Europarat: Befriedigende Antworten zur Medienregulierung in Ungarn

Der Dialog zwischen Ungarn und dem Europarat zu Fragen der Medienregulierung ist abgeschlossen. Ungarn habe „befriedigende“ Antworten auf die gestellten Fragen gegeben.

http://derstandard.at/1358304993498/Europarat-beendete-Dialog-ueber-Medienregulierung-mit-Ungarn

Nachtrag: auch die Justizreform sei grundlegend und zufriedenstellend geändert worden

Advertisements

3 Kommentare zu “Europarat: Befriedigende Antworten zur Medienregulierung in Ungarn

  1. Ein interessanter Film der gestern spätabends gezeigt wurde wird wieder ausgestrahlt.
    U.a. kommen György Dalos und Minister Zoltán Balog ausführlich zu Wort

    Ungarn – Demokratie oder Diktatur?

    ARTE, 12.02.2013 09:35 – 10:25 Uhr

    Dokumentation, BRD 2012

    • Die Dokumentation hat mich eher an den Lendvai/Morgenthaler Film “Nationale Träume – Ungarns Abschied von Europa?” erinnert. Frau Sielaff blässt leider ins selbe Horn wie die meisten ihrer Kollegen, ihre Themen wurden in diesem Forum schon zu Genüge aufgearbeitet. ‚Lendvai Reloaded‘ sozusagen, wenn auch etwas ausgewogener in der Darstellung, aber mit wenig Neuem. Auch die Auswahlkriterien der Interviewpartner waren wohl diesselben, was eine ergebnisoffene Meinungsbildung – die das Fragezeichen im Titel der Doku vermeintlich zu implizieren versucht – verhindert.

      Der Film steht auch in der arte-Mediathek:
      http://videos.arte.tv/de/videos/ungarn-demokratie-oder-diktatur–7276528.html
      und auf Youtube:

      Frau Sielaff diskutiert im März übrigens bei den Grünen, wobei es bei der Auswahl der Podiumsteilnehmer wohl nicht viel zu diskutieren geben wird: http://gruene-dresden.de/termine/details/306-ungarn-auf-dem-weg-zur-diktatur

  2. Mich freut diese Einigung zwischen dem Europarat und der ungarischen Regierung. So kommt ein langer Konflikt doch noch zu einem guten Ende. Es hat viel Aufregung um die Mediengesetzgebung gegeben. EU-Kommission, Ungarisches Verfassungsgericht und Europarat haben notwendige Änderungen bewirkt. Noch immer bin ich der Überzeugung, dass ohne den internationalen Druck wohl nichts dergleichen geschehen wäre, sondern dass man in diesem Fall keine Zurückhaltung geübt und die sich bietenden Möglichkeiten zur „Gestaltung“ der Medienlandschaft auf Kosten der Medienfreiheit voll genutzt hätte. Es war ja in Anlehnung an die Zählung des Zeithistorikers Andreas Schmidt Schweitzer („Politische Geschichte Ungarns von 1985 bis 2002“) nach den Kreuzzügen der Regierung Antall und Orban I gegen die linksliberalen Meinungshegemonie in den ungarischen Medien schon der dritte „Medienkrieg“, den die Regierung Orban II jetzt führte.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s