Radio Corax: Gespräch mit Magdalena Marsovszky

Der freie Radiosender Corax (Halle) brachte bereits vor einigen Tagen ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsoszky zur Situation in Ungarn. Anlass des Interviews ist die Wählerregistrierung, es dauert jedoch nicht lange, bis Marsovszky auf ihr Lieblingsthema zu sprechen kommt: Das „völkische“ Ungarn und die Turul-Statue in Ópusztaszer.

http://www.freie-radios.net/51135

 

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9 Kommentare zu “Radio Corax: Gespräch mit Magdalena Marsovszky

  1. In seiner Rede zur Demokratie auf dem Leipziger Lichtfest am 9.10. appellierte der ungarische Schriftsteller und Historiker György Dalos an die Bundeskanzlerin, sich für den einer Demokratie angemessenen Dialog der ungarischen Regierung mit der demokratischen Opposition einzusetzen:

    „Ich möchte diesen feierlichen Anlass nicht dazu nutzen, eine politische Polemik zu entfesseln. Aber an zwei Punkten fühle ich mich meinem jahrzehntelangen demokratischen Engagement geradezu verpflichtet.

    Der erste Punkt betrifft die bereits erwähnte unerträglich hassvolle Atmosphäre, die sämtliche Werte unserer Demokratie devalviert und deren Nutznießer eindeutig die neofaschistische Partei Jobbik sowie deren paramilitärische Abordnungen sind. Unter diesen Bedingungen empfinde ich die Haltung einer Regierung als geradezu absurd, die sich im dritten Jahr ihrer Amtszeit mit den Vertretern der demokratischen Opposition nicht einmal zu einer Tasse Kaffee zusammenfinden will. Dabei hat diese Regierung angesichts der desolaten wirtschaftlichen und sozialen Lage geradezu die dringende Pflicht, um der Zukunft unseres Landes willen eine breite gesellschaftliche, parteiübergreifende, ja nationale Konsultation einzuleiten. Vielleicht ist die Hemmschwelle zu hoch, vielleicht brauchen wir an dieser Stelle Vermittlung von außen. Daher mein Appell: Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrter Herr Orbán, sprechen Sie über dieses heikle Thema miteinander am Donnerstag!“

    Der zweite Punkt betrifft die Europäische Union und die internationalen Geldinstitute, mit denen die Regierung gleich nach ihrer Amtsübernahme im Juni 2010 einen Konflikt vom Zaun gebrochen hat. Diesen möchte sie in der Öffentlichkeit gerne zum ökonomischen Freiheitskrieg hochstilisieren. Nun, man muss selbstverständlich versuchen, im Rahmen der EU nationale Interessen zu vertreten und gewisse Vorteile für das eigene Land zu erkämpfen. Dennoch: Die ständige Koketterie mit Russland, China, Kasachstan und sogar Aserbeidschan und die zynische Gleichsetzung der europäischen Institutionen mit der sowjetischen Übermacht führt nur dazu, dass Ungarn den Rest jenes Ansehens verspielt, den das Land dank seiner Beteiligung am osteuropäischen Emanzipationsprozess bis zuletzt genießen konnte. (…)“

    • So einen grandiosen Redenschreiber hätte ich mir auch für Markus Wolf gewünscht. 1989 auf dem Alexanderplatz hätte es für seine Dummdreistigkeit wohl weniger Pfiffe gegeben.

      Exellente Leistung, Herr Dalos! Ist wirklich eine tolle Entwicklung, die Sie gemacht haben!

      Jemals eine Verpflichtungserklärung? Keine Spur!

      Aber mal ehrlich, außer dem lupenreinen Demokraten Putin hält weltweit kein demokratischer Oppositoneller den Vergleich mit Ihnen aus!

      • Der Deutsche sagt Unverfrorenheit, wo der Franzose etwa désinvolture gebrauchen würde.

        Wie heißt es auf Russisch?

  2. P.H. beschuldigen Sie György Dalos, er hätte mit III/III zusammengearbeitet?
    Wenn ja, könnten Sie uns ein paar Beweise liefern?

  3. Lieber Karl Pfeifer, lassen wir das! Peter Hercher gehört zu der Kategorie der Diskutantent, die Spott ohne Humor verbreiten und Zähneklappern für Argumente halten. In Ungarn hätte er gut in den Online-Teil der Zeitung Magyar Hírlap gepasst.

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