Dankesbrief des israelischen Großrabbiners Yona Metzger an Ministerpräsident Viktor Orbán – deutschsprachige Presse schweigt

Nach Berichten des regierungsnahen Blogs Ferenc Kumin, MTI und der Online-Ausgabe von HVG hat sich der israelische Großrabbiner Yona Metzger in einem Brief an den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán seine „große Anerkennung“ gegenüber dem Regierungschef und seiner Regierung für die mit den ungarischen Juden aufrecht erhaltene „großartige Beziehung“.

http://ferenckumin.tumblr.com/post/34297046301/a-magnificent-relationship

http://www.kormany.hu/en/prime-minister-s-office/news/chief-rabbi-of-israel-expresses-his-appreciation-to-the-prime-minister

http://hvg.hu/itthon/20121015_Orbanert_imadkozik_az_izraeli_forabbi

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48 Kommentare zu “Dankesbrief des israelischen Großrabbiners Yona Metzger an Ministerpräsident Viktor Orbán – deutschsprachige Presse schweigt

  1. Schade, dass solche Ereignisse der deutschen und österreichischen Presse keinen Tropfen Druckerschwärze wert sind (Stand: 26.10.2012, 10 Uhr). Und auch die dpa, die sonst blitzschnell fürchterliche Schreckensmeldungen verbreitet, schweigt. Herr Mayer und Frau Lauer haben offenbar besseres zu tun und suchen nach dem nächsten Turul, der irgendwo in der Pampa eingeweiht wird.

    • Es ist nur eine Frage des Timings. Das Reden hat seine Zeit und das Schweigen hat seine Zeit.

      Wir haben jetzt Oktober.

      Der Sturz Orbáns ist längst überfällig.

      Man kann es nun wirklich nicht Mayer oder Lauer anlasten, dass der Zerfall des bösen Ungarlandes und die Wiederkehr der Lichtgestalt Bajnai als idealer Herrscher aus dem Stamm des Kommunistischen Jugendverbandes, sich verzögert haben.

      Solange die demokratisch eingefärbte Nomenklatura nicht Pressefreiheit, Recht und Ordnung in Ungarn wieder hergestellt hat, wird die Heilsbotschaft des Oberrabbiners Yona Metzger aus Jerusalem von den Weltagenturen mit Recht verschwiegen..

      Ich bin mir darin ganz sicher:

      Sobald das Grab leer ist und die Auferstehung Bajnais als Ministerpräsident und Retter Ungarns gefeiert werden kann, werden Mayer und Lauer auch die Heilsbotschaft aus Jerusalem nicht mehr unterdrücken.

      Alles ist nur eine Frage des Timings. Das Lob des Oberrabiners aus Jerusalem steht noch nicht auf der Agenda.

      Ich wüßte keinen Heiland, der die Auferstehung von den Toten in weniger als drei Tagen hinter sich gebracht hätte.

      Alles braucht seine Zeit.
      Ihr Glaube wird sie retten.
      Amen

      P.s.:
      Bild.de vermeldet heute die Widergeburt von Doro Pesch. Im Mittelalter war sie Magd in Ungarn.
      http://www.bild.de/unterhaltung/leute/doro-pesch/im-mittelalter-war-ich-magd-in-ungarn-26854092.bild.html

      Glauben Sie mir, sehr geehrter HV, alles wird gut. Es ist nur eine Frage des Timings. Das peinliche Verhör Ungarns ist noch längst nicht vorbei. Widergeburt der Knechte ? Mir stößt es jetzt schon auf.
      Es hat am 23. Oktober aber erst begonnen.
      Bis zur Wiedergeburt ist es noch weit!
      Ich kenne außer Pfeifer und Jesus von Nazareth keinen, der das Rad der Geschichte je zurückgedreht hätte.

  2. @HV
    wundert sie das?
    Mich nicht. wird einem Vorsitzenden einer Minderheit (der z.B. in Deutschland lebt ) ein Orden von Ungarn (durch Orban!) überreicht, weil sich derjenige um irgendetwas in Ungarn verdient gemacht hat, wird er von den sog.“Demokraten“
    aus seinen eignenen Reihen auf übelste Art und Weise beschimpft.
    Egal wer auch immer, sobald einer nicht mit den Wölfen heult wird er verunglimpft oder schlimmeres.

    • Es wundert mich nicht. Was mich wundert, ist die Definition von Pressefreiheit, die es offenbar in den Agenturen und Redaktionen gibt. Sie lautet wohl sinngemäß:

      Berichte über diejenigen, die nach unserer Meinung und der Auffassung unserer Quellen böse sind und die wir bekämpfen, nur Schlechtes. Lasse Neuigkeiten, die einen positiven Eindruck erwecken können, weg. Verwirre weder Deine Zuhöher, noch Zuseher oder Leser mit einer differenzierten Betrachtung.“

      Wenn ein Roma sich mit Orbán trifft, wird er zum Quoten- oder Alibizigeuner. Zum Glück erlaubt sich kein deutsches Blatt und ganz gewiss kein Nichtjude, statt vom Quotenzigeuner vom „Quotenjuden“ zu sprechen. Das darf nur Karl Pfeifer, der schon einmal den Begriff des „nützlichen Hofjuden“ gebraucht hat.

      Nachtrag: Und auch Nazivergleiche (etwa der Vergleich der Reform der Invalidenversorgung mit dem KZ-Arzt Josef Megele) dürfen gezogen und somit der Nationalsozialismus verharmlost werden. Aber natürlich nur von linker Seite. Weil die bekanntlich die Redlichkeit für sich gepachtet hat. Sie will, wie jeder (und vor allem sie selbst) weiß, nur das Beste.

      • Machen wir die Gegenprobe:

        Welche ungarische Zeitung hat in den vergangenen Jahren eigentlich darüber berichtet, dass mit Hilfe von Romani Rose und dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, dem Internationalen Bauorden und der ungarischen Organisation Phralipe etliche Häuser ungarischer Roma wieder aufgebaut wurden, die 2008/09 bei Anschlägen zerstört bzw. beschädigt wurden?

        Hier eine Pressemitteilung des Zentralrats vom 14.09.2012: http://zentralrat.sintiundroma.de/content/downloads/presseschau/259.pdf.

        Und welche ungarische Zeitung hat darüber berichtet, dass Herr Rose hierfür unlängst von der ungarischen Regierung einen hohen Orden entgegennehmen durfte?

      • Ich habe nicht besonders intensiv nachgeforscht. Kann schon sein, dass ungarische Zeitungen über diese^^ Dinge berichtet haben. Aber ich glaube nicht so richtig dran. Erklärungen habe ich dafür auch keine, nicht mal irgendwelche Vermutungen. Im Grund möchte ich darauf hinweisen, wie unnatürlich dieser ganze Vorgang ist, und dass es eben auch Gegenbeispiele gibt.

        Diese Oberrabbiner-Debatte weist darauf hin, dass es noch keine Normalität in den ungarisch-israelischen bzw. ungarisch-jüdischen Beziehungen gibt. Kann man sich einen deutschen Regierungssprecher vorstellen, der sich hinstellt und sich beschwert: „Hier, ein Lob für die Bundesregierung aus Israel und keiner schreibt darüber?!“

        Wäre ich Journalist, würde ich den Teufel tun und sofort eine Meldung rausbringen, wenn so ein Schreiben einflattert. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Oberrabbiner glücklich darüber ist, wie sein Brief jetzt instrumentalisiert wird. Aber ich kann gut verstehen, dass der Oberrabbiner diesen Brief geschrieben hat. Wäre ich an seiner Stelle, würde ich auch alles tun, um die ungarische Regierung für mich zu gewinnen. Durch Lob überzeugt man meist mehr als durch exzessiven Tadel. Soviel ist klar.

      • Wenn Sie Journalist wären, würden Sie – wenn Sie so ein Schreiben nicht erwähnen würden – aber hoffentlich auch nicht jede Meldung rausposaunen, die Ungarn in die Nähe des Antisemitismus rückt. Und daher hinken Ihre Vergleiche. Wer Ungarn als antisemitisches Land darstellt und noch so tut, als spräche er auch für die Juden, der könnte auch „altera pars“ präsentieren. Um zu zeigen, dass das Leben etwas komplizierter ist. Über Budapest schwirren eben keine Schwärme blutrünstiger Turuls.

      • Wenn ich Journalist wäre, würde ich jetzt versuchen herauszufinden, was eigentlich der Anlass für das Schreiben des Oberrabiners war, ob er vielleicht auf einen früheren Brief aus Budapest geantwortet hat, ob er mit der Veröffentlichung seines Schreibens einverstanden war, was außerdem in dem Brief stand neben dem, was die ungarische Regierung daraus veröffentlicht hat. Warum stellt niemand diese Fragen?

        In der Tat würde ich mich beim Thema „Antisemitismus in Ungarn“ bemühen, „altera pars“ zu zeigen. Ich würde aufschreiben, wie sich diese Regierung im Bereich der ungarisch-jüdischen Beziehungen aktiv um ihr Image bemüht. Ich würde auch analysieren, wie sie dabei — wie z.B. mit dieser Brief-Veröffentlichung — bisweilen etwas holzbeinig agiert. Aber ich würde trotzdem die insgesamt gute Absicht anerkennen. Denn an jedem Bekenntnis, das die Regierung zu einem gedeihlichen Zusammenleben von jüdischen und anderen Ungarn abgibt, kann man sie später auch messen.

      • @ungarnfreund, der mit Adlerauge Holzbeinigkeit zu erspähen vermag und den Brief unter mindestens 32 Gesichtspunkten ausserordentlich kritisch hinterfragen würde, am liebsten aber, wenn ich es recht verstehe, gar nicht veröffentlicht sähe – ich mag ja betriebsblind sein, aber dieser Brief liest sich für mich so,als sei er von vornherein zur Veröffentlichung bestimmt gewesen, als sei das sein eigentlicher Zweck. Was ist dann holzbeinig an der Veröffentlichung? Übrigens zuerst , soweit ich sehe, durch den Kumin-Blog.

        @Hr. Pfeifer – Die seltsame Bemerkung mit den Aschkenazis habe ich nicht verstanden. Oder leider doch? Sind Ashkenazis Ihnen zufolge keine reinrassigen Juden und daher nicht verlässlich? Konvertierte Kazaren am Ende, ursprünglich aus dem heutigen Aserbaidschan?

      • Nein, ich bin nicht gegen die Veröffentlichung des Briefs (oder von Teilen davon) durch die ungarische Regierung. Aber ein paar Kontextinfos hätte ich schon gern dazu gehabt. So nackig ohne Erklärung wirkt es bloß wie ein Geschenk für die PR-Maschine Kumins und seiner Leute.

        Danke, dass Sie auf Kumins Seite verwiesen haben. Jetzt, wo der Link wieder funktioniert, habe ich dort noch einmal nachlesen können. Mit meinem Adlerauge habe ich dort gleich einen Satz gefunden, den man hinterfragen muss:

        „Our parliament, under the current government, also adopted a law that criminalizes Holocaust denial.“

        Dazu sage ich ganz holzbeinig: Das ist so nicht richtig. (Das von Herrn Kálnoky gern verteidigte Wort „Lüge“ möchte ich in solchen Zusammenhängen weiterhin nicht gebrauchen, obwohl die Versuchung groß ist.) Das entsprechende Gesetz wurde nämlich bereits 2010, in der Regierungszeit von Ministerpräsident Bajnai von den Sozialisten eingebracht und verabschiedet. Fidesz hat es damals nicht unterstützt.

        Nach dem Machtwechsel hat die derzeitige Regierung vielmehr ihrer Ideologie entsprechend das Wort „Holocaust“ durch „nationalsozialistische Verbrechen“ (wer will kann hieraus lesen: deutsche Verbrechen, schließlich waren die Horthys dieser Welt keine Nationalsozialisten) ersetzt und in einem Atemzug mit kommunistischen Verbrechen genannt.

        Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin nicht per se gegen ein Verbot der Leugnung von linker und rechter Gewalt. Aber ich stimme jenen zu, die wenigstens zwei getrennte Sätze erwartet hätten. So viel Symbolik muss auch im Strafgesetzbuch sein. Der ungarische Holocaust und der Rakosi-Terror stehen weder quantitativ noch qualitativ auf einer Stufe. Das mögen einige Leser für eine starke Ansage halten, aber dazu stehe ich.

      • @ungarnfreund: Natürlich ist es ein PR-Geschenk, und wird entsprechend ausgeschlachtet. Insofern ist die einzig interessante Frage: Was hat Fidesz wohl richtig gemacht, um das Geschenk zu verdienen? Eine antisemitische Politik oder auch nur Toleranz wird sicher nicht mit solchen Briefen belohnt.

        Insbesondere die wirtschaftlichen Beziehungen mit Israel haben sich in letzter Zeit sehr gut entwickelt, inkl. beträchtliche israelische Invesitionen in Ungarn unter Fidesz.

      • Ich erinnere mich an Meldungen über Aufforderungen hochrangiger ungarischer Regierungsvertreter an die rund 200.000 Israelis ungarischer Herkunft, doch von den neuen Möglichkeiten zum vereinfachten (Wieder-)Erwerb der ungarischen Staatsangehörigkeit Gebrauch zu machen. Schon damit war für mich klar, dass dies keine antiisraelische oder antisemitische Regierung sein kann.

        Seit einiger Zeit, tritt sie entsprechenden Verdächtigungen mit Worten und Taten entschlossen entgegen. Ich möchte behaupten, dass die ungarische Regierung in den letzten zwölf Monaten auf jeden einzelnen antisemitischen Vorfall unmissverständlich reagiert hat. Letztes Beispiel: eine Presseerklärung, mit der das Außenministerium die Verbrennung einer israelischen Flagge am Nationalfeiertag (23.10.2012) verurteilte.

        Mit Investitionsströmen ist es hingegen so eine Sache: Regierungshandeln ist hier oft nur schmückendes Beiwerk. Wenn sich da interessante Zahlen finden lassen, würde ich das nicht unbedingt auf besonders gute politische Beziehungen zurückführen.

  3. Interview mit Helen Feng;
    „Mit welchem Bild Chinas werden Sie konfortiert, wenn Sie in den USA oder Europa auf Tournee sind?
    Was mich stört ist, dass in den westlichen Industriestaaten ausschließlich negativ über China berichtet wird. Wenn es Positives zu vermelden gäbe, wird das nicht getan. Wenn Negatives vermeldet wird, wird zumeist unreflektiert und monokausal berichtet.“

    Kommt es ziemlich bekannt vor, oder ?

    • Aufpassen, Herr Jung, wenn China und Ungarn in einem Atemzug genannt werden, weckt das die unterschiedlichsten Assoziationen. „China und Ungarn gemeinsam gegen die westliche Presse“, das wäre keine sehr hilfreiche Schlagzeile. Die meisten Leser würden darunter eine konzertierte Aktion gegen die Pressefreiheit vermuten. Russland oder diverse afrikanische Staaten haben ähnliche „Probleme“ mit der westlichen Presse. Das ist alles keine gute Gesellschaft für Ungarn.

      • Ich wollte lediglich nur die Parallelen und Mechanismen zeigen, sonst nichts,
        und bin sicher dass die Mehrheit auch so verstanden.

  4. MIt dem Turulvogel und dem Segen des aschkenasischen israelischen Oberrabbiners kann schon nichts mehr schiefgehen.
    Die Sonne geht im Osten auf. Z.B. in Baku.

    • Früher oder später wird man bemerken, was sich als die bessere Alternative herausstellen wird:ein Turul oder eine Lùdmilla.

      • Dank HV’s fiesem Gänsemarschbild habe ich jetzt kapiert, was Turó Rudio eigentlich mit seiner „Lúdmilla“ meinte. Für die, die es noch nicht verstanden haben: „Lúd“ heißt Gans. Bajnais Gegner behaupten seit Jahren, Bajnai habe einst der ungarischen Geflügelindustrie Schaden zugefügt und mehrere Geflügelbauern in den Selbstmord getrieben. Ich halte das nach wie vor für hundsgemeine Propaganda. Aber manche können offenbar drüber lachen. Ach ja, und Milla ist eine Anti-Orbán-Protestbewegung. So, sieht sie aus, die ungarische Diskussionskultur.

      • „Lúdmilla“ sagt mehr als tausend Worte! Ungarnfreund mag es drehen und wenden!
        Sein Bajnai ist im Rohr krepiert.

    • Das ist richtig,

      „de ez nem jelenti azt, hogy a mindenkori kormánynak nem kell fellépnie a szélsőjobboldali parlamenti pártokkal szemben.“

      [Ilan Mor]

      • Ich hoffe, dass auch die israelische Regierung gegen rechtsextreme Parteien im Knesset energisch auftritt. Oder ist das zuviel verlangt?

      • Gewagte These: Vielleicht verstehen sich die Regierungen Orbán und Netanjahu deshalb gut, weil beide von rechten Hardlinern geprägt werden?

      • Und das soll die israelische Regierung blind gegenüber dem (angeblich) grassierenden Antisemitismus in Ungarn machen? Eine aberwitzige These.

        Viel wahrscheinlicher ist, dass man in Israel die Lage durchaus realistisch einschätzt, die Probleme zwar sieht (vgl. die Rede Ilan Mors), aber die groteske Überzeichnung der hiesigen Alarmisten als das identifiziert, was es ist: Wahlkampf für MSZP und die letzten Reste des SZDSZ.

      • Die israelische Regierung weiß genauso gut wie Sie und ich, dass die ungarische Regierung keine antisemitische ist. Alle anders lautenden Anschuldigungen sind gegenstandslos. Was man aber nicht vom Tisch wischen kann und kritisieren muss, ist Folgendes: die mit Umfragen belegte weite Verbreitung antisemitischer Vorurteile in der Bevölkerung gepaart mit einem unterentwickelten Verständnis für Ungarns Rolle im Holocaust, die zweifelhafte Gesinnung einiger parlamentarischer Hinterbänkler auch aus dem Regierungslager, das Hofieren fragwürdiger historischer Figuren durch führende Politiker (nicht wegen deren antisemitischer Gesinnung, sondern dessen ungeachtet). Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, diese Regierung weiter zu engagiertem Einsatz gegen Antisemitismus aufzufordern sowie bereits laufende Initiativen in dieser Richtung anzuerkennen und die Regierung in ihrem Kurs zu bestärken.

  5. @ungarnfreund
    https://hungarianvoice.wordpress.com/2012/10/26/dankesbrief-des-israelischen-grosrabbiners-yona-metzger-an-ministerprasident-viktor-orban-deutschsprachige-presse-schweigt/#comment-10781

    Nun ein wenig googeln hätte gezeigt, dass die ung. Zeitungen sehr wohl darüber berichtet haben.
    Ich finde es auch besser so, dass man es nicht an die grosse Glocke gehängt hat, weil ansonsten die Beschimpfungen gegen Rose wohl noch schlimmer ausgefallen wären
    Ich wiederhole mich gerne nochmal:
    …wird einem Vorsitzenden einer Minderheit (der z.B. in Deutschland lebt ) ein Orden von Ungarn (durch Orban!) überreicht, weil sich derjenige um irgendetwas in Ungarn verdient gemacht hat, wird er von den sog.”Demokraten”
    aus seinen EIGENEN Reihen auf übelste Art und Weise beschimpft.
    Egal wer auch immer, sobald einer nicht mit den Wölfen heult wird er verunglimpft oder schlimmeres.

    Ansonsten hatte ich mit Absicht auf Kommentare bezüglich Großrabbiners Yona Metzger gewartet.Meine Bemerkung wäre wohl in etwa so ausgefallen.Was er sich wohl wird anhören müssen und siehe, sie sind genau so ausgefallen, wie ich erwartete, dass sie ausfallen würden.

  6. @Ungarnfreund
    . Aber ein paar Kontextinfos hätte ich schon gern dazu gehabt. So nackig ohne Erklärung wirkt es bloß wie ein Geschenk für die PR-Maschine Kumins und seiner Leute.*
    Na, das ist doch ganz klar, der Rabbi wird dafür bezahlt!!
    Muss man ja einfach nur so in der Amerikai népszava nachlesen.
    Tropft nur so vor Häme und solche Schreiberlinge trauen sich Worte wie Antisemitismus und Rassimus noch auszusprechen.
    Ich werd gleich k….rank.

    • Die Amerikai Népszava lese ich bislang nicht. Aber vielleicht sollte ich mal damit anfangen?

      Ich vermute, Herr Pfeifer wollte uns mit seinem Einwurf lediglich sagen: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Die Frage, ob Askenasim oder Sephardim „jüdischer“ sind, wurde von Herrn Pfeifer meines Erachtens nicht aufgeworfen. Wäre auch ein wenig an den Haaren herbeigezogen.

      Alles was ich dazu sagen würde, ist Folgendes: Der sephardische Oberrabbiner von Israel trägt definitiv die interessantere Berufskleidung. Allerdings wundert es mich nicht, dass sich der askenasische Oberrabbiner von Israel stärker für Ungarn interessiert als sein sephardischer Kollege. Wer möchte, kann hier die Geschichte vom letzten sephardischen Stiebel in Budapest nachlesen: http://www.168ora.hu/itthon/zsido-haszid-szefard-imahaz-shtiebel-tora-zsinagoga-teleki-ter-102542.html.

  7. Über diesen Brief des aschkenasischen Oberrabbiners hat keine israelische Zeitung berichtet. Der Brief wurde auch nicht in Faksimile publiziert.
    Aber jetzt kann in Ungarn nichts mehr schief gehen. Orbán-Matolcsy werden wahrscheinlich bis 2025 Ungarn mit ihrer Wirtschaftspolitik beglücken.
    Und wie der Oberrabbiner prophezeit, werden die Ungarn glücklich und zufrieden sein.

  8. Koll Kálnoky,
    leider habe ich, da ich im Ausland bin und intensiv an einem Text arbeite, Ihre Frage übersehen.
    Israel hat einen aschkenasischen und einen sefardischen Oberrabbiner .In jedem anständigen Lexikon werden Sie die Erklärung für aschkenasisch und sefardisch finden

    • Der PL passt unabhängig von der Sprache, in der er veröffentlicht wird, prima in die von Parteilichkeit und Grabenkampf-Mentalität geprägte ungarische Presselandschaft. Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Das sind wir uns, glaube ich, einig.

      • Schön, das wir uns wenigstens ab und an mal einig sind, 😉
        Ist doch schon ein Anfang.
        Mein grösstes Problem bei der ganzen Diskussion(und das meine ich jetzt allgemein) ist immer die doppelte Moral
        Da streicht ein Diskutant ganz besonders heraus, dass der Lobesbriefschreiber ein
        aschkenasischer Rabbiner ist.
        Frage 1. Ist der minderwertiger als sein sephardischer „Kollege“ ?
        oder
        man stelle sich vor ich hätte irgendwo betont das ein aschkenasischer Rabbiner irgendwas gemacht, getan oder gesagt hätte.
        Wäre mir da nicht sofort angekreidet worden, dass ich das „aschkenasische“ extra betont habe und somit nichts anderes sein kann als ein Antisemit ?
        und so zieht sich das wie ein roter Faden durch die „Diskussionkultur“
        (oder Nicht-Kultur)
        Deren Beispiele gäbe es noch eine Menge
        aber da bin ich mal wieder vom Thema abgekommen.
        HV wird mir bald die rote Karte verpassen.

    • Werd mir ganz sicher das Buch von Spiró kaufen, schon um mal zu sehen, wie es denn im Deutschen mit seiner gewählten Ausdrucksweise ausschaut.

    • Na so was! Pfeifer macht Werbung für Lendvai!
      Mich hat die Nachricht fast vom Hocker stürzen lassen! Die „konservative“ Die Presse berichtet „brandaktuell“ über das epochale Ereignis.

      (Der ORF berichtete am 29. Sept. 2012 darüber: http://wien.orf.at/news/stories/2551698/

      Der Kurier am 8. Sept. 2012 mit Bild von Lendvais letzter Schönheit : http://kurier.at/nachrichten/4511342-lendvai-kampf-gegen-dummheit-dauert-ewig.php

      Und ganz Ösaterreich weiß es seit dem 12. Juni 2012
      http://www.buecher.at/show_content.php?sid=122&detail_id=5901

      Was mich viel mehr interessieren würde, ist, woher Lendvai das Geld für seine Verlagsgründung herhat.

      Aus Zypern oder aus Singapur? Oder hat er wie Sterntaler aus dem Märchen der Gebrüder Grimm, dem Vater und Mutter gestorben war, ’nen Goldregen erwischt? Seine Rente wird die Kosten für eine Verlagsgründung ja kaum hergeben. Und auf Schleichwerbung durch Herrn Pfeifer bei Hungarian Voice kann Lendvai seine tolle Geschäftsidee ja auch nicht aufbauen.

      Danke, Herr Pfeifer. Sie haben mich fürs erste von Lúdmilla abgelenkt. Nur die HVA, die will mir nicht aus dem Kopf. Was meinen Sie, Herr Pfeifer, hatte der politische Geheimndienst ’ne Dependance in Wien? Wo doch Wien während des Kalten Krieges so eine Art Drehscheibe für dubiose Machenschaften der Ost-Dienste war.

      Wohin sind sie geblieben?

  9. PH erklären Sie uns welche Gründe ein Geheimdienst haben könnte ein Buch von Parti Nagy oder Spiró zu veröffentlichen. Haben Sie diese Info direkt vom Turul Vogel oder vom Schamanen, der die Krone im Parlament gesegnet hat?

  10. Mich würde auch interessieren, weshalb man eine nach dem ungarischen Schriftsteller Józsi Jenő Tersánszky benannte Straße umbenennen will.
    Meines Wissens war Tersánszky kein Kommunist. Böse Zungen behaupten, man will dies tun, weil er 1944 einige Juden gerettet hat. Das kann ich nicht glauben.
    Éva Balogh hat darüber geschrieben, aber auch in ungarischen Medien las ich darüber.
    http://hungarianspectrum.wordpress.com/2012/10/29/adventures-of-misi-the-squirrel-an-interesting-interpretation/

  11. Ich mein, wenn das so ist, wie böse Zungen behaupten, dann würde ich doch mal hinterfragen (evtl Frau Balogh? ) wieso man dann einen Abschnitt einer Strasse in Budapest in Teller Ede utca umbenennt?
    Ich mein ja nur..

  12. Turó Rudi
    Frau Balogh ist keine böse Zunge. Ich gab das URL an, so dass Sie nachlesen können, was sie geschrieben hat.

  13. Mich würde interessieren, warum Pfeifer dieses Forum immer wieder nutzt, um Zweifel zu säen, wo keine Unschuld ist.

    Der Habicht rupft den Aar?

    • Tersanszky erreicht an der völkisch Skala von M Marsovszky 8 von 10 Punkten. Ich habe keinen blauen Schimmer warum die Strasse umbenannt wird, aber wenn die Strasse jetzt auf Tersanszky getauft wäre, würden Sie, Herr Pfeifer, und natürlich auch Frau Balogh noch mehr empört sein.

  14. Meinen sie, Karl Pfeifer, die Budapester treibt der Vernichtungswille?
    Mir fällt bei Ihnen immer der Song von Konstantin Wecker ein, den Sie sich als Verfechter des Wahnsinns ruhig mal anhören sollten.

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