Júlia Váradi berichtet im Klubrádió über den ORF-Themenabend

Allen Leserinnen und Lesern, die der ungarischen Sprache mächtig sind, empfehle ich das Klubrádió-Interview mit Júlia Váradi. Sie schildert ihre Eindrücke vom Themenabend. Das Interview führt György Bolgár.

Ich war an der einen oder anderen Stelle durchaus überrascht, wie Váradi den Verlauf darstellt.

http://galamus.hu/index.php?option=com_content&view=article&id=164872&catid=69&Itemid=106&limitstart=2

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36 Kommentare zu “Júlia Váradi berichtet im Klubrádió über den ORF-Themenabend

  1. Interessant finde ich Váradis Beschreibung, wie der Abend nach der Talkrunde ausgeklungen ist. Man sei ohne Wut im Bauch auseinander gegangen. Es habe einen Empfang gegeben und dort habe ihr der ungarische Botschafter warmherzig gratuliert. Na, wenn das stimmt, ist vielleicht doch nicht Hopfen und Malz verloren, was die Verständigung zwischen den Lagern in Ungarn angeht. Sind die Kameras aus, kommt man doch miteinander aus…

  2. Mal eine ganz andere Frage: ein Verwandter von mir war gestern in Budapest in der Oper. Er war völlig überrascht, dass die Menschen vor der Darbietung aufgestanden sind und die Nationalhymne gesungen haben. Kann jemand etwas dazu sagen? Was hat das auf sich? Ok, ich weiss ja nicht, was gespielt wurde, aber selbst wenn es Bánk Bán gewesen sein sollte, wäre es komisch… Ein Feiertag ist der 30.9. ja auch nicht, oder?
    Hat also irgendwer eine Erklärung…

    • Hm, László Hunyadi stammt ja von Ferenc Erkel, dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne. Zudem gilt er als Begründer der ungarischen Nationaloper? Vielleicht auch ein Zeichen des Respekts für den Komponisten? Eine bessere Vermutung habe ich nicht.

  3. Naja, Panik schiebe ich nicht… wenngleich sich mir irgendwie schon die frage aufdrängt, wieso und wozu die Oper ein Staatswappen braucht/benötigt. Aber ok, das kennt man halt aus Dtl., wo es ja keine Nationaloper(nhaus) gibt, so nicht… deshalb vll. die Verwunderung.
    Aber dennoch thx für die Info und die Recherche!

  4. galut, ein Wappen des Staates in einem Staatstheater ist nichts außerordentliches, ich glaube so etwas auch in Österreich gesehen zu haben.
    In der Horthyzeit mußten die Schüler vor Unterrichtsbeginn ein patriotisches Gedicht über die Wiederauferstehung Ungarns aufsagen. („Hiszek egy…“)
    Wie schon Franz Grillparzer lange vor dem Horthyregime sagte: „Der Weg der neueren Bildung geht von Humanität durch Nationalität zur Bestialität“.
    Die Zeichen sind wieder an der Wand.

    • Ihr Kommentar macht keinen so rechten Sinn, jedenfalls für mich als Normalsterblichen. Staatswappen sind nichts Außerordentliches, und dann doch der obligatorische Sprung zu Horthy, dem „Hiszek egy…“ und zur Nationalität und Bestialität, deren Zeichen (die eigentlich nichts Außergewöhnliches seien, s.o.) wieder an der Wand sind? Das scheint mir doch alles viel zu weit hergeholt und reichlich widersprüchlich. Sie sollten lernen, Nation und Nationalismus/Rassismus (dieser führte in der Geschichte zur Bestialität) zu unterscheiden. Eine wohl schier unlösbare Aufgabe für Sie, Herr Pfeifer. Man sollte bedenken, dass Nationalismus auch dann entsteht, wenn man das Nationalgefühl unterdrückt. Nicht nur dann, wenn man es bewusst in eine ungute Richtung lenkt.

  5. Herr Pfeifer Sie bezeichnen das Kossuthwappen samt Stephanskrone als Zeichen der Bestialität? Das würden Sie sicherlich nicht behaupten, wenn es noch um das Kádárwappen in der Volksrepublik ginge…

  6. HV wer die Rede des ungarischen Ministerpräsidenten in Ópusztaszer gehört hat, die ungarische Zeitgeschichte kennt, der kann die Zeichen an der Wand sehen.
    Hans Rauscher bemerkt dazu in seiner heutigen Glosse „Schaut auf Ungarn“: „In Ungarn ist ein gefährlicher Nationalist und Pseudodemokrat nämlich bereits an der Regierung, zementiert sich und seine Partei immer unverrückbarer ein und gibt Dinge von sich, die man in der EU von einem Regierungschef nicht hören sollte. Viktor Orbán hat eine Blut-und-Boden-Rede gehalten, wie man sie zuletzt unter dem autoritären Regime der Dreißigerjahre hören konnte. Komplett mit Zitaten aus der Apokalypse („Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen“).
    Der Mann sehnt sich offenbar nach einem gröberen Welten-Crash. Ungarn unter Orbán bewegt sich rapide aus dem Wertesystem der EU. Er selbst scheint ziemlich außerirdisch unterwegs zu sein. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 5.10.2012)
    http://derstandard.at/1348285080699/Schaut-auf-Ungarn

    Hannibal105 Sie lesen da etwas herein. Ich bezog das Grillparzerzitat auf das Horthyregime. Das endete in Bestialität.
    Können Sie Ihren Vorwurf ich hätte Sympathie mit dem Kádárwappen (Kádársystem) mit ein paar Fakten untermauern? Oder sind Sie der Meinung, dass jeder, der Kritik am gegenwärtigen ungarischen Regime übt, ein Kommunist ist?

    • Wieso haben Sie diesen Satz nicht mitzitiert, Herr Pfeifer?

      „Und man muss auch sagen, dass die deutsche – oder eher sogar die europäische – Öffentlichkeit mit mindestens so viel Berechtigung auf ein anderes kleineres mitteleuropäisches Land blicken sollte.“

      Lasst das arme Österreich in Ruhe, die Ungarn sind doch viiiel schlimmer. Ist es das, was uns Rauscher sagen will?

  7. HV Ich kenne und schätze Hans Rauscher als jemand, der keine Mühe spart, die Mißstände im eigenen Land zu kritisieren.
    Rauscher nimmt Bezug auf Frank Stronach, auf einen Austro-kanadischen Industriellen, der eine neue Partei gegründet hat und jetzt überall auftritt.

    Natürlich hätte ich die ganze Glosse zitieren können, begnügte mich aber mit dem Teil der Ungarn gewidmet ist. Korrekterweise gab ich die URL an.
    NIcht immer teile ich die Meinung eines Journalisten, den ich zitiere. In diesem Fall tue ich es.

  8. Liebe Frau Széchenyi, Ich habe diese Rede von der Website von Viktor Orbán heruntergeladen:
    http://orbanviktor.hu/beszed/az_eros_nemzetek_tagjai_osszefognak
    Ausserdem sah ich sie auf atv.

    Gestern erschien eine gute Übersetzung von wesentlichen Teilen dieser Rede, die präzise ist:
    http://derstandard.at/1348284885395/Umstrittene-Blut-und-Boden-Rede-Orbans

    Auf ATV gab es eine sehr gute Diskussion über diese Orbán-Rede:
    http://atv.hu/videotar/20121004_a_tet_2012_10_03_1_resz

    Meiner Meinung nach hat Hans Rauscher die Rede Orbáns sehr gut verstanden. Ich teile seine diesbezügliche Meinung.

    • Lieber Herr Pfeifer,
      Ihre Meinung in Ehren, aber mich erinnert die Glosse von Hans Rauscher fatal an die Berichterstattung über Österreich im Jahr 2000.
      Da glaubten auch alle im Ausland, daß in unserem Land tatsächlich wieder die Nazis im Stechschritt durch die Straßen maschieren.

  9. LIebe Frau Széchenyi, das schrieben nur einige grottenschlechte Boulvardzeitungen, die man durchaus mit der damaligen NKZ hat vergleichen können.
    Die Qualitätszeitungen im In- und Ausland berichteten ziemlich ausgewogen und Hans Rauscher hat auch damals die schwarz-blaue Regierung kritisiert.

    HV Bringen Sie doch ein einziges Zitat von mir, um zu belegen, ich hätte behauptet, die Nazis marschieren im Stechschritt durch Österreich.
    Ich verstehe nicht ganz, warum Sie mir das unterstellen. Soll das eine sachliche Diskussion über diese Orban Rede ersetzen?

  10. HV Sie behaupteten, ich glaubte, die Nazis würden 2000 wieder mit Stechschritt durch Österreich marschieren. Auf welche Fakten gründen Sie Ihre Behauptung?

    Auf einen wichtigen Unterschied kann hingewiesen werden. In Österreich haben wir ein Uniformgesetz und bei uns marschieren weder Nazi noch Neonazi uniformiert auf den Straßen.
    In dem von Viktor Orbán angeführten Ungarn jedoch marschieren Nazi und ähnliches Gesindel, die sich sogar auf ein Gerichtsurteil stützend auf dem Budapester Heldenplatz zusammenrotten. Sicher ist das nicht eine neue Sache, das hat schon die vorherige MSZP-SZDSZ Regierung nicht oder nicht effektiv angepackt.
    Aber zur Ehre der seriösen nichtungarischen Medien sei es gesagt, ich habe einige damals ausgestrahlte Berichte ausländischer Fernsehanstalten aufgenommen, die schon die von Gyurcsány angeführte Regierung deswegen kritisierten.
    Vielleicht kann man die ganze Wut gegen den ORF Bericht besser verstehen, wenn man sich den Anfang dieser Dokumentation anschaut, welche diese Bagage auf dem Heldenplatz zeigt.

    Von einer wirklichen Auseinandersetzung mit der Ideologie von Jobbik kann man bei Fidesz sehr sehr wenig merken. Ihre Abg. setzen sich mit Jobbik Abg. zusammen, um freundlich miteinander zu diskutieren. Und wie Prof. Mária Ludassy behauptet, schrieb der ungarische Regierungschef sogar einiges von Albert Szabó ab.
    http://galamus.hu/index.php?option=com_content&view=article&id=165880
    Mit Blut und Boden Ideologie ins 21. Jahrhundert?

    HV ich denke, das interessiert, diejenigen, die über Ungarn etwas auf Ihrer Website erfahren wollen, doch mehr als das, was ich – Ihrer Meinung nach – 2000 über Österreich geglaubt haben soll.

    • Wir nähern uns langsam dem, was ich sagte. Ein paar Schritte brauchen Sie aber wohl noch.
      Ich sagte ncht, Sie hätten etwas behauptet. Ich behauptete auch nicht, Sie hätten etwas geglaubt. Versuchen Sie es einfach noch einmal, und beziehen Sie jedes einzelne Wort mit ein, das ich schrieb.

      Darüber hinaus bestimmen nicht Sie, über was hier gesprochen wird. Mich interessiert es nämlich vor dem Hintergrund der undifferenzierten Darstellung der ungarischen Verhältnisse durchaus, welche Akteure sich heute exponieren. Der Umgang mit Ungarn ähnelt nämlich durchaus dem mit Österreich in 2000, wobei das wesentliche folgendes ist: Ungarn hat eine demokratisch gewählte Regierung (wie Österreich 2000), mit der ein Teil der europäischen Politiker und Pressevertreter nicht enverstanden sind (wie in Österreich 2000). Das, lieber Herr Pfeifer, ist allerdings kein Grund, der Bevölkerung zu unterstellen, sie sei im Mainstream dem „völkischen“ verfallen.

      • „Das, lieber Herr Pfeifer, ist allerdings kein Grund, der Bevölkerung zu unterstellen, sie sei im Mainstream dem “völkischen” verfallen.“

        Ein Großteil, wahrscheinlich die Mehrheit der Ungarn hat nicht nur ungarische Wurzeln. Deutsche, Roma, Kroaten, Serben, Juden, Slowaken, Rumänen, Polen z. B. sind in vielen Familienstammbäumen mit dabei. Es reicht nur die „ungarischen“ Familiennamen anzuschauen. In meiner Gymnasialklasse hatte ca. die Hälfte der Mitschüler einen fremd klingenden Namen. Vor diesem Hintergrund ist es unsinnig den Ungarn völkisches Denken zu unterstellen. Wie absurd völkisches Denken in Ungarn wäre, wird durch das Beispiel von Csanád Szegedi gut illustriert.

    • L’idioma gentile!
      Oder gegen die Überheblichkeit der Wiener im Sinne von 1.Korinther 4, 13.

      „In dem von Viktor Orbán angeführten Ungarn jedoch marschieren Nazi und ähnliches Gesindel, die sich sogar auf ein Gerichtsurteil stützend auf dem Budapester Heldenplatz zusammenrotten.“ (Zitat Karl Pfeifer)

      Ich übersetze Pfeifer mal ins Deutsche.
      Man lasse es sich schmecken:

      Orbán = Führer

      Er befehligt die Nazis und ähnliches GESINDEL.

      DAS marschiert unter seiner Führung.

      DAS rottet sich unter seiner Führung auf dem Heldenplatz zusammen.

      Verstehe ich Pfeifer richtig?

      Sind die Ungarn für ihn Abschaum, weil Orbán der Regierungschef in Ungarn ist?

      Und wofür halten die Österreicher, insbesondere aber hält Pfeifer sich selbst?

  11. Lieber HV Natürlich bestimmen Sie über was auf Ihrer Website diskutiert wird.
    Doch wage ich zu bezweifeln, ob sich die Leser wirklich dafür interessieren, wie ich 2000 gedacht oder was ich damals geglaubt hatte.

  12. P.H. kann es nicht lassen.
    Ich behauptete, die ORF Dokumentation zeigt gleich am Anfang uniformierten Abschaum. Sie unterstellen mir, ich hätte alle Ungarn als Abschaum bezeichnet.
    Ich schrieb von Orbán und von Gyurcsány, die Ungarn angeführt haben. Sie unterstellen mir, ich würde Orbán als Führer bezeichnen.

    Ihre Ressentiments gegen meine Person haben Sie schon oft genug hier artikuliert.
    Vielleicht haben Sie auch eine Meinung zur Blut und Boden Rede von Orbán?
    Und zu seiner Rede in Lakitelek?
    Und wie steht es mit dem Turul? Hat doch der Turul Studentenverein im Horthyregime sich darauf spezialisiert, jüdische oder vermeintlich jüdische Studenten zu prügeln. Alles im Namen der Blut und Boden Ideologie.

    • Blabla

      ODER NICHT?

      Pfeifer schrieb wortwörtlich
      „In dem von Viktor Orbán angeführten Ungarn jedoch marschieren Nazi und ähnliches Gesindel“

      Er schrieb tatsächlich nicht, dass Orbán der Führer der Ungarn sei. Pfeifer schrieb lediglich: „in dem von Viktor Orbán angeführten Ungarn“.

      Und weiter schrieb er wortwörtlich:

      „In dem von Viktor Orbán angeführten Ungarn jedoch marschieren Nazi und ähnliches Gesindel“.

      Gesindel, dass heißt ja wohl „heruntergekommene, verbrecherische Menschen”

      Das von Pfeifer zur Bezeichnung der von Orbán angeführten Ungarn gewählte Wort ist sinngleich mit dem Wort ’Abschaum’.

      Die Kernaussage Pfeifers heißt auf das Wesentliche verkürzt:

      Orbán ist der Führer der Ungarn. Die Ungarn sind Abschaum.

      Dass Pfeifer nicht zu dem steht, wozu er diesen Blog instrumentalisiert, wundert mich nicht.

      Redlichkeit setzt zuallererst auch ein redliches Wesen voraus.

      ENTWEDER MAN HAT CHARAKTER

      oder es ist nur Blabla!

  13. „Übergriffe gegen Juden hat Viktor Orbán zwar immer wieder verurteilt. Ansonsten aber kommt die nationale Aufwallung dem Premier und seiner Fidesz-Partei nicht nur recht, Orbán und seine Anhänger schüren die Entwicklung sogar. Denn zum einen, so deren Argumentation, sei auch Franz Josef Strauß einst erfolgreich gewesen mit seiner Devise „Rechts von mir ist nur noch die Wand“ (so Parlamentspräsident Kövér im Gespräch), und mit einem nationalen Kurs will man den Faschisten von der Jobbik das Wasser abgraben.

    Zum anderen aber entspringt der völkische Nationalismus, der die aktuelle Kulturpolitik durchdringt, dem Selbstverständnis der neuen Regierung. Die einstige Größe der ungarischen Nation soll wieder ins Bewusstsein gerückt werden, der Blick zurück soll die Grundlage für einen neuen Nationalstolz und eine große Zukunft legen.

    Der bekannte Historiker Krisztián Ungváry verweist zwar darauf, dass das neue Geschichtsbild, das sich in seinem Heimatland Bahn breche, vor allem ein Ergebnis rechtsextremistischer Aktivitäten sei – Jobbik und die Ungarischen Garden hätten Abzeichen und Symbole Großungarns wie der Pfeilkreuzler wieder populär gemacht. Aber, so warnt, er, die Regierung grenze sich davon nicht ausreichend ab. Sie mache „Vorbilder wieder hoffähig, die in einem demokratischen Rechtsstaat als geschmacklos und unerträglich empfunden werden müssen“ (Ungváry in „Quo Vadis, Hungaria“, einem Themenheft der Zeitschrift Osteuropa, 2011).

    Die Direktorin des United States Holocaust Memorial Museum, Sara Bloomfield, nahm diesen Gedanken Mitte Juni auf, als sie auf der Webseite des Museums einen Appell veröffentlichte. Sie hege „tiefe Sorge über die Rehabilitierung der faschistischen Ideologen und Führer aus dem Zweiten Weltkrieg“, schrieb sie dort. Diese Entwicklung sei eine „schwere Beleidigung der Erinnerung an diejenigen, die unter diesen Regimen umgekommen sind“.

    http://www.sueddeutsche.de/kultur/geschichtsrevisionismus-in-ungarn-angst-vor-einer-neuen-mode-1.1392381

    • Wenn Sie tatsächlich glauben, dass sich der Nationalstolz der Regierungsparteien und ihrer Anhänger um einstige Größe dreht, beweisen Sie, dass Sie keine Ahnung haben und dann sollten Sie über das Thema gar nicht erst reden.

      Wie immer mag es einzelne Ausnahmen geben und bei der Jobbik und deren Anhängern mag das Ganze freilich anders aussehen, allerdings hat der Stolz der bürgerlichen Konservativen andere Anliegen und Ursprünge.

    • Das ist ja putzig, was Fr Balogh da ohne zu erröten versucht. Es sei falsch, das Gyurcsány sich Rücktrittsforderungen verweigert habe? Da ist wohl die versuchte Berichtigung selbst falsch.

      Die Koalitionsabgeordneten, so Fr Balogh, hätten ihn ja abwählen können, sie sind daher schuld, nicht der völlig schuldlose Gyurcsány. Wie lächerlich und parteiisch das Argument ist, zeigt sich, wenn man es umdreht: Nie würde Fr Balogh Viktor Orbán mit demselben Argument verteidigen: dass die Koalitions-Abgeordneten ihn ja unterstützen.

  14. Habe ich „die rassistischen und antisemitischen Garden in Schutz“ genommen?

    Das habe ich mitnichten getan

    Ich habe einfach nur Pfeifers Blabla ins Deutsche übersetzt.

    Zur Erinnerung, Pfeifer erklärt Orbán zum Führer. Und Pfeifer hält Ungarn für Abschaum.

    Mich würde eher mal interessieren, wer „die rassistischen und antisemitischen Garden“ in Ungarn in den vergangenen Jahren finanziert hat.

    Apropos Pfeifer:
    „Während der Religionsstunde lernten wir, Gott sei allmächtig und gut und wir Juden seien auserwählt. Wie kommt es, so fragte ich mich im Sommer 1938, daß er all dies, was uns geschah, zuließ? Im Garten auf einem Baum sitzend, wandte ich mich während eines Gewitters an den Himmel und bat ihn, mich doch mit einem Blitz zu töten, denn ich glaubte nicht mehr an die Existenz Gottes. Nur 13 Monate danach machte ich eine zweite Entdeckung: Ich bin kein Ungar. Wenn ich auch in Budapest als Jude beschimpft werde, wo soll es da einen Unterschied zu den Österreichern geben?“

    (Karl Pfeifer: „Wie aus mir kein Ungar wurde“ in Zwischenwelt, Nr. 4/2010)

    Kann mir den Pfeifer mal jemand erklären?

    Wenn ja, dann erkläre ich Pfeifer mal, warum der österreichische Turul zwei Zungen und der Dávidstern so viele Zacken hat.

  15. P.H. die Inhaltsverzeichznisse der Zeitschrift „Zwischenwelt“ sind im Internet nachlesbar und Tatsache ist, es gibt keine Nr. 4/2010.
    Das ist leicht feststellbar, denn die Inhaltsverzeichnisse der „Zwischenwelt“ sind im Internet nachlesbar: http://www.theodorkramer.at/index.php?option=com_content&view=article&id=8&Itemid=8
    Das Zitat ist in einem Bericht über eine Veranstaltung im Kontext nachzulesen:
    http://www.doew.at/aktuell/rc5.html, von dort stammt auch die falsche Angabe über die Quelle des Zitats.
    HV falls wirklich ein solches Interesse besteht, dass aus einem autobiographischen Text, der aufzeigt, was ich als 10 und 11jähriger erlebt habe, aus dem Kontext zitiert wird, bin ich gerne bereit den ganzen Artikel zur Publikation zur Verfügung zu stellen. Dann können die Leser selbst entscheiden was Sache ist.
    HV falls aber kein solches Interesse vorhanden ist, dann schlage ich vor, die ad personam Attacken hier einzubremsen.

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