas verändert.

    Bei der Hollande-Rede musste ich seinerzeit wie Botschafter Mor an Ungarn denken: Frankreich ist in der Anerkennung seiner Mitverantwortung für den Holocaust sehr viel weiter. Ich fand aber auch einen Kommentar im Feuilleton einer großen deutschen Tageszeitung wichtig: Über solchen Schuldbekenntnissen von Vertretern von Drittstaaten darf nicht vergessen werden, dass der Holocaust im Kern ein deutsches Verbrechen war. Diese Gefahr ist die andere Seite der Medaille.

    Schade, dass Herr Kálnoky nicht verrät, wer der „ranghohe Diplomat“ war, den er im letzten Absatz zitiert. Falls es ein ungarischer war, fände ich das Statement ziemlich schwach. Im Zweifel werden in Deutschland selbst die Statistiken über fremdenfeindliche u.ä. Straftaten besser geführt als in Ungarn. Wer, wenn es um Antisemitismus in Ungarn geht, einfach den Spieß umdreht und nach Deutschland zeigt, der soll erst mal seine Zahlen auf den Tisch legen und darlegen, ob die Datengrundlagen wirklich vergleichbar sind.

    Im Zusammenhang mit den Roma-Morden haben NROs jedenfalls große Mängel in der Erfassung und Verfolgung rassistischer Gewalttaten in Ungarn u.a. Ländern angeprangert: http://www.errc.org/cms/upload/file/czech-hungary-slovakia-imperfect-justice-06-march-2011.pdf.

    • Lieber Herr Pfeifer,

      Es war kein ungarischer Diplomat. Ich glaube, Sie wären sehr verblüfft, wenn Sie wüssten, wer es war. Ich hätte es natürlich gerne verraten, aber es geht nicht.

      Ihre Bemerkung über die Menschen, die bei den Juden nicht als Juden zählen, weil ihre Mutter nicht jüdisch war, stimmt natürlich, es gibt viele davon, und bei den Ungarn gelten sie als Juden. Sie sitzen also zwischen allen Stühlen.

      Die Zahl 100.000 und mehr ist aber seit 20 Jahren die Zahl, die einem von jüdischen Organisationen in Budapest genannt wird, wenn man den Bogen sehr weit spannt. Da werden auch jene mit reingenommen die nirgendwo dazu gehören wollen und sich nirgends einbringen. Es ist ein wenig wie wenn der apostolische Vikar in Istanbul von 15.000 Katholiken in der Stadt spricht, da guckt er auch unter jeder Teppichecke und zählt jeden, der irgendwie dazugehören könnte.

      • Genau genommen haben Sie Herrn Pfeifer und mich nicht verwechselt, sondern unsere Äußerungen in Ihrer Reaktion vermengt. Nichts für ungut. Auch ich glaube ja, dass Sie und HV gemeinsam in einem Boot sitzen.

        Was die Zahlen der Juden in Ungarn angeht, habe ich mir mal Folgendes erklären lassen: Die Ziffern 100.000 oder „bis zu 200.000“ stammen aus soziologischen Hochrechnungen anhand von Anträgen auf Entschädigung für NS-Unrecht; nach dem Muster: Antragsteller + soundsoviel Familienangehörige = Menschen mit „jüdischer Herkunft“. Damit erfasst man genau genommen aber allenfalls die Nachfahren derjenigen, die seinerzeit während des Holocaust von den Staatsorganen als „Juden“ klassifiziert wurden. Das geschah anhand von rassistischen Kriterien (Abstammungsprinzip).

        Ob die Menschen gläubig, zum Christentum konvertiert, letzteres real oder nur pro forma waren – das spielte am Ende alles keine Rolle. Überhaupt ist es schwer zu bestimmen, wer Jude ist und wer nicht. Die jüdische Religion kennt eine einfache Regel: Abstammung von einer jüdischen Mutter. Aber mit Identitäten ist es so eine Sache. Genügen „objektive“ Anhaltspunkte? Wie sieht es mit der Selbst-Wahrnehmung der Betroffenen aus? Kann es jüdische Kultur ohne jüdische Religion geben? (Etliche Restaurants, Theatergruppen, Künstler suggerieren das.)

        Verbände wie MAZSIHISZ erheben selbstverständlich den Anspruch, für eine möglichst große Zahl von Menschen zu sprechen, weil davon nicht zuletzt ihr politisches Gewicht, staatliche und gesellschaftliche Unterstützung materieller wie immaterieller Art abhängen. Außerdem bleibt es natürlich Ziel der jüdischen Gemeinden, Menschen Orientierung zu bieten, von der Religion Entfremdete wieder zurück zu holen. Da will man niemanden von vornherein ausgrenzen. Keiner stellt sich hin und sagt: Jude bist Du nur, wenn Du jeden Sabbat in die Synagoge kommst.

        Richtig ist wohl, dass die Menge der Menschen, die irgendwie zum jüdischen „Spektrum“ gerechnet werden können, in Ungarn relativ zur Gesamtbevölkerung gesehen sehr viel größer ist als in Deutschland. Und dass die jüdische Gemeinschaft in Ungarn (wenn sie denn überhaupt „eine Gemeinschaft“ ist) trotz Deformierung durch Holocaust und Kommunismus immer noch authentischer ist als in den von zu 90% durch Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion geprägten jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.

  6. Ich finde den Artikel sehr gut. Es wäre wahrscheinlich schon zu schön, wenn man über Ungarn nicht unter „Osteuropa„ lesen könnte.

    Ich möchte zwei Details hervorheben: ein, das ich sehr wichtig finde und ein, das mich ärgert.

    1. die Feststellung von der Soziologe A. Kovacs, dass Antisemitismus ein Code für Antiestablishment wurde, ist sehr treffend, nach meiner Meinung. Das hat man ja sehr lange konditioniert: Über einem Jahrzehnt konnte man in Ungarn die „freie“ Markt, Banksektor oder die Globalisierung nicht kritisieren, ohne dass einem sofort kodierte Antisemitismus unterstellt wurde. solche Art von Argumentation mag kurzfristig eine effektive Waffe zu sein, aber längerfristig geht in die Hose. (Also Herr Pfeifer, wenn Sie endlich mal von der Thema „Pfeilkreuzlerparlament“ absteigen könnten, und eine differenzierte Betrachtung von Nyirö und ähnliche Figuren erlauben würden:)

    2. dieser Bogen von Tiszaeszlar bis dem Holocaust ist dagegen viel zu vage, nach meiner Meinung. Diese Ereignisse passierten nach einander, aber haben keine direkte kausale Zusammenhang miteinander. Genau das selbe intellektuelles Error wird bei dem großspurigen antisemitischen Theorien gemacht. Ich denke nicht nur einige Theorien, sondern generell diese stark vereinfachende Denkweise sollte abgelehnt werden.

  7. Kollege Kálnoky, Titel und Untertitel können zu einem Problem werden. Und ich habe das auch schon erfahren. Wenn also ein angestellter Journalist nicht den Titel und die Untertitel bestimmen kann, dann möge man auch einem free-lance Journalisten keinen Vorwurf wegen Titel und Untertitel machen. Ich habe da schon einiges hören und lesen müssen.
    Ich bin sehr neugierig, ob den Erklärungen auch Taten folgen werden. Wenn Jobbik wirklich an Popularität verliert unc ich bin betr. Meinungsforschung etwas skeptisch, dann ist es nicht erklärbar, warum Fidesz freundliche Gesten gegenüber dieser Partei gemacht hat, die noch dazu wie HV so treffend bemerkt von A……….. angeführt wird.

    HV ich widerspreche Ihnen heftig. Nicht Ihrem Urteil über die Anführer von Jobbik. Doch die Tatsache, dass die Großmutter von Szegedi ihren Enkel nicht darüber aufgeklärt hat, dass sie in Auschwitz war, die Tatsache, dass viele Auschwitzhäftlinge auch im Sommer Blusen oder Hemden mit langen Ärmeln getragen haben oder noch immer tragen, hat zu tun mit dem Zustand der ungarischen Gesellschaft.

    terrier was Sie bei Ihrem Urteil vergessen, ist die Tatsache, dass während der Kádárzeit alle Religionsgemeinschaften durchsetzt waren mit Spitzeln. Und wenn jemand eine gute Stellung hatte, es nicht ratsam war fleißiger Kirchen- doer Synagogenbesucher zu sein. Und wenn Sie nachlesen bei Götz Aly was den Juden in Ungarn geraubt wurde und was diese zurückbekamen, dann werden Sie erfahren, dass es wirklich nur ein Bruchteil war. Auch hier sollte man bevor man vorschnelle Urteile fällt, die Sachlage kennen.

    Frau Széchenyi es war auch bei vielen Katholiken und Protestanten so, dass sie während der Kádárzeit nicht sehr häufig in die Kirche kamen. Ich glaube, dass es da nicht viel Unterschied zwischen den verschiedenen Konfessionen gab.

    Vor einer Woche gab es ein Fußballmatch in Wien zwischen Rapid Wien und einer griechischen Gruppe, ein junger Wiener Rabbiner der am Schwedenplatz vorbeiging wurde von einem Rapid Fan mit Heil Hitler und noch einige Sprüche über Juden angepöbelt. Ein paar Meter daneben standen Polizisten. Als der Rabbiner sich darüber bei ihnen beschwerte, wimmelten die ihn ab. Eine Woche später, heute nachmittag fand am Schwedenplatz ein „Flashmob“ statt. Es regnete und doch kamen sehr viele Menschen zusammen. Und zwar aus verschiedenen Milieus, Katholiken, Protestanten, Grüne, Sozialisten und die meisten waren junge Menschen. Und es ist auch eine Gruppe junger muslimischer Frauen erschienen. Was mich am meisten gefreut hat, waren die Rapid Anhänger die mit ihrem grünen Schal erschienen waren.
    Gerade da sollten die Klubleitungen dafür Sorge tragen, dass die Fanklubs nicht von Neonazi angeführt werden.
    Ich glaube 1987 oder 1988 machte ich mit Zsofia Mihancsik ein Interview in Budapest, sie hatte damals in einem Privatverlag ein Buch über den ungarischen Fußball geschrieben und darauf hingewiesen, welche Sprüche über Juden und Auschwitz dort geklopft wurden, es stimmt traurig, dass sich die Lage nicht gebessert hat.
    Wenn die ungarische Regierung etwas tun will, dann gibt es einige Gebiete, wo man etwas bewegen könnte, z.B. in Schulen und auf Fußballplätzen.

  8. *Ich glaube 1987 oder 1988 machte ich mit Zsofia Mihancsik ein Interview in Budapest, sie hatte damals in einem Privatverlag ein Buch über den ungarischen Fußball geschrieben und darauf hingewiesen, welche Sprüche über Juden und Auschwitz dort geklopft wurden, es stimmt traurig, dass sich die Lage nicht gebessert hat*

    Da hätten ja die vorherigen Regierungen genügend Zeit gehabt etwas dagegen zu tun, oder?
    erstaunlich, dass jetzt auf einmal alle Probleme in nullkommanix gelöst werden sollen.
    Ausserdem:wieviele rechte Gruppen gibt es in H?
    und wieviele in D?
    weil
    komischerweise ist auf den letzten Absatz von Herrn Kálnoky keiner eingegangen.
    .
    Das ist doch mal ein Betätigungsfeld !!!

  9. Turó R. natürlich haben die vorherigen Regierungen Zeit dazu gehabt. Darauf habe ich ja verwiesen.

    Aber es gibt anscheinend ein strukturelles Problem in Ungarn, wenn bislang keine Regierung versucht hat dies zu lösen.

    Und da hilft nicht das ständige Hinweisen darauf, dass es ja auch anderswo Probleme gibt.

  10. Zitat K. Pfeifer:
    „Aber es gibt anscheinend ein strukturelles Problem in Ungarn, wenn bislang keine Regierung versucht hat dies zu lösen.
    Und da hilft nicht das ständige Hinweisen darauf, dass es ja auch anderswo Probleme gibt.“

    Deshalb sollten wir heut Ö1 hören.

    http://oe1.orf.at/programm/312788

  11. *Und da hilft nicht das ständige Hinweisen darauf, dass es ja auch anderswo Probleme gibt.*
    Nööö, ..kann aber auch sein, dass die sozialistische Erziehung bei mir versagt hat, nur wurde mir eingetrichtert, das ich erstmal mein eigenes Haus in Ordnung bringen, sollte bevor ich mit Fingern auf andere zeige.
    Na, ja ich hab ja auch nur verglichen (meine ich zumindestens ) und nicht relativiert.
    Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern..sagte schon der alte Konrad

  12. Turó Rudi Sie können hier ruhig konkret werden.
    Wer zeigt mit Fingern auf andere? Meinen Sie Koll. Boris Kálnoky? Meinen Sie mich? Oder gar HV der auf einen nicht gerade für Ungarn schmeichelhaften Artikel aufmerksam macht?
    Was konkret stimmt nicht and dem Artikel oder an dem was ich schrieb?
    Meinen Sie, Nicht-Ungarn dürften über ungarische Zustände nicht schreiben, weil doch in ihrem eigenen Land es auch etwas zu kritisieren gibt?
    Sollte da nicht lieber über das Thema des Kálnoky-Artikels diskutiert werden, als über Personen, die über dieses Thema schreiben?

    • TurÓ Rudi sagt nur, was landläufig in Redewendungen wie „vor der eigenen Türe kehren / fegen“, „erstmal / zuerst im eigenen Hof kehren“, „es ist einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen, als vor der eigenen Türe zu fegen“, „sich am eigenen Zopf ziehen“, aber auch „einen Blick über den eigenen Tellerrand werfen“ ausdrücken.

      Aus der Christenlehre*, die mir vor mehr als 50 Jahren von Schwester Dorothea erteilt wurde, weiß ich heute noch, dass jeder Mensch Gefahr läuft, sich über andere zu erheben und die geistige Haltung eines Pharisäers einzunehmen.

      Dass Herr Pfeifer sich immer wieder aufs Neue als ein Mann von bestem Wiener** Pharisäertum beweist, macht ihn für mich so sympathisch!

      *(ehem. DDR) christlicher Religionsunterricht

      ** Der Wiener ist eine besondere Spezies Mensch, der am Fuße des Kahlenbergs das Tor zum Balkan bewacht. Er versteht sich auf seinem Vorposten als der letzte Hüter westlicher Werte vor dem Abgrund zum Senkungsgebiet im Südosten Mitteleuropas.

  13. P.H. kann es nicht lassen, er glaubt seine Ressentiments, die hier nicht Thema sind, mit jener apodiktischen Gedankenarmut vorbringen zu müssen, die der Unverschämtheit zum Verwechseln ähnlich sieht. Und das nur weil ich T.R. ein paar höfliche Fragen gestellt habe.
    Ich finde es amüsant, wenn ein Deutscher mir Vorschriften machen möchte, wie ich über Ungarn zu schreiben habe.
    Wahrscheinlich würde er auch den FAZ-Korrespondenten Stephan Löwenstein schelten, hätte er dessen heutigen Artikel gelesen.
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/antisemitismus-in-ungarn-die-fuenf-problematischen-prozent-11889232.html

    • Na, da will ich mal:
      Hallo Herr Pfeifer, ich gehe mal davon aus, dass
      wenn sich HV angesprochen gefühlt hätte und/oder ich ihm auf den Geist gehe er schon sein Veto eingelegt hätte.
      Herr Kalnoky:dito
      wobei er sich -so hab ich das wenigstens verstanden, aber ich kann mich ja irren-
      wohl auch über D Gedanken macht, ansonsten wäre wohl Herr XY nicht folgendermassen „Antisemitismus in Deutschland: Die Entwicklung dort mache ihm mehr Sorge als die in Ungarn.“ zitiert worden.
      Ob Sie sich den Schuh anziehen…keine Ahnung. Auf alle Fälle hatte ich D (oder auch Ö ) im allgemeinen gemeint, genau so wie es Herr Herche am anfang seines Beitrages interpretierte.
      Aber nun wieder zurück zu Ungarn.

    • Lieber Herr Pfeifer,

      Danke für Ihren Hinweis auf den Artikel in der FAZ.
      Dass man zu „95 Prozent“ in Ungarn ein ganz normales und glückliches, gutes jüdisches Leben führen könne, wusste ich nicht. Nach allem, was Sie und Ihre Mitstreiterin Marsovszky in den vergangenen Jahren im deutschen Sprachraum verbreitet haben, dachte ich, man müsse als Ungar jüdischen Glaubens um sein Leben bangen.

      Um die armen Menschen, die kein „ganz normales und glückliches gutes jüdisches Leben führen“ können, sollte man sich intensiver kümmern.

      Ich finde aber, dass man wegen dieser unglücklichen Menschen nicht immere ganz Ungarn unter Generalverdacht stellen sollte, wie Sie es seit Jahren zu tun pflegen.

      Weil man in Ungarn ein ganz normales und glückliches Leben führen kann, wenn man sich nicht ständig von der tűzről pattant Olga auf ATV die Laune verhageln lässt.

      Schade nur, dass Löwenstein kein Wort über Burkina Faso verloren hat. Ich sehe das Land als wirkliche Alternative für all jene unglücklichen Menschen in Ungarn, die sich nach noch mehr politischer Stabilität und einem intakteren Staatswesen sehen.

      Das Ungarn nicht völlig alternativlos ist, sollten Sie als Korrespondent des israelischen Rundfunks und als Kollege von Herrn Kálnoky keinesfalls verschweigen. Handeln Sie, solange Sie noch ernst genommen werden.
      Weil, so haben wir vom Genossen G. gelernt, wer zu spät kommt, … !
      Aber das wissen Sie ja selbst viel besser als ich. Ich will wirklich keine Strafängste in Ihnen wecken.

      • Vorsicht, Herr Herche. Schon Peer Steinbrück hat viel Empörung auf sich gezogen, als er sich einst zu Ouagadougou äußerte. Wenn Sie jetzt nicht mit der Hauptstadt, sondern dem ganzen Land Burkina Faso kommen…

      • PH Sie hinken ein paar Broschüren nach. Ich war von 1990 bis 2005 free lance Korrespondent des israelischen Radios in Wien. Ich berichtete über Österreich, nicht über Ungarn.
        Ansonsten kann ich nur schmunzeln über Ihre Behauptungen. Können Sie mir nur ein einziges Beispiel nennen, in dem ich „ganz Ungarn unter Generalverdacht“ gestellt habe?

      • @Ungarnfreund
        Lassen wir -in Anlehnung an Ihren Mitstreiter Szarvasi- einmal die Zahlen sprechen:

        Dem Global Competitiveness Report 2012–2013 ist zu entnehmen, dass viel für Burkina Faso und nur wenig für die Schweiz und Ungarn spricht. Wer heutzutage noch keinen Standort für seine Geschäftemacherei hat und bei seiner Suche die im Global Competitiveness Report 2012–2013 genannten „most problematic factors for doing business“ berücksichtigen will, wird nach Burkina Faso und nicht nach Ungarn oder in die Schweiz gehen müssen.

        Nehmen wir nur die Frage der politischen Instabilität. Die gibt der Global Competitiveness Report 2012–2013 für die zwei europäischen Länder Ungarn und die Schweiz mit 14.5 (%)* und 9.6 (%)* an. Die politische Instabilität Burkina Fasos fällt hingegen mit lediglich 1.3 (%)* nicht ins Gewicht.

        Wer bei seiner Entscheidung aber ein Gewicht auf die Verfügbarkeit von hinreichend ausgebildeten Arbeitskräften legen sollte, wird sich wegen der Situation des schweizer Arbeitsmarktes, keinesfalls für die Eidgenossenschaft entscheiden können. In Sachen beruflicher Ausbildung** schlägt Ungarn (3.4 %)* nicht nur die Schweiz (14.1%)*, sondern auch das politisch stabilere Burkina Faso (4.4%)*. Ungarn verfügt trotz seiner politischen Instabilität also immer noch über mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte, als die zwei anderen Vergleichsstaaten.

        Es gibt demnach keinen Grund zur Empörung, lieber Ungarnfreund. Auch wenn Sie in Ihren Beiträgen gern ein schiefes Licht auf Ungarn werfen.

        Ungarn steht, wenn ich in Anlehnung an Ihren Mitstreiter Szarvasi, den Global Competitiveness Report 2012–2013 für die gute Sache hier mal ausschlachte, gar nicht so schlecht da.

        Und die 5% jener 120 000 Ungarn, die laut Löwenstein noch unzufrieden mit ihrem religiösen Leben sind, könnten in Burkina Faso vielleicht auch eine neue Heimat finden. Denn in Sachen religiöser Fundamentalismus haben sowohl Ungarn als auch die Schweiz nur wenig anzubieten, jedenfalls nicht jene Stabilität, die die Experten des Global Competitiveness Report 2012–2013 statistisch für Burkina Faso nachgewiesen haben.

        Deshalb auf nach Burkina Faso!

        *in Anlehnung an Szarvasi

        **Inadequately educated workforce

  14. HV wie kommen Sie darauf, dass ich Koll. Kálnoky gescholten habe?
    Ich schrieb: „Ein interessanter Artikel, dessen Optimismus ich gerne teilen würde.
    Wenn all die Menschen, die von der Gesellschaft als Juden qualifiziert werden, auch Juden wären, dann könnte die Angabe 100.000 Juden stimmen. Doch werden viele Menschen in Ungarn als Juden qualifiziert, die es nicht sind.
    Jude/Jüdin hat eine jüdische Mutter oder ist zum Judentum konvertiert. In den jüdischen Gemeinden sind vielleicht 15.000 zumeist ältere Menschen organisiert und bei der Widmung von 1 Prozent des Steueraufkommens rangieren Juden unter ferner liefen.“

    Wo bitte ist da eine Schelte?

    Ich bezweifle diese Zahl und begründe warum ich das tue. Ohne die Herangehweise von Soziologen zu erwähnen, sage ich, dass die Gesellschaft vielleicht tatsächlich 100.000 Menschen als Juden qualifiziert.
    Laut ungarischer Volkszählung gibt es nicht 100.000 Juden in Ungarn. Das läßt sich leicht feststellen.

    • Herr Pfeifer, Sie stellen mir eine rhetorische Frage. Ich beantworte Ihnen Ihre Frage mit JA, wohl wissend, dass Sie auf Ihre rhetorische Fragen gar keine Antwort erwartet haben.

      Denn Sie haben mir diese Frage nur um der Wirkung willen gestellt.

      Sollten Sie aber tatsächlich schon vergessen haben, welche argwöhnischen Vermutungen Sie hier schon geäußert haben, dann lassen Sie sich bitte erst mal auf senile Demenz untersuchen.

      Sollte der Befund negativ ausfallen, können wir uns ja später noch über Ihre offensichtlich eingeschränkte Sprachkompetenz unterhalten.

      Aber bitte, Herr Pfeifer, alles schön der Reihe nach.

    • Sehen Sie sich, Herr Pfeifer, doch das bitte hier an:

      Ohne Gegenstimmen mit nur 10 Enthaltungen hat das ungarische Parlament heute Abend dafür gestimmt, dass Häusliche Gewalt als eigenständiger Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen wird.

      Und Varga von der Partei Fidesz ist nach seinem blöden Redebeitrag zu diesem Thema auch noch mit zwei weißen Rosen beschenkt worden. Weil er und die Regierungspartei Lernfähigkeit bewiesen haben.

      Das ist Demokratie!

      http://index.hu/belfold/2012/09/17/ellenszavazat_nelkul_ment_at_csaladon_beluli_eroszakrol_szolo_dontes/

  15. P.H. Sie haben eine Behauptung aufgestellt über meine Person. Ich habe Sie gebeten, doch konkret etwas vorlegen zu können. Da Sie das nicht können, glauben Sie mich über Herrn Varga – zu dem ich kein Sterbenswörtchen schrieb – belehren zu müssen.
    Anstatt auf eine höflich mehrmals gestellte Frage zu antworten, machen Sie
    nicht originell oder spasshaft, aber borniert, einfältig und unduldsam weiter.

    • Lieber Herr Pfeifer,

      welcher meiner Behauptungen meinen Sie denn? Meinen Sie den Plagiatsvorwurf?
      Oder meine Behauptung, dass Sie ohne konkrete Anhaltspunkte zu haben, generell den Verdacht geäußert habenn, dass Ungarns Minsterpräsident Straftaten begangen haben könnte, die ungarischen Strafverfolgungsbehörden aber untätig sind?

      Ich meine, um nur ein Beispiel zu nennen, wenn Sie dem aus einer demokratischen Wahl hervorgegangene ungarischen Ministerpräsidenten Straftaten unterstellen, für die es keine konkreten Anhaltspunkte gibt, dann ist das versuchter Rufmord, der sich gegen ein ganzes Land richtet.

      Meinten Sie das? Dazu stehe ich.

  16. P.H. Können Sie mir nur ein einziges Beispiel nennen, in dem ich “ganz Ungarn unter Generalverdacht” gestellt habe?

    Meinen Sie: Ungarn ist Orbán und Orbán ist Ungarn? Wenn Sie das so sehen, dann kann ich Sie beruhigen. In Ungarn wurde wegen der Überstellung des Axtmörders von der armenischen Minderheit in Ungarn Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Da Orbán bekanntgab, dass er diese Entscheidung getroffen hat, kann es doch einen begründeten Verdacht gegen ihn geben, auch wenn Sie Ihre Hand für ihn ins Feuer legen würden.

    http://atv.hu/belfold/20120918_vesztegetes_es_hivatali_visszaeles_feljelenthetik_a_baltas_gyilkos_kiadoit

    • Ich sagte doch bereits, dass Ihnen was fehlt, ich meine, an der sprachlichen Kompetenz.

      Trotzdem nerven Sie stur Heil weiter.

      Ich weiß mir keine andere Erklärung als diese hier: Während

      „Ganz Österreich Schnurrt“, http://www.whiskas.at/fun-win/ganz-oesterreich-schnurrt/

      hetzt Herr Pfeifer als Poster gegen Ungarn!

      Was Ungarn und Orbán angeht, so meine ich gar nichts. Ich weiß nur, dass Orbán als ungarischer Regierungschef in der Verantwortung steht. Was Ungarn angeht, so wurde er dort gewählt. Sie geben deshalb keine Ruhe, seit 2010 hält das schon an.

      Sie leisten sich, Herr Pfeifer, auch in Sachen Logik die tollsten Eskapaden. Ich finde es ja lustig, dass Sie in alles Ihren Kren reiben müssen.

      Aber mal ehrlich, wenn in Ungarn jemand Anzeige gegen Unbekannt erstattet und sich daraus für Sie ein begründeter Verdacht auf Vorteilsnahme ergibt, dann ist das ja fast wie bei Ihrem „kleinen Kohn“, der nach jeder Ejaculatio praecox ’nen Schmähbrief nach Rom schickt, wegen der christlichen Sexualrepression.

      Ist doch bescheuert, Herr Pfeifer! Oder etwa nicht?

  17. PH Wie gut, dass Sie mich über Sprachverfall belehren. Doch auch wenn ich die sprachliche Fähigkeiten eines Heinrich Heine, Karl Kraus und Kurt Tucholsky hätte, könnte ich Ihrer Eingebildetheit, Selbstüberhebüng und Radausucht nicht entgegentreten. Dagegen nützen keine Argumente. Denn Sie haben eine Mantra, die Sie mit Beharrlichkeit herunterbeten.
    Anstatt über meine Argumente zu diskutieren, versuchen Sie hier mit langen Monologen, die Diskussion ad absurdum zu führen.

    • „Anstatt über meine Argumente zu diskutieren…“

      Lieber Herr Pfeifer,

      was verstehen Sie denn unter „Argument“. Meinen Sie die in Ihren Sätzen aufgrund der Valenz des Verbs durch Ergänzungen zu besetzenden Stellen, die Leerstellen in Ihrer Denke?

      Was gibt es darüber zu diskutieren? Google weiß die Antwort.

      (Viel Spaß beim Googeln! Wünsch Ihnen noch so einen Volltreffer, wie Sie ihn mit dem „kleinen Kohn“ hatten!)

  18. P.H. Argumente bringen ja nur Sie hervor, die Sie in langen Monologen dankenswerter Weise auch den Lesern zur Kenntnis bringen.

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