Skandal bei der ungarischen Polizei: Beschuldigter zu Tode geprügelt

Der Fall schockiert Ungarn. József Bara, rumänischer Staatsbürger mit Wohnsitz im ungarischen Orgovány, wurde vergangene Woche von zwei Polizeibeamten auf der Polizeidienststelle nach seiner vorläufigen Festnahme totgschlagen. Bara war wegen Verdachts des Diebstahls einer Motorsäge angezeigt und festgenommen worden. Weniger als drei Stunden später war er tot.

Die beiden Tatverdächtigen, Polizeibeamte aus Izsák, wurden am Tag nach dem Vorfall aus dem Dienst entlassen und befinden sich in Untersuchungshaft.

Das Nachbarland Rumänien hat Ungarn gebeten, über die Ermittlungen laufend in Kenntnis gesetzt zu werden.

Advertisements

24 Kommentare zu “Skandal bei der ungarischen Polizei: Beschuldigter zu Tode geprügelt

  1. „Der Fall schockiert Ungarn.“

    Der Fall schockiert jeden Ungarn guten Willens. Die zwei, die sich unwürdig erwiesen, Ordnungshüter in Ungarn zu sein, befinden sich dort, wo sie nach ihrer Untat hingehören, hinter Schloss und Riegel.

    Ich persönlich möchte nur schwer hoffen, dass es sich in diesem Fall kein „oppositioneller“ Richter der „guten alten Garde“ findet, wie im Fall der „Rote-Schlamm-Katastrophe“*, der ebenfalls gewillt ist, die fehlbar Schuldigen für dubiose Propagandazwecke zu missbrauchen.

    *Um den Willen ihrem politischen Kredo unliebsame Regierung zu konterkarieren, hat eine Bezirksrichterin – die im linken kommunistischen Terrorsystem ideologisch auf diesen wichtigen Vertrauensposten getrimmt worden ist – die für den Desaster schuldig gewordenen Verantwortlichen nach ihrer Verhaftung mit fadenscheinigen Argumenten umgehend auf freien Fuss gesetzt.

  2. Ich denke, Vorverurteilungen sollten auf keinen Fall vorgenommen werden. Die Unschuldsvermutung muss für a l l e gelten.
    Laut ungarischen Medien gibt es im betreffenden Komitat vorbestrafte Polizisten.
    Einige Kommentatoren in ungarischen Medien weisen auf die Nähe des Orgoványer Waldes hin, wo eine Horthysondereinheit nach der Räterepublik ein Pogrom veranstaltete. Pro-Orbán Friedensmarschorganisator Zsolt Bayer bedauerte, dass im Wald von Orgovány seinerzeit nicht genug Menschen verscharrt wurden.

    • „Einige Kommentatoren in ungarischen Medien weisen auf die Nähe des Orgoványer Waldes hin, wo eine Horthysondereinheit nach der Räterepublik ein Pogrom veranstaltete. Pro-Orbán Friedensmarschorganisator Zsolt Bayer bedauerte, dass im Wald von Orgovány seinerzeit nicht genug Menschen verscharrt wurden.“

      Das, Herr Pfeifer, ist ein wirklicher Tiefpunkt Ihrer Kommentare. Der Tod des rumänischen Opfers geschieht in Nähe von Orgovány, und Sie haben nichts besseres zu tun, als hier „Pro-Orbán Friedensmarschorganisator“ Zsolt Bayer und sein Pamphlet aufzuwärmen? Was hat der hier thematisierte grauenhafte Vorfall mit Horthys Sondereinheiten zu tun?

      Ich schlage vor, dass wir uns, wenn wir Opfern gedenken möchten, in diesem Thread dem Tatopfer von Izsák zuwenden. Ihre Meinungen zu Bayer und Orgovány können Sie in hundert anderen Threads abladen. Es gibt eine Suchfunktion.

      • Ich habe nur darauf hingewiesen was in ungarischen Medien steht. Ein Hinweis auf ungarische Medien ist nicht unbedingt Zustimmung.
        Ich schrieb auch: „Laut ungarischen Medien gibt es im betreffenden Komitat vorbestrafte Polizisten.“ Das hat Sie nicht empört.

      • Mit ein wenig Phantasie kann man bei dem Thema „vorbestrafte Polizisten“ einen Zusammenhang zu diesem Fall hier erkennen. Bei Horthy, Bayer und Orgovány nicht.

    • SPON kann es sich auch nicht verkneifen: „Der Fall nährt Zweifel am Rechtsstaat Ungarn“!
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-tod-auf-der-polizeistation-a-894367.html
      Der Autor des tendenziösen SPON-Artikels ist der Netzwerker Keno Verseck.
      http://www.n-ost.org/netzwerk

      Was mich an dem schrecklichen Tod von József Bara auch bestürzt macht, ist die Tatsache, dass es sich bei den zwei mutmaßlichen Mördern um Polizisten handelt, die gerade einmal so alt sind, wie die junge ungarische Demokratie.

      Sie verkörpern für mich den Geist, der seit Gyula Horn und Konráds SzDSz durch Ungarn weht. Für die mutmaßlichen Täter hatte die von ihnen gesuchte Motorsäge einen höheren Wert, als das Leben eines Menschen.

      • Ich hingegen sehe, anders als Keno Verseck, diesen Vorfall als ungeeignet, Zweifel am Rechtsstaat zu nähren. Es wurde schnell gehandelt, die Polizisten suspendiert und in Haft genommen. Mehr kann man leider nicht tun.
        Zweifel am Rechtsstaat werden erst „genährt“, wenn diese beiden Polizeibeamten nicht ihre gerechte Strafe bekommen.

    • Karl Pfeifer,
      ich gehe mit Ihrer Ansicht, dass die Unschuldsvermutung für alle gelten soll, ohne wenn und aber einig. So auch für Sie!

      Ich gehe demzufolge davon aus, dass Sie Ihre billigen Diffamierungen in aller Unschuld betreiben.

      • Es ist Ihr gutes Recht, mich zu beschuldigen „billige Diffamierungen“ zu betreiben. Nur wenn Sie solche allgemeine Beschuldigungen äußern, kommt der Verdacht auf, dass Sie Argumente durch Pauschalurteile ersetzen.

      • Herr Unger, Sie gehen von Pfeifers Unschuld aus.
        Mir gehen die Haare aus. Vom Haare raufen. Gibt es Argumente gegen ein Toupet?

      • Karl Pfeifer,

        Paul Lendvai, dem Sie auf eine andere Art, aber nicht ganz so geschickt taktierend gerne nacheifern, räsoniert mit Wehmut in der Stimme folgendermassen über das verdiente Schicksal der Sozialisten und der Liberalen nach ihrer selbsverschuldeten Wahlkatastrophe in Ungarn:

        „In den Jahren zwischen 2002 und 2010 bot das sozialistisch liberale Lager ein jämmerliches, ja zuweilen ekelerregendes Bild von Filz, Vetternwirtschaft und politischer Verkommenheit.“

        Nun, ich möchte wegen Ihrem Copyright Ihnen überlassen, Ihre diffamierenden Pauschalurteile über Viktor Orbán, Fidesz und die Ungarn, weil sie von diesem „ekelerregenden sozialistisch liberalem Lager“ nichts mehr wissen, und die Wiederkehr dieser Bande unbedingt vermeiden wollen, schön der Reihe nach aufzuzählen.

      • Karl Pfeifer sieht die Zeit von 2002-2010 nicht ganz so pessimistisch wie Lendvai. Ihm, dem (Zitat Radio Dreyeckland) „ungarischen Journalisten“ zufolge, hätte sich seit 2010 wirtschaftlich alles verschlechtert. Und im übrigen sowieso.

        [audio src="http://www.rdl.de/images/stories/audio_mp3/20130328-ungarneine-18072.mp3" /]

      • Hungarianvoice,

        Befinden wir uns noch im richtigen Film?

        Aufgrund der hemmungslos manipulierten Berichterstattungen der Medien musste man sich schon lange fragen, ob wir in der Welt leben, wo wir meinen, und was dann, wenn es sich herausstellt, dass wir alle bereits – ohne es zu wissen – in einen gefälschten gebeamt worden sind?

  3. „Die ungarische Polizei verhält sich oft missbräuchlich“, sagt Levente Baltay, Rechtsanwalt und einer der Leiter der Gesellschaft für Freiheitsrechte (Tasz), in Ungarn.
    Na, da schau her der Leiter der Ges f.Freiheitsrechte!
    Wie gut, dass sich die edlen Ritter der TASZ -Runde sich nicht missbräuchlich verhalten.
    Hach, wie liebe ich diese Scheinheiligkeit!

      • Bei allem Spaß den Sie mir immer bereiten, es geht in diesem Thread um die Anwendung brutalster Polizeigewalt, die zum Tod des Opfers geführt hat.

        Und es geht hier um die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, den in diesem Thread thematisierten grauenhafte Vorfall als Anlass zu nehmen, um an Horthys Sondereinheiten und die Entgleisungen von Bayer zu erinnern, um Orbán und Fidesz zu beschädigen.

  4. Hungarianvoice.

    „Karl Pfeifer sieht die Zeit von 2002-2010 nicht ganz so pessimistisch wie Lendvai.“

    Sein Auftritt im Radio Dreyeckland und noch dazu als “ungarischer Journalist” hat mich umgehauen. Nicht das, was er auch da von sich gibt. Das ist nicht neu, das wird nicht nur von ihm gebetsmühlenartig und täglich ununterbrochen heruntergeleiert.

    Mich erschüttert viel mehr, dass ein so alter Mann, der seine Schlachten längst schon geschlagen hat, und seine Pension tausendfach abverdiente, seinen „Obsit“ noch immer täglich an der Front verdienen muss.

    • Herr Unger, da bin ich vollkommen anderer Meinung. Mich stört das Alter eines Menschen nicht einmal ansatzweise. Junge können von Alten lernen. Ich habe meine Probleme eher mit dem Inhalt der Aussagen.

  5. Mittlerweile liegt die Untersuchung der Rechtsmediziner vor. Demnach verstarb József Bara an einer infolge eines Fettgewebsrisses ausgebildeten sog. „Fettembolie“, was zu einem Ersticken führte. Die Fettembolie, deren Symptome einer Lungenembolie entsprechen, entwickelt sich, wenn z.B. durch stumpfe Gewalteinwirkung Fettzellen in die Blutbahn übertreten.

    Nach den Feststellungen der Obduktion wurde das Todespofer durch starke Gewalteinwirkungen auf seinen Körper lebensgefährlich verletzt.

    http://index.hu/belfold/2013/05/28/megfulladt_az_izsaki_rendororson_kihallgatott_ferfi/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s