Brüller des Tages: Friedensmarsch für die künftige Regierung Bajnai

Wie zuverlässige Quellen aus Ungarn berichten, wurden aus Anlass der Ankündigung des ehemaligen (und zukünftigen?) Ministerpräsidenten Gordon Bajnai vom 23.10.2012, wieder die politische Bühne zu betreten und daran mitzuwirken, das „Regime Orbán“ abzulösen, im ganzen Land spontan Friedensmärsche abgehalten. Einer der hoffnungsvollen Teilnehmer spielte Hungarian Voice dieses brandaktuelle Foto zu:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: dunaharasztima.hu

 

 

 

 

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108 Kommentare zu “Brüller des Tages: Friedensmarsch für die künftige Regierung Bajnai

    • Mit Verlaub, das ist vollkommener Unsinn. Ich bezeichne so etwas als Humor. Über den kann man lachen, oder es lassen. Aber wer hier den Vorwurf des Antisemitismus erhebt, macht sich lächerlich. Vor allem dann, wenn er (bzw. sie) sich als Expertin zum Thema darstellt.

    • Wer in seiner „wissenschaftlichen“ Arbeit den Holocaust »transzendental ideal« setzt, wird am Ende auch noch den »Antisemitismus« seiner Hauskatze untersuchen müssen. Dabei ist es doch so einfach: Entweder hat man ’ne Katze oder ’nen Vogel. Beides auf einmal geht einfach nicht. Es sei denn, man ist Kulturwissenschaftler und hat den Verstand verloren.

      • Grörgy Dalos nennt so etwas Spott ohne Humor.

        Apropos, wie Staatssicherheit und die aus den kommunistischen Geheimdiensten hervorgegangenen Netzwerke funktionier(t)en: Der frühere Marxist Siegmar Faust, der nach einer Intervention Robert Havemanns bei Erich Honecker infolge „guter Führung“ bei staatsfeindlicher Hetze aus den Kerkern des früher real existierenden Sozialismus vorzeitig freigelassen und sich als „Oppositioneller“ in das nicht sozialistische Operationsgebiet schleusen ließ, i -die Abteilung XV lancierte zur Glaubhaftmachung Berichte darüber in der Ilustrierten Stern – ließ seine Bücher im Westen von Gero Hilliger und einem anderen Stasi-IM karikieren, (Dalos, der sich laut Konrád in seinen Erinnerungen über die Staatssicherheit als Seiltänzer zwischen Ironie und Melancholie bewies, beschreibt in seinem Roman „Die Balatonbrigade“ jene Not, in die soche Geheimdienstler wegen ihrer prallen Töchtern geraten konnten.) Faust z.B. verwertete die Tochter seines Karikaturisten und Stasi-Mitarbeiters temporär sogar als Ehefrau. Über die Schwierigkeiten, mit Töchtern von kommunistischen Geheimdienstlern Höhepunkte zu erreichen, wird in der einschlägigen Aufarbeitungsliteratur immer wieder berichtet.)

        Fazit: Wer sich einmal im Netzwerk verfangen hat, findet Hohn und Spott nur dann lustig, wenn er ihn mit seinen Feinden selber treibt.

        Anmerkung: Siegmar Faust veröffentlichte seinen Sarkasmus (Ich muss hiere raus!) im Verlag Klaus Guhl, Berlin, Dalos seinen „Archipel Gulasch“ im Rotbuch-Verlag.

    • Mit Verlaub, das ist Antisemitismus:
      „Köves Slomo minden nyilatkozata azzal kezdődik, hogy Franciaországban nagyobb az antiszemitizmus, mint Magyarországon“
      Aber Antisemitismus ist immer das was mal gerade selber so in den Kram passt.

    • Magdee, Du hast recht,
      ich kenne z.B. eine der Marschgänse persönlich (die vorne ganz links), sie ruft immer Gaa-Gaa-Gabor VONA und zeigt ein angstverzerrtes Gesicht. Sie hat vor, sich als Wildgans zu registrieren und in diesem Herbst gen Süden ziehen. Sie sagt: „Mir gefällt es in Ungarn nicht, meine Urgrosseltern sind auch nicht von hier, ich ziehe fort.“
      Wie??? schade! Ob auch die anderen Gänse so denken? Was wird mit uns, wenn die Gänse Ungarn verlassen?
      Derzeit aber keine Bange, Du siehst es selbst: Die 10.000 Gänse sind im Kommen.

  1. Häh, das ist ziemlich fies, aber was ist denn daran Antisemitismus?

    Ich erinnere mich an Behauptungen, Bajnai habe einst als Wirtschaftskapitän der ungarischen Geflügelindustrie geschadet. Etliche Geflügelbauern hätten deshalb sogar Selbstmord begangen. Ich hielt das immer für besonders böswillige Propaganda von Bajnais politischen Gegnern (oder, wir reden ja über Ungarn: von seinen Feinden). So richtig lachen kann ich deshalb nicht über das Gänsebild.

    • Ungarnfreund hält die Berichte über frühere Suizide einiger, ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubten ungarischen Gänsezüchter für „besonders böswillige Propaganda von Bajnais politischen Gegnern“!

      In Anlehnung an Arthur Schopenhauer, der uns in einem Vorgriff auf die Welt der Ungarnfreunde bereits vor mehr als hundert Jahren die Vorstellung von Wolkenkuckuckseim bescherte, fehlt m.E. nur der Wille, sich einzugestehen, dass der von den Medien hochgejubelten Bajnai mehr ein Produkt des Willens der Orbán-Gegner, mitnichten aber die Ausgeburt der Sehnsucht eines – vom Pester Lloyd als gackernder Hühnerhufen bezeichneten – „demokratischen“ Opposition ist, die nach dem Erlöser schreit.

      Wenn in der ungarischen Gesellschaft seit 20 Jahren kein Konsens darüber besteht, wie sich das Land noch mehr zugrunde richten ließe, so wäre Bajnai zumindest in diesem Punkt ein echter Fortschritt. Diesen verdanken wir m.E. den Ungarnfreunden, egal ob sie das »Hosianna!« und morgen ihr »Kreuzige ihn!« aus „Wolkenkuckucksburg“, aus „Kuckuckswolkenhof“, aus „Wolkenkuckucksheim“ oder gar aus „Gänseseelenwolkenrupf“ nach Ungarn senden.

      Wer meint, dass die Wolkenkuckucksheimer mit Bajnais Brandrede einen Brückenkopf über den tiefen Graben schlagen konnten, der die politischen Lager in Ungarn trennt, muss wirklich einen an der Waffel haben, lieber Ungarnfreund!
      Ich bin beim Hören seiner Rede zweimal eingenickt.

      • Herr Herche,

        in der Tat wäre mir ein Kandidat Bajnai lieber als Orbán, Mesterházy oder Gyurcsány. Bajnai ist meiner Meinung nach besonnener als Orbán, kompetenter als Mesterházy und glaubwürdiger als Gyurcsány. Aber das alles spielt in diesem Thread keine Rolle.

        Es geht vielmehr um die unsägliche Behauptung seiner Feinde, zu denen Sie offenbar gehören, Bajnai habe Menschen in den Selbstmord getrieben. Wenn Sie dafür Belege habe, packen Sie die bitte auf den Tisch. Diese ungeheuren Anschuldigungen stehen meines Wissens unbewiesen im Raum. Deshalb sind all diese Gänse-Assoziationen absolut neben der Spur.

        Auf der anderen Seite habe ich keinen blassen Schimmer, was in dieser Debatte der Vorwurf des Antisemitismus zu suchen hat.

      • @ Ungarnfreund: Was hat die Gänse-Assoziation mit der „ungeheuren Anschuldigung“ zu tun, Bajnai habe Menschen in den Selbstmord getrieben? Jeder sieht in Abbildungen das, was er sehen will. Sie sehen Vorwürfe des In-den-Selbstmord-Treibens, Frau Marsovszky sieht gar Antisemitismus. Beides sind Ihre Deutungen, nicht mehr und nicht weniger.

        Ich sehe eine witzig gemeinte Anspielung auf seine Rolle als CEO eines in den Konkurs gegangenen Betriebs für Geflügelverarbeitung und -vertrieb. Und für das Protokoll: Die Anschuldigung, Bajnai habe Menschen in den Selbstmord getrieben, habe ich nie erhoben.

      • HV, Ihre Protokoll-Anmerkung ist richtig. Trotzdem geht es nicht nur darum, dass Bajnai für die Pleite eines Geflügelbetriebs verantwortlich sein soll. Die — in der Tat von Ihnen so nicht erhobenen –Vorwürfe gehen viel weiter. Aufgrund von Bajnais angeblichen Fehlentscheidungen sollen mehrere Geflügelbauern Selbstmord begangen haben. Das Argument wurde von Fidesz-nahen Kreisen schon anlässlich seiner Regierungszeit 2009/2010 benutzt. Geben Sie einfach mal „Bajnai“, „lud“ oder „liba“ sowie „öngyilkossag“ bei Google ein; dann finden Sie jede Menge Artikel. Eben weil diese weitergehenden, unbewiesenen Anschuldigungen im Raum stehen, finde ich die Bajnai-Gänse-Assoziationen insgesamt geschmacklos.

      • @Ungarnfreund
        Es gab so eine Debatte in Österreich im Zusammenhang mit dem Pfeifenberger-Skandal. http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Pfeifenberger

        Ich werde mich hüten, zu behaupten, dass Bajnai irgend jemand in den Selbstmord getrieben hat. Ich weiß, dass Sie sich für sehr klug halten. Die Klugheit tröpfelt geradezu aus Ihren Werken. Aber wer auf Dummenfang ausgeht, muss es auch aushalten, wenn sein Netz leer bleibt.

        Andererseits möchte ich Sie fragen, ob Sie anzweifeln, dass es unter den durch dubiose Konkurse damals ihrer wirtschaftlichen Existenz beraubten ungarischen Gänsezüchtern Suizide gab?

    • Ziemlich fies?

      In Spanien setzen Banken die Zwangsräumungen aus. Ich finde das im Sinne von U-Freund ziemlich fies.

      Wie kann man nur den Banken Selbstmorde von Leuten anhängen, die dem Fortschritt nicht gewachsen waren und ihre Raten nicht bezahlten.

      „Mit Verlaub, das ist Antisemitismus. So kann man gegen “Feinde” mobilisieren.“

      Ziemlich fies!

      (In Portugal gingen am Wochenende wegen des Sozialabbaus selbst die Soldaten auf die Straße und protestierten, indem sie schwiegen. Aber in Ungarn scharen sich die Gänse um Pleitiers und schnattern, weil sie lieber auf die Halsabschneider als Erlöser vom Regime-Orbán setzen.)

  2. Liebe Frau Marsovsky, was hat ein Gaensemarsch mit Antisemitismus zu tun, ist e keine Übertrebung? Langsam wenn jemand Atem holt, wird mit Antisemitismus angeklagt. Meine Meinung nach ist es schon Antimagyarismus.
    Wir Ungarn sind auch Menschen, glauben Sie es, oder nicht, und wir sind nicht blöd und auch sehr sensibel, besonders in unser Land, Ungarn. Seien Sie bitte nicht so feindselig, es schadet Ihnen und uns auch. Vergeblich lügt man, es waren eine halbe Million Menschen für die jetztige Regierung auf der Strasse, und ein paar tausend für die Gegenseite. Kennen Sie das Sprichwort: hazug embert hamarabb utolérik, mint a sánta kutyát.

    • Nun bisher wohl nichts, aber da Frau Marsovszky sich nicht bremsen konnte, wird sich jetzt wohl doch jeder fragen, was das Eine mit dem Anderen zu tun hat und sich informieren.
      ..und es wird sich der „aha-Effekt“ einstellen.So kann man etwas, was nicht bekannt ist auch ins Gerede bringen, aber leider beschleicht mich die Vermutung, dass das so gewollt ist, denn die Antisemitismus-Keule macht sich immer gut.

      • „…die Antisemitismus-Keule macht sich immer gut.“
        Und manch eine(r) in Deutschland und Österreich lebt davon auch ganz gut.

      • Also stellen wir mal die Frage: Ist Bajnai Jude? Mir wäre das neu. Es änderte jedenfalls nichts daran, dass diese Gänsestory nichts mit Antisemitismus zu tun hat. Hier geht es um den Vorwurf ökonomischer Fehlentscheidungen mit tragischen Folgen und um die Instrumentalisierung dieser Dinge zu politischen Zwecken. Einen besonderen Bezug zum Judentum kann ich nicht erkennen. Es wird also in der Tat langsam Zeit, dass sich Frau Marszovsky erklärt.

      • Ungarnfreunds provokative Frage, ob Bajnai Jude sei, verletzt Anstand und Sitte? Die Frage stellt sich nicht. Sie ist eines der Ablenkungsmanöver, wie wir sie von Pfeifer und Marsovszky zur Genüge kennen.

        Aufzuklären sind ganz andere Sachen.

        In welche Steueroasen hat die Nachfolgepartei über Scheinfirmen Geld geschafft? Wurden/werden die Auslandskonten für den Wahlkampf angezapft?

        Wie finanziert sich die ungarische Intelligenzija seit der Transformation im Operationsgebiet?

      • Die „rote Fini“ war nur die Spitze des Eisbergs. Wenn Sie wüßten, was ich weiß …

        ( ! )

        Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat. Im Interesse des inneren Friedens geht Täterschutz immer vor Opferentschädigung!

  3. Ein netter, aber zugleich plumper Versuch abzulenken, Herr Pfeifer.

    Ich würde mich – wie auch andere Kommentatoren – eher für die Erklärung Ihrer bevorzugten Antisemitismus-Expertin interessieren, weshalb der o.g. Beitrag als Antisemitismus anzusehen ist. Bleiben wir lieber beim Thema. Schließlich ist der Vorwurf der Judenfeindlichkeit ein gravierender. Ich lasse mir so etwas nicht unterjubeln und will auch nicht, dass abgelenkt wird.

    Wann dürfen wir mit der Erläuterung rechnen, Frau Marsovszky?

    • P.H. macht sich wieder einmal laecherlich. Archipel Gulasch ist nicht im Rotbuchverlag erschienen sondern in der Edition Temmen, 1986

      HV ich bin nur zustaendig fuer meine eigenen Postings.

      • Sie desinformieren, Herr Karl Pfeifer, Ihre Gläubigen wieder einmal. Der Bremer Buchverlag Edition Temmen wurde1987 gegründet. „Archipel Gulasch“ von Dalos war schon 1986 erschienen.

        Aber was tut es zur Sache?

        Dalos wird auch vom Rotbuch verlegt. Der Verlag gehört zur Eulenspiegel Verlagsgruppe.

        Wo sind die SED Millionen hin? Wo sind sie geblie-hieben?

        Wer wird es je verstehn!

    • Abgesehen davon: Das Gesetz spricht nicht von der Verleihung der Staatsangehörigkeit. Es geht um Aufenthaltsrechte und wirtschaftliche Betätigung. Aber nochmals: Nette Parole zur Ablenkung.

  4. Samstag Abend bin ich in Budapest durch die Király utca spaziert und dachte, ich bin in Jerusalem. Ich habe nur ortodoxe Juden mit Kipa und Pajesz gesehen, die friedlich auf die Strassen gelaufen sind, einige gerade mit grossen Reisestaschen angekommen. Wenn in Ungarn eine so ungeheure Antisemitismus regiert, warum und wie leben in Zentrum von Budepest die Juden in solchem Frieden, die haben nicht einmal ungarisch gesprochen, und niemend hat die geschimpft oder angespuckt. Worüber sprechen diejenige, die über Antisemitismus in Ungarn sprechen. Oder vermissen und provozieren Sie es?

    • Es gibt wohl in der Tat wenig tätliche Übergriffe, was vielleicht auch daran liegt, dass die äußerlich als Juden erkennbaren Menschen in Ungarn eine wirklich kleine Minderheit sind. Die wichtigsten Probleme sind die Friedhofsschändungen sowie Hassreden und Beleidigungen, v. a. im Internet, und die laut Umfragen weit verbreiteten Vorurteile in der Mehrheitsbevölkerung. Damit kann man natürlich leben und irgendwie zurechtkommen, aber akzeptieren muss man es nicht.

      Die Regierung sollte die Probleme weiterhin benennen und aktiv bekämpfen. So gewinnt sie Glaubwürdigkeit. Durch Abstreiten oder Mit-dem-Finger-auf-die-anderen-Zeigen würde sie nicht weiterkommen. In Deutschland haben wir einen Expertenkreis beim Bundesministerium des Innern, der sich mit der Problematik befasst: http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/PolitikGesellschaft/PolitBildGesellZusammen/Expertenkreis/expertenkreis_node.html. Sicherlich könnten sich die Experten auch international austauschen und voneinander lernen.

  5. P.H. Wenn ich wieder in Wien bin scanne ich das Impressum des Archipel Gulasch und sende es HV damit man sieht, das Buch wurde 1986 vom Temmen Verlag herausgegeben.
    ildiko-fruzsina: niemand hat die Juden angespuckt, Beweis, dass doch in Ungarn alles O.K. ist?

    • Hoch geschätzer Herr Pfeifer, was haben Ihre Einwände mit dem Friedensmarsch Lúdmilla zu tun?

      Ich meine, niemand hat gespuckt und das Buch von Dalos ist auch nicht – wie von Ihnen behauptet – im Verlag Edition Temmen erschienen. Ich kann ja gut verstehen, dass Sie mich gern „lächerlich“ hätten, weil anspucken sich nicht schickt.

      Festzuhalten ist: Einen „Temmen Verlag“ gab es nie. Sie bleiben mit Ihrer kreativen Art, Wirklichkeit zu verfälschen, halt der alte Trickser, dessen Metier Lug und Trug ist, der – aus Rechthaberei – mal schnell die „Edition Temmen“ und den „Donat & Temmen Verlag“ in „Temmen Verlag“ transformiert, nur, um seinem Untergang zu trotzen.

      Sie sind im Ausland. Sparen Sie sich die Mühe. Schreiben Sie Ihr Testament.

      Wir halten uns derweil an die Fakten:

      Von Dalos erschienen 1982 der „historische Bericht“ „Neunzehnhundertfünfundachtzig“ im Rotbuch Verlag Berlin,
      1986 „Archipel Gulasch“ im Donat & Temmen Verlag, Bremen und 2006 „Balatonbrigade“ im Rotbuch Verlag, der inzwischen zur Eulenspiegel Verlagsgruppe gehört.

      Eulenspiegel „hat es sich zur Aufgabe gemacht, Teile des kulturellen Erbes der DDR zu pflegen.“ So verlegt die Verlagsgruppe z.B. auch schon Schriften von Sahra Wagenknecht (in der edition ost).

      Dalos ist bei Rotbuch gut aufgehoben.

      (( Übrigens lieferte Dalos in seinem „Archipel Gulasch“ auch ein „Who is Who“ der ungarischen Opposition, genau zugeschnitten auf die „Bedürfnisse“ der damaligen West-Linken. Wer drin stand, zählt heute noch zur „Elite“, jedenfalls in Deutschlandfunk & Co.))

      Für mich stellt sich heute die Frage, wer von denen

      im Sinne der ung. Stasi eigentlich kein Kundschafter für Frieden und Demokratie war?

      Apropos, ein Bild sagt mehr als tausend Worte:

  6. @ Karl Pfeifer & Peter Herche:
    Die Debatte über den Namen des Verlages, bei dem Dalos´ Buch erschien, ermüdet, meine Herren. Ich würde gern zum Thema zurückfinden, das die Wissenschaftlerin Magdalena Marsovszky, die an der Hochschule Fulda doziert, vorgab:

    Was ist an dem obigen Beitrag Antisemitismus? Mich interessiert das Thema immer noch so brennend wie Ungarnfreund und andere. Ich möchte wissen, was die Antisemitismusforscherin dazu sagt. Oder sprach hier das alter ego, die „Antifaschistin“ und der Gyurcsány- und Bajnai-Fan Magdalena Marsovszky? Kann es wirklich sein, dass der Antisemitismusvorwurf so leicht von der Hand geht?

    Bemerkenswert, wie Herr Pfeifer dieses Thema meidet, wo er doch sonst zu allem und jedem eine Meinung hat. Da lässt man als Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit den Vorwurf, jemand würde Judenhass verbreiten, einfach mal eben so stehen. Auch wenn er sich durch rein gar nichts untermauern lässt. Danke, Herr Pfeifer, für Ihr beredtes Schweigen.

    Ich finde, es ist der richtige Zeitpunkt, mal etwas klar zu stellen: Leider kann heutzutage immer noch willkürlich der Vorwurf des Antisemitismus erhoben werden, ohne dass derjenige, der ihn zu Unrecht erhebt, sich selbst disqualifiziert. Da sind Leute wie Marsovszky besser dran als diejenigen, denen man Judenhass unterstellt – sie sind binnen Sekunden unmöglich gemacht. Man sieht das an der Reaktion von Ungarnfreund: Der verlangt zwar eine Erklärung (was immerhin mehr ist als das, was Karl Pfeifer will…), aber besondere Verärgerung scheint die verwendung dieser arumentativen Massenvernichtungswaffe nicht auszulösen.

    Man lässt die „Seinen“ eben nicht fallen. Das ist in Ungarn – auf beiden Seiten der politischen Skala – wichtiger als alles andere.

    • Was Sie hier äußern, HV, sagt viel über Ihr eigenes Schubladendenken. Um das mal klarzustellen: Frau Marsovsky ist nicht die „meine“. Ich habe keine Veranlassung, sie fallen zu lassen oder nicht fallen zu lassen. Vielmehr habe ich hier schon einmal klargemacht, dass Frau M. auf mich oft wie besessen von ihrer Thematik wirkt, was nicht bedeutet, dass alles, was sie sagt, haltlos ist. Grundsätzlich setze ich mich lieber mit Argumenten auseinander als mit Personen, die sie vortragen.

      Was Frau Marsovsky oben geschrieben hat, verstehe ich einfach nicht. Ich habe nicht den leisesten Schimmer, worauf sich die Behauptung, HVs Ludmilla-Spott sei antisemitisch, bezieht. Die einzige Möglichkeit wäre, dass Bajnai jüdische Wurzeln hat, was ich einfach nicht weiß. Aber selbst wenn das so wäre, so würde er hier doch nicht als Jude verspottet, sondern als Wirtschaftskapitän. Selbstverständlich stimme ich Ihnen zu, HV, wenn Sie darauf hinweisen, dass die Antisemitismuskeule oft zu Unrecht geschwungen wird, dass sie sich dadurch abgreift und stumpf wird.

      Fürs Protokoll: Völlig unabhängig von Frau M.s luftleerer Behauptung empfinde ich diese Ludmilla-Häme als sehr bösartig, unanständig und einfach unerträglich. Warum, habe ich oben zur Genüge dargelegt. Jeder, der das bringt, muss wissen, dass mit den Vorwürfen rund um die Rolle Bajnais in der Geflügelindustrie auch die Anschuldigung verbunden ist, er habe durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen mehrere Menschen in den Selbstmord getrieben. Und da hört für mich einfach der Spaß auf.

      • Was Frau Marsovsky oben geschrieben hat, verstehe ich einfach nicht. Ich habe nicht den leisesten Schimmer, worauf sich die Behauptung, HVs Ludmilla-Spott sei antisemitisch, bezieht. Die einzige Möglichkeit wäre, dass Bajnai jüdische Wurzeln hat, was ich einfach nicht weiß.
        @ungarnfreund.
        auf Bajnai bezieht es sich 100 pro nicht!
        Ich möchte auch mal davon ausgehen, dass es unter der jüngeren Generation kaum bekannt sein dürfte, vorauf hier wohl ? angespielt wird und
        schon aus diesem Grund fand ich es unmöglich das Wort Antisemitismus „ins Spiel zu bringen“. . Mir scheint jedoch der Antisemitismus muss am Leben erhalten werden, denn sonst wäre wohl der Eine oder Andere überflüssig.
        Ich werd mich aber schwer hüten, hier etwas zur Aufklärung beizutragen.

      • Schade, Turo Rudi, dass Sie uns hier dumm sterben lassen. Ich habe jetzt ausführlich die Stichworte „Gans/Gänse“ und „Antisemitismus/Judentum“ usw. gegoogelt, aber nichts gefunden. Das zeigt vielleicht wieder die ganze Problematik der sogenannten „antisemitischen Codes“. Was sind denn das für Codes, die keiner versteht, oder nur die „Experten“? Wem nützt oder schadet denn sowas? Scheint ja vieles einfach nur im Auge des Betrachters zu liegen…

      • Ok, vielleicht habe ich doch eine „Spur“: Eszter Solymosi, das angebliche Ritualmordopfer von 1882, soll Gänsehirtin gewesen sein. Und nun? Wenn daraus ein „antisemitischer Code“ geworden sein soll, müsste man z.B. auch Hugo Hartung für seinen Roman „Ich denke oft an Piroschka“ oder die für den daraus entstandenen Ungarn-Klischee-Film Verantwortlichen als Antisemiten beschimpfen – eine absurde Vorstellung. Piroschka war auch Gänsehirtin. Vielleicht stand die Metapher „Gänsehirtin“ in einer noch weniger von Landflucht geprägten Zeit einfach nur für „die Unschuld vom Lande“. Mit Antisemitismus hat das erst einmal wenig zu tun.

  7. Hungarian Voice, ich habe bereits einmal geschrieben, dass ich nicht M.M. kommentiere. Ich fordere Sie auch nicht auf die Meinungen des P.H. oder anderer Poster zu kommentieren.

    Und was das Buch anlangt: P.H. wirft mir Desinformation vor. Und dagegen kann ich mich nur wehren, wenn ich das Impressum des Buches scanne.
    Der Archipel Gulasch ist nicht im Rotbuchverlag erschienen und das werde ich, wenn ich in einer Woche wieder in Wien sein werde, beweisen, denn ich
    besitze dieses Buch.

    • Sie kommentieren „M.M.“ durchaus. Eine Kostprobe:

      https://hungarianvoice.wordpress.com/2012/06/15/magdalena-marsovszky-in-der-jungle-world-schamanen-im-parlament/#comment-8600

      Und ich bin auch so frei: Jemand, der Antisemitismus erfindet, wo keiner ist, der erweist seinem behaupteten Anliegen einen Bärendienst, wie auch derjenige, der „Feuer“ ruft, wenn es nicht brennt. So handelt kein ernst zu nehmender Warner, sondern ein Wichtigtuer.

      Jemand – wie M.M. – die wahrheitswidrig behauptet, sie sei von Regierungsmitgliedern (verbal) angegriffen worden, die ist unglaubwürdig und zeigt ihre krasse Voreingenommenheit. Und Voreingenommenheit ist für angebliche wissenschaftliche Forschung Gift, heraus kommen bestenfalls Gefälligkeitsgutachten. Sie, Herr Pfeifer, sind kein Wissenschaftler, dürfen daher immer vom stets gleichen, gewünschten Ergebnis her argumentieren. Sie umgeben sich aber auch – völlig zu Recht – nicht mit dem Nimbus angeblicher Wissenschaftlichkeit. Bei Ihnen weiß man immerhin, was „drin“ ist.

      Bei Magdalena Marsovszky weiß man nicht, was man bekommt, es sei denn, man schaut genauer hin. Ich finde das sogar noch schlimmer als den unerhörten Vorwurf, den diese Dame ausgestoßen und die Arroganz, mit der sie hier mehrfach die Diskussion um ihre unsäglichen Thesen abgeblockt hat.

    • Herr Pfeifer, ich schrieb es bereits, Dalos‘ Archipel Gulasch erschien 1986 im Bremer Verlag Donat&Temmen. Ich habe extra für Sie das Impressum eingescannt und ins Netz gestellt:

      Der von Ihnen behauptete Verlag „edition temmen“ wurde erst 1987 aus der Taufe gehoben.

      Davor und danach wurde Dalos von Rotbuch verlegt. Bei seinem Buchprojekt Archipel Gulasch wurde er von Helmut Donat unterstützt. Helmut Donat setzt agiert mit seinem Verlag „vor dem Hintergrund jener Kontinuität der Geistesverirrung in der deutschen Politik, die vom Kaiserreich über den Ersten und Zweiten Weltkrieg zu den Gaskammern von Auschwitz reicht, einer Kontinuität, deren Nachwirkungen längst nicht überwunden sind und mit der es um so mehr zu brechen gilt.“

      Apropos, lieber Herr Pfeifer, wie kommt es eigentlich, dass sich 1986 die ungarische Spionageabwehr (HA III/II-12) für Sie bei der Hauptabteilung III/III verwendet hat. Schenkt man den offiziellen Versionen glauben, hat es zwar keine Abteilung 12 bei der Spionageabwehr gegeben. Doch in Ihrer Akte findet sich ein von Hand mit der Nummer 38 versehenes Beweisstück, das eben von dieser offiziell nicht existenten Abteilung herrührt.

      Haben Sie dafür eine Erklärung?

    • @K.P.
      Wie meinen?
      Haben Sie nur ausgewählte Unterlagen über Ihre Stasi-Vergangenheit veröffentlicht?
      Ich fand es sowieso auffällig, dass Sie immer nur über Ihre Verfolgung durch die Hauptabteilung III/III schwadroniert haben. Interessant sind nämlich eher die Unterlagen über die Kontakte, die die HA III/II zu Ihnen pflegte.
      Zwischen den beiden Hauptabteilungen müssen im Hinblick auf Ihre Person ja echte Differenzen bestanden haben.
      Spiegelt sich darin der Konflikt zwischen den Völkischen und den Urbanen?

      • P.H. ich habe alle Dokumente, die mir von der Behoerde zur Verfuegung gestellt wurden, publiziert. Ich dachte, als vermutlich ehemaliger III/III und/oder III/II Mitarbeiter waeren Sie auf neue Dokumente gestossen.

        Die oesterreichischen Diplomaten haben fuer mich beim ungarischen Aussenministerium interveniert und dieses war der Meinung dass es sich nicht lohnt wegen einem „bedeutungslosen“ Journalisten mit den Oesterreichern zu streiten.
        Mehr ist dazu nicht zu sagen. Im Gegensatz zu drei ungarischen Fidesz-Ministern war ich nie Mitglied der MSZMP oder irgendeiner kommunistischen Partei. Und ich habe auch nicht als IM einer ungarischen Behoerde funktioniert.

        Geehrter HV sollte P.H. weiterhin ehrenruerige Behauptungen ueber meine Person ohne jegliches Substrat hier aufstellen, behalte ich mir rechtliche Schritte vor.

      • @ KP

        Weil

        Herr Pfeifer sich doch „rechtliche Schritte“ gegen spöttische Andeutungen vorbehalten will und weil die Republik Österreich nicht die Bundesrepublik Deutschland ist und weil ich hier in Regensburg noch einigermaßen frei meine Meinung äußern kann und weil Regensburg im Freistaat Bayern liegt und weil in Bayern vorerst noch nicht die Roten von der Gazprom-Fraktion regieren und weil Ungarnfreund mich so langweilig findet,

        deshalb

        gefällt mir das hier:

        http://www.welt.de/newsticker/news3/article110427982/BGH-staerkt-die-Pressefreiheit.html

    • @ KP

      Es inspiriert mich ungemein, was Sie schon wieder geschrieben haben, lieber Herr Pfeifer.

      Sie sind fast so gut, wie Frau Marsovszky, die HV neuerdings Antisemitismus vorwirft, nur weil er ein Bildchen in seinen Blog gestellt hat, auf dem sich ein Gänsemarsch durch eine grüne Landschaft schlängelt.

      Sie sind beinahe so gut, wie Ungarnfreund, der HV „Schubladendenken“ vorwirft und den ich mir auch als googelnden „Adso“ da Melk vorstellen könnte, jedenfalls solange er auf dem Bildchen von HV einen Gänsehirten vermutet und im Internet nach einem mysteriösen Code sucht, den er braucht, weil der Antisemitismus-Vorwurf von Marsovszky so nackt dahergekommen ist, dass ich mich frage, ob sie noch darunter trägt oder längst alle Scham verloren hat.

      Aber zu Ihnen, Herr Pfeifer, der Sie HV nunmehr mitteilen, dass Sie mich „als vermutlich ehemalige(n) III/III und/oder III/II Mitarbeiter„ vor einen Richter schleppen wollen, denn durch meine Fragen nach Ihrer Vergangenheit, in der Sie – nachweislich der durch Sie selbst öffentlich gemachten Geheimdienstunterlagen – auch Kontakte mit dem Auslandsnachrichtendienst der Volksrepublik Ungarn, der Hauptabteilung III/II hatten, fühlen Sie sich in Ihrer Ehre angetastet.

      Sie schreiben, Herr Pfeifer im Wortlaut: „Die oesterreichischen Diplomaten haben fuer mich beim ungarischen Aussenministerium interveniert und dieses war der Meinung dass es sich nicht lohnt wegen einem “bedeutungslosen” Journalisten mit den Oesterreichern zu streiten.“

      Allein, aus den von Ihnen selbst veröffentlichten Geheimdienstunterlagen ergibt sich für mich ein ganz anderes Bild, lieber Herr Pfeifer.

      Mit Bildern ist das nämlich so eine Sache.

      Nehmen wir einfach mal Ungarnfreunds „Argumente“, seinen Gänsehirt, der auf HV Bild gar nicht vorkommt oder nehmen wir seinen antisemitischen „Code“, nach dem er mit der Google-Maschine sucht:

      Wenn ich mir Ungarnfreunds neuste Argumente so zu Gemüte führe, fällt mir als erstes das Stift Melk – das große Kulturensemble Europas – ein.

      In Melk, „wo Geist das Leben trifft“ habe ich neulich zu Mittag gegessen.

      Melk und Ungarnfreund schlagen mir gleicherweise auf den Magen.

      In Melk erst verstehe ich Goethe, der Mephisto sagen lässt: »Die Kirch allein, meine lieben Frauen, Kann ungerechtes Gut verdauen.«

      O.k., ich spanne den Bogen wohl zu weit.

      Ich wollte mich zu Bildern und zu Ungarnfreunds „Argumenten“ äußern.

      Im italienischen Original steht der Name in seiner lateinischen Form „Adso“ da Melk. Italienisch müsste es nämlich „Adsone“ heißen. Es gibt Leute, die sich bei „Azzo(ne)“ an Sherlock Holmes‘ Freund und Gehilfen Dr. Watson erinnert fühlen und meinen, „Adsone“ ist eine Anspielung auf die Detektivromane von Sir Arthur Conan Doyle.

      William von Baskerville, schon an der Schwelle des Todes, schrieb „die denkwürdigen und entsetzlichen Ereignisse“ nieder, „deren Zeuge zu werden mir in meiner Jugend einst widerfuhr“.

      So geht mir das, wenn ich die von Ihnen, Herr Pfeifer, ins Netz gestellten, einst streng geheimen Dokumente über „die denkwürdigen und entsetzlichen Ereignisse“sichte: Ich sag mir dann einfach: My dear Pfeifer! Oder ich sag mir: „My dear Ungarnfreund!“

      Melk. Ehe ich den Faden endgültig verliere: Mir fiel beim Mittagessen in Melk noch etwas anderes ein, eine Anmerkung von Jorge von Burgos zu Adso von Montier-en-Der: Irgendwie schließt sich hier der Kreis: Seine Schrift „De ortu et tempore Antichristi“ war im Auftrag der Königsgattin Gerberga entstanden. Sie handelt von der Ankunft des Antichristen. Und es war die eschatologische Erwartung, in der Ungarnfreund den apokalyptischen Friedens-Bajnai zeichnet, weshalb mir Melk und Ungarnfreund einfach auf den Magen schlagen.

      In welchem Auftrag schreibt Ungarnfreund?

      Ich frage mich einfach, in wessen Auftrag schreibt der solche dummen Sachen wie „Gänsehirt“ oder „Code“, wo doch auf dem Bildchen von HV einfach nur ‚ne grüne Wiese und ein Gänsemarsch zu sehen sind. Woraus Frau Marsovszky Antisemitismus gemacht hat.

      Und jetzt wollen Sie mich, Herr Pfeifer auch noch vor den Kadi zerren, weil ich mich in die Dokumente Ihrer Vergangenheit reingelesen habe und weil ich in denen auf etliche Widersprüche gestoßen bin.

      Mich würde es schon etwas näher interessieren, was die Herren vom Auslandsgeheimdienst der Volksrepublik Ungarn damals mit Ihnen persönlich so besprochen haben. Ist doch interessant, zu lesen, wie die Genossen von der III/III und von der KEOKH, der Ausländerbehörde der Volksrepublik Ungarn wegen Ihnen in Erklärungsnot geraten sind, wegen eines – wie Sie es ausdrücken – “bedeutungslosen” Journalisten. Anstelle des Protokolls findet sich in dem Geheimdienstbericht nur ein handschriftlich eingetragenes Zeichen. Ist es ein Code?

      Apropos Ehre, das Wort ist kein Synonym für Eitelkeit.

      Wie sagte doch einst der Schauspieler August Zirner zur Volksthater-Premiere von „Die Ziege“? (Gemeint ist der Zirner, der mal an der Seite von Veronica Ferres in dem Drama „Stärker als der Tod“ im Fernsehen war.)
      Zirner sagte: „Eitelkeit macht dumm.“ Ohne Ausrufezeichen! Das Verb steht im Indikativ.

      Was Sie bedenken sollten, ehe Sie mich „als vermutlich ehemalige(n) III/III und/oder III/II Mitarbeiter„. vor den Kadi schleppen.

      Denn Ihre „Vergangenheit“ inspiriert mich ungemein. Ich habe mir alle Beweisstücke, die Sie freundlicherweise ins Internet gestellt haben, zur Beweissicherung runtergeladen.

      Und wie der Roman in sieben Tage unterteilt ist, höre ich schon die sieben Posaunen der biblischen Apokalypse.

      Diese Stasi-Dokumente enthalten nicht nur Verweise, sondern sie sind auch Beweise….

      Was Sie natürlich selbst am besten wissen müssten, wenn da nicht die Eitelkeit wäre!

      • @ Peter Herche:

        Verstehe auch nicht, was Sie meinen. Habe mir das Blatt 38 der Pfeifer-Akte aus dem folgenden Konvolut angesehen:

        http://www.osaarchivum.org/files/fa/999/4/1/pfeifer/abtl_1980-1988.pdf

        Ich verstehe die Meldung auch so, dass man Herrn Pfeifer für einen unbedeutenden Journalisten hielt, bei dem die Einreiseverweigerung (in Anbetracht des zeitlichen Zusammenhangs mit einem Vrantzky-Besuch in der VR Ungarn) nur zu „unnötigem Aufruhr“ geführt hätte. Kurz gesagt: Man hielt Pfeifer für einen, der journalistisch-inhaltlich keine Gefahr bedeutete, der sich aber jedes Mal lautstark beschwerte und so (aus Sicht der VR) unnötigen Wind machte, zudem Behördenarbeit verursachte. In der Akte findet sich sinngemäß die Aussage, Herr Pfeifer wolle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Vgl. Blatt 56 der o.g. Akte.

        Ich könnte mir vorstellen, das so etwas nichts ungewöhnliches ist. Widersprüche vermag ich nicht zu erkennen. Das Bild, welches die öffentlich gemachte Akte Herrn Pfeifers auf Sie macht, ist freilich eine subjektive Angelegenheit.

      • @HV
        Blatt 56 der Akte ist auf den 28.04.1987 datiert. Unter Punkt 7 findet sich der handschriftliche Vermerk, dass Herr Pfeifer wegen seiner Kontakte zur „Inneren Opposition“ – „Innere Opposition“ steht für die früher bei der ung. Stasi gebräuchliche und in der Akte an verschiedenen Stellen korrigierte Bezeichnung „Innerer Feind“ – Einreiseverbot bekommen hatte.

        Es ist richtig, dass Österreich auf diplomatischem Wege wegen des gegen Herrn angewendeten Einreiseverbots mehrmals intervenierte. Es ist nach Aktenlage auch richtig, dass die Rolle des Herrn Pfeifer vom ung. Außenministerium anders gesehen wurde, als vom ung. Auslands- und Inlandsgeheimdienst.

        Die Aufhebung der gegen Herrn Pfeifer verhängten, bzw. vorgenommenen Einreiseverbote war an verschiedene Bedingungen geknüpft worden. So sollte Herr Pfeifer z.B. seine Rolle als Verbindungsmann zur „Inneren Opposition“ in Ungarn aufgeben, was er – zum Glück – nicht tat.

        Was ich meine, ist nicht, dass Herr Pfeifer Inoffizieller Mitarbeiter irgendeines Ost-Geheimdienstes gewesen sein könnte.

        Die Vermutung, die in mir beim Lesen seiner Akte aufgekommen ist, bezieht sich auf etwas anderes. Herr Pfeifer hatte nach Aktenlage den Rückhalt durch österreichische Behörden und auch durch die jüdische Gemeinde. Er agiert(e) in Ungarn anscheinend nicht nur als Privatperson in eigenem Auftrag.

        In seiner Selbstdarstellung klaffen Risse.

        Insofern war es korrekt von ihm, auch anzumerken, dass die ihm ausgehändigten Unterlagen lückenhaft sind.

        Im Dunkeln ist gut munkeln!

      • Herr Herche,

        ich habe eine Weile überlegt, ob ich auf diesen Ihren neuesten Käse eingehen soll. Wer weiß, was Sie wieder als Antwort fabrizieren. Aber ich schreibs jetzt trotzdem. Sie dürfen nicht denken, dass ich alle Ihre Beiträge bis zu Ende lese, z. B. diese längliche, wenig produktive Auseinandersetzung mit Herrn Pfeifer über Stasiakten.

        Über das hier bin ich aber gestolpert:

        „Herr Pfeifer hatte nach Aktenlage den Rückhalt durch österreichische Behörden und auch durch die jüdische Gemeinde. Er agiert(e) in Ungarn anscheinend nicht nur als Privatperson in eigenem Auftrag.“

        Herr Pfeifer als Agent, wenn schon nicht der Stasi, dann eben von irgendwelchen österreichischen Behörden und der jüdischen Gemeinde? Was soll uns denn dieser Blödsinn sagen? Wen interessiert das überhaupt?

        Es scheint, Herr Herche, Sie haben zu Ostblockzeiten ein paar echt unangenehme Erfahrungen mit Horch & Guck gemacht. Dabei ist offenbar auch ein Teil Ihres Urteilsvermögens verloren gegangen. Wieso müssen Sie jedes Mal Verschwörungstheorien basteln, wenn Ihnen die Nase eines Ihrer Mitdiskutanten nicht passt?

        Nehmen Sie im Übrigen bitte zur Kenntnis: Ich schreibe weder im Auftrag von Herrn Pfeiffer noch von Frau Marsovsky, irgend welcher Behörden oder Gemeinden oder sonst wem.

        Ich kann selber denken.

  8. Da schauen Sie sich an, Frau Marsovsky, was Sie mit Ihrer in die Welt gestreuten Behauptung angerichtet haben:

    HV, ich und die meisten anderen Leser haben bei völlig unterschiedlichen Haltungen zu Bajnai keine Ahnung, was Ihr Antisemitismus-Vorwurf hier soll.

    Die Herren Herche und Pfeiffer sind – wir bewegen uns ja im Umfeld von allerhand Verschwörungstheorien – inzwischen beim Thema Stasi gelandet.

    Turo Rudi, der als einziger eingeräumt hat, dass er ahnt, worauf Sie hinauswollen, schweigt.

    Sie schweigen auch. Ich halte das für unverantwortlich. Sie können nicht einfach einen so schwerwiegenden Vorwurf erheben und sich dann wegducken.

      • Aha. In diesem Fall schaue ich künftig in Kochbücher, bevor ich Bilder poste. Ich bitte um Verzeihung, dass mir dieser, sich aufdrängende, Schluss nicht gleich kam 😀

      • Lassen Sie mich Sie trösten: Mir war der versteckte Hinweis auf Eszter Solymosi nicht aufgegangen. (Etwa ein so begründeter wie Tony Sopranos Reaktion auf das Bild einer Scheune und eines verdorrten Baums in Dr. Jennifer Melfis Wartezimmer; Staffel 1, Episode 3).
        Aufrichtig gesagt finde ich das Foto und das Wortspiel Lúdmilla sehr geistreich, im Hinblick auf Bajnais unheilvolle Spitzenmanagertätigkeit bei der Firma Hajdú-BÉT.

      • Die Küche bietet wenig Anhaltspunkte. Meine Google-Recherche erbrachte: Das Fleisch von allen Geflügelarten und Paarhufern ist den jüdischen Speisevorschriften gemäß unbedenklich. Man hat sogar eine Gänsesorte ausfindig gemacht, die nach Schwein schmeckt, aber unbedenklich sein soll, weil es sich ja immer noch um Geflügel handelt, unabhängig vom Geschmack.

        Die Verbindung zu Eszter Solymosi habe ich selbst schon durch den Hinweis auf Piroschka ad absurdum geführt.

        Nein, also ich bleibe dabei: Der Antisemitismus-Vorwurf ist hier bis auf Weiteres gegenstandslos.

        Völlig unabhängig davon finde ich Bajnai-Gänse-Witze weiterhin pietätlos, weil implizit der Vorwurf mitschwingt, Bajnai sei für die Selbstmorde von mehreren Geflügelbauern verantwortlich. Das kann jeder nachlesen, wenn er es wirklich noch nie gehört haben sollte, indem er mal eben kurz googelt.

      • Ich korrigiere: Der Vorwurf ist nicht „bis auf weiteres“ gegenstandslos. Er ist gegenstandslos, weil er aus der Luft gegriffen ist. Was soll die zeitliche Beschränkung? Die Wissenschaftlerin hat sich weggeduckt, nachdem sie ihre Vorwürfe hier abgeladen hat. Ich denke, hier endet die Geduld. Auch wenn Sie oben betonen mussten, dass Frau Marsovszky nicht immer dermaßen daneben liegt, wie hier. Mich tröstet das ehrlich gesagt nicht besonders, ich lasse mir nämlich von keinem unterstellen, ich würde Antisemitismus verbreiten. Auch wenn dem einen oder anderen der Vorwurf sicher gelegen käme, um mir übers Maul zu fahren. Können Sie glauben oder es lassen.

      • @ alle
        Ist nicht mein Ding, Frau Marsovszky in Schutz zu nehmen und damit HV in den Rücken zu fallen. Muss ich aber1
        Ich habe im Weltweiten Web einen Eintrag gefunden, durch den es sich eventuell erklärt, was Frau Marsovszky bewegt/getrieben haben muss, als Sie Antisemitismus fauchte.
        Mit Bezug auf die Gyurcsány-Bajnai Regierung hat am 2. Februar 2010 jemand geschrieben: „Ki a hibás , hát Kohn a libás !“

        „http://www.valovilag.hu/cikk/302671

        Jetzt frage ich mich nur, wer außer Frau Marsovszky kannte den beinahe Knittelvers noch?

        HV kannte ihn sicherlich nicht. Ich habe den Spruch heute zum ersten Mal entdeckt. Und aus so einem Reim (latenten) Antisemitismus abzuleiten, halte ich – ehrlich gesagt – für überkandidelt.

        Und im Gegensatz zu Ungarnfreund meine ich, dass Bajnai zwar nicht unmittelbar am Selbstmord einiger Gänsehalter Schuld ist, die der Konkurs des von Bajnai geführten Wirtschaftsunternehmens in den Abgrund riß.

        Dass Bajnai ein Unternehmen mit 5,5 Milliarden Miesen an die Wand gefahren hat, steht außer Zweifel.

        Ich kann Ungarnfreund da nur noch zu seinem Wunschkandidaten Bajnai gratulieren. Es ist irgendwie fies, wenn sich jemand Ungarnfreund nennt und sich für Ungarn einen Pleitier als Ministerpräsidenten wünscht.

        Wenn ich Ungar wäre, würde ich bei sochen Aussichten vielleicht auch darüber nachdenken, wie sich der in Aussicht stehende Leidensweg abkürzen ließe.

        Ki a hibás? Hát Bajnai, a libás!

        Aber gelte ich deshalb schon als Antisemit?

      • Hartgesottene Antifaschisten erkennen überall den kodierten Antisemitismus. Zu Bajnais Person: Er war zumindest bisher ein Vertrauensmann von Gyurcsány, den ich für die Verkörperung aller negativen Eigenschaften des Menschen in einer Person halte.

      • Keine Sorge, HV; ich bin weit davon entfernt, Ihnen Antisemitismus zu unterstellen. Allerdings hat Turo Rudi angedeutet, dass er eine Ahnung hat, worauf Frau Marsovszky hinaus will. Es könnte also sein, dass es irgendeinen Anknüpfungspunkt gibt, den Sie und ich nicht kennen, auf den ein normal denkender Mensch gar nicht kommt, ein paar „Eingeweihte“ aber schon. Antisemitismus für Experten – das ist schon eine krude Story!

      • Und ich füge hinzu: Wenn die Experten von ihrem Gegenüber immerzu auch das Böse und Schlechte erwarten und ihnen einfach alles zu unterstellen bereit sind. Hoffentlich gehen sie nicht von sich aus…

  9. @HV
    Sie schreiben „Ich verstehe die Meldung auch so, dass man Herrn Pfeifer für einen unbedeutenden Journalisten hielt,“ und für so einen „unbedeutenden Journaliste“ fährt der Botschafter vor ? Nein ! Kein Botschafter verschenkt seine “ Greencard“ für eine unbedeutende Sache.Ich meine, daß für echte humanitäre Sache hätte der Botschafter seinen “ freien Wunsch“ verwendet, aber so…
    Bevor mir, wie dem P.H.“vermutlich ehemaliger III/III und/oder III/II Mitarbeiter “ vorgeworfen war nie , oder nur als Baby, ungarischer Staatsbürger.

    Ich habe jetzt die Akten grob durchgelesen. Nun finde ich ,daß seine Aufgabe als Poster auf Ihrem Blog, spiegelt sich wider in seinen Akten. Genau !Betrachten Sie diese Geschichte unabhängig von der Zeit ! Vulpes pilum mutat, non mores! Er bekommt überall die „Freikarte“., oder wollen Sie den Botschafter vorfahren sehen ?! 🙂

    • @ terrier: Es fällt mir schwer, etwas „unabhängig von der Zeit“ betrachten, insbesondere geht das bei politischem Aufbegehren kaum. Wer sich gegen Kádár aufgemandelt hat, der verdient dafür Sympathie. Ich betrachte aber das Kádár-System mit dem heutigen Ungarn nicht vergleichbar. Sehen Sie denn eine solche Vergleichbarkeit, wenn Sie die Parallele zwischen „Pfeifer damals“ und „Pfeifer heute“ ziehen?

      • Verehrter HV ! Sie lesen etwas, was ich nicht sehe. Wo haben Sie “ gegen Kádár“ gesehen ? Die Militärdienstverweigerer dienen nur als Tarnung. Besuch und Interwiew mit den Politisch-Inhaftierten ? In „sozialistschen „Länder ?Ich bitte um Entschuldigung, dafür muß man sehr naiv sein.
        Wäre wirklich “ gegen Kádár“ , hätte keine „Greencard“ geholfen. Es gibt kein P. „damals“ und „heute“ in dieser Geschichte. Ich sehe nur P. gegen H …unabhängig von System. Attakiert wird der Organismus wo und wann gerade schwächelt.

        Meine persönliche Einschätzung basiert sich auf meist hier gelesenen Äußerungen und meiner Lebenserfahrung.

    • @terrier
      „Bevor mir, wie dem P.H.”vermutlich ehemaliger III/III und/oder III/II Mitarbeiter ” vorgeworfen war nie , oder nur als Baby, ungarischer Staatsbürger.“

      Den Satz verstehe ich nicht. Im Übrigen: Die Vermutung, dass ich ein ehemaliger Mitarbeiter der Hauptabteilung III/III und/oder III/II des ungarischen Staatssicherheitsdienstes gewesen sein könnte, hat ausser Herrn Pfeifer noch nie jemand ausgesprochen. Ich meine, über mich wurde schon viel gesagt, woran ich sicherlich selbst schuld bin, die DDR-Stasi hat 1975 sogar mal zwei Offiziere damit beauftragt, bei mir nach Nazi-Auszeichnungen und Fahnen zu suchen und die Brüder haben doch tatsächlich einen IM im Berichte schreiben geschult, weil Sie jemand brauchten, der Belastendes über mich berichtet.

      Nee, Pfeifers „Vermutung“, dass ich IM oder Hauptamtlicher gewesen sein könnte, belustigt mich. Trotzsdem sollte man ihn ernst nehmen.

      Ich meine, wir wissen ja alle, was bei der „friedlichen“ Transformation des kommunistischen Unrechtsstaat in einen „demokratisch“ legitimierten Rechtsstaat für die Mehrheit der ungarischen Bevölkerung herausgesprungen ist. Sicherlich kein Gänsebraten am Martinstag. Ich tippe eher auf „csirkefarhát“. Wer sich die Filetstücke geangelt hat, ist ja kein Geheimnis.

      • Der K.P. darf hier alles „vermuten“. Er „vermutet“ mal eben, wer IM gewesen sein könnte, wer antisemit ist, wer…. Was er als „Vermutung“ anderen anhängt, ist das, was ich in Wirklichkeit von mir ferngehalten habe. Ja, in meinen Akten steht, daß ich die Mitarbeit mit der Securitate verweigert habe.
        Ich vermute, daß er gar nicht gegen Kádár war, sondern seine Arbeit es war, Ungarn Schaden zuzufügen , wo gerade es möglich war. Ob aus Rache oder im fremden Auftrag ist dabei egal. Wie es ihm beliebt. Und wenn er jemand nicht mag, dann stempelt er ihn ab. Wenn es sein muss, sogar zum „Hofjuden“. Er darf sich alles erlauben. Warum eigentlich?

  10. Ich hab mir gerade überlegt, ob aus dieser Abfolge von Beiträgen nicht genau das geworden ist, was durch den „Einwurf“ von Frau M. von ihr beabsichtigt war?
    Ihr Schweigen lässt bei mir die Vermutung aufkommen.

  11. Recht haben Sie,Frau M. interessiert nur Ihre eigene Meinung und sie liest andere überhaupt nicht. Wozu soll sie, man kann ihre Meinung sowieso nicht aendern. Genau so wie meine über diesem Thema. Man kann debattieren, die Wahrheit ist immer die selbe ob man auspricht oder nicht.
    Vergeblich reagiert man auf die Meinungen von Liberalen, wir können es nicht aendern. Bajnai ist der Gute, Orbán der Böse, und die Bevölkerung blöd, weil sie Fidesz wählt. Vergeblich strengt sich die liberale Seite so an, in 2014 wird sowieso wieder die Fidesz gewinnen.

  12. Es überrascht mich nicht, hier eine Verteidigung des Kádársystems zu lesen.
    Die Unterstellung ich hätte an einer antiungarischen Verschwörung von Juden und Österreichern teilgenommen gehört in die Sparte politische Paranoia.
    Wer dafür anfällig ist, dem kann man nur in den seltensten Fällen helfen.
    Ohne eine antiungarische Weltverschwörung, können sich einfache Gemüter nicht erklären, warum jemand wie ich das Kádárregime kritisierte.
    Bemerkenswert ist ja auch, wie hier jemand das Kádárregime mit Ungarn identifiziert.
    Dass meine Meinungen bei einigen Lesern nicht populär sind, dass ich kritisiert werde, das ist vollkommen in Ordnung. Das ist eben so bei politischen Diskussionen.
    Dass aber Akten, die ich selbst zur Publikation gab, mit Absicht falsch interpretiert werden ( HV hat das dankenswerter Weise aufgezeigt) und mir ehrenrührige Kontakte zu ungarischen Geheimdiensten unterstellt werden, das weist hin auf politische Paranoia.
    Von der „vermutlichen“ Tätigkeit des P.H. als Stasi IM oder Mitarbeiter schrieb ich, weil ich ihm eine ironische Retourkutsche verpassen wollte. Ich glaube eher er leidet unter politischer Paranoia.

    Wer aber meine Akten durchliest, wird verstehen, welche Widersprüche in diesen enthalten sind. Einmal werde ich als „unbedeutender“ Journalist hingestellt, wegen dem es sich nicht lohnt mit den österreichischen Diplomaten zu streiten, ein anderes Mal wird mir „politische und ideologische Diversion“ unterstellt. Diese Leute hatten auch Symptome einer politischen Paranoia.

  13. „Die Unterstellung ich hätte an einer antiungarischen Verschwörung von Juden und Österreichern teilgenommen gehört in die Sparte politische Paranoia.“

    Herr Pfeifer, Sie spinnen! Sie verwenden „Verschwörungstheorie“ als Ultima Ratio? Man muss schon sehr blauäugig sein, um Ihnen den Schwachsinn, den Sie schreiben, zu glauben?

    Warum haben Sie die Wortverdrehungen überhaupt nötig? Was ist daran ehrenrührig, dass Sie Kontakte zur ungarischen HVA hatten?

    Meine Frage haben weder Sie, noch HV beantwortet. Welche Aufgaben oblagen der III/II-12 ?

  14. PH betätigte sich hier bereits als Oberlehrer, jetzt schlüpft er in die Rolle des Untersuchungsrichters.
    Allerdings habe ich den Fehler gemacht, auf die Veröffentlichung meiner Akten hinzuweisen. Was ihm die Möglichkeit bietet, anstatt über meine Argumente in einer politischen Diskussion zu debattieren, lieber über mich herzuziehen.
    Einige Leser haben schon darauf hingewiesen, dass Sie damit langweilen.

    • Geht doch in Ordnung, Herr Pfeifer. Es freut mich für Sie, dass Sie die Unterstützung Ihres Rudels haben.

      Nur leider habe ich immer noch keine Antwort auf die Frage, welche Aufgaben der Abteilung 12 der Hauptabteilung III/II des ungarischen Innenministeriums, die sich in den achtziger Jahren nachweislich der von Ihnen veröffentlichten Unterlagen dafür stark gemacht hat, dass Sie trotz aller Bedenken der Genossen von der Hauptabteilung III/III, nach Ungarn einreisen durften, um u.a. bei der Gründung einer Partei dabei sein zu können.

      Dass ich Sie und Ungarnfreund mit meiner Paranoia langweile, glaube ich gern. Aber mal ehrlich, Ihre „Argumente“ und Ungarnfreunds Allwissenheit reißen auch keinen vom Hocker. Es läuft auch bei ihnen immer auf das selbe hinaus.

      Lieber Herr Pfeifer, wie war das damals mit der HA III/II-12? Und warum haben Sie später immer nur über Ihre Verfolgung durch die HA III/III schwadroniert?

      Um es plausibel zu machen, stelle ich mal einen Vergleich an. Markus Wolfs HVA spielte im Vergleich zur HA XX der DDR-Stasi ( Staatsapparat, Kultur, Kirche, Untergrund) in einer ganz anderen Liga. Jetzt stellen Sie sich nur vor, es gäbe die HVA noch immer. Stellen Sie sich weiter vor, die Jungs von der HVA hätten die Faschismuskeule ausgepackt und würde Sarah Wagenknecht gegen Peer Steinbrück unterstützen.

      Ein Glück, dass in Deutschland zumindest die Stasi-Strukturen zerschlagen wurden.

      Aber ging es mit der ungarischen HA III/II weiter? Hat sich die Struktur schon in Luft aufgelöst? Oder kämpfen da manche im Verborgenen noch weiter?

      http://www.utolag.com/Ilkei/Ugynok/BM_III_II_csoportfonokseg_kemelharitas.htm

      Ich finde die Sache hochinteressant. Können Sie mir helfen, wo Sie nachweislich der von Ihnen ins Internet gestellten Unterlagen in den Achtzigern Kontakt mit der Truppe hatten ? Auch wenn Sie außer Ihren Argumenten schon alles vergessen haben sollten, vielleicht kann mir ja ersatzweise jemand aus Ihrem Rudel weiter helfen?

      Das Thema interessiert mich einfach. Ist ja nichts zum Schämen, meine Paranoia.

      • @ Peter Herche:

        In einer Sache gebe ich Ihnen Recht: Die Frage, was aus den BM-Geheimdienstlern und ihren Netzwerken geworden ist, ist hoch interessant. Sie betrifft selbstverständlich nicht nur Ungarn, sondern den gesamten ehemaligen Ostblock. Russland z.B. wird derzeit von alten KGB-Seilschaften regiert. Ich halte es durchaus für möglich – wenn auch nicht für bewiesen – dass die Netzwerke nach der Wende weitergearbeitet haben, an Geldmangel litten diese Herrschaften sicher nicht. Und auch Kontakte ins Ausland, Stichwort: Devisenbeschaffung, waren vorhanden. In Deutschland wird Ähnliches über Stasi-Seilschaften gesagt, es gab mehrere Filme darüber, und keiner schrie „Ach, Verschwörungstheorie“ auf. Und auch eine Einflussnahme auf die Politik wäre eine vertiefte Forschung wert. Weil es nur menschlich wäre, wenn diese vormals mit fast grenzenloser Macht ausgestatteten Kreise ihre Macht irgendwie in die „Neuzeit“ transferiert hätten. Warum sollten sie denn plötzlich Bescheidenheit zu Ihren Tugenden zählen?

        Ich selbst habe zufällig eine Person aus Ungarn kennen gelernt, die aktuell in Saus und Braus lebt, und vor der Wende in der BRD als „Devisenbeschaffer“ im Rahmen der Ost-Kontigentpolitik fungierte und stolz berichtet, dass er in der Wendezeit Westpolitiker über die Grenze brachte. Solche Leute hatten gewiss Geheimdienstkontakte und profitierten von der sog. spontanen Privatisierung – und schmeißen heute mit Geld nur so um sich.

        Den Zusammenhang mit Karl Pfeifer sehe ich nicht, und ich stimme Pfeifer zu, dass Aufbegehren gegen Kádár alles andere ist als Aufbegehren gegen „das Ungarntum“; solche Thesen sind geradezu schauerlich.

        Für mich stellen sich eher Fragen bei Leuten wie Gábor Széles (Fidesz-nah) und dem Machtzirkel um Gyurcsány (Piroska Apró und Konsorten), die lustiger Weise auch nach der Wende ihre Finger in der Politik behielten. Piroska Apró, die Tochter von Antal Apró, war Kabinettschefin von Gyula Horn (auch er ehemaliges Mitglied des Unterdrückungsapparates), durfte gar der Privatisierung von Banken usw. ihren Stempel aufdrücken. Und ihre Tochter KLára Dobrev (ehemals tätig für Medgyessy, ebenfalls Mitglied der Staatssicherheit als Agent D-209) ist mit Gyurcsány verheiratet.

        Um es klar zu sagen: Es gibt keine Sippenhaft. Keiner kann was für seine Vorfahren. Aber die Nähe der Sprösslinge von Altkommunisten zur Macht, die dieses Privileg dankend ausnützen, ist trotzdem bemerkenswert. Oder nicht? Und ich rede nicht von Kindern einfacher Parteimitglieder, sondern den Nachkommen führender Persönlichkeiten, an deren Fingern nachweislich Blut klebte – wie bei Antal Apró, der Mitschuld an der Abrechnung mit den Revolutionären von 1956 trug. Und dessen Familie bis heute in einer in der Rákosi Ära geraubten Liegenschaft einer jüdischen Familie in bester Budapester Lage lebt.

        Auf die BM-Akten meiner Familie bin ich übrigens auch schon gespannt, ich bereite zeitnah einen entsprechenden Antrag vor und bin mir sicher, dass wir Interessantes finden werden.

        Die Antwort von Herrn Pfeifer auf seine persönlichen Erfahrungen mit der Abteilung III/II – wenn es denn solche gab – interessiert mich auch. Was hat es denn mit dieser ominösen Abteilung III/II-12 auf sich?

      • @ HV

        „Den Zusammenhang mit Karl Pfeifer sehe ich nicht, und ich stimme Pfeifer zu, dass Aufbegehren gegen Kádár alles andere ist als Aufbegehren gegen “das Ungarntum”; solche Thesen sind geradezu schauerlich.“

        Wer hat denn behauptet, dass Aufbegehren gegen Kádár gleichzusetzen sei, mit Aufbegehren gegen „das Ungarntum“?

        Ich habe das ganz bestimmt nicht behauptet.

        Wenn es nicht Dalos & Co gäbe, würde ich wahrscheinlich die dilettantische Politik des Orbán-Regimes auf Korn nehmen.

        Auch würde ich niemals behaupten, dass K.P. Agent des k.G. gewesen ist.

        Apropos Agenten, ich habe neulich eine Dame beim Einkaufen begleiten dürfen. Ein wirklich schwieriger Fall, denn sie hat ein sicheres Stilempfinden, was ihr den Kauf eines Übergangsmantels nicht einfach werden ließ, gibt es doch überall nur noch Ware aus China.

        Ich weiß nicht, ob beim Breuninger oder bei Peek&Cloppenburg, ich saß wartend vor einer Umkleidekabine irgend eines Kaufhauses und schlug mir die Zeit mit Lesen tot. Es lagen in dem Kaufhaus für die Textilien aus China Bücher aus, `Reader`s Digest Schwarten aus den Siebzigern. Agententhriller. Mensch, waren das noch Zeiten. Diese Gattung Literatur stand im Osten auf dem Index. Ein Klassenkamerad, Thomas Stadelmeyer versorgte uns damit. Seine Eltern waren „hohe“ Tiere bei der SED-Kreisleitung, Tommy ging später selbst zur K1 um den Aufbau des Sozialismus voranzutreiben. Das war deren Dilemma. Um das Volk vor den Eindflüssen der PiD zu schützen, mussten Stasi & Co. sich erst einmal mit den Ausflüssen der PiD bekannt machen. PiD heißt „Politisch-ideologische Diversion“ des Klassenfeindes. So manchem Genossen fehlte der kritische Abstand. Manch einer mutierte zum Dissidenten.

        (Dalos schrieb noch 1979 über „(S)eine Lage in der Lage“: „Ich bin keine typische Dissidentenfigur“)

        Ich sitze also vor der Umkleidekabine in einem Kaufhaus in der Kaiserstraße und lese einen Agentenroman aus den siebziger Jahren.

        Darin ging es nicht um die Frage, wer Agent war. Wenn ich die Story in der Schwarte von Reader`s Digest richtig verstanden habe, ging es darum, für welchen Geheimdienst der Agent gerade tätig war.

        Wenn ich mich in so ein Agentenleben hineinzuversetzen suche, dass denke ich mir als erstes, als Agent würde ich mich in die Hinterhand setzen. Nur wer in der Hinterhand sitzt, ist in der Lage, als Letzter und in Kenntnis des Vorausgegangenen zu handeln, bzw. sich zu äußern.

        Sie sollten, lieber HV, Ihre Frau Gemahlin in der Weihnachtszeit auch mal beim Einkaufen begleiten. Ich verdanke meine Lebenserfahrung weithin den Damen, die es mir erlaubten, ihnen beim Tütetragen behilflich zu sein.

        Was aber Herrn K. Pfeifer aus Wien angeht, so halte ich ihn für ein Auslaufmodell. Seine Vergangenheit hat für mich keine Relevanz. Ich schubbere mich an ihm nur, wenn mich das Fell juckt.

      • terrier hat eine andere Perspektive. Aus Siebenbürgen gesehen, war der „Gulasch-Kommunismus“ das Himmelreich auf Erden.

        Ich kenne Ossis, die mich noch Jahre nach dem Untergang darüber aufzuklären bemühten, dass die Stasi in Ungarn einen menschlicheren Umgang mit den Untertanen der Partei pflegte.

        Lesen Sie nur die Balaton-Brigade von Dalos. Das waren keine Hunde, das waren Hundefreunde.

        (Bill Clinton zeigte sich nach der Lewinski-Affäre auch gern mit Hund. Hunde haben so treue Augen.)

  15. HV
    Zu keinem Zeitpunkt habe ich irgendeinen Kontakt mit einer der Abteilungen des ungarischen Innenministeriums gepflegt. Ich wurde zweimal (1983 und 1987) in die Presseabt. am Bemplatz bestellt. Ob die dort mit mir sprechenden Diplomaten zu einer dieser Abteilungen gehörten oder nicht, kann ich nicht sagen. Ein Herr Szabo drohte mir am 19. März 1987, dass weitere Einreiseerlaubnisse von meinem Benehmen abhängig gemacht werden. Ich habe mich von diesen Drohungen nicht einschüchtern lassen und weiterhin mit eigener Stimme im Sender Freies Europa gesprochen sowie kritische Berichte publiziert. Kurze Zeit später wurde ich das letzte Mal ausgewiesen.
    Wann immer österreichische Diplomaten erreicht haben, dass ich wieder einreisen durfte, mußte ich mich in der ungarischen Botschaft melden. Einmal fragte mich der Konsul, ob ich es darauf anlege Ungarn zu bekämpfen. Ein anderes Mal fand der Presseattaché, das von mir vorgeschlagene Thema, über das ich berichten wollte, in Ordnung.
    Da keiner dieser Herrn sich bei mir so vorstellte: „Mein Name ist XY, ich arbeite auch für III/III oder III/II“, kann ich natürlich nicht wissen wer bei einer dieser „Firmen“ war.

    • Heureka! Stoß zu!

      Es gab sie doch, die Abteilung 12 in der Hauptabteilung III/II. Ihr Aufgabenbereich waren die Residenturen des ung. Staatssicherheitsdienstes in den Botschaften im Ausland, die Linie Auslandsaufklärung und auch die lieben Journalisten.

      Sie haben es doch bitte nicht als Gretchenfrage genommen, Herr Pfeifer. Nach Aktenlage hatten Sie mit DENEN etwas zu tun.

      Selbst der brave Valentin in Goethes Faust wusste nicht, wie ihm geschah. Nehmen Sie es locker. Der Teufel steckt im Detail.

      So sagte doch einst die Mutter in „Lehrreiche Erzählung für Landleute“ v.
      Ägidius Jais zum Valentin?

      „… du bist immer der brave Valentin! Du bist allzeit unschuldig! …“

      Und was machte Goethe daraus? Er ließ den Valentin in seinem Faust als braven Soldaten sterben!

      (Ich glaub‘, der Teufel ficht! Was ist denn das? Schon wird die Hand mir lahm.)

      Stoß zu!

      Quellen:
      http://www.betekinto.hu/node/54

      http://www.europeana.eu/portal/record/03486/1A7C959AD4E55090B795D37D7B5D7004F2B61E13.html

      http://gutenberg.spiegel.de/buch/3664/1

  16. @HV
    Zitat: „Einmal fragte mich der Konsul, ob ich es darauf anlege Ungarn zu bekämpfen.“

    Kotzübel ? Bitte tief Luft holen !

      • Terrier. kotzen Sie ruhig. Der ungarische Konsul hat das Kádárregime mit Ungarn gleichgesetzt wie jetzt ungarische Diplomaten, die sich im Leserbriefschreiben üben, Ungarn mit der jetzigen Regierung gleichsetzen.
        Der Unterschied ist der, das Kádárregime kam nicht durch freie und geheime Wahl zur Macht, die jetzige Regierung kam aber so zur Macht und jetzt wo sie sich einzementiert, wird sie auch an der Macht bleiben, wenn nicht Ungarn vorher wirtschaftlich zugrunde geht.

        HV Ich bin pensionierter Journalist und kein Ideologe. Ich habe mich für die Einhaltung von Menschenrechten eingesetzt.
        Im Gegenteil zu Herrn Orbán, der im Parlament sagte, er sei nicht gegen die Diktatur gewesen, sondern nur gegen die Leute, die diese gemacht haben, war ich gegen die Diktatur und habe, was ich tun konnte, gegen diese Diktatur getan. Und dabei – bevor ich 1982 Redakteur einer Zeitschrift wurde – einiges riskiert.
        Aber keine Angst, im Gegensatz zu P.H. werde ich nicht über meine Befindlichkeit hier schreiben.

      • Herr Pfeifer, die Gleichsetzung des Kádár-Regimes mit der heutigen Regierung durch Sie überrascht mich nicht. Eines der Mittel der Stimmungsmache, wie auch die Bildchen, die Orbán als Rákosi zeigen. Lassen wir das.

        Wenn Sie aber schreiben

        „Der Unterschied ist der, das Kádárregime kam nicht durch freie und geheime Wahl zur Macht, die jetzige Regierung kam aber so zur Macht und jetzt wo sie sich einzementiert, wird sie auch an der Macht bleiben, wenn nicht Ungarn vorher wirtschaftlich zugrunde geht.“

        so stellt sich für mich eine Frage: Glauben Sie etwa, Orbán wäre mit demokratischen Mitteln nicht mehr weg zu bekommen? Verlassen wir uns jetzt nicht mehr auf die Wähler, deren Willen? Was bedeutet „wenn nicht Ungarn vorher wirtschaftlich zugrunde geht“? Darf ich Ihre Worte als Plädoyer für wirtschaftliche Sanktionen, ggf. durch die EU, verstehen? Es ist ja kein Geheimnis, dass linke Kreise im EU-Parlament bereits davon sprachen, die EU müsse die finanziellen Daumenschrauben anlegen?

        Was meinen Sie denn, darf „man“ tun, um zu verhindern, dass sich Orbán einzementiert? Darf man mitwirken am finanziellen Ruin Ungarns, um die Regierungszeit zu verkürzen?

        Und meinen Sie, dass man Orbán durch solches Verhalten wirklich schwächt? Was ist mit Jobbik?

        Ich bin auf Ihre Antwort gespannt.

      • Herr Pfeifer, die Geschichte von den ungarischen Diplomaten, die sich im Leserbriefschreiben üben, habe ich vor längerer Zeit schon im PL gelesen.
        Die angeblichen Beweise des PL, mittels IP-Adressen eben diese Absender gefunden zu haben, sind für mich genauso glaubwürdig wie die damals angeblichen E-Mail-Todesdrohungen gegen Herrn Schicker.
        Im Leserbriefeschreiben unter wechselder Identität in einem Standard-
        oder PL-Artikel findet man glaube ich eher keine ungarischen Diplomaten. Jedenfalls halte ich die für so blöd nicht.
        Beweise wurden von PL bisher nicht erbracht.
        Das werden Sie Herr Pfeifer Ihrer Glaubwürdigkeit wegen jetzt sicher nachholen.
        Danke im Voraus.

  17. P.H. ich habe alle mir zur Verfügung gestellten Dokumente veröffentlicht.
    Wenn ich in den Jahren 1980-87 wieder nach Ungarn fahren wollte und die österreichischen Diplomaten erreicht haben, dass ich einreisen durfte, mußte ich in der ungarischen Botschaft meine Einreisegenehmigung abholen. Wer dort zu welcher Behörde gehörte, war mir nicht bekannt. Mir daraus einen Strick drehen zu wollen, zeigt Ihre böse Absicht.
    Ihnen passen meine Ansichten über die heutige ungarische Regierung nicht. Anstatt sich mit diesen auseinanderzusetzen beschimpfen Sie mich und verhöhnen mich, was ja gut zum Stil von einigen fidesznahen Medien wie Magyar Hirlap und Echo TV passt sowie versuchen eine Verbindung zwischen mir und einer der ungarischen Geheimdienste zu unterstellen.

  18. Lieber Herr Pfeifer,

    ich habe in dem von Ihnen genannten Zeitraum in Ungarn gelebt. Im Dezember 1979 fuhr ich das erste Mal zusammen mit meiner ungarischen Frau und unserem damals noch kein Jahr alten Sohn Dávid über Wien, die die Nordschweiz und Westdeutschland in die DDR, wo wir schließlich zusammen mit meinen Eltern im Pfarrhaus von Allstedt das Weihnachtsfest feierten. In Westdeutschland hatten wir eine Woche im Hause meines Cousins verbracht, der als Offizier der Bundeswehr Geheimnisträger war.

    Ich fuhr mit einem DDR-Reisepass, der einen Gültigkeitsvermerk hatte. Es war mir erlaubt worden, nach Österreich und in die Schweiz, nicht aber in die Bundesrepublik oder nach Westberlin zu reisen. Für Österreich und die Schweiz brauchte ich ein Einreisevisum. Die Visa wurden mir von den Konsularabteilungen der österreichischen und schweizer Botschaft in Budapest auf Antrag erteilt. Zur Antragstellung musste ich dort persönlich vorstellig werden und ich musste die Visa nach einer Bearbeitungszeit von jeweils mehreren Tagen (Wochen?) persönlich abholden.

    Ehe mir die Visa ausgestellt wurden, befragten mich sowohl der österreichische, als auch schweizer Konsul höchstpersönlich über den Zweck meiner Reise. Die Herrschaften waren sehr neugierig. Sie haben mich auf Herz und Nieren überprüft. Wir plauderten dabei über Gott und die Welt. Ich hatte den Eindruck, sie trauten mir Schlimmes zu.

    Aus DDR Perspektive gesehen reiste ich 1979 zuerst illegal in die Bundesrepublik Deutschland ein und dann auch illegal aus der Bundesrepublik in die DDR ein. Ob ich damit den Straftatbestand gemäß §213 StGB-DDR erfüllt habe, lässt sich heute nur noch schwer beurteilen. Die Staatssicherheitsdienste der DDR und Ungarns gewährten mir Auslass und Einlass und erließen mir all meine Schuld.

    Ich wußte bis 2010 nicht, warum die kommunistischen Geheimdienste so großzügig mit mir verfuhren.

    In den von mir bis zur Transformation des kommunistischen Systems merhmals bereisten Ländern habe ich jedesmal Kontakt sowohl zu Organisationen, als auch Einrichtungen, Gruppen und Personen geknüpft, deren Tätigkeit aus östlicher Sicht gegen die Deutsche Demokratische Republik und andere friedliebende Völker gerichtet waren. Damit erfüllte ich den Straftatbestand gemäß § 100 StGB-DDR.

    Mir ist aber nichts passiert. Einzig, dass die kommunistischen Geheimdienste (fast) alles, was ich damals tat, dokumentiert haben, dachte ich mir anfangs. Inzwischen habe ich aber gelernt, wie man Stasi-Akten zu lesen hat.

    Sie wissen ja, lieber Herr Pfeifer, in den Märchen der Gebrüder Grimm geht es nur vordergründig um Piroska und die Frau Farkas. Vielleicht hatten Sie ja auch eine Großmutter, die Ihnen jeden Abend Märchen vorgelesen hat. Meine Großmutter hatte große Augen, große Ohren und eine lange Nase.
    Mir ist aber nichts passiert. Ich habe von ihr nur gelernt, wie man wahre Geschichten von unwahren unterscheiden kann.

    Ärger bekam übrigens nur mein Cousin, nachdem ich ihn 1979 besucht hatte. MAD und BND und CIA – OJEMINE!

    Bei Ihnen, lieber Herr Pfeifer war alles anders. DAS hat mich stutzig gemacht. Auch, dass sie sich Ihrer Verfolgung durch die HA III/III rühmten, aber den ungarischen Auslandsnachrichtendienst in diesem Zusammenhang niemals erwähnten.

    Entweder waren Sie naiv oder blöd. Sie können es sich aussuchen. Entweder oder – beides zusammen geht nicht.

    Und was Ihre Ansichten über die heutige ungarische Regierung angeht, da möchte ich Sie doch bitten, mich nicht für naiv oder blöd zu halten.

    Und wenn Sie das „Argument“ von Herrn Dalos aufgreifen, nämlich dass ich vom Schlage seiner Feinde sei, die er in den fidesznahen Medien wie Magyar Hirlap und Echo TV verortet, dann beweisen Sie mit Ihrer Argumentation keine große Kreativität. Wollen Sie sich mit mir auf diesem Niveau, das Sie & Co. seit Jahren pflegen, treffen? Ich war für Sie schon mal Oberlehrer, Nazi, Antisemit, Mitarbeiter der ungarischen Staatssicherheitsdienste, Inoffizieller Mitarbeiter der DDR-Stasi, Geisteskranker, Persönlichkeitgestörter und dazu kommt jetzt auch noch „böswillig“.

    Nehmen Sie sich mal an HV oder an Herrn Kálnoky ein Beispiel. Auf beide ist Verlass. Das sagt mir mein Bauchgefühl. Sollten die mir etwas vorwerfen, würde ich mir das zu Herzen nehmen. Aber Sie dürfen mich ruhig auch mit Jauche bespritzen. Ich weiß ja, von wem es kommt.

    Ihnen unterstelle ich gar nichts!

    Denken Sie einfach mal darüber nach!

    Übrigens weiß ich aus sicherer Quelle: „Unter Denken werden alle Vorgänge zusammengefasst, die aus einer inneren Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis zu formen versuchen.“

    Und ich verrate Ihnen auch meine Quelle: Georgi Schischkoff: Philosophisches Wörterbuch

  19. P.H. Sie bilden sich also ein von mir mit Jauche bespritzt zu werden. Sie schreiben vom meinem „Rudel“, nennen mich „Auslaufmodell“ und fühlen sich von mir verfolgt.
    Was da von sich geben ist einfach stinklangweilig.

  20. @Herr Pfeifer
    Ich bin pensionierter Journalist und kein Ideologe. Ich habe mich für die Einhaltung von Menschenrechten eingesetzt.
    Im Gegenteil zu Herrn Orbán, der im Parlament sagte, er sei nicht gegen die Diktatur gewesen, sondern nur gegen die Leute, die diese gemacht haben, war ich gegen die Diktatur und habe, was ich tun konnte, gegen diese Diktatur getan. *
    Schön und gut und anerkennenswert
    nur

    Was macht sie so sicher,dass das was nach Orban kommt Demokratie sein wird?
    Selbst wenn es sich Milla nennt und Bajnai als Häuptling haben sollte?
    einfach nur der Abgang von Orban?
    Über den man in Anmerkungen liebenswerter Mitmeschen immer öfter lesen kann, das er auf demokratische Weise nicht mehr wegzubekommen ist und der doch bitte schön mal bei Rot über die Strasse gegangen werden sollte ?

  21. Turó Rudi, Ich schätze – freilich kann ich mich auch gewaltig irren – dass Orbán wenigstens bis 2018 an der Spitze bleibt.

  22. Ich habe mich durch diese unselige Debatte gequält, ohne eine Selbst-Exegese von Frau Marsovszkys Diskissionseröffnendes Urteil über das Bild gefunden zu haben. Macht sie das öfters?

    Oder könnte es sein, dass sie diesen Satz
    – entweder im Multitask versehentlich auf dissem Blog gepostet,
    – sie denselbigen als shortcut an der Stelle aufm Keyboard gespeichert hat, wo bei gewöhnlichen Sterblichen das Komma sitzt
    – oder wir Leser nur zu verstockt und tumb sind, das Offensichtliche wahrzunehmen.

  23. Ich bin nur frei ! 🙂
    Also, bitte um Aufmerksamkeit und Entschuldigung. In Siebenbürgen gibt es ein rumänisches Sprichwort :Dacă doi spun că eşti beat, du-te şi te culcă.
    „If two people say you’re drunk, go to bed.“
    Sinngemäße Übersetzung: Wenn jemand mich betrunken nennt, lache ich ihn aus. Wenn zwei verschidene das sagen, am besten gehe ich nach Hause und schlafe mich aus .

    Lieber HV ! Ich erzähle, leider, keine Märchen. Ich war mit dabei! Ich bin Zeuge !

  24. Was will man vom diesen „Gaensendieb“? So nennt man Bajnai in Ungarn. Dieser Mann vertraut man nicht nach Alles was beim Wallis passiert ist.
    Ein Wunschtraum, dass er Ministerpraesident wird. Wer will ihn ausser Amerikaner und Liberalen.
    Wenn doch, nur wieder durch Betrug.
    Viele Menschen vergessen nicht so schnell.
    Und das ist kein Antisemitismus.

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