Oberster MSZP-Funktionär in Budapest: Bemerkenswerte Geschichtskenntnisse

Csaba Horváth, ehemaliger OB-Kandidat in Budapest und oberster Funktionär der Ungarischen Sozialisten in der Hauptstadt, hat der oppositionsnahen Tageszeitung Népszabadság ein Interview gegeben.

Gábor Török, Politanalyst, zitiert eine bemerkenswerte Passage auf Facebook:

Ma lesz 94 éve annak, hogy az első köztársaságot kikiáltották, és azóta két olyan személy volt a történelemben, aki a demokrácia ellensége volt: Horthy Miklós és legújabban Orbán Viktor.“

Am heutigen Tage jährt sich zum 94. Mal der Tag, an dem erstmals die Republik ausgerufen wurde, und seitdem gab es zwei Personen in der Geschichte, die Feinde der Demokratie waren: Nikolaus von Horthy und neuerdings Viktor Orbán.“

Die historische Amnesie der MSZP-Funktionäre scheint mehrere Herrschaften ausgeblendet zu haben: Mátyás Rákosi, Stalins besten Schüler, und János Kádár. Und sogar Ferenc Szálasi. Vielleicht handelt es sich ja bei diesen nach MSZP-Lesart um aufrechte Demokraten. Was seine Aussage gegenüber der Magyar Nemzet zu bestätigen scheint: „Wir befassen uns nicht mit kommunistischen Führern, auch nicht mit Stalin oder Tolbuchin, wenn wir über Feinde der Demokratie sprechen.“

Sobald das vollständige Interview verfügbar ist, stelle ich es als Link zur Verfügung.

„Und als aktuellen Begleitgesang gab der MSZP-Vorsitzende Attila Mesterházy der italienischen Tageszeitung l´Unitá zu Protokoll, dass Ungarn zur Diktatur geworden sei („Qui in Ungheria il populismo è diventato dittatura„).

 

Nachtrag vom 17.11.2012:

Horváth hat seine Ergüsse auch auf einer Pressekonferenz der MSZP abgesondert. Hier das Video in seiner vollen Pracht:

 

Nachtrag 20.11.2012:

Und auch wenn man es nicht glauben kann: Es geht noch schlimmer. Er redet sich immer weiter um Kopf und Kragen.

http://atv.hu/videotar/20121119_kimaradtak_a_felsorolasbol_a_kommunista_antidemokratak

Advertisements

112 Kommentare zu “Oberster MSZP-Funktionär in Budapest: Bemerkenswerte Geschichtskenntnisse

  1. HV Mesterházy sagt gleich am Anfang:
    <<…Perché nel mio Paese, il populismo si sta facendo dittatura. Una dittatura istituzionalizzata»
    Ich übersetze das so:
    Weil in meinem Land, der Populismus zur Diktatur wird. Zu einer institutionalisierten Diktatur.
    Sie schreiben, er hätte gesagt: "dass Ungarn zur Diktatur geworden sei"
    Sind Sie sicher, dass dieser Artikel richtig übersetzt wurde? Haben Sie eine deutsche Übersetzung oder verlassen Sie sich auf MTI?

    • Ich habe MTI nicht befragt, sondern „è diventato dittatura“, hoffe ich, richtig ins Deutsche übersetzt. Aber ich freue mich, dass Sie außer dieser völligen Belanglosigkeit nichts gefunden haben. Und bedaure, dass Sie an den Worten Horvtáths nichts auszusetzen haben…

      • HV Das ist der Titel, den Sie angeben. Nur im Text fand ich das nicht. D.h. Redakteure geben oft Titel als Zitat obwohl es so nicht gesagt wurde. Was M. aber wirklich sagte habe ich korrekt ins Deutsche übersetzt.
        Es ist mir zig Mal passiert, dass ein Titel, den ich nicht verfasste meine Aussage verfälschte. Allerdings ist mir öfter passiert, dass ein Redakteur einen passenderen Titel gefunden hat als den, der von mir angegeben wurde. Journalisten können diese Aussage bestätigen.
        Sollte ich wirklich alles kommentieren was Sie schreiben? Auch selbstverständliche Aussagen, dass das Rákosi- und das Kádár-System Diktaturen waren?

  2. Das ist so unsäglich dumm, dass man nicht einmal mehr den Kopf schütteln kann. Einzige Erklärung: es müsste „Feinde der Republik“ heißen und nicht „Feinde der Demokratie“… Das wäre zwar auch schief, weil es unterstellen würde, Orbán wollte die Monarchie einführen, aber … naja…

  3. HV Ich las das Mesterházy Interview auf italienisch und fand es eine ziemlich präzise Kritik an der Politik von Orbán. Was konkret ist daran falsch?

    • KP, deà fazäid olle damalang an andan schmarrn.
      Wie stellt sich denn das problem pfeifer aus sicht dersSocietät für strategische medienberatung dar?

  4. Eine weitere Unstimmigkeit, um nicht zu sagen Lüge, im Unità-Interview:
    „Per la sua opposizione al «governo-regime» di Viktor Orbàn, Mesterhazy ha conosciuto il carcere.“
    Davon weiß in Ungarn niemand was.

    • Na ja sicher meinte er den Moment als er im vergangenem Jahr am 23.Dezember wegen einer Anhörung in der Gyorskocsi utca war.
      Wäre doch ausgeprochen weniger medienwirksam zu erwähnen wieso er dort war, als die von ihm getätigte Aussage.
      Kann mir schon vorstellen welche Meldungen jetzt um die Welt gehen.
      Ja, so sind sie unsere Helden!

      • Der Sprung in den Polizeibus hat sich doch gelohnt. Lange sah es nicht so aus. Es war schon jämmerlich, dass die ausländische Presse den Abtransport Mesterházys damals weitgehend ignoriert hat. Jetzt hat Mesterházy es doch geschafft, Märtyrer zu werden. Zwar etwas verspätet, zwar nur in Italien, aber immerhin.

  5. Es ist doch erfreulich, wie gut und super alles in Ungarn ist, wenn man all das glaubt, was hier steht und von der Realität in Ungarn absieht.
    HV ich kann mich noch erinnern mit welcher Häme hier die Unschuldsvermutung gegen die „liberalen Philosophen“ beiseitegeschoben wurde und ich habe auf HV dann nichts gelesen davon, dass die Staatsanwaltschaft keinen Grund zur Verfahrenseröffnung gegen diese Philosophen gefunden hat. HV habe ich da was übersehen?

  6. Hungarian Voice. Wenn Sie auf eine höfliche Frage nur antworten können blabla, dann kann ich Sie nur bedauern, denn ich antworte auf Ihre Fragen.
    Bitte beantworten Sie meine Frage.

    • 1. Nein, Herr Pfeifer. Auch wenn Sie das noch so oft behaupten: Sie beantworten konkrete Fragen, die nicht in Ihre „Agenda“ passen, seit beinahe drei Jahren nicht.

      2. Ihren Satz „Es ist doch erfreulich, wie gut und super alles in Ungarn ist, wenn man all das glaubt, was hier steht und von der Realität in Ungarn absieht.“ kann man guten Gewissens als BlaBla bezeichnen, und zwar unabhängig davon, ob Sie mich deswegen bedauern. Diese Reaktion ist Ihre Standard-Antwort auf alles. Sie sagt viel mehr aus als Ihre inhaltlichen Beiträge. Was würden Sie und Omar Chamra nur machen, wenn es dieses Forum und das beim Standard nicht gäbe 🙂

      3. Die Unschuldsvermutung wurde hier zu keinem Zeitpunkt „beiseite geschoben“, reden Sie also bitte keinen Unsinn:

      Soll ich Ihnen auszugsweise zitieren, was ich damals schrieb?

      „Auch in Deutschland tätige Fachkollegen stellten sich in den vergangenen Wochen offen auf die Seite der Verdächtigen und erweckten in ihren – mit anderen Themen (Mediengesetz) vermengten Kommentaren – den Eindruck einer von staatlichen oder jedenfalls regierungsnahen Stellen initiierten “Hetzjagd”, obwohl sie für die Praxis an den einzelnen Instituten keine Gewähr übernehmen können. So menschlich aufrichtig dieser Einsatz für geschätzte Kollegen, deren wissenschaftliche Leistungen niemand bestreiten kann, auch sein mag, so sollten doch gerade bei denen, die laut “Demokratie” einfordern, die Ermittlungen der hierfür zuständigen Behörden und die Entscheidung der unabhängigen Richterschaft abgewartet werden. In Teilen oder ganz vorverurteilende Presseberichte in der Magyar Nemzet oder die teils hanebüchenen Kommentare vermeintlich “konservativer Denker” sollten zudem weder überbewertet noch mit staatlichen Stellen gleichgesetzt werden – wenn man dies könnte, so hätte in den vergangenen Jahren international Schimpf und Schande über die linke Tageszeitung Népszava hereinbrechen müssen, die in ihrer Berichterstatung gegenüber Orbán, Fidesz und KDNP seit je her weniger einem Florett als einem Krummsäbel ähnelt.“

      https://hungarianvoice.wordpress.com/2011/02/19/agnes-heller-im-interview-mit-dem-stern-kleine-philosophen-sind-eifersuchtig/

      Hier wurde, ohne die Unschuldsvermutung in Frage zu stellen, lediglich über die Einleitung von Ermittlungen berichtet. Ich plädierte seinerzeit dafür, das Ergebnis dieser Ermittlungen abzuwarten, widersprach dabei in aller Deutlichkeit aber auch dem Gerede vom „Schauprozess“ (ein solcher wurde nämlich nie eingeleitet). Wo erkennen Sie hier die Missachtung der Unschuldsvermutung? Und auch darüber, dass Teile der Presse die bloße Erwähnung der Ermittlungen für verwerflich hielten und eine der Betroffenen, Frau Prof. Heller, sämtliche Diskussionen mit dem Hinweis auf „kleine neidische Philosophen“ beiseite schieben wollte, berichtete ich. Wie so oft weiß ich also nicht, was genau Sie mir Handfestes vorwerfen. Und betrachte es schon als gehöriges Maß an Chuzpe, wenn gerade Sie mir in Ihrem Dauer-„attack-mode“ Vorträge über Unschuldsvermutung halten wollen. Ich denke, ich bin da nicht der Einzige, dem da die Haare zu Berge stehen. Nehmen Sie zur Kenntnis: Hier wird Kritik auch an Fidesz geübt, aber kein „Krieg“ gegen die ungarische Regierung geführt.

      Im Juli 2012 hatten wir zum Thema Philosophen einen Wortwechsel:

      Karl Pfeifer
      „HV Heute hat die Staatsanwaltschaft alle Beschuldigungen gegen die Philosophen in Ungarn fallen gelassen.
      Wie erklären Sie, die Hetzkampagne von Fidesznahen und staatlichen Medien ab Jänner 2011 gegen die “liberalen” Philosophen?“

      Antwort hungarianvoice
      „Die Blätter (Nemzet, Hírlap) waren voreilig auf dem Holzweg, es lagen eben keine Straftaten vor. Ebenso wie Pusztaranger auf dem Holzweg war, der voreilig von “Schauprozess” sprach. We erklären Sie, dass die angeblich fidesz-unterwanderte Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellt, obwohl doch der Oberste StA, Péter Polt, ein “Parteisoldat” des Fidesz ist? Much ado about nothing?“

      Karl Pfeifer
      „HV Die Antwort ist sehr einfach. Es gibt jetzt schon genug Skandale in Ungarn. Noch einen kann Fidesz nicht gebrauchen. Und ein Verfahren ohne jedes Sustrat wäre sehr kontraproduktiv. Heute Abend sah ich Agnes Heller im ATV in Egyenes Beszéd. Ich empfehle dies ab morgen Früh anzuschauen und sich selbst eine Meinung zu bilden.“

      Dass ich seinerzeit keinen eigenen Beitrag verfasst habe, hat sie nicht gestört. Allerdings scheint meine diesbezügliche „Verfehlung“ Eingang in das Pfeifer´sche Archiv gefunden zu haben. Sonst würden Sie diesen Quatsch jetzt nicht hervorzaubern.

      Und vor allem: Was hat das alles mit den Aussagen von Horváth und Mesterházy zu tun?

    • Herr Pfeifer, Sie wollten mir doch noch beweisen, dass es den Verlag Edition Temmen – mit den Schwerpunkten Deutscher Pazifismus, Zeitgeschichte sowie die Dissidentenszene und deren Entwicklung in Osteuropa – schon gab, als Horst Temmen, einst wissenschaftlicher Mitarbeiter
      an der Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen und Helmut Donat unter Donat & Temmen firmierten.

      Könnten Sie gleich noch mitbeweisen, dass es nach der Transformation auch im Westen Stasiüberprüfungen gegeben hat?

      Ich gehe mal davon aus, dass das Duo Donat & Temmen so sauber ist, wie das Pärchen „Bob“ und „Petra“. Und ich hoffe, dass „Pfeiffer“ keine „rechtlichen Schritte“ oder gar einen operativen Vorgang gegen mich einleiten wird, nur weil ich ’ne Paranoia habe und darauf bestehe, dass Herr Karl Pfeifer aus Wien sein Versprechen einlöst.

      Denn so viel muss sein, wo doch die Linken im Westen niemals stasiüberprüft worden sind und deshalb heute aus Angst Faschismus schreien..

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/stasi-agenten-bei-der-spd-fuer-verdienste-um-volk-und-vaterland-11940566.html

  7. Da würde ich doch gerne mal wissen was Herr Pfeifer hierzu sagt:Passt zwar nicht ganz zum thema fiel mir aber spontan unter dem Sichwort Häme ein (bzw.auf )
    von Herrn Bitó (keine Anung wer das ist aber sicher ein Demokrat)

    „Vajon miért éppen a németet akarják a preferált tanított nyelnek megtenni, miután egyszer már majdnem elveszítettük anyanyelvünket a labanc talpnyalók deutsches Sprechenje kedvéért? Én legfeljebb egy okát látom a mai helyzetben: talán azzal akarnak kedveskedni neonáci tartalékuknak a demokrácia elleni végső küzdelemben, hogy lehetővé teszik a Mein Kamf és a húszas-harmincas évek antiszemita-nacionalista szennyirodalmának eredeti nyelvű olvasását. Mert azt aligha hiszem, hogy OV-ék Thomas Mann megszeretésére akarják nevelni fiataljainkat. Különben is annak élvezetéhez sokkal magasabb szinten kell tudni németül, mint ami a közoktatásban elérhető.” (…)

    Ach nett.Dem ungarischen Volk wird das erlernen der deutschen Sprache aufgezwungen, damit sie „Mein Kampf“ lesen können!!
    Ich frag mich gerade, wieviele Mütter ihre Kinder in Babyzeiten zu heiß gebadet haben?
    Stimmt in Ungarn ist wirklich alles paletti, da muss ich Herrn Pfeifer mal wieder beipflichten.

    • Bitó ist ein in Amerika lebender Arzt (Augenspezialist oder Forscher), wenn ich mich nicht irre. Er tritt mit seinen hysterischen Artikeln, in denen er um die Demokratie unter dem Orbán-Regime besorgt ist, bei galamus.hu oder Népszava auf. Ich glaube, dies bedarf keiner weiteren Kommantare.

      • Wie gut, dass ich nicht vorher gegoogelt hatte.

        Allerdings ist mir dann danach die Erkenntnis gekommen, dass der Kreis wohl doch rund ist.
        László Bitó: Die Kunst des schönen Sterbens
        Mit einem Vorwort von Agnes Heller

  8. Danke HV dass Sie sich doch die Mühe machten zu antworten.
    Im Gegensatz zu Ihrer Behauptung führe ich keine Aufzeichnungen über Ihre Website. So wichtig ist sie dann auch nicht. Hätte ich solch eine Aufzeichnung, dann hätte ich Sie nicht gefragt, ob ich mich richtig erinnere. Ich bin nicht interessiert daran Sie schlecht zu machen nur weil ich mit dieser oder einer anderen Meinung, die Sie äußern nicht einverstanden bin.
    Danke, dass Sie solch ein gutes Archiv haben und auf Anhieb mich mit meinen Aussagen konfrontieren können.

    Was mir von Anfang an klar war, als die Angriffe gegen die „liberalen Philosophen“ begonnen haben, dass es sich um eine konzentrierte politische Kampagne handelte. Die Fairness, die Sie für G. Jeszenszky (zu Recht wie ich meine) einforderten, die wurde auf HV nicht immer gegenüber A. Heller geübt.
    Und bitte zur Kenntnis zu nehmen, ich bin nicht Herausgeber oder Mitarbeiter von „Népszava“, wenn ich mich richtig erinnere, habe ich dort auch nichts publiziert.

    Natürlich bringen Sie auch manchmal kritische Texte. Aber es gibt für meinen Geschmack zu viel Jubelmeldungen. Doch über Geschmack und Ohrfeigen…
    Der von mir geschätzte Péter Esterházy sagte einst:
    „Die Probleme, falls wir sie überhaupt beim Namen nennen können, kehren wir unter den Teppich, und gleich darauf weisen wir die Unterstellung zurück, etwas unter den Teppich gekehrt zu haben. Was für ein Teppich, wir haben ja gar keinen, behaupten wir, den haben die Kommunisten gestohlen.“

    • Nachdem Sie ja vorhin so sehr betonten, Sie würden Fragen beantworten: Wo bitte habe ich die Unschuldsvermutung beiseite geschoben?
      Und zusätzlich haben Sie mich mit Ihrem Hinweis auf angebliche „Jubelmeldungen“ neugierig gemacht. Zeigen Sie mir doch bitte eine solche.

      • Ich habe nicht Sie beschuldigt die Unschuldsvermutung beiseitegeschoben zu haben, sondern einige Poster, für die jeder, der Orbán kritisiert, auch ein schlechter Mensch sein soll.
        Jubelmeldungen. Da haben Sie recht und ich nehme diese Behauptung zurück.
        Auf HV las ich genug Angriffe gg den deutschsprachigen Journalismus, der angeblich über Ungarn tendenziös berichtet.
        Nun kommt aber uneingeschränktes Lob für die heutige ungarische Regierung
        http://news.belta.by/en/news/president?id=699207
        Das wird ja manche, die nach Osten blicken und von dort Hilfe erwarten, trösten.

        PH Ich zitierte Esterházy aus Regina Fritz: Nach Krieg und Judenmord, Ungarns Geschichtspolitik seit 1944″, Wallstein, 2012, Seite 10. Wenn Sie damit Probleme haben, wenden Sie sich doch an die Autorin.

        PH würde in Depression verfallen, wenn er nicht meine wirklichen oder vermeintlichen Fehler anprangern könnte.

      • Sie betrachten also Kritik an einer Berichterstattung, die – so eine vertretbare Bewertung – tendenziell einseitig ist, als „Angriff“. Ich sehe es anders und finde, Fehler dürfen kritisiert und der Mainstream-Meinung eine andere Betrachtung gegenüber gestellt werden. Als eine mögliche Sichtweise. Soll der Leser entscheiden, was er plausibler findet. Dazu muss er allerdings auch die Dinge erfahren, die Mayer & Co. verschweigen. Und die auch Sie lieber unter den Teppich gekehrt wüssten, wie man ausweislich Ihrer Kommentare hier erahnen kann.

        Reinhard Olt hat sich gegenüber der Budapester Zeitung auch zu diesem Phänomen geäußert:

        http://www.budapester.hu/2012/11/%E2%80%9Eorban-regierung-muss-weiser-kommunizieren/

    • Mal abgesehen davon, wie sich die Eszterházys schon seit Jahrhunderten schreiben, ist es auch komisch, dass Pfeifer gerade mit diesem Zitat kommt.

      Er kann es nicht lassen. Liefert immer nur Steilvorlagen!

      Wie war das doch mit dem Botschafter der Republik Österreich?
      Der ließ doch mal über die HA III/II bei der HA III/III des ungarischen Staatssicherheitsdienstes nachfragen, was bei denen schon wieder aus dem Ruder gelaufen sei, weil die doch den Umstürzler Herrn „Karl Pfeiffer“ von der Gemeinde in Wien nicht den roten Teppich ausgerollt hatten.

      Wo der Karl Pfeiffer doch in wichtiger Mission nach Ungarn einreisen musste, um das Regime-Orbán zu verhindern.

      Und jetzt stellt sich heraus, dass die den Genossen von der HA III/III (bei der Stasi war das die HA XX) gar keinen Teppich mehr hatten. Den hatten sie denen schon unter den Füßen weggeklaut.

      Weil, der Esterházy muss es ja wissen! (Ich wusste es schon 1983 von Prof. Halász, dass bei der Budapester Rundschau nur „Selbstverpflichtete“ ’nen Job kriegen.)

      Oh „Pfeiffer“!!!! Oh Ihr Umstürzler aus Wien!!!!

      Pfeiffer! [sicc!]

      In Herrn Pfeifers Akte steht ’sicc‘ mit nur einem ‚c‘!
      (Und Esterházy schreibt man ohne ‚z‘.)

    • Herr Pfeifer, hat man Ihnen Einsicht in meine Krankenakte gewährt?
      Paranoia, Depression!
      Was kommt denn noch alles.
      Apropos Eszterházy, es ist nicht Ihr Fehler, dass die Adelsfamilie ihren Namen nur mit ’s‘ schreibt. Ihr blieb die Zwangsmagyarisierung ersprart..

  9. Nachtrag:
    *Mert azt aligha hiszem, hogy OV-ék Thomas Mann megszeretésére akarják nevelni fiataljainkat. Különben is annak élvezetéhez sokkal magasabb szinten kell tudni németül, mint ami a közoktatásban elérhető.” (…) *

    Nun mit Thomas Mann als Beispiel sollte man vorsichtig sein.
    Zumindestens mit seinem wohl bekanntestem Werk „Die Buddenbrooks“ Könnte es doch leicht sein, dass es als Pflichtlesestoff vom Lehrplan verschwindet und auch wohl ansonsten nicht mehr gern gesehen wird,wiederspiegelt sich doch in seinem Inhalt u.a. die traditionelle Rolle in der Familie.
    und dagegen kämpft ja Frau Reding nun ganz entschieden an.Sie hat sich zur Aufgabe gemacht Unterrichtsmaterialien aus dem Verkehr zu ziehen, die Schülern ein traditionelles Rollenverständnis der Geschlechter vermitteln.

  10. Herr Pfeifer,
    Auf HV las ich genug Angriffe gg den deutschsprachigen Journalismus, der angeblich über Ungarn tendenziös berichtet.

    eigentlich schon mal aufschlussreich , dass man in der deutschprachigen (wohlgemerkt:sprachigen!) Presse nix über Horváth lesen kann.Ist die Berichterstattung evtl doch tendenziös oder ist es Horváth nicht wert, dass über ihn berichtet wird?
    Dies sollte dann wiederum zum Nachdenken Anlass geben.
    Oder sind die Geschichtskenntnisse einiger auch auf Horváth Niveau?

  11. Turó Rudi, ich denke, dass es kein Zufall ist, dass man über viele Facetten der ung. Politik in deutschsprachigen Medien nicht berichtet. Nehmen wir doch ein anderes Beispiel. Herr Matolcsy hielt in Hódmezövásárhely einen Vortrag, in dem er beiläufig erwähnte, er hätte von Japanern gehört, die Ungarn und Japaner seien verwandt, denn die ungarischen und japanischen Kinder haben während der ersten drei Monate einen kleinen roten Punkt am Hintern. Ich denke Matolcsy machte einen Witz oder aber gefiel er sich in der Rolle eines Pausenclowns. Keine deutsche Zeitung berichtete darüber, und das ist gut so.
    Die Witze oder die dummen Sprüche eines ung. Ministers interessieren die Leser nicht. Über die Wirtschaftspolitik, die Matolcsy macht, wird berichtet.
    Die Rede eines oppositionellen ung. Funktionärs ist für die Leser von HV sicher interessant aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Nachricht darüber einen durchschnittlichen deutschsprachigen Leser interessiert.

  12. *ich denke, dass es kein Zufall ist, dass man über viele Facetten der ung. Politik in deutschsprachigen Medien nicht berichtet*
    wie wahr Herr Pfeifer, wie wahr.
    Wäre ja auch ziemlich unprofessionell, wenn man in der Zeitung XYZ berichten würde, wie herrlich bescheuert doch unser hoffnungsvoller MSZP Nachwuchs hier in Ungarn ist. Da könnte ja einer der durchschnittlichen Leser anfangen nachzudenken und das ist schon mal einer zu viel.

  13. Nachtrag:
    *Keine deutsche Zeitung berichtete darüber, und das ist gut so.*
    Beinahe hätte ich mich Ihrer Meinung angeschlossen.Stimmt,
    deutsche Zeitung (bisher) nicht aber die deutschsprachige Rentner-Bild hier in Ungarn ist sich auch dafür nicht zu schade.
    Leider verweigert mein PC einen Link zu diesem Beitrag in o.g. Zeitung zu setzen. 😉

  14. Turó Rudi und HV
    wenn jetzt über jeden Unsinn oder Geschichtsverdrehung, die in Ungarn geäußert werden, da könnte ich auch einige krasse Beispiele aus dem Fideszlager bringen, die deutschsprachigen Zeitungen berichten würden, dann wären sie auch nicht zufrieden. Denn mit solchen kann man wie die Ungarn sagen Dunát rekeszteni.

      • Wenn ich es richtig verstanden habe, hat ein MSZP Funktionär Rákosi und Kádár nicht erwähnt. Und darüber berichten die deutschsprachigen Medien nicht. Und jetzt kriege ich auch noch mein Fett ab, ich hätte doch gleich einen Artikel darüber schreiben sollen. Sagen Sie, verehrter HV haben Sie den Sinn für Proportionen verloren?

        Wie oft haben Sie schon über eine krasse Geschichtsfälschung eines Fideszfunktionärs berichtet?

    • Off topic!

      Sagen Sie, Herr Pfeifer, kommt der zweite Satz von Ihnen oder von der Hagalil-Redaktion?

      „In Ungarn existiert eine offen auftretende postfaschistische Bewegung, die Juden, Roma und Sinti bedroht. Ungarns Exekutive und auch die aktuelle Regierung treten diesen politischen Strömungen nicht entgegen, sondern paktieren mit ihnen.“

      http://www.hagalil.com/archiv/2012/11/18/ungarn-13/

      Mich würde interessieren, inwieweit die Exekutive und die Regierung mit diesen postfaschistischen politischen Strömungen „paktieren“. Leider bin ich zu weit weg von Hannover, um mir Ihre Antwort dort live anzuhören. Aber vielleicht geben Sie uns ja hier einige Gedanken dazu wieder…

  15. Da ich nicht nur in Hannover einen Vortrag halte, nehme ich doch an dass einer der Veranstalter diesen auf seiner Website publizieren wird. Ich stimme immer prinzipiell zu, dass meine Vorträge aufgenommen und publiziert werden.

    Aber vorher äußere ich nichts über den Inhalt.

    Sagen Sie, verehrter HV, haben Sie nicht gewußt, dass Ankündigungen in der Regel vom Veranstalter formuliert werden?

      • Nachtrag:

        Es interessiert mich weniger, wer „in der Regel“ die Ankündigung formuliert. Sondern ganz konkret, ob die Aussage von der angeblich mit Postfaschisten „paktierenden“ Regierung und Exekutive von Ihnen kommt. Aber danke, dass Sie wieder einmal meine Frage nicht beantwortet haben.

  16. Und ich dachte, meine Antwort wäre glasklar. Also nocheinmal:
    Ich mache vor einem Vortrag keinerlei Aussagen über den Vortrag, über diejenigen die mich eingeladen haben oder über einen Ankündigungstext.

  17. Während wir hier über die Geschichte diskutieren, hat New York Times einen Bericht über Europas Faschisten gebracht. Über Ungarn schreiben sie:
    „IN September, I sat in a Budapest courthouse as four men with tattoos and shaved heads filed past in handcuffs. Called the Death Squad, the men were charged with six murders during a wave of attacks against the country’s Roma minority, including one in which the attackers tossed a Molotov cocktail at a house and then gunned down a father and his 5-year-old son as they tried to escape the flames.

    In the wake of the Death Squad murders, Kristof Domina founded the Athena Institute to monitor European extremist groups. The Budapest-based institute’s Web site features a map of 114 extremist groups active in 13 European countries. Although there are reports that these groups communicate and sometimes travel across the Continent in search of weapons or training, the problem hasn’t been dealt with at a Pan-European level.

    Unlike Greece, Hungary has a history of fascist groups, including the Hungarian National Front, an anti-Semitic, anti-Roma group that established an annual international neo-Nazi event and regularly holds paramilitary training exercises on a former Soviet military base (“an incubator for the Breivik-type people,” says Mr. Domina, referring to the Norwegian mass murderer Anders Behring Breivik). Since Hungary’s economic crisis began, new extremist groups have emerged and the Hungarian National Front has gained national prominence.

    In 2009, Jobbik, a self-described “radically patriotic Christian party” with an affiliated militia, entered Hungary’s Parliament. To rally its base, the party often relies on hate marches and intimidation campaigns that stoke racist fervor.
    While Jobbik has traditionally tried to distance itself from more extreme groups, its true colors were on display at an August rally in the village of Devecser, where a Jobbik member of Parliament delivered the opening address. Subsequent speeches from other groups grew increasingly violent, climaxing in a tirade about “how the Roma people have to die and you have to kill them and we have to clean out the country,” as one witness recalled. The crowd eventually began throwing stones at Roma houses, chanting “you will die” and vowing to return.

    Hungary’s ruling center-right party, Fidesz, is eager to win back some far-right voters it lost to Jobbik, so it won’t push back. Since being elected in 2010, Fidesz has pursued its own campaign of democratic rollback. Gerrymandered election districts, centralized control over the courts and the press and a new Constitution that dismantles checks and balances have caused discomfort in Brussels. In February, European Commissioner Neelie Kroes threatened to initiate proceedings that could strip Hungary of its European Union voting rights due to its controversial media laws. But that hasn’t happened yet — most likely because Brussels lacks enforcement mechanisms short of this “nuclear option.”

    Ich bin schon gespannt, ob der ung. Botschafter in Washington einen geharnischten Leserbrief schreibt und den von Ihnen so beworbenen Yona Metzger zitiert, der doch für Viktor Orbán betet? (Ironie!)

  18. Liebe Frau Széchényi, Sie können natürlich daran zweifeln, ob ein US-Amerikaner intelligent genug ist, um etwas zu wissen über Roma und Faschisten.
    Ich zweifle nach Lesen seines Kommentars nicht daran. Der Journalist hat in Ungarn K. Domina , den Fachmann für extremistische Umtriebe getroffen und sich u.a. auch über die lebhafte Neonaziszene in Ungarn informieren lassen. Seine Informationen sind genau.
    Heute berichten NOL und Nszva über die noch nicht rechtskräftige Verurteilung des Jobbik Abg. Zagyva der zwei Journalisten der Budapester Wochenzeitung Hetek u.a. mit einer Hundepeitsche bedroht hat.

    • Pauschal lässt sich über die Intelligenz von „US-Amerikanern“ trefflich streiten. Und wie immer, wenn Herr Pfeifer eine Duftmarke gesetzt hat, stellt sich die Frage: de minek?

      Die Botschaft, die sich diesmal aus seiner Wortblase herausriechen lässt, ist klar. Sozen wie der Oberste MSZP-Funktionär in Budapest können absondern, was immer nur geht.
      Was ein „Brauner“ ist, betimmen immer noch „WIR“. Und das ist Orbán. Auf den schlagen wir ein. Und möchten so gerne Blut fließen sehen.

      WIR sind „Pfeiffer“ und wenn es sein muss, greifen wir auf alles zurück, was uns gerade nützen kann. Hass!

      Ich frage mich nur eins, warum gibt es auf der aktuellen Hass-Karte des K. Domina eigentlich nur braune Häufchen?

      Ist der Hass, der Linke und Liberale auszeichnet, etwa weniger gefährlich?

      Im Jargon der Nationalsozialisten waren KZ’s „Konzertlager“.

      Linke wie Dalos, die heute hoch angesehen sind, relativierten das allumfassende Repressionssystem in der Sowjetunion, das aus Zwangsarbeitslagern, Straflagern, Gefängnissen und Verbannungsorten betand und das der Unterdrückung politischer Gegner, der Ausbeutung durch Zwangsarbeit und der Internierung von Kriegsgefangenen diente.

      Linke verhöhnten die Opfer des Stalinismus mit ihrer Rede vom „Archipel Gulasch“, vom „Gulaschkommunismus“ oder von Ungarn als der „lustigen Baracke“.

      Und K. Domina verhöhnt heute indirekt die Opfer des sozial-liberalen Staatsterrors von 2006 in Ungarn.

      Warum ist der Klub der „töpödt agyúak“ vom Sender atv eigentlich nicht auf der Hasskarte des Athena Instituts eingetragen? Sind doch auch „Glatzen“, die da vor den atv-Kameras lümmeln, um gegen das Regime-Orbán zu geifern.

      Warum will „Pfeiffer“, dass pauschal über den IQ von Romney und seine Kritiker gemutmaßt wird, wo es doch viel interessanter wäre, mal zu erfahren, wie es um sein Hirnvolumen oder den IQ von Frau Alle-sind-Antisemiten steht.

      Oder meint „Pfeiffer“ nur, Amerikaner seien per se klug, weil er sie schon auf seiner Linie sieht?

      Weil es unter denen tatsächlich welche geben soll, die Bajnai an die Regierung haben wollen?

      • töpörödött vs. töppödt

        Ich habe mich aus Furcht vor den „rechtlichen Schritten“ der Kryptotransformatoren für „töpödt agyúak“ entschieden. Denn dieses Wort gibt es so nicht.

        Was es gibt, dass sind die hier.
        http://atv.hu/musoroldal/ujsagiroklub
        Meine Lieblingsglatze ist leider raus aus der Firma.

        Irgendwie komisch:. wenn ich bei Google „Kristóf Domina“ eingebe, kommt

        „Dési“.

        Der hat mal ’n Interview mit Kristóf Domina gemacht.

        Find‘ ich gut, dass es Netzwerke gibt.

        Warte sehnsüchtig auf die nächste Ballvorlage von fn. „Pfeiffer“.

        Ich liebe doch alle.

        töpörödött wie töppödt – so sind die Geiferer gegen Turul und Demokratie

      • Herr Herche, wenn Sie wirklich nach Budapest fahren, hat jemand mit Ihnen Hase und Igel gespielt.

        Pfeifer ist heut in Kassel und morgen in Hannover:

        21.11.2012 Antisemitismus und Antiziganismus in Ungarn. Vortrag im Philipp-Scheidemann-Haus Kassel
        Jonas Dörge in Veranstaltungen
        Vortrag mit Karl Pfeifer. Pfeifer ist Journalist, lebt und arbeitet in Wien. Er floh vor den Nazis 1938 aus Österreich nach Ungarn. Dort trat er 1940 der sozialistisch-zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hatzair bei. Noch vor der Okkupation Ungarns durch die Deutschen floh er 1943 mit weiteren 50 Jugendlichen nach Palästina. Er lebte in und kämpfte für Israel bis 1949. 1951 ging er zurück nach Wien.

        Beginn: 19.00 Uhr im Philipp-Scheidemann-Haus (Kassel, Holländische Straße/Ecke Mombachstraße).

        Antisemitismus und Antiziganismus im heutigen Ungarn
        22. 11 2012, 19 Uhr
        Veranstalter: Liberale Jüdische Gemeinde Hannover e.V., Evangelische Stadtakademie
        Hannover, Deutsch-Israelische Gesellschaft e.V. AG Hannover, Begegnung Christen und
        Juden Nds. e.V.
        Veranstaltungsort: Liberale Jüdischen Gemeinde „Etz Chaim“, Fuhsestr. 6, 30419 Hannover
        Vortragsveranstaltung
        Der Wiener Journalist Karl Pfeifer hielt am 4. November in Jerusalem vor dem Israelischen
        Rat für Beziehungen mit dem Ausland einen Vortrag über Nationalismus und Antisemitismus
        in Ungarn. Er wird eine aktualisierte Version dieses Vortrags in Hannover halten. Darin gibt
        er einen aktuellen Überblick über die politische Situation in Ungarn und schildert, was in
        einem europäischen Land passiert, in dem Antisemitismus und Antiziganismus salonfähige
        Ideologien sind.
        In Ungarn existiert eine offen auftretende postfaschistische Bewegung, die Juden, Roma und
        Sinti bedroht. Bei den Parlamentswahlen 2010 siegte ein rechtes Wahlbündnis und erhielt
        eine Zweidrittelmehrheit der Mandate. Im April 2011 lies der neugewählte
        Ministerpräsidenten Viktor Orbán eine neue Verfassung verabschieden, die sich als
        Grundlagen der Nation in ihrer Präambel unter anderem zu Gott, Stephanskrone und
        Vaterland, Christentum, Familie und Nationalstolz bekennt. Seit Machtantritt dieser
        Regierung erfolgte eine rigorose „Säuberung“ des Staatsapparates, in Rundfunk und
        Fernsehen wurden alle Leitungsfunktionen neu besetzt und kritische Journalisten mundtot
        gemacht. I
        Als drittstärkste politische Kraft, noch rechts von dieser Regierung, agiert die Partei „Jobbik“ ,
        die offen an die nationalsozialistischen „Pfeilkreuzler“ anknüpft (die während der deutschen
        Besatzung Ungarns aktiv an der Ermordung der Juden beteiligt waren) und auch heute mit
        ihrer paramilitärischen „Ungarischen Garde“ insbesondere Sinti und Roma auch physisch
        angreift.
        Karl Pfeifer, geb. 1928, ist Journalist, lebt und arbeitet in Wien. Er floh vor den Nazis 1938
        aus Österreich nach Ungarn und von dort 1943 mit weiteren 50 Jugendlichen nach Palästina.
        1946 meldete er sich freiwillig zum Palmach, einer Elitetruppe der Hagana, und kämpfte
        1947-1949 im Negev. 1951 kehrte er aus Israel zurück nach Wien. Karl Pfeifer gehört auch
        dem Kuratorium des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes an.
        Der Veranstaltungsort, das Gemeindezentrum Etz Chaim, befindet sich in der Fuhsestr. 6,
        30419 Hannover an der Haltestelle „Stöckener Friedhof“ der Stadtbahnlienien 4 und 5.

  19. L. Hofer,
    Bei meinem Vortrag in Hannover waren zwei Ungarn anwesend. Einer hatte versucht ein Koreferat zu halten. Konnte nach meinem Vortrag seinen Widerspruch ungehindert erklären. Neben ihm saß ein Ehepaar, eine Ungarin und ihr deutscher Ehemann, sie nahmen meinen Vortrag auf und fotografierten meine Präsentation. Die Dame, die sich nicht vorstellte, gab sich nachher im sehr kurzen Gespräch mit mir als glühende Anhängerin des Kádárregimes als ihrer Meinung nach alles besser war.

    • Herr Pfeifer,
      ich war noch nie bei einem Ihrer Vorträge.

      Hoffenlich gibt es einen Mitschnitt der Veranstaltung, der auch öffentlich gemacht wird.
      Wo kann ich diesen Vortrag nachhören?

      • Werter Herr Pfeifer, möchten Sie meine Frage noch beantworten? Stammt die Behauptung, die ungarische Regierung und Exekutive würden mit der postfaschistischen Jobbik „paktieren“, von Ihnen? Ganz konkret, ohne Bezugnahme auf irgendeine Praxis im Allgemeinen oder im Regelfall?

      • Herr Pfeifer,
        mir geht es konkret um Ihre Vorträge vom 21.11.2012 im Kassel und 22.11.2012 in Hannover.
        Mir geht es nicht um Ihre Stimme, sondern um Ihre Worte.

    • Im öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Bundesrepublik Deutschland hörte ich heute, dass es unter Tito in Jugoslawien viel besser war. Es hieß, auch in Ungarn sei es damals noch besser gewesen. Heute würden in Ungarn wieder Roma getötet.

      Dass es früher im Ostblock und in Jugoslawien besser war, stellte Herr Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates der deutschen Sinti und Roma fest. Dass es in Jugoslawien besser war und es heute in Ungarn „Progrome“ gäbe und infolge der Ausschreitungen Roma wieder zu Tode kommen, hat Frau Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN behauptet.

      http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/2012/feindbild-sinti-roma-100.html

      Folge ich der Logik von fn. „Pfeiffer“, müssen Herr Rose und Frau Roth „glühende Anhänger“ des Tito- und Kádár-Regimes sein.

      Eines nur verstehe ich nicht: Wie war es möglich, dass die in der Logik von fn. „Pfeiffer“ als glühende Anhängerin des Tito- und Kádárregimes geltende rothe Fuchtel auch eine „glühende Anhängerin“ der Kriegspolitik war, mit der die Zerschlagung Jugoslawiens und die politische Neuordnung Südosteuropas erfolgte.

      Ich selbst sage aufgrund meiner Erfahrung, dass es damals unter Kádár und – soweit ich das beurteilen kann – auch unter Tito in Jugoslawien schlimm, für mich in Ungarn sogar viel schlimmer als heute war.

      Am allerschlimmsten aber finde ich Pauschalisierungen von Karl Pfeifer aus Wien, solange er Schwachsinniges für Argumente hält.

      (Als ich kürzlich mit dem RailJet durch Pfeifers Österreich fuhr passierte mir folgendes. In Meidling stieg eine Dame zu. Als kurz nach Wien zum dritten Mal die Fahrscheine vom österreichischen Schaffner kontrolliert wurden, erklärte die Dame neben mir lauthals, dass der RailJet ja „aus dem Ostblock“ käme. Da muss man schon etwas genauer hinschauen, sagte sie, weil „DIE“ jetzt alle zu uns kommen..

      Auf meine Frage, wie alt sie denn sei, weil es in ihrer Welt noch immer den „Ostblock“ gebe, sagte sie:

      „Vierundachtzig“.

      Offensichtlich hielt sich die Dame für ganz normal. Was an ihrem Altersschwachsinn gelegen haben könnte.)

      Und dagegen läst sich nun wirklich nichts machen.

      • Eine unsägliche Diskussion.

        Einerseits die Schweizer Weltwoche, die ein Foto eines Kindes verwendet hat, das mit Kriminalität in der Schweiz nichts zu tun hat und das irgendwo mit einer Spielzeugpistole spielt. Und damit seine Persönlichkeitsrechte verletzt. Und ein Depp von Journalist, der sich trotz dieses Vorgangs noch uneinsichtig gibt.

        Anderseits Romani Rose, der es „skandalös“ findet, wenn man es wagt, die Roma-Abstammung von Kriminaltouristen zu erwähnen. Er will, dass die Nationalität erwähnt wird, denn Rumäne, Ungar oder Serbe sagt nichts darüber aus, dass es sich um Roma handelt. Nachdem man uns also – auch von Seiten der Grünen – jahrelang verboten hat, darüber zu sprechen, dass der Täter Türke oder Jugoslawe ist, darf man das nun wieder. Dank Rose. Jede Minderheit kämpft offenbar dafür, selbst nicht genannt zu werden. Eine unsäglich verkrampfte Art, zu reden. Und Probleme unter den Tisch zu kehren. Will Rose bestreiten, dass die Bettlerbanden Zigeuner sind? Dass es riesige Probleme unter ROMA mit Zwangsprostitution in der Schweiz zu geben scheint? Wer behauptet, es sei Rassismus, wenn man sagt, Roma Banden trügen zur Kriminalität bei, hat den Verstand verloren. Wer Kriminalität als soziales Problem ansieht (wie ich z.B.), der will auch wissen, wo diese sozialen Probleme bestehen. Denn nur so kann man helfen. Es kann nicht sein, dass man Rosinen pickt: Roma als Hilfsbedürftige und Opfer JA, als Täter nein. So operieren nur Linke Weltverbesserer. Was trägt Verschweigen zur Problemlösung bei?

        Claudia Roth ist auch nicht schlecht. Hat nur ein Problem, sich Rose anzuschließen, sonst stehen morgen die Vertreter der Türken und Italiener bei ihr vor der Tür. Und beschweren sich, dass die Grünen jetzt die Diskriminierung nach Nationalität plötzlich dulden und nur die aus Gründen der Abstammung geißeln. Dass sie „systematische Verfolgung“ von Roma Inn Ungarn herbeiphantasiert, ist dann nur noch die logische Konsequenz ihrer Betriebsblindheit.

        Die Anwältin findet den Begriff Zigeuner beleidigend. Offenbar wurde sie hier sozialisiert. Denn für Cigány in Ungarn gilt das eben nicht. Die wollen sich selbst Zigeuner nennen, um nicht einem Clan zugeschrieben zu werden.

        Na ja, Innenminister Herrmann kennt man.

      • PH kann es nicht lassen seine verworrene Gedanken, die alle dorthin führen meinen Namen – den er noch immer nicht richtig schreiben kann – zu erwähnen. Ob seine Phobie gegen meine Person heilbar ist?

      • @ Karl Pfeifer

        Paranoia und Depression hatten wir schon, phobische Störung ist neu. Ich finde Ihre Argumente einfach toll.

        Als Beweis dafür, wie erfolgreich Hetzkampagnen sein können, geb’ ich Ihnen hier mal `n Beispiel. Weil Sie ja Ihr Herzblut hingeben, um Ungarn überall in Verruf zu bringen.

        Die Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth fand in einer Diskussion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zur Frage des Asylmißbrauchs von Roma auch ein ganz tolles Argument, um zu begründen, warum Roma aus Serbien, die auf der Flucht nach Deutschland durch das EU-Land Ungarn müssen, es nicht wagen, in Ungarn aus dem Bus auszusteigen.

        Wortgetreu wiedergegeben sagte Frau Roth diese Woche in der Sendung Menschen bei Maischberger:

        „In Ungarn werden Roma getötet.“

        Zuvor hatte sie an den bayerischen Innenminister Herrmann gewandt schon das hier von sich gegeben:

        „Ich glaube, Herr Herrman, ich finde gut, wenn sie sagen, wenn’s um Kriminalitätsbekämpfung geht, dann reden wir von Staatsbürgern, aber nicht von dem Muslim, dem Juden, dem Christen, dem Roma, dem Bayern, sondern man sagt, dess iss -Äh – hat andere Gründe. Aber wenn sie zum Beispiel sagen beim Asylrecht oder bei dem Recht, das Asylrechtl zu beantragen, dann isses doch legitim zu sagen, es gibt ’ne systematische Diskriminierung – auch Morde.
        In Ungarn werden Menschen ermordet, progromartige Stimmungen, augrund ihres Roma-Seins.
        Und da isses denn doch was anderes, wenn die Leute sagen, wir versuchen, unser Leben zu retten, oder wir versuchen ’ne Perspektive für uns, weil wir systematische Opfer von Diskriminierung werden. Die EU hat gerade wieder en‘ Bericht gemacht, wo dess deutlich wird: Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Mazedonien, Kosovo – komm‘ wa vielleicht auch noch drauf – systematische Verfolgung und Diskreminierung und da isses doch legitim zu sagen, weil wir Roma sind, werden wir verfolgt.“

        Ich kann da nur hoffen, dass der Rabbiner Dr. Gabor Lengyel seit Ihrem Vortrag in Hannover in dieselbe Kerbe haut, wie Sie und Frau Roth. Wäre doch Schade, wenn Ihre Erfolgssträhne als unethischer Journalist abbrechen würde.

        http://www.ljgh.de/index.php?article_id=30&clang=0

  20. P.H ist verworren wie fast immer. Was habe ich mit Claudia Roth zu tun? Gar nichts. Die Phobie des P.H. gegen meine Person scheint unheilbar zu sein.

    • Jetzt stellt Pfeifer sich noch dümmer, als er es in Wirklichkeit ist.

      Angesichts des Blödsinns, den die Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth in einer öffentlichen Diskussion zur Frage des Asylmißbrauchs von Roma äußerte, merkte ich sarkastisch an, dass Claudia Roth und Pfeifer in dieselbe Kerbe hauen.

      Die Redewendung „In dieselbe (auch: die gleiche) Kerbe hauen (oder: schlagen)“ bezieht sich in ihrer Bildlichkeit auf das Fällen von Bäumen. Die Holzfäller bringen den Baum am schnellsten zu Fall, wenn sie immer wieder in dieselbe Kerbe hauen. Mit der umgangssprachlichen Wendung wird ausgedrückt, dass jemand die gleiche Auffassung vertritt und dadurch jemanden unterstützt:

      Quelle: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG

      Und beim nächsten Mal erkläre ich Pfeifer auch gern den Bedeutungsunterschied zwischen den Wörtern Angst, Furcht und Verachtung.

      Sein unethisches Verhalten als „Journalist“ verdient kein Mitleid, sondern nur Verachtung.

      Soll ich mich denn noch klarer ausdrücken, lieber Herr Pfeifer?

      Es gibt keinen Grund, den Konflikt mit Ihnen zu fürchten. Egal, wie doll Sie auf die Kacke hauen.

  21. P.H. der unbezahlte oder bezahlte deutsche Verteidiger der „Turulokratie“ (Vitányi) unterstellt mir mein „Herzblut“ hinzugeben, „um Ungarn überall in Verruf zu bringen.“
    P.H. der glaubt die Orbánsche „Turolokratie“ sei Ungarn, würde am liebsten Orbán unter einem Käsesturz sehen. Der Gedanke, dass Demokratie auch Kritik beinhaltet ist P.H. fremd.

    • Wenn es um Diffamierung geht, sind Sie nie wählerisch, Herr Pfeifer. Schön, dass Sie Vitányi als Krücke haben.

      Vak vezet világtalant!

      Apropos Gyurcsány. Vitányi ist der stolze Besitzer des Parteibuchs Nummer. Eins und Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit in Gyurcsánys „Demokratischer“ Koagulation.

      Ich rechne mal seine Mitgliedschaften zusammen:
      1945 ist Vitányi in die Kommunistische Partei eingetreten. Sein Parteivorsitzender war Rákosi.

      Nach dem Wahlbetrug 1947 war er dann in Gerős Arbeiterpartei, die sich am 31. Oktober 1956 „auflöste“.

      1972 ist Vitányi in Kádárs Sozialistische Arbeiterpartei eingetreten. Just in dem Jahr, in dem sein Genosse Szilveszter der Glöckner die Führerschule der Partei absolvierte.

      Und als Szilveszter der Glöckner die Akten schreddern und tonnenweise Beweismittel verbrennen ließ, knüpfte Vitányi schon fleißig die Fäden für das Rettungsnetz der MSzP.

      Ein Absolvent der „Schola Patakiana“ als Ehrenvorsitzender bei Gyurcshány!
      Und Klauen-Bauers Balg im Vorstand!

      Es kreischte der Wetterhahn auf dem Kirchturm zu Szilveszter – anno 1929 in Kunszentmárton, den 25. Jänner.

      Fragen Sie Vitányi, Herr Pfeifer, wenn der Hirnkrampf wieder einsetzt.

      Vak vezet világtalant!

      • Eine Erläuterung für die Leser, denen „Klauen-Bauers Balg“ nichts sagt:

        Der Spitzname „Klauen Bauer“ (ung. körmös Bauer) steht für den Offizier der ungarischen Staatssicherheit Miklós Bauer, einem berüchtigten Verhöroffizier des Unterdrückungsapparates. Zu seinen Foltermetoden gehörte nach Angaben von Inhafierten das Herausreißen der Fingernägel der Folteropfer. István Ries, ehemailger Verteidigungsminister, soll von Bauer nach zwei Monaten Folter totgeschlagen worden sein.

        Nach der Wende machte „Herr Doktor“ noch Karriere als Anwalt. Sein Kanzleipartner war der SZDSZ-Politiker Mátyás Eörsi.

        http://hu.wikipedia.org/wiki/Bauer_Mikl%C3%B3s_%28jog%C3%A1sz%29

        Sein Sohn, Tamás Bauer, ehemaliger Politiker des linksliberalen SZDSZ, bezeichnete Aussagen über die Vergangenheit seines Vaters (die wohl bekannt war) öffentlich als „Lügen“. Tamás Bauer ist einer der heftigsten Kritiker des Fidesz, doziert an der Uni Frankfurt und ist glühender Anhänger von Frenc Gyurcsány und ranghoher Vertreter seiner „Demokratischen Koalition“. Und auch eine der Lieblingsquellen von Paul Lendvai.

        Für die Taten des Vaters kann niemand was. Aber sich als Parlamentarir hinzustellen und „Lügner“ zu rufen, erfordert schon ein gehöriges Maß an Unverschämtheit.

      • Preisfrage I!

        Herr Pfeifer, welcher Glöckner begann als Messdiener und durfte, nachdem er drei Leute grundlos angezeigt hatte bis 1990 allen Herrn, einschließlich des Ungarischen Demokraten Antall und seinem Innenminister Boross dienen, bis die Aktenbestände gesäubert waren?

        Preisfrage II
        Was war 1972?

        Preisfrage III
        Wer hat Sie nach Hannover eingeladen?

        Mögliche Antworten:
        III/I
        III/II
        III/III

        Ihr Schweigen müsste ich als einvernehmliche Zustimmung werten

      • Ich bezeichne Gyurcsánys Splittergruppe als DögKút (=Aasgrube) in ungarischen Internetforen. Nennen wir diese Formation geneuso, meine Bezeichnung ist ja nicht urheberrechtlich geschützt.

  22. PH es wird immer krauser, natürlich vermuten Menschen wie Sie, die sich als Propagandisten der Turolokratie betätigen, eine Weltverschwörung. In Ihrer Paranoia sehen Sie hinter der liberalen jüdischen Gemeinde Hannover und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ungarische Geheimdienste der Kádárzeit.
    PH was Sie da treiben ist Wahnsinn, hat aber Methode.

  23. Herr HV, Sie glauben wirklich, daß Körmös Bauer , Eheleute Petö, oder Ibolya Rosenberg n u r aus kommunistischer Überzeigung, als ausgebildete Wächter die Menschen so bestialisch traktiert haben ? Nein ! Früher waren bei der Securitate hauptsächlich Juden und Zigeuner die die ungarische Minderheit malträtiert haben ! Alle waren entweder Hasser oder Sadisten !
    Und in Ungarn genauso, nach sowjetischem Modell.

    Und die Täter und die Nutznießer sind unter uns ! Geld für Studium nach jedem abgerissenen Nagel ?
    Übelkeit? Ja , bekomme ich auch !

    „Mi sokkal jobban gyűlölünk titeket, mint ti minket” schrieb Kornis ( Kertész) Mihály.

    Ich zitiere nur kurz :
    „Az Andrássy út 60 alatti épület történetéhez tartoznak azok a kegyetlen kínzások, amelyek csak beteg agyvelőkben születnek meg és amelyekről ma valahogy nem illik írni/beszélni.

    ”Egyedül az ÁVH hóhérja Bogár József 3500 magyart akasztott fel” – írja a Nation Europa 1962. szeptemberi számában.

    A háború utáni Magyarországra visszaszivárgott munkaszolgálatosok mellé az alvilág legsötétebb bűnözői jelentkeztek szolgálatra, a politikai rendőrségre. A zugügyvédekből szervezett népügyészekkel, a csőcselék legaljából szervezett népbíróságokkal összejátszva emberek tízezreit, bestiális gyilkossággal küldték a halálba. Az alvilág hatalomra került perverz elemeinek orgiái áldozataként Magyarország kínzókamráiban mintegy 60 ezer magyar pusztult el; csak az Andrássy út 60-ban az első félévben 3000 embert kínoztak halálra.

    Az új népidemokráciában Klár Zoltán és Kővágó József munkaszolgálatosai, és ex-partizánjai 1945. márciusától minden emberi képzeletet felűlmúló kínzási módszereket honosítottak meg:

    Az áldozatok tömeges lerohanását s órákig való verését, rugdosását, taposását majd levetkőztetését. Az áldozat száját gyakran a harisnyájával tömték ki, fejét gázálarccal kötötték le. Női foglyok esetében a nemi szervét gumibottal addig döfködték, amíg a belső része ki nem fordult, melleiket cigarettavégekkel égették, körmeiket kalapáccsal verték, esetleg előtte gombostűk százaival tűzdelték tele. A férfi áldozatok nemi szervét íróasztalnyílásban tördelték, heréjüket kalapáccsal tördelték, veséiket csizmával rugdosták. Hamar meghonosodott Rosenberg Ibolya módszere: csakis keresztény férfiak nemi szervébe vékony üvegcsövet nyomtak, majd kalapáccsal verték szét. A húgycső, a belsejébe préselődött üvegszilánkok miatt begennyesedett, s ha az áldozat életben maradt, akkor még egy év múlva is üvöltésre késztető fájdalmakat okozott. Aztán még volt a fazék-alatt-patkány, szájba-vizelés-székelés (ezt még Kádár Jánossal is megtették, azért volt olyan kezes bárány 30 évig!) Napirenden volt a főváros három helyén működő emberhús-darálója, ahonnan a darált húst aztán a Dunába eresztették a halaknak.

    • Lesen Sie Ungváry. Er hat eine plausible Erklärung dafür, warum nach 1945 so zahlreich Juden zur Staatssicherheit gegangen sind: Womöglich aus dem Grund, dass kurz zuvor ihre Familien ermordet wurden. Womöglich auch aus dem Grund, dass sie die Täter zur Rechenschaft ziehen wollten. Das rechtfertigt natürlich nicht, dass sie selbst Verbrechen begangen.

      Für die spätere Zeit habe ich keine Statistiken. Und die sollte man haben, wenn man freimütig behauptet, es habe von Juden (und Zigeunern) im kommunistischen Führungsapparat nur so gewimmelt. Meine Kenntnis endet vor 1956, die damalige Troika Rákosi-Gerö-Farkas waren bekanntlich Juden. So wie auch Körmös Bauer Jude war. Aber ich denke, ihre Taten – und um die geht es – haben mit ihrer Abstammung/Religion nichts zu tun.

      • @ HV

        Wer konnte das ahnen! Sie sind Kreationist.

        Ich habe ein Enkelkind in Brasilien. Anna, meine Tochter sieht sehr deutsch aus, ist aber Ungarin. Mein Schwiegersohn ist Brasilianer. Er hat indigene, afrikanische und portugiesische Vorfahren. Er ist ganz anders als Anna. Ich glaube, beide lieben sich.

        Ehe die kleine Liza auf die Welt kam, wettete ich mit Ruben. Ich wettete, dass seine Tochter blaue Augen und rote Haare haben wird. Er konnte es nicht fassen als Liza auf die Welt kam.
        Sie ist wunderschön. Sie hat die Augen ihres Vaters, allerdings in blau. Sie hat krause Haare mit einem rötlichen Schimmer. Sie hat eine gesunde Haut und hat wie ihr Vater ein Pigmentmal. Der Kinderarzt sagt, das hätten alle, die von Afrikanern und Indianern abstammen.

        Ich finde die Abstammungslehre besser als die Schöpfungslehre, weil die Abstammungslehre Pigmentmale nicht fehlinterpretiert.

        Im Sommer waren die „Brasilianer“ bei mir zu Besuch. Ich habe die kleine Liza sofort in mein Herz geschlossen. Wenn ich Duzi-Duzi zu ihr sagte, lachte sie.
        Ich hoffe, Sie wird mich in so guter Erinnerung behalten, wie der Gerhard Polt den Adolf Hitler, als der die Prinzregententorte nicht bezahlte, wegen dem Ludendorff und so weiter ….

        Was das mit Juden und Zigeunern im kommunistischen Führungsapparat zu tun hat?

        Ich hoffe, dass die kleine ungarisch-deutsche Brasilianerin wegen ihrer Abstammung niemals gedemütigt wird. Ich wünsche ihr ein Leben ohne Selbsthass.

        Ohne Demütigung nämlich kein Hass und keine Rachetaten.

        Und ich hoffe, dass sie auf jegliche Gottebenbildlichkeit verzichten kann, wo sie doch eh mit ihrem Abstammungsmal gezeichnet ist.

        Schade HV, dass Sie Kreationist sind. Trotzdem mag ich Sie.

        (Weil Sie so geduldig mit dem Herrgott Pfeifer sind.)

        Und überhaupt …

      • HV es ist Ihnen hoch anzurechnen, dass Sie nicht die Judenzählung von Jobbik im Parlament, wie es hier einige Poster tun, fortsetzen.
        Rákosi-Gerö-Farkas waren „jüdischer Abstammung“ so wie Kádár „katholischer Abstammung“ war. Kommunisten waren bekanntlich Atheisten und Rákosi & Co waren genauso wenig Juden, wie Kádár Katholik war.
        Natürlich wer rassistisch denkt, der wird das anders sehen.

        Kádár hat mehr Ungarn hängen lassen als Rákosi, doch in dem einen Fall hat das laut einiger die hier posten mit der Abstammung zu tun, im anderen Fall ist das zu unbedeutend, um erwähnt zu werden.
        2008 schrieb ich eine Glosse im ES darüber (die von einem ungarischen Freund magyarisiert wurde). Um es auf den Punkt zu bringen, es muß nach 1956 für die zum Galgen gebrachte Ungarn eine Erleichterung gewesen sein, dass sie ihren Tod János Csermanek (der wirkliche Name des János Kádár), einem katholisch getauften Mann verdanken konnten.
        Übrigens, nach der Niederschlagung der Revolution 1848-49 mußten die ungarischen Juden eine Buße in Millionenhöhe zahlen, weil sie mit wenigen Ausnahmen Stellung für die Revolution bezogen haben.
        Kaiser Franz Joseph ließ aus diesem Bußgeld nach dem Ausgleich 1867 das Rabbinerseminar bauen.

      • Na ja, weil Sie denken, jemandes Tun und Lassen ließe sich von dem Menschen lösen, dem es sich zuschreiben lässt.

        Ich erkläre das gern an einem banalen Beispiel, dem Schuheputzen. Schuheputzen kann nämlich jeder und mit Abstammung hat Schuheputzen schon gar nichts zu tun.

        Sollte man jedenfalls erst mal denken.

        Ist aber nicht so.

        Ich zum Beispiel putze Schuhe auch dann, wenn sie blitzblank sind. Pfeifer soll sich eins ins Fäustchen lachen. Es ist so. Zu Paranoia, Depression und Phobie kommt bei mir auch noch eine Zwangsneurose.

        Und weil mir Schuhe so wichtig sind, verlangte ich das Schuheputzen und Schnürsenkel binden auch von meinem Sohn. Bis er mir weglief.

        So, wie ich von Zuhause Reißaus nehmen musste.

        Und während Schuhe das Verhältnis meines Sohnes zu Deutschland prägten, hat Schuheputzen meine Einstellung zur christlichen Religion geprägt.

        Jean Pauls »Ausläuten oder Sieben letzte Worte« kam erst danach.

        Weil immer, wenn bei uns im Dorf jemand gestorben war, wurde beerdigt. Bestattungen, bei denen das Polizeiblechblasorchester den Kleinen Trompeter schmetterte, waren eher die Ausnahme. In der Regel verlangte die gläubig verehrende Anerkennung einer alles Sein bestimmenden göttlichen Macht nach einem schwarzen Talar mit weißem Bäffchen. Zu dem Talar gehörte ein Paar schwarze Schuhe, Größe 44. Blitzblank mussten die jedesmal vor der Bestattung sein. Sie gewienert zu haben, gehört zu den wenigen guten Taten in meinem Leben, deren ich mich heute rühmen kann.

        Wie auch das Ausläuten, präziser: VATER – Pause – SOHN – Pause – HEILIGER GEIST! Das genau dreimal, und das genau in dem Moment, in dem die Seele Aufnahme im Himmel findet. Dabei kein Schlag zu viel!

        Was ich mir als gute Tat anrechnete, weil die Versuchung, es noch einmal nachschlagen zu lassen, jedesmal groß war. Tun und Lassen führt zu Taten.

        Jedenfalls haben meine Taten etwas mit meiner Abstammung zu tun.

        Ich bin mir da ganz sicher. Mein Urgroßvater, der als Zwölfender bei den Totenkopfhusaren in Kassel-Wilhelmshöhe zuletzt das Offiziersseitengewehr mit Portepee tragen durfte, hat nämlich, ehe er in die Schlacht von Sedan zog, auch Stiefel gewienert. Bei jedem Kanonenschlag hat er zur Erde geblickt und sein Trost waren die blitzblanken Stiefel, die die Seelen auf dem Schlachtfeld zurückließen. .

        Jedenfalls hatte mein Sohn, als er aus England zurückkam, blitzblanke Schuhe mit Ledersohlen.

        Ich denke, dass ist Evolution. Evolution kam schon immer aus England.

        Jedenfalls hat mein Tun und Lassen eben doch etwas mit meiner Abstammung zu tun. So banal das jetzt klingt, aber Wichse ist etwas genuin Deutsches. Wichse ist kein Produkt der Schöpfung. Daran sind allein die Deutschen und ihre christliche Religion schuld.

        Wer etwas anderes denkt, ist, denke ich, ein Kreationist

      • @ Peter Herche:

        Ich denke, das Ganze hat nichts mit Schöpfungs- oder Abstammungslehren zu tun. Ich gehe einfach davon aus, dass Menschen, egal wie sie aussehen, welche Religion sie haben und aus welchem Elternhaus sie stammen, von Motiven in ihrem Handeln bestimmt werden. Und wenn ich – überspitzt gesagt – meine Familie in Auschwitz verliere, dann bin ich ggf. eher bereit, mich denen anzuschließen, die Rache suchen. Und dann laufe ich eben Gefahr, selbst zum Verbrecher zu werden – ohne eine Rechtfertigung dafür zu haben. Und später kommt wieder einer und sucht für meine Verbrechen Rache usw usw. Ein ewiger Teufelskreis. Was ich sage, gilt für Juden, Christen, Schwarze, Weiße, jeden.

        Und nicht zu vergessen: Auch Juden wurden unter den Kommunisten verfolgt, insbesondere die Zionisten. Das zum Beispiel blendet terrier bei seiner Betrachtung völlig aus. Für ihn gibt es jüdische Täter, d.h. Leute, die weil sie Juden sind, zu bösen Kommunisten wurden – nicht aber aufgrund ihrer Lebenserfahrungen. Und nichtjüdische Opfer. Eine bemerkenswert einseitige und falsche Sichtweise.

        Denken wir von den Motiven her. So glaube ich, kommen wir der Sache auf den Grund. So jedenfalls sah es Ungváry, als er über die Darstellungen im Terrorhaus schrieb:

        „In der Realität gab es in der Führung der politischen Polizei, also unter den Personen, deren Bilder die Porträtsammlung zeigt, keinen einzigen „Pfeilkreuzler-Henkersknecht“ und auch keinen gewöhnlichen Kriminellen. Viele Mitglieder waren tatsächlich überzeugte Kommunisten, also „linksradikale Elemente“. Bei den Allermeisten könnte aber auch Rache als Motivation zum Eintritt in die Polizei eine Rolle gespielt haben, denn die ersten Mitglieder der politischen Polizei waren überwiegend Juden, die unter der Diktatur als Verfolgte gelitten hatten, nur wenige kamen aus der Emigration. Diese Tatsachen verschweigt die Ausstellung. Die Gründe dafür sind klar: Die Ausstellung will über die Kommunisten nur kompromittierendes Material darstellen. Antifaschismus hat deshalb kaum Platz. Doch hätte eine differenzierte Darstellung selbst dem antikommunistischen Ausstellungskonzept gutgetan; so hätte man erwähnen können, dass die politische Polizei auch gegen Juden, insbesondere gegen „Zionisten“, brutal auftrat. Unter den ersten Opfern der Kommunisten befanden sich zudem die jüdischen Mitglieder der kommunistischen, jedoch nicht moskautreuen Weishaus- und Demény-Fraktionen.“

        http://www.bpb.de/apuz/31852/belastete-orte-der-erinnerung?p=1

  24. Das ungarische Parlament hat dank einem Jobbik Abg. wieder mal das anscheinend dringende und wichtige Problem der Abstammung behandelt.

    Parlament- Budapest:
    Übersetzung: “Im Zusammenhang mit dem Konflikt in Gaza wäre es an der Zeit, „dass wir erheben, wie viele der hierlebenden Juden, und vor allem der jüdischen Politiker und Abgeordneten, ein nationales Sicherheitsrisiko darstellen. Ich denke, dass wir diese Erhebung Ungarn schuldig sind.“ Sagte Marton Gyöngyösi Parlamentsabgeordneter,Jobbik).
    Kein unmittelbarer Protest, weder von der Regierung, noch von der Opposition
    Original: A gázai konfliktus kapcsán itt lenne az ideje annak, „hogy felmérjük azt, hogy az itt élő, és különösen a magyar országgyűlésben és a magyar kormányban hány olyan zsidó származású ember van, aki bizonyos nemzetbiztonsági kockázatot jelent Magyarország számára. Úgy gondolom, hogy adósai egy ilyen felméréssel Magyarországnak“ – mondta ma a parlamentben a külügyminisztert interpellálva Gyöngyösi Márton, a Jobbik külpolitikai szakértője.

  25. HV wenn ein Abgeordneter etwas vorbringt, dann behandelt das Parlament dies. Und meine Bemerkung, dass Abstammung ein dringliches und wichtiges Problem des ung. Parlaments sei war natürlich ironisch gemeint. Von jetzt an werde ich wieder immer vermerken, wenn ich etwas ironisch kommentiere.
    Ich glaube, dass Ungarn ein paar Probleme hat, die wichtiger sind, als die Frage der angeblichen doppelten Loyalität.

    Das ist Jobbiks Taktik, auszuprobieren was noch geht. Und im ungarischen Parlament kann man solch eine Rede führen, ohne eine sofortige scharfe Reaktion befürchten zu müssen.

  26. HV
    Schade, sehr schade, dass Zsolt Németh sich nicht sofort energisch von dieser Rede distanziert hat. Es ist auch schade, dass die Abgeordneten aller Parteien nicht reagiert haben.
    Man sollte es in einem Land in dem man ständig an 1920 erinnert, nicht vergessen, dass in diesem Parlament 1920, 1938, 1939 und 1941 Juden diskriminierende Gesetze beschlossen wurden, die zum wohlbekannten tragischen Resultat geführt haben.
    Ich denke, wenn Fidesz eine normale konservative Partei sein will, dann kann sie sich erkundigen, wie Frau Merkel sich in solchen Situationen verhält.
    Wenn also im heutigen Budapest Jobbik Leute vor der israelischen Botschaft demonstrieren und „mocskos zsidók“ skandieren und darauf nicht reagiert wird, dann gibt es ein Problem. Und es gibt ein Problem wenn solche Texte wie die von M.G. – und nicht zum ersten Mal – im Parlament erklingen.
    Heute abend hörte ich den von mir geschätzten József Debreczeni auf ATV, der berichtete, dass ein RMDSZ Abg ihn anrief und aufmerksam machte, dass in Rumänien gegen doppelte Staatsbürger der gleiche Verdacht geäußert werden könnte, den der Jobbik Abg. M.G. äußerte.
    M.G. ist der stellvertretende Vorsitzender der außenpolitischer Kommission des ungarischen Parlaments und das ist nicht das erste Mal, dass er solche Reden führt. Das sollte man nicht vergessen.
    Ich werde die ungarische Regierung aufgrund ihrer Taten beurteilen. Bislang hatte ich keine Ursache irgendeine ungarische Regierung zu loben.

    • Meinen Sie Zsolt Németh vom Fidesz? Es gibt nämlich auch einen Zsolt Németh bei Jobbik.

      Warum soll sich Németh (Fidesz) von einer Aussage distanzieren, die er gar nicht machte? Sind wir wieder beim „Fidesz soll sich von allem Übel der Welt distanzieren“ Spiel angekommen? Einem Spiel, dass die MSZP seit Jahrzehnten betreibt?

      Ich würde Sie bitten, sich z.B. von der Aussage zu distanzieren, die ungarische Regierung und die Exekutive würden mit Jobbik „paktieren“. Und mir die Frage zu beantworten, von wem diese Aussage stammte, die in der Werbung für Ihren Vortrag in Hannover fungierte.

  27. Ja, h i e r bestimmt HV, was“ gut oder böse“ „richtige oder falsche Sichtweise.“ ist.
    Demokratie des Blogbesitzers.
    Nur eine kurze Bemerkung: welche “ Rechtfertigung “ finden Sie für György ( Löwinger) Lukács und Co ?

    hungarianvoice

    Ausweislich eines Berichtes von Index.hu hat László Kövér in seinem Schreiben an Elie Wiesel unter anderem einen Vergleich zwischen József Nyirö und György Lukács angeführt.

    Der jüdischstämmige Philosoph Lukács (der Lehrer von Ágnes Heller) werde wegen seiner wissenschaftlichen Leistungen anerkannt und verehrt; seine Tätigkeit als Politkommissar im Jahr 1919 (Lukács ließ hier mehrere Menschen hinrichten) sei ebenso wenig wie seine Nähe zum Kommunismus nach 1945 Grund dafür gewesen, sein Werk in Abrede zu stellen. Nyirö hingegen dürfe nicht einmal in seiner Heimat bestattet werden „

    • Das musste ja kommen. Sparen Sie sich Ihr weinerliches Geschwätz von der Blog-Demokratie. Ich sage meine Meinung. Und Ihre Sichtweise halte ich für falsch. Ihre Ausführungen brauche ich nicht zu kommentieren, sie sprechen für sich.

      Sagen Sie, wie definieren SIE eigentlich Antisemitismus?

      Lukács. Jetzt glauben Sie wohl, mich überführt zu haben. Lukács war ein Mörder, Ende. Ich mache ihm nicht sein Judentum zum Vorwurf, sondern seine Erschießungsbefehle. Und ich rechtfertige gar nichts, sondern frage nach Motiven. Die von Lukács sind mir nicht bekannt. Vielleicht war er einfach ein böser Mensch. Von denen gibt es auch unter Nichtjuden genug.

      Die Lukács-Nyirö-Debatte wiederum zeigte, dass man Bei Lukács sein Werk von seinen Taten trennen wollte, bei Nyirö (der m.E. niemanden ermorden ließ) nicht. Das war kritikwürdig. Und trotzdem kann ich mit Ihren Erklärungen der Welt nichts anfangen.

      • @ HV
        Aus-einander-setzungen sind immer gut.

        Streit, bei dem die Kontrahenten die Contenance verlieren, ist noch aufregender.

        Was terrier unter „Antisemitismus“ versteht und wie er diesen Begriff verwendet, interessiert mich auch. Ich bin auf seine Antwort gespannt.

        Mich würde aber auch interessieren, wielchen Antisemitismus-Definitionen die anderen, die hier im Blog ihre Meinung schreiben, anhängen, insbesondere interessiert mich, wie Herr Pfeifer Antisemitismus aktuell und verbindlich für die Menschheit definiert. Wenn er auf meine Frage eingeht, würde ich diesmal sogar eine Zeit lang darauf verzichten, ihn grundlos anzukläffen. (Das soll ein temporär begrenztes Friedensangebot sein, weil mich die Frage, wie Antisemitismus heute definiert werden muss, wirklich interessiert.)

        Und von HV hätte ich gern gewußt, wie er die Begriffe ‚Motiv‘ und ‚Motivation‘ vor dem Hintergrund eines möglicherweise doch gegebenen Zusammenhangs zwischen der Abstammung und dem jeweils spezifischen Verhalten eines Menschen versteht. Letzteres, weil es mir so scheint, als wolle HV mit Hilfe des ziemlich unscharfen Begriffs ‚Handlungsmotiv‘ schlimmste Verbrechen als an sich isoliert zu verstehende Rachetaten erklären.

        Der Begriff Handlungsmotiv = Kaufmotiv kommt übrigens aus der Wirtschaftssprache. Den kaufe ich HV nicht ab. Weil es sich bei den Verbrechen gegen die Menschlichkeit niemals um Vorwerk-Staubsauger handelt.

      • @ Peter Herche:

        Ich verstehe „Motiv“ und „Motivation“ unter keinen Umständen als Rechtfertigung. Doch vertrete ich die Auffassung, dass der Eintritt in den kommunistischen Unterdrückungsapparat bei Menschen, die zuvor schlimmes erlebt haben, Angehörige und Freunde verloren, eines (vielleicht auch von mehreren) Motiven gewesen sein könnten, sich den neuen Unterdrückern anzuschließen.

        Um es deutlich zu sagen: Rache ist kein Rechtfertigungsgrund für mich. Insbesondere rechtfertigt der Verlust von Angehörigen nicht, dass man selbst zum Mörder und Folterer wird. Sehen wir es mal juristisch: Der Kampf gegen die Nazis fällt für mich unter einen Rechtfertigungsgrund. Nach Einsetzung des kommunistischen Machtapparates jedoch gab es keinen gegenwärtigen Angriff mehr auf diejenigen, die dann auf „Nazijagd“ gingen und dabei mordeten und unterdrückten. Ob es nun Juden gewesen sind oder nicht: Diese Leute waren Verbrecher.

  28. Wegen Ihres Vorspanns will ich das Kriegsbeil nicht gleich wieder ausgraben. Danke für den Hinweis.
    Warum hat denn die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit die Veröffentlichung unterbunden?
    Wieviel Verbindlichkeit hat ein veröffentlichtes „Geheimpapier“?
    Wären Sie denn zu einer fair geführten, aber ergebnisoffenen Diskussion über dieses Thema bereit?

    Mir läge daran.

  29. PH ich habe immer wieder versucht mit Ihnen zu diskutieren, trotz ihrer unfairen Haltung. Doch immer wieder haben Sie es darauf abgesehen, mir etwas zu unterstellen, mich zu diffamieren oder gar lächerlich zu machen. Mir ist es gleichgültig, ob Sie so weitertun oder nicht.
    HV ist ein Diskussionsforum über Ungarn und ich glaube nicht, das hier der geeignete Platz ist, eine solche Diskussion zu führen. Doch gibt es einen viel wichtigeren Grund nicht mit Ihnen zu diskutieren: Ich habe wenig Zeit.

    • Schade, Herr Pfeifer, dass Sie keine Zeit für eine faire Diskussion zum Thema Antisemitismus in Ungarn haben.
      Der Versuch, Ihnen zu signalisieren, dass ich Sie auch ernst nehmen könnte, ja Sie sogar manchmal ernst nehmen möchte, war es mir wert.
      Eins würde mich aber doch interessieren. Wann gab es Ihrerseits Versuche, mit mir zu diskutieren? Ich habe davon nichts gemerkt. Als Dalos Sie zurückgepfiffen hat?
      Ist aber auch egal.

    • „[…]ich habe immer wieder versucht mit Ihnen zu diskutieren, trotz ihrer unfairen Haltung. Doch immer wieder haben Sie es darauf abgesehen, mir etwas zu unterstellen, mich zu diffamieren oder gar lächerlich zu machen.[…]“
      Wissen Sie, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, das haben nicht Sie gesagt sondern das wurde über Sie gesagt…

  30. HV ich habe das Manuskript meines Buches meinem Verleger übergeben, muß jetzt die Vorschläge und Korrekturen meines Verlegers anschauen, muß ein Glossar schreiben. Deswegen schreibe ich auch sehr schnell.
    P.H. hat mich hier mehrmals übel beschimpft. So dass eine Diskussion mit ihm nichts bringt.
    Er kann jetzt weitermachen mit Beschimpfung, Unterstellungen und Verleumdung. Sein Versprechen eine Weile darauf zu verzichten beeindruckt mich nicht.

    • Schon gut. Bei Gelegenheit beantworten Sie mir aber bitte noch die Frage, ob Sie der Urheber der Behauptung sind, dass die Regierung und die Exekutive mit Jobbik „paktiert“. Ich bestehe auf eine Antwort, auch wenn Sie diese Frage hier gekonnt ignorieren.

  31. Sie bestehen auf eine Antwort. Ich habe auch einige höfliche Fragen gestellt und keine Antwort erhalten.
    Um Ihnen aber zu helfen, erinnere ich daran, dass ich oft genug, auf enge Kontakte zwischen Fidesz und Jobbik hingewiesen habe. Beispiele, Jobbik hat eine Trianongedenkfeier vorgeschlagen, Fidesz hat zugestimmt. Jobbik hat vorgeschlagen József Nyirö feierlich zu begraben, L. Kövér hat zugestimmt und den „Székler Apostel“ gelobt. Das Trianondenkmal in Zugló wurde von Jobbik vorgeschlagen und unter einem Fidesz Bezirksbürgermeister errichtet im Beisein einer der uniformierten Nazigarden. Im Sommer hat Fideszabgeordneter Köszegi mit einem Jobbikabg. in Rumänien über Trianon diskutiert und eine Grenzänderung für möglich erachtet. Und und und.
    Ein Ehepaar hat meinen Vortrag ohne meine Zustimmung, ohne Zustimmung der Veranstalter in Hannover fotografiert und auf Tonband aufgenommen. Mein Vortrag in Hannover ist größer als 8 GB, daher kann ich diesen nicht per e-mail senden. Der PPP Vortrag, den ich am 4.11. in Jerusalem vor dem Rat für Außenbeziehungegen gehalten habe ist lediglich etwas größer als 1 GB sollten Sie Interesse daran haben, so sende ich Ihnen diesen gerne zu. Allerdings hätten Sie dann nur die Folien, die ich zeigte und nicht das gesprochene Wort dazu.

    • Ihr Verhalten ist lächerlich. Sie bringen nicht einmal fertig, zuzugeben, welchen Krampf Sie in die Welt setzen. Ab sofort halten Sie den Teilnehmern dieses Blogs bitte keine Vorträge über „unbeantwortete Fragen“.

  32. HV wollen Sie hier den Inquisitor spielen? Ich habe Ihnen mitgeteilt, dass ich über Verlautbarungen, die nicht von mir gezeichnet sind keine Aussagen mache.
    Ich habe aber ein faires Angebot gemacht, Ihnen eine Präsentation von mir zukommen zu lassen. Anstatt dies anzuerkennen reiten Sie auf auf einer Bekanntmachung herum. Sie könnten ja, meine Präsentation publizieren – ohne Bilder – und mich aufgrund dieser kritisieren.
    Ich habe oft genug, auf Zusammenarbeit zwischen Jobbik und Fidesz konkret hingewiesen. Um davon abzulenken und weil Sie dem nichts entgegensetzen können halten Sie sich fest an eine Bekanntmachung.
    Diskutieren wir doch darüber, wie es kommt, dass im ungarischen Parlament die antisemitischen Sprüche an der Tagesordnung sind und sich die Abgeordneten daran schon gewöhnt haben.
    Wie kommt es, dass nach der Ritualmordbeschuldigung des Jobbik Abg. Baráth im Parlament 2012 entgegen dem Versprechen von Fidesz keine Ethikkommission eingerichtet wurde?
    Im übrigen, hörte ich heute einen Vortrag einer österreichischen Historikerin darüber, wie Ungarn anläßlich der Friedensverhandlungen in Paris nach dem Zweiten Weltkrieg allerlei Entschuldigungen und Umschreibungen der Geschichte den Alliierten bieten wollte. Entschuldigungen und Umschreibungen, die wiederaufgewärmt von Fidesz postuliert werden.

    • Inquisitor…sehr originell. Ich korrigiere Sie: Sie sagten, Sie würden sich VOR Ihrem Vortrag nicht zur Urheberschaft äußern. Nun ist der Vortrag vorbei und Sie geben immer noch nicht „Butter bei die Fische“. Ich finde das peinlich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s