Schneechaos: Persönliche Eindrücke des Chefredakteurs der Budapester Zeitung, Jan Mainka

Der Herausgeber und Chefredakteur der Budapester Zeitung, Jan Mainka, hat das Schneechaos der vergangenen Woche mit seiner Familie hautnah miterlebt. Auf der Reise in den Skiurlaub nach Österreich blieb er bei „km 78“ auf der Autobahn M1 zwischen Budapest und Wien hängen und war gezwungen, 20 Stunden mit Frau und Kindern auf der M1 zuzubringen. Seine Erfahrungen und Wahrnehmungen decken sich ganz und gar nicht mit der positiven Darstellung, die dem staatlichen Rundfunk zu entnehmen war.

http://www.budapester.hu/2013/03/anatomie-eines-systematischen-versagens/

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3 Kommentare zu “Schneechaos: Persönliche Eindrücke des Chefredakteurs der Budapester Zeitung, Jan Mainka

  1. Irgendwo las oder hörte ich eine ungarische Meinung, die königl. Medien gaben Erfolgsmeldungen heraus, weil deren Manipulatoren der Meinung waren, es wären verhältnismäßig doch wenige – vielleict ein paar tausend Menschen – die unter dem Schneechaos gelitten haben und die könnten nicht den Glauben an die Erfolge derjenigen Massen erschüttern, die den königl. Medien noch unbedingten Glauben schenken.
    Herr Mainka hat das ganze Sündenregister der Verantwortlichen für das Schneechaos detailliert analysiert und folgert eine Woche nach dem Ereignis ähnlich den wenigen ungarischen Medien, die weder königlich noch rechtsextrem und doch regierungsnah wie Magyar Hirlap und Echo TV sind.
    Es wird sich bei den nächsten Parlamentswahlen zeigen, ob die Manipulatoren dafür, dass die königl. Medien – nicht zum ersten Mal – gelogen haben, noch belohnt werden.
    Doch während man doch verhältnismäßig viele Ungarn, die sich darüber aufregten, dass Ferenc Gyurcsány 2006 die Wahrheit sagte, dass das ungarische Volk belogen wurde, vielleicht mit solchen Lügen wie der königl. Medien in diesem Fall bei der Stange halten kann, andert sich die Meinung der Menschen im benachbarten Österreich und dem nicht so fernen Bayern. László Kasza berichtet im aktuellen ES darüber, dass er 40 Jahre in einer Münchner Wohnung wohnt und vom Hausmeister, einem konservativen CSU Wähler gefragt wurde, „was ist mit Euch Ungarn los?“. Er erzählte Kasza, dass seine CSU Ortsgruppe einen Solidaritätsbeschluss faßte mit der Vorsitzenden des bayrischen Landtages Barbara Stamm, die den Fideszrechtsaußen und Parlamentsvorsitzenden L. Kövér nicht empfangen hatte („elfogadtunk egy nyilatkozatot, amelyben támogatjuk Frau Stamm döntését. Egy uniós tagállam nem viselkedhet úgy, mint most a magyarok, mi meg fizetünk nekik”).“ Ein Mitgliedsstaat der EU, kann sich nicht so benehmen, wie jetzt die Ungarn, und wir zahlen ihnen noch“
    Über die Reaktion der Neuen Kronenzeitung habe ich bereits geschrieben.
    Die Stimmung ändert sich in der EU und auch in Ländern wie D. und A. , in denen die Bevölkerung jahrzehntelang Ungarn Sympathie entgegenbrachte. Und in Deutschland muss die Regierung ca. ein halbes Jahr vor den Wahlen auf die Stimmung der Bevölkerung achten.
    Ein Teil derjenigen Ungarn, die hofften, Fidesz könne sich ändern und zu einer normalen konservativen Partei wie die CDU/CSU werden, muss erkennen, Fidesz unter Orbán ist dazu nicht in der Lage und der Regierungskurs führt – trotz aller Erfolgsmeldungen der königl. Medien – an den Rand des Abgrunds.

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