Basler Zeitung: Bernhard Odehnal zittert

Der Mitverfasser von „Aufmarsch – Die rechte Gefahr aus Osteuropa“, Bernhard Odehnal, schrieb nachfolgenden Beitrag für die schweizerische Basler Zeitung:

http://bazonline.ch/ausland/europa/Viktor-Orban-schwaermt-von-Blut-und-Boden/story/18370383

Thema: Die „Blut und Boden Rede“ Viktor Orbáns in Ópusztaszer und die angeblich in Zweifel gezogenen Staatsgrenzen.

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6 Kommentare zu “Basler Zeitung: Bernhard Odehnal zittert

  1. Außenminister Martonyi wird bei solchen Gelegenheiten nicht müde zu betonen, dass die Grenzen unverletztlich sind und Grenzveränderungen nicht angestrebt werden. Ungarn hat sich schließlich in mehreren bi- und multilateralen völkerrechtlichen Verträgen dazu verpflichtet. Orbán könnte sich Vorhaltungen wie jene der Basler Zeitung ersparen, wenn er in solchen Reden wie der in Opusztaszer gehaltenen an jene Selbstverständlichkeiten erinnerte. Unterlässt er es, muss er sich mindestens Zweideutigkeit vorwerfen lassen. So wird er den Verdacht nie los, er fische auch in trüben Gewässern und spiele mit rechtsextremen Gedanken.

  2. Stephan Ozsváth vom Bayrischen Rundfunk (BR) hat heute die Ereignisse des Nationalfeiertags für die Tagesschau der ARD kommentiert:
    http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio96816.html

    „Demonstrationen für und gegen Orbans Regierung“. Mein erster Einduck: objektiv, mit Redeauschnitte von Orbán und Bajnai. Es werden Orbán-freundliche und Orbán-kritische Kommentare wiedergegeben.

    Der Redebeitrag von Orbán bezieht sich auf die Europa-kritischen Aussagen:
    „Wir erkennen die Regel der europäischen Zusammenarbeit ab, aber nicht egal wie ausgeklügelt, dass Fremde uns regieren.“

    Hat Herr Orbán eigentlich auch etwas Positives über die EU gesagt. Da wäre doch eine gute Gelegenheit gewesen. Immerhin hat die EU für den europäischen Einigungsprozess den Friedensnobelpreis bekommen.
    Vielleicht kann uns HV aufklären!

    • Szarvasi übersetzt Orbán falsch. Er hat seine Falschübersetzung diesmal als Zitat getarnt. Sein Falschzitat* ist eine Falschmeldung.

      Warum streuen Orbáns „Kritiker“ eigentlich Nachrichten, die mitnichten dem wirklichen Sachverhalt entsprechen, sondern dem, was Orbán tatsächlich sagte, widersprechen?

      Vermutlich können Orbáns „Kritiker“ es nicht besser. Das aber, was sie nicht können, tun sie mit konstanter Bosheit.

      Hier der Abschnitt der europakritischen Rede des ung. Ministerpräsidenten, aus dem seine „Kritiker“ einige Wortfetzen schöpften, um aus diesen Blödsinn zu formen und damit wieder einmal ihren eigenen Schwachsinn zur Schau stellen:

      „Tisztelt Hölgyeim és Uraim!

      Brüsszelben szép számmal találunk olyanokat, akik az európai gazdaság megújítása helyett a megroggyant pénz- és bankkapitalizmusba akarnak újra életet lehelni, akik munkaalapú gazdaság helyett a spekulánsok rendszerét akarják feltámasztani, akik azt akarják, hogy méltányos tehermegosztás helyett ismét csak az emberek viseljék a válság terheit. Ezt nem fogadhatjuk el! Elfogadhatjuk és el is fogadjuk a mindenkire érvényes szabályokat. De nem fogadhatjuk el, hogy mások mondják meg helyettünk, mit tehetünk és mit nem a saját hazánkban. Elfogadjuk az európai együttműködés mindenkire érvényes szabályait, de mi nem fogadjuk el, hogy bármilyen kifinomult módszerrel idegenek kormányozzanak bennünket. Elfogadjuk az európai kultúrnemzetek közös erkölcsi mércéjét, de nem fogadunk el kettős mércét. Elfogadjuk és teljesítjük azokat a kötelezettségeinket, amelyeket Magyarország vállalt, de nem fogadjuk el, hogy a szocialista kormányok hibái miatt az egész országot büntessék Brüsszelben még ma is. Elfogadjuk, hogy az európai intézményeket is megilleti a tisztelet, de nem fogadjuk el, hogy az unió bármely intézménye tiszteletlenül bánjon a magyarokkal.“

      *Das durch Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich gewährleistete Persönlichkeitsrecht schützt auch davor, dass jemandem Äußerungen in den Mund gelegt werden, die er nicht getätigt hat und die seinen von ihm selbst definierten sozialen Geltungsanspruch beeinträchtigen. Ein falsches Zitat kann daher gegen Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG verstoßen. So das OLG Köln – m.V.a. BVerfG NJW 1980, 2070, 2071 – mit Urteil v. 03.07.2008 – Az.: 15 U 43/08

  3. „Wir erkennen die Regel der europäischen Zusammenarbeit ab“
    ab?
    Da könnte doch glatt einer auf falsche Gedenken kommen.;-)
    Aber ist schon ärgerlich, dass mal wieder 150000* für Orban demonstrierten.
    Das wurmt gewaltig.
    *Man darf davon ausgehen, wenn PL das sagt, dann waren es mind. so viele.

    • Wir werden sehen, wie die Rechenbeispiele diesmal aussehen. Teilnehmer einer Pro-Regierungs-Demo zählen bekanntlich nur 1/5 bis 1/10, wohingegen die Anhänger der Opposition, offenbar weil sie bessere Menschen oder (Ungváry) „Europäer“ sind, mit dem fünf- bis zehnfachen Wert gezählt werden. Und dass Pro-Orbán angeblich nur Greise und herangekarrte Idioten vom Land aufmarschieren, aber für die Opposition die Jungen, Intellektuellen und Leistungswilligen, ist ja auch hinreichend bekannt 🙂

      Kein Grund zur Aufregung mehr, man hat sich daran gewöhnt.

    • Danke für den Hinweis: Es heißt in dem Beitrag natürlich: „Wir erkennen die Regel der europäischen Zusammenarbeit an“.

      @P.H.
      „Szarvasi übersetzt Orbán falsch. Er hat seine Falschübersetzung diesmal als Zitat getarnt. Sein Falschzitat* ist eine Falschmeldung.“

      Damit dürfte sich ihr Aufreger erledigt haben!

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