Judenfeindliche Beleidigungen beim World Jewish Congress: Haftstrafen für ungarische Neonazis

Ein Budapester Strafgericht hat drei rechtsradikale Personen wegen ihres Verhaltens beim World Jewish Congress im beschleunigten Verfahren zu Haftstrafen verurteilt. Die Täter hatten Teilnehmer des WJC in der Nähe der Budapester Hauptsynagoge antisemitisch beleidigt und Hakenkreuze gezeigt. Lediglich das Einschreiten ziviler Ermittler verhinderte Tätlichkeiten.

Der Haupttäter erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren, die er wegen einer offenen Bewährung in anderer Sache antreten muss. Zwei weitere Täter erhielten Freiheitsstrafen von 2 Jahren, die (auf drei Jahre) zur Bewährung ausgesetzt wurden.

http://www.origo.hu/itthon/20130509-gyorsitott-eljarasban-eliteltek-harom-ferfit-akik-zaklattak-a-vilagkongresszus-resztvevoit.html

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5 Kommentare zu “Judenfeindliche Beleidigungen beim World Jewish Congress: Haftstrafen für ungarische Neonazis

  1. Nun ich hab mich mal auf einigen „einschlägigen „Seiten (u.a. auch in Ungarnforen) umgesehen.Was wird da genüsslich durchgekaut? Das harte Strafurteil gegen ungarische Zigeuner.
    Von dem hier geschilderten Fall „nullkomanix“

    Wirklich hochwohllöbliche Meinungsmanipulation.

    .

    • Richter János, wie müsste das Strafmass sein, um in Ihren Augen nicht als „zu milde“ zu gelten?

      Ich finde zweijährige Haftstrafen auf Bewaehrung durchaus erheblich, wenn ich bedenke, wie milde Richter bei Ersttätern sonst in der Regel sind. Die dreijährige Strafe ohne Bewährung war einer Vorstrafe geschuldet, gleichwohl: Ganz erheblich. Das Strafmaß ergibt sich im übrigen – zum Glück – nicht aus dem Geschmacksempfinden der Antifa und der Anhängerschaft der „Linken“, die Rechtsradikale am Liebsten dem elektrischen Stuhl anheimfallen lassen würden, sondern aus einer jurstischen Bewertung. Zumindest sollte es so sein. Diese Bewertung ist, selbst für Juristen ohne genaue Fallkenntnis, nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen, sie ergibt sich aus den Gesamtumständen der Tat, dem entstandenen Schaden, dem Nachtatverhalten, dem Verhalten in der Hauptverhandlung und den Lebensumständen der Angeklagten inkl. seiner Vorstrafen. Dann ist noch die Frage nach dem generalpräventiven Aspekt zu stellen, der hat hier offenkundig eine Rolle gespielt, sonst haette die Strafe wohl deutlich milder ausfallen dürfen. Vieles von dem, was das Gericht sich gedacht hat, kann man nur wissen, wenn man der Verhandlung beigewohnt hat. Es sei denn, man gibt den Pester Lloyd heraus. Dann – und nur dann – weiß man auch so alles. Auch ohne Jurastudium und ohne den Gerichtssaal betreten zu haben 🙂

      Ich hoffe, Sie empfinden meine Antworten nun nicht als „abgewatscht werden“… 🙂

      Diese Aspekte der Strafmassfindung gelten übrigens auch bei der Verurteilung iBa Sajóbábony. Das Gericht in Richtung Rassismus zu rücken, halte ich für respekt- und geschmacklos.

      • @HV

        Natürlich sollte sich ein Urteil aus den Gesamtumständen der Tat ergeben, besonders bei
        diesen „armen, harmlosen“ Rechtsradikalen. Wohin das führt wissen wir aus unserer Vergangenheit, als Deutsche wie Ungarn und aus unserer Gegenwart. Nach meiner Auffassung haben hier die Gerichte eine Pflicht gegenüber diesen Tatsachen.

        In welche Ecke drängen Sie denn Anhänger der „Linken“ oder Antifa? Todesurteile aus niedrigen Beweggründen? Ich kenne weder bei Antifa oder Linke Menschen mit dieser Einstellung. Wohl aber genügend Nazis und Sympatisanten, welche nicht einmal Gesetze dazu brauchen.

        Genauso wie Juristen die „Sehschwierigkeiten“ auf dem rechten Auge haben.

        Was lässt aus meiner Anmerkung zum Urteil schließen dem Gericht Rassismus zur unterstellen?

        Ich habe nichts dagegen wenn Sie die Daumen wieder aktivieren, ich kann mit Kritik in beiden Richtungen umgehen. Die Daumen spiegeln auch in gewisser Weise den Stimmungstrend wieder.

        Als „abgewatscht“ empfinde ich Ihre Antworten nicht, wohl aber wegen meiner o.g. Anmerkungen als „Schlag ins Wasser“ 🙂

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