Gyurcsány: Milla schadet mehr, als sie nutzt

Ferenc Gyurcsány, der ehemalige MSZP-Ministerpräsident und heutige Vorsitzende der Partei Demokratische Koalition (DK) – derzeit bei ca. 3% der Stimmen – bringt sich abermals als einzig wahrer Oppositionsführer und Wissender um den Weg zum Wahlsieg über Viktor Orbán ins Spiel.

Gyurcsány, zu Gast beim oppositionsnahen Fersehsender ATV und seiner vorwiegend Regierungspolitiker fressenden Olga Kálmán, nahm sich diesmal die Zivilorganisation „Milla“ (eine Million für die Pressefreiheit) vor. Gyurcsány, von Milla in Anbetracht seiner desolaten Regierungszeit ebenso verachtet wird wie Premier Orbán, äußerte bei „Egyenes Beszéd“ (Klartext): „Milla schadet mehr, als sie nutzt, weil sie in den Menschen falsche Hoffnungen weckt.“ Gyurcsány forderte die Menschen auf, nicht als „menschlicher Schmuck“ (biódíszlet) auf der für 23. Oktober, den ungarischen Nationalfeiertag, angesetzten Milla-Kundgebung teilzunehmen. Auf der Kundgebung soll Gordon Bajnai, Gyurcsánys Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, angeblich seine Rückkehr in die Politik verkünden.

Auch die LMP kommt bei Gyurcsány nicht gut weg. Der Ratefuchs unter den Zusehern und Lesern weiß bestimmt, wer sich auf diese Weise zur Wahl empfiehlt…

Ein neuerliches Beispiel für den Realitätsverlust des Ex-Premiers. Nicht Milla, eine der wenigen großen Zivilorganisationen, die einen generellen Politikwechsel wünschen, „schadet“. Sondern er, der es trotz des Umstands, dass er sich während und seiner Regierungszeit sowie danach völlig diskreditiert und dadurch die heutigen politischen Kraftverhältnisse jedenfalls maßgeblich mitverursacht hat. Er, der nach wie vor auf der Bühne verharrt und einer derer ist, die die Verkommenheit der ungarischen Politik verkörpern, ohne auch nur einen kleinen Funken Selbstkritik zu üben. Dass dieser Mann, der durch Besuche in Plattenbauten Volksnähe heuchelt und Hungerstreiks durchführt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, im ORF als Kronzeuge gegen den aktuellen Regierungschef Orbán auftreten darf, ohne auch nur eine kritisch Frage esellt zu bekommen, ist durchaus aussagekräftig.

http://atv.hu/cikk/20121008_gyurcsany_a_milla_tobbet_art_mint_hasznal

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2 Kommentare zu “Gyurcsány: Milla schadet mehr, als sie nutzt

  1. *Dass dieser Mann, der durch Besuche in Plattenbauten Volksnähe heuchelt und Hungerstreiks durchführt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, *
    Ach, er hat noch mehr drauf.
    Most munkába áll.Minden munkafázist kipróbál!
    Ein Foto zeigt ihm beim Zuschneiden von roten Stoff.(evtl Fahnen ür die Zukunft? ) Schließlich muss man ja als Demokrat endlich wissen, wie es sich anfühlt mal „richtig“ zu arbeiten.
    Evtl. schickt er Neupór mal zum Strassekehren?

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