Matolcsy-Paket: Neue Sparmaßnahmen – böser Bube EU?

Wie das Internetportal Index.hu berichtet, hat sich Ungarn zu weiteren Sparmaßnahmen und Belastungen der Steuerzahler entschieden. Wirtschaftsminister György Matolcsy teilte mit, die Regierung gehe – anders als die EU – davon aus, dass auch mit den bisherigen Maßnahmen das Defizitziel erreicht werden könne. In Anbetracht der Zweifel aus Brüssel habe man sich jedoch zu weitergehenden Maßnahmen entschlossen.

http://index.hu/gazdasag/magyar/2012/10/17/367_milliardos_csomag/#

Nach den jetzt beschlossenen Maßnahmen wird u.a. die Bankensteuer im Jahr 2013 nicht (wie ursprünglich geplant) auf die Hälfte reduziert, die Finanztransaktionssteuer steigt von einem Tausendstel auf zwei Tausendstel der Bemessungsgrundlage, ferner wird eine öffentliche Abgabe für unterirdische Leitungen (Strom, Wasser, Abwasser) eingeführt.

 

 

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5 Kommentare zu “Matolcsy-Paket: Neue Sparmaßnahmen – böser Bube EU?

    • Zitat aus dem Index-Artikel: „A pénzintézeti tranzakciós adó egy ezrelékről kettőre nő;“

      Übersetzt: „Die Finanztransaktionssteuer steigt von einem Tausendstel auf zwei Tausendstel“.

      Und ja, Sie Mathe-Leistungskursler: 0,1 Prozent (die Höhe der Bankenabgabe) ist ein Tausendstel. Jedenfalls da, wo ich das Gymnasium besucht habe. Und so lange ein Zehntel von einem Hundertstel (auch ein Prozent genannt) gleich einem Tausendstel ist. Dürfte übrigens EU-weit gelten. 🙂

      • „Drei Tausendstel von 100 000 Forint (HUF) sind 300 000 Forint (HUF), bzw. drei Tausendstel, d.h. 300 Forint. “

        Das habe ich letzten Mittwoch im Budapester Klubrádió hören dürfen. Ich fuhr abends von Budapest nach Szigliget und hörte . wie sich Frau Dr. Katalin Rangos und Frau Zita Mária Petschnig über das von Matolcsy zur Rettung des ungarischen Finanzhaushalts vorgelegte Paket „Széll 2.0“ echauffierten.

        Zitat Dr. Katalin Rangos:
        „Egyébként az emberek leghamarabb azt fogják érezni ebből a dologból, hogy kiveszik a fizetésüket a bankkártyával az autómatából és 100 000 Ft-ról 300 000-et fognak fizetni, illetve 3 ezreléket, azaz 300 Ft-ot fognak fizetni.“

        http://www.penzugykutato.hu/hu/node/3
        http://www.mtv.hu/arckepcsarnok/index.php?_page=adatlap&_id=550

        Ach so, das hätte ich fast vergessen: Nachdem Frau Petschnig sich so richtig heiß geredet hatte, stieß sie sinngemäß noch dieses hier aus:

        Orbán oder Matolcsy holen sich das Geld von denen, die noch etwas haben.

        Jedenfalls müssen Frau Petschnig und Frau Rangos über Matolcsys Promille-Steuer sehr erbost gewesen sein. Beide schienen mir fast von Sinnen. Weil 3 Tausendstel von 100 000 Ft 300 000 Ft sind, d.h. 300 Forint.

        Wer es sich antun will, kann sich den gasnzen linken Schwachsinn ja selbst anhören.

        http://www.klubradio.hu/index.php?id=207%23c

  1. Sorry, ich habe Frau Dr. Rangos falsch zitiert. Sie informierte ihre Hörerschaft über die an den ungarischen Staat abzuführende Transaktionssteuer wortwörtlich so:

    “ ..100 000 Ft- ra 300 000-et fognak fizetni..“

    Im vollen Wortlaut:
    “Egyébként az emberek leghamarabb azt fogják érezni ebből a dologból, hogy kiveszik a fizetésüket a bankkártyával az autómatából és 100000 Ft-ra 300000-et fognak fizetni“

    Was auf Deutsch heißt, dass Ungarn, die am Geldausgabeautomat, in Österreich und der Schweiz: Bankomat 100000 Forint von ihrem Konto abheben, 300000 Forint an den Staat zahlen müssen.

    Wenn ich den IQ eines ungarischen Altkaders hätte, würde ich heute gegen Orbán und Matolcsy auf die Straße gehen. Weil die sich doch das Geld bei denen holen wollen, die noch etwas haben.

    Es tut mir mir noch heute in der Seele weh, dass ich wegen meiner Herkunft aus einem ev. Pfarrhaus – anders als Angela vom roten Kasner – nicht als Kader für den Aufbau des Sozialismus in Frage kam.

    Übrigens bin ich nicht der einzige, der gerne über strategische Altkader spottet, die auf dem Mond leben und die Zukunft Europas vor allem mit ihrer Dummheit gefährden.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article108750638/Viktor-Orban-spottet-ueber-Europas-Mond-Strategie.html

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