EU-Kommission: Drei Warnschreiben an Ungarn

Die EU-Kommission versendet drei Warnschreiben an Ungarn, die im Zusammenhang mit der vierten Verfassungsnovelle stehen.

http://www.wirtschaft.com/20130430-eu-verschickt-drei-warnbriefe-an-ungarische-regierung-106475

Ungarn hat nun die Möglichkeit, die rechtlichen Bedenken der Kommission zu beseitigen. Gelingt ihr das nicht, ist mit der Einleitung eines förmlichen Vertragsverletzungsverfahrens zu rechnen.

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19 Kommentare zu “EU-Kommission: Drei Warnschreiben an Ungarn

  1. „Die EU-Kommission geht erneut rechtlich gegen Ungarn vor.“

    Ich muss mich fragen, beherrscht denn diese Sorte von Schreibknechten die deutsche Sprache noch weniger, als wir Ungarn, denen sie eine Fremdsprache ist?

    Sollte da nicht korrekt: „ Die EU-Kommission m ö c h t e erneut rechtlich gegen Ungarn vorgehen“ stehen? (oder wünscht sich, sehnt sich danach, verspürt den unwiderstehlichen Drang usw.)

    Zumal etwas später auch der professionelle Schreiberling zugibt:

    „ Nach Informationen der “Welt” aus EU-Diplomatenkreisen w e r d e n??? in diesen Tagen drei Briefe nach Budapest geschickt „ ,

    also alles nur (auch wenn „hoffnungsvolle“) Zukunftsmusik und keine vollendete, männliche Tat, wie es wissensdurstigen Nachrichtenkonsumenten vorgegaukelt wird.

    Die „Nachricht“, würdig sogar einer Schlagzeile, entpuppt sich als ein Potpourri, in dem Sein und Schein kunterbunt durcheinander wirbelt, um die Leser vollends in die Irre zu führen.

    „ Sie sind ein allererster Schritt im Rahmen eines Vertragsverletzungsverfahrens.“

    Das ist richtig. Doch dies wäre ein ziemlich mutwilliges Spiel mit dem Feuer. Viviane Reding, die nicht gerade mit viel Talent gesegnete EU-Komissarin, die für ihre Karriere beinahe zu allem fähig zu sein scheint, schreckte etwas zurück, in dem sie meinte: diese politische Terrorwaffe gegen Ungarn käme einer Atombombe gleich.

    Andererseits, die zwei Jahrzehnte nach der sog. Wende lehren uns Ungarn , wozu fanatisierte postkommunistische ung. Linksliberale fähig sind, wenn es um die ihnen endlich entrissene Beute – Ungarn – geht.

    • http://www.badische-zeitung.de/reise-1/donauradweg-i-der-unvollendete-von-budapest-nach-belgrad–71190351.html

      Zitat: „Die kurze Führung durch Kalocsa, eine der ältesten Städte des Landes, geht nicht nur durchs Erzbischöfliche Palais mit seiner prächtigen Bibliothek, sondern konfrontiert uns mit dem ungarischen Nationalismus, der gelegentlich die EU beunruhigt. Die Stadt ist mit Denkmälern nationaler Größen gepflastert, …”

      Also „ Denkmälern nationaler Größen” ist Nationalizmus. Nur eine kleine Frage. Kennt jemand ein Land, wo keine Denkmäler für nationalen Größen stehn?

      • „ein-(sehr)kleiner-mann“
        Stellt nach einem total deplazierten Kommentar eines Riesen-Grossen-Scheinheiligen eine bescheidene Frage, worauf die westlich linksliberalen Medienmanipulatoren offensichtlich nur schwachsinnige Antworten auf Lager haben.

        Von einem deutschen Manipulator ist ein solches Aufstossen der Chimborazo hirnfrittieter Berichtwerstatung über andere Länder, andere Völker.

        Der arme Mann irrt in für ihn fremden und völlig unbekannten Gegegnden herum, anstatt über sein eigenes Ländle ein Minimum zu erfahren:

        Das Hermannsdenkmal
        ist eine Kolossalstatue in der Nähe von Hiddesen südwestlich von Detmold in Nordrhein-Westfalen im südlichen Teutoburger Wald. Es wurde zwischen 1838 und 1875 nach Entwürfen von Ernst von Bandel erbaut und am 16. August 1875 eingeweiht.

        Mit einer Figurhöhe von 26,57 Metern und einer Gesamthöhe von 53,46 Metern ist es die höchste Statue Deutschlands und war von 1875 bis 1886 die höchste Statue der Welt.

        ein-(sehr)kleiner-mann,
        Dank für die kritisch-aufmerksame Beobachtung der westlichen Medienszene!

      • Werter Herr Unger,
        die Denkmäler, die die Bundesrepublik deutschen Feldherren errichtet, fallen bescheidener aus als die Kolossalstatue in der Nähe von Hiddesen südwestlich von Detmold in Nordrhein-Westfalen im südlichen Teutoburger Wald.

        Der vom NS-Marinerichter Filbinger, dem katholischen Juristen und einstigen Ministerpräsidenten des Bundeslandes Baden-Württemberg 1961 geweihte Rommel-Gedenkstein in Heidenheim fiel sogar sehr bescheiden aus.

        Es gibt Überlegungen, das Rommel-Denkmal in ein Rommel-Mahnmal umzuwandeln. Das wäre sicherlich politisch noch korrekter. Wenn die Grün-Rote Regierung unter dem ehemaligen Kommunisten Kretschmann dann auch noch Mahnwachen am Rommel-Denkmal in Heidenheim aufziehen lassen würde, um jeden Besucher dahingehend zu ermahnen, überhaupt nichts mehr zu denken, könnte das Rommel-Denkmal zum Mahnmal für die ganze Welt werden.

        Wozu dann überhaupt noch Denkmäler in Ungarn?

      • „Wozu dann überhaupt noch Denkmäler in Ungarn?“

        Wetrer Peter Herche,

        Ich denke, und es lehrt mich etwas auch die eigene Erfahrung, dass es in a l l e n Völkern, Nationen oder generell in allen grösseren menschlichen Gemeinschaften eine Art Elite gibt, die sich unabhängig von Herkunft aus der Gesamtheit der Gemeinschaft rekrutiert. Als Gegenpol dazu scheint es etwa im gleichen Verhältnis auch einen menschlichen Abschaum der Gemeinschaft zu geben.

        Da ich von Mathematik leicht vorbelastet bin, schätze ich, dass, etwa 80 % dieser Menschen – immerhin das absolute Mehr – überwiegend ehrlich brave Leute sind (oder auf alle Fälle sein möchten) , die praktisch keinerlei Ambitionen hegen, zu einem der vorgenannten „Klassen“ zu gehören. Sie tun gerne Ihre Arbeit, kommen auch ihren Pflichten nach, aber vor Allem lieben sie ihre Familie und bis zu einem gewissen Grad auch die Gemeinschaft, zu welcher sie gehören.

        Nun, unter der „Elite“ gibt es manchmal solch aussergewöhnliche Menschen oder Gruppierungen (die ja nicht Weltmeister der Selbstverwirklichung auf Kosten und Leid Anderer sind, koste es den anderen was es wolle!) mit solchen positiven Taten oder Eigenschaften, dass sie es Wert sind, nicht der Vergessenheit anheim zu fallen, und auch künftigen Generationen zum Vorbild zu dienen.

        In solchen Fällen finde ich nicht nur angebracht, sondern besonders wünschenswert passende Denkmäler zu errichten.

        Auf der anderer Seite weiss ich wohl, dass auch für nichtswürdige Menschen und Ideologien Götzenbilder aufgestellt worden sind. Dass diese nichts taugten, beweist die Tatsache, dass solche über kurz oder lang wieder verschwunden sind.

        Was im blutbesudelten 20. Jahrhundert für uns Ungarn einer weiteren Tragödie gleich kam, ist die Tatsache, dass nach 1945 die sowjetische Rote Armee im Zuge unserer „Befreiung“ uns Ungarn für Jahrzehnte eine neue Regierung aus dem fanatisierten absoluten Abschaum der Ungarn auf den Hals setzte.

        Doch, ob mit oder ohne Mahnmal, vergessen wir nie die 100 Millionen weltweite Opfer der kommunistischen Diktaturen!

      • werter Herr Unger,
        großartig, wie Sie erklären. Aber wozu noch Denkmäler in Ungarn, wo es doch in Deutschland viel größere gibt?

  2. Imre Török in „PolitikundKultur“
    „Rassismus und Verachtung der Menschenrechte ist der regierenden Zweidrittelmehrheit und ihren Vertretern nicht direkt anzulasten. Aber rechtsradikale Kräfte gedeihen prächtig in einem Land, in dem Patriotismus mit Chauvinismus verwechselt und ein geradezu mys-
    tisch völkischer Nationalstolz unabänderlich in der Präambel der neuen Verfassung verankert wird. Jede Konstitution strebt selbstverständlich an, dass die darin festgelegten Grundgesetze und Grundwerte einer Gesellschaft Bestand haben sollen und nicht nach parteilichem Gutdünken wieder außer Kraft gesetzt werden können. Fatal an der Situation in Ungarn aber ist, dass dort die gegenwärtig absolut bestimmende parlamentarische Mehrheit ohne Rücksicht auf Minderheitsmeinungen ihre eigenen Grundwerte als unabänderlich begreift und sie selbstgefällig mit Verfassungsrang ausstatten kann. Es gehe um den »Aufbau des neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsmodells«, so Viktor Orbán. …
    Viel Aufklärung und Lehren aus dem humanistischen Fundus wären zur Schadensbegrenzung vonnöten. Ungarische Regierungsstellen üben sich stattdessen vornehmlich darin, kritische Berichterstattung über die Lage in Ungarn als überzogen und einseitig abzuwerten. Es ist aber Aufgabe der Medien, Finger in offene Wunden zu legen.
    Parlamentarische sowie juristische Entscheidungen, Maßnahmen und Reaktionen auf ungarischer und auf europäischer Ebene sind nämlich »nur« ein Teil der Misere. Die Atmosphäre in dem seit jeher von Gastfreundschaft und demokratischem Freiheitswillen
    geprägten Land ist angespannt und gereizt. Ein übersteigerter Nationalstolz, der zu off
    en rassistischen Ausfällen führt, wird insbesondere von der Jobbik-Partei geschürt. …
    Wie kann die Regierung Hasstiraden als mediales Aushängeschild dulden? Der Urheber menschenverachtender Schmähungen ist schließlich nicht irgendwer…. Rassistische Hetze, die Roma öffentlich als Tiere bezeichnet, wurde aber z. B. auch von einem Journalisten betrieben, der Mitglied der Regierungspartei ist. Ganz im Einklang mit »Antiziganismus« im Programm der Jobbik-Partei, die zudem die Wiederherstellung von
    »Großungarn« propagiert.
    Es ist gerade mal ein Jahr her, dass das vom ungarischen Parlament verabschiedete Mediengesetz heftige Kritik, bis hin zur Beanstandung durch die EU, hervorgerufen hat. Daraufhin sind Korrekturen vorgenommen worden. Betroffene sehen trotz der
    Änderungen die Pressefreiheit weiter beeinträchtigt. Regierungsstellen halten dagegen und werfen kritischen ausländischen Medienberichterstattern Verleumdung vor.
    Statt Medienschelte zu üben ist es höchste Zeit, den Volksverhetzern das Handwerk zu legen. Sind Viktor Orbán und seiner Regierungspartei Versäumnisse zuzuschreiben? Der Ministerpräsident betreibt den Aufbau des künftigen Gesellschaftsmodells auf dem Fundament der in seinem Sinne geschaffenen Konstitution. Von Lehren aus der ungarischen und der europäischen Geschichte, vom gefährlich Schlechten des Guten der Heimatverbundenheit, davon hört man von Regierungsseite kaum.
    Die Präambel der neuen ungarischen Verfassung heißt »nationales
    Glaubensbekenntnis«. Ein bisweilen pathetisches Gelübde, das sich sehr wohl zur Menschenwürde bekennt, aber auch zu einem Ungartum der Heiligen Stephanskrone und zur Pflege und Bewahrung der ungarischen Erbschaft im Karpatenbecken. Von
    der historischen Kulisse ist es nur ein kleiner gedanklicher Schritt zur revanchistischen Forderung nach Wiedererlangung Großungarns.
    Diese Entwicklung macht es zunehmend schwerer, die Heimat meiner Kindheit zu lieben.“
    Imre Török ist Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller
    Politik & Kultur http://www.kulturrat.de/puk/puk03-13.pdf

    • „Viktor Orbán ist kein Diktator, aber er hat die entsprechende Gesinnung“

      Karl Pfeifer,

      Wollen Sie bitte ausnahmsweise etwas unparteiisch sein, und meine folgende Gedanken, die durch unleugbare Tatsachen bestätigt werden (im Gegensatz zur reinen Meinungsäusserung Ihres Waffenbruders Imre Török), in den Medien verbreiten.

      Tamás B a u e r, auf den Sie sich laufend als höchste moralische Instanz Ihres Lagers berufen,

      ist bestimmt kein Folterknecht und Verbrecher,

      wie sein leiblicher Vater, Miklos Bauer*, aber seine Gesinnung könnte zumindest durch die Sozialisierung innerhalb seiner eigenen Familie doch Schaden genommen haben.

      *Miklós Bauer, war einer der brutalsten Henkersknechte der AVO/AVH (die rote Gestapo, oder ungarische Version der Stasi), einer politischen Terrororganisation, die erst in 1956, infolge des Aufstands der Ungarn für ihre Freiheit und gegen kommunistische Diktatur, verboten worden ist.

      Er hat sich darauf spezialisiert, beim Foltern seinen Opfern die Nägel rauszureissen. Wegen deiser seiner Folterspezialität war der Herr Papa berühmt-berüchtigt, und ist als „körmös Bauer“ (Nagel-Bauer) in die Geschichte des Kommunismus eingegangen.

      Im Museum „Haus des Terrors“ in Budapest kann man über seine Missetaten mehr erfahren.

      • I. Unger. Ich bin entschiedener Gegner der Sippenhaftung und finde es schrecklich, wenn hier dies propagiert wird.

      • Warum stoppt niemand den „Igmatz-Pfeifer“?
        Die zwei Tüttel machen mir zunehmend Sorgen.

        Tüttelchen sind Anführungszeichen, Satzzeichen, die am Anfang und am Ende eines wörtlichen Zitats stehen.

        Es macht mir Angst, wenn Ágnes Hellers Aufruf zur Charakter-und Gesinnungshaftung mit Tüttelchen verarbeitet wird und am Ende dann Tamás Bauer und Proteste gegen Sippenhaftung rauskommen.

        Vor zwei Jahren titelte die „Kleine Zeitung“: Warum stoppt niemand den „Puszta-Putin“?
        Zitiert wurde Ágnes Heller, die öffentlich und auf Orbán zugeschnitten die tendenziell totalitäre Charakter- und Gesinnungshaftung für Ungarn forderte.
        Proteste dagegen? Ja, gegen Orbán.
        Protestiert wird auch, wenn sie für Taten zur Rechenschaft gezogen werden sollen, für die die Väter niemals, für die NIEMAND je bestraft worden ist.

        Sie haben es auf den Punkt gebracht:
        „Viktor Orban ist kein Diktator. Aber er hat die entsprechende Gesinnung und glaubt, dass alle, die ihn kritisieren, ein Hindernis sind, das man beseitigen muss.“

        Sie äußern ihre Angst und sie schüren diese Angst, um Hass zu entfachen.
        Ich nenne das Täter-Opfer-Umkehr. Sie öffnen mit ihrer Angst die Schleuse zur Unterwelt.

        Warum stoppt niemand den „Igmatz-Pfeifer“?

  3. I. Unger, können Sie Ihre Quelle für Ihre folgende Behauptung nennen: „Tamás B a u e r, auf den Sie sich laufend als höchste moralische Instanz Ihres Lagers berufen“?

    • Na doo schau her!

      Karl Pfeifer,

      Sie haben also in Bezug auf die politische und persönliche Integrität des Tamás B a u e r auch gewisse berechtigte Zweifel, wie übrigens auch Paul Lendvai ihn eher kritisch beurteilt?

      • Paul Lendvai hat Zweifel im Bezug auf Tamás Bauer? Das wäre mir neu. In dem Politmärchen „Nationale Träume“ kamen diese Zweifel ebensowenig zum Tragen wie bei der gemeinsamen Tätigkeit in der sog. „Demokratikus Charta“…

      • Karl Pfeifer,

        Es ist schön, wenn Sie sich dahingehend offenbaren, dass Sie gegen Sippenhaftung sind, doch das sind hier wohl alle von gesundem Denken und Fühlen, doch wer hat von Ihnen das Gegenteil behauptet? Oder können Sie ohne diese Taktiererei, die ich gerade vorhin beanstandete, nicht leben?

        Sie schrieben mir vorhin, ich brauchte Sie in Bezug auf deutsche Rechtschreibung nicht zu belehren. Jetzt muss ich Sie aber, wieder ermuntern, sich bei Diskussionen daran zu halten, was man schreibt, und nicht sicht darüber zu empören, was in Ihren Kopf aufgrund lebhafter Phantasie durcheinander wirbelt!

        Jetzt zur Sache.
        Sie haben offensichtlich nichts dagegen einzuwenden, dass Miklos Bauer, zufällig auch der Vater des und. sozliberalen Politikers Tamas Bauer, im Terror-Museum in Budapest als ein widerlicher kommunistischer Folterknecht registriert ist. Wie denn auch? Das sind Tatsachen.
        Ich schrieb in meinem Kommentar: Trotz des Vaters Leistung und Gesinnung ist „Tamas Bauer bestimmt kein Folterknecht und Verbrecher,“

        Karl Pfeifer, soll ich jetzt Ihnen erklären, dass das, was da zu lesen ist, gerade auch den Anschein von Sippenhaft auschschliesst. Es ist andererseits leider nicht auszuschliessen, dass wenn Sie dies lesen, in Ihrem Unterbewusstsein auch andere Gedankenassoziationen entstehen, als Sie öffentlich vertreten. Ich kann es nicht genau beurteilen.

        Sie sollten vielleicht weniger politische Räubergeschichten zB, über Ungarn und die Ungarn oder auch weniger politische Hetzartikel über V. Orban lesen und propagieren, wie auch gerade vorhin.

        Was die politische Gesinnung und Eigenleistungen des Sohnes Tamas Bauer betrifft, darüber bin ich gerne bereit (auch mittels Zitaten aus den Werken von Paul Lendvai) Sie etwas aufzuklären.

        PS: Aufgrund Ihr etwas wirren Kommentars keimt in mir der nicht ganz unberechtigter Verdacht, dass Sie tief im Inneren, trotz aller gegenteiliger Beteuerungen meinen:
        „Der Apfel fällt nicht weit vom Baum „.

        Eine recht altmodische Einstellung. Beweisen Sie, dass es nicht so ist.

      • Hungaianvoice,

        Ist es Ihnen noch wirklich nicht aufgefallen, wie doppelzüngig Paul Leindvai sein Metier beherrschen kannt?

        Mit ihm sollte man sich auf kein Spiel „Kopf oder Zahl“ einlassen. Man kann dabei nur verlieren, denn er ist je nach Bedarf das eine oder andere!

  4. Karl Pfeifer,

    Das ist mieseste Rabulistik der alleruntersten Schublade, was Sie hier treiben!

    Ihr dieses Getue wird natürlich vom deklarierten Pressefreiheit und persönliches Recht auf freie Meinungsäusserung in einer demokratisch, freisinniger Gesellschaft nicht in Frage gestellt, auch wenn Sie dadurch das Gedenken Millionen von Opfern des kommunistischen Terrorsystems und die Gefühle der Nachkommen dieser Opfer beleidigen.

    Wenn Sie schon nichts besseres mit Ihrem Leben anfangen können, als Ungarn und die Ungarn auf dem Laufmeter zu provozieren, oder Ihnen unliebsame Politiker mehrheitlich mit leerem Geschwätz oder propagandistische Äuserungen ihrer gescheiterten politischen Gegnern zu diffamieren, dann tun Sie das. Demokratie garantiert Ihnen also sogar das Recht dazu.

    Doch ist es unerträglich, dass, wenn Sie auf diesem Blog infolge Ihrer meist total verblendeter Gedankengängen und Argumentationen durch Gegenargumente (durch unleugbare Tatsachen erhärtet!) am Ende Ihrer „Weisheit“ angelangt sind, Ihr Heil sofort im verleumderischen Sprücheklopfen suchen.

    Es ist nicht meine Aufgabe Ihr Unterfangen, gleich auch dieses Blog in einem Aufwasch zu diffamieren, zurückzuweisen. Das kann Hungarianvoice besser besorgen, wenn er das für nötig hält.

    Für mich persönlich ist jedoch unerträglich, dass Sie sich unterstellen, unter anderem über Sippenhaft zu faseln, die das eklatanteste Erkennungsmerkmal kommunistischer Terrorsysteme und ihrer Henkersknechte ist.

    Ich war in 1956 noch ein halbes Kind, trotzdem dabei als die Ungarn schier mit blossen Händen versuchten Panzerwagen sowjet-kommunistischer Unterdrücker aufzuhalten. Als unser Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit für Ungarn brutal in Blut ertränkt wurde, waren die Schergen fremder Mächte sofort wieder zur Hand.

    Ende November war in meiner – wie 10 Jahre früher wieder zerschossener, zerbombter Heimatstadt Budapest – alles so deprimierend und aussichtslos, dass mein Vater mir dazu riet, mir eine Zukunft in der damals sogenannter „Freien Welt“ zu suchen. Er war schwer Krank (der 2. Weltkrieg war auch für Ihn auch kein fröhliches Weekend), und verstarb wenige Jahre später, im Vergleich zu Ihnen Herr Pfeifer beinahe noch ein recht junger Mann.

    Da er nicht mitkommen konnte, und meine Mutter mit ihm in Ungarn blieb, musste ich micht allein auf den Weg in die Fremde machen.

    Fanatische Kommunisten-Lakaien, als sie sich Anfang 1958 im Schutze der sowjetischen Roten Armee wieder im Sattel sicher fühlten, hatten nichts Besseres im Sinn, als meine Eltern wegen meiner Engagement anzuzeigen. Diese Mieslinge der Menschheit waren immerhin nicht ganz so mies, und liessen meinen Vater allein zu Hause, und verhafteten, verschleppten und steckten in einen Verlies (in einer für die Bolschewikschergen typischen Nacht und Nebel Aktion) nur meine Mutter.

    Trotz aller versuchte meiner Verwandten etwas über sie zu erfahren war vergebliche Liebesmüh. Man teilte ihnen nicht einmal mit ob sie überhaupt lebt noch oder nicht. Ich erfuhr bereits im Westen per Brief nur, dass sie „verschwunden“ sei. Nach gut drei Monaten ohne Verhör oder gar Anklage setzte man sie auf die Strasse und schickte sie – nicht ohne sie zu ermahnen und auf ihre Vernunft zu appellieren – nach Hause.

    Geehrter Karl Pfeifer,

    das nennt man in Ungarn und die Ungar S i p p e n h a f t!

    Ich habe den nicht unberechtigten Verdacht, dass Sie nicht nur mit der deutschen Sprache nicht so richtig klarkommen, Sie leiden auch unter bedauernswerter Begriffsverwirrung.

  5. I. Unger, Sie behaupteten etwas über mich. Können es aber nicht belegen. Und Sippenhaftung ist auch schlimm, gehört aber zum Rüstzeug der Rechtsextremisten in Ungarn.

    • Karl Pfeifer,

      Ich behaupte nichts Spezielles über Sie, ausser,: die Art Journalismus, die Sie pflegen, gefällt mir zwar gar nicht, doch es würde mir nicht im Traum einfallen, Sie in Ihrem Metier auch im geringsten hindern zu wollen.

      Allerdings nehme ich mir die Freiheit, mich gegen jegliche Art von Unterstellungen zur Wehr zu setzen, und zwar in der Form, dass ich Sie auf Ihre Irrtümer aufmerksam mache.

      Was mich betrifft, ist die Sache mit Tamás Bauer dahingehend geklärt, dass ich es war, der expessis verbis darauf hinwies, des Vaters Sünden ja nicht dem Sohne anzuhängen!

      So können wir von mir aus zu den Tabak-Konzessionen zurückkehren, in der Sie sich so besonders engagierten.

      Was sagen Sie denn dazu, dass nachdem es sich herausstellte, dass etwa 100 kleinere Tabakladenbetreiber, für die bis jetzt ihr Laden die einzige Grundlage ihrer Existenz war, und denen es nicht doch gelang wieder Konzessionär zu werden, für sie wird von der Regierung eine hilfsreiche spezielle Lösung gesucht und erarbeitet?

  6. Hungarianvoice,

    Paul Lendvai verstand es schon immer, sich etwas orakelhaft zweideutig über die Objekte seiner journalistischen Tätigkeit zu äussern. So konnte er in Bezug auf seine Beurteilungen auch nachträglich – unabhängig ob das Ergebnis „Kopf“ oder „Zahl“ ergab – stets auf eine erstaunliche Trefferquote verweisen.

    Er erging sich gern in überschäumender Apologie über Gyurcsány als:

    „Diese vielleicht grösste politische Begabung in der Geschichte der Linken“, „in vieler Hinsicht geniale Politiker und Kommunikator“, usw.

    Bei Paul Lendvai steht aber auch zu lesen :

    „Auf meine zur Zeit seines interparteilichen Sieges (2006) gestellte rhetorische Frage („Totengräber oder Erneuerer der ungarischen Linken?“), über die seinerzeit auch in ungarischen Medien berichtet worden war, bemerkte (etwa in 2008) eine enge Mitarbeiterin Horns in einer knappen SMS an mich: ‚Keine Zweifwl – er ist d e r Totengräber!‘“

    Dieser sehr eitel und selbsgefällig gewordene Leindvai ist nur dann unmissberständlich eindeutig, wenn er gegen Viktor Orbán Hasstiraden von sich gibt.

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